Trigunarahita: Unterschied zwischen den Versionen

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'''trigunarahita''' ([[Sanskrit]]: trigunarahita ''adj'') die drei [[gunas]] verlassen habend; ohne relative Eigenschaften.
[[Datei:Meditierender Mönch Natur Meditation.jpg|mini|trigunarahita]]


'''trigunarahita''' ([[Sanskrit]]: trigunarahita ''adj'') = die drei Gunas verlassen habend; ohne relative Eigenschaften.
Der Sanskrit-Ausdruck “trigunarahita” setzt sich aus drei Bestandteilen zusammen: “[[tri]]” bedeutet drei, “[[guna]]” steht für die Qualitäten oder Eigenschaften der Natur ([[Prakriti]]) und “[[rahita]]” heißt so viel wie “frei von” oder “ohne”. Wörtlich übersetzt beschreibt trigunarahita also einen Zustand, der jenseits der drei Gunas liegt – also jenseits von [[Sattva]] (Reinheit, Harmonie), [[Rajas]] (Aktivität, Leidenschaft) und [[Tamas]] (Trägheit, Dunkelheit).
In der indischen [[Spiritualität]] und im [[Hinduismus]] gelten die drei Gunas als die grundlegenden Kräfte, die die gesamte materielle Welt und dein gewöhnliches Bewusstsein durchdringen. Solange du in diesen Qualitäten gefangen bist, identifizierst du dich mit deinem Körper, deinen Gedanken und deinen [[Emotion]]en. Trigunarahita beschreibt dagegen einen transzendenten Bewusstseinszustand, in dem du jenseits aller Gegensätze und aller konditionierten Muster bist – reines, unveränderliches Sein. Im [[Yoga]] ist das das Ziel vieler Praktiken: Du möchtest die Gunas nicht vernichten, sondern dich so weit von ihnen lösen, dass sie dich nicht mehr bestimmen.
Stell dir vor, du sitzt in einer [https://www.yoga-vidya.de/ Meditation] und beobachtest, wie Gedanken kommen und gehen – mal ruhige, klare Momente (Sattva), mal aufgeregte, hektische (Rajas), mal schwere, müde (Tamas). Anstatt dich mit ihnen zu identifizieren, bleibst du einfach der [[Zeuge]]. Mit der Zeit spürst du, dass hinter all diesen Wellen eine stille, unberührte Gegenwart existiert – genau das ist die trigunarahita-Erfahrung. Du wirst nicht mehr von den Launen deines Geistes hin und her geworfen, sondern ruhst in dir selbst.
Ein Zitat von Swami Sivananda: “Sei jenseits der drei Gunas. Werde ein Trigunatita. Dann wirst du Unsterblichkeit erlangen. Dies ist der höchste Zustand des Friedens.”
=Siehe auch=
* [[Stille]]
* [[Frieden]]


[[Kategorie:Glossar]]  
[[Kategorie:Glossar]]  
[[Kategorie:Spiritualität]]
[[Kategorie:Spiritualität]]
[[Kategorie:Religion]]
[[Kategorie:Sanskrit]]
[[Kategorie:Sanskrit]]

Version vom 15. Juli 2026, 08:32 Uhr

trigunarahita

trigunarahita (Sanskrit: trigunarahita adj) = die drei Gunas verlassen habend; ohne relative Eigenschaften.

Der Sanskrit-Ausdruck “trigunarahita” setzt sich aus drei Bestandteilen zusammen: “tri” bedeutet drei, “guna” steht für die Qualitäten oder Eigenschaften der Natur (Prakriti) und “rahita” heißt so viel wie “frei von” oder “ohne”. Wörtlich übersetzt beschreibt trigunarahita also einen Zustand, der jenseits der drei Gunas liegt – also jenseits von Sattva (Reinheit, Harmonie), Rajas (Aktivität, Leidenschaft) und Tamas (Trägheit, Dunkelheit).

In der indischen Spiritualität und im Hinduismus gelten die drei Gunas als die grundlegenden Kräfte, die die gesamte materielle Welt und dein gewöhnliches Bewusstsein durchdringen. Solange du in diesen Qualitäten gefangen bist, identifizierst du dich mit deinem Körper, deinen Gedanken und deinen Emotionen. Trigunarahita beschreibt dagegen einen transzendenten Bewusstseinszustand, in dem du jenseits aller Gegensätze und aller konditionierten Muster bist – reines, unveränderliches Sein. Im Yoga ist das das Ziel vieler Praktiken: Du möchtest die Gunas nicht vernichten, sondern dich so weit von ihnen lösen, dass sie dich nicht mehr bestimmen.

Stell dir vor, du sitzt in einer Meditation und beobachtest, wie Gedanken kommen und gehen – mal ruhige, klare Momente (Sattva), mal aufgeregte, hektische (Rajas), mal schwere, müde (Tamas). Anstatt dich mit ihnen zu identifizieren, bleibst du einfach der Zeuge. Mit der Zeit spürst du, dass hinter all diesen Wellen eine stille, unberührte Gegenwart existiert – genau das ist die trigunarahita-Erfahrung. Du wirst nicht mehr von den Launen deines Geistes hin und her geworfen, sondern ruhst in dir selbst.

Ein Zitat von Swami Sivananda: “Sei jenseits der drei Gunas. Werde ein Trigunatita. Dann wirst du Unsterblichkeit erlangen. Dies ist der höchste Zustand des Friedens.”

Siehe auch