Trishnā: Unterschied zwischen den Versionen

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'''trishnā''' ([[Sanskrit]]: trishnā ''f'') Durst, Verlangen, Wunsch; [[Gier]], starkes Verlangen nach Sinnengenuß.
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'''trishna''' ([[Sanskrit]]: trishnā ''f'') = Durst, Verlangen, Wunsch; [[Gier]], starkes Verlangen nach Sinnengenuss
 
Trishna ist ein Sanskrit-Begriff, der wörtlich “Durst” bedeutet. In einem tieferen, [[spirituell]]en Sinne beschreibt er jedoch das unstillbare Verlangen oder die Gier nach sinnlichen Genüssen, [[Besitz]], [[Mach]]t oder auch nach emotionalen Erlebnissen. Es ist ein zentrales Konzept im [[Hinduismus]], [[Buddhismus]] und in der [[yogisch]]en Philosophie. Trishna wird als eine der Hauptursachen für Leid ([[Dukkha]]) und die ewige Wiedergeburt ([[Samsara]]) angesehen. Solange du von Trishna getrieben wirst, jagst du ständig äußeren Dingen hinterher, in der Hoffnung, dadurch Glück zu finden. Doch dieses [[Glück]] ist flüchtig, weil der “Durst” nie wirklich gestillt wird – nach einem Genuss kommt sofort der nächste Wunsch.
 
Im [[Yoga]] und in der indischen Spiritualität geht es darum, Trishna zu erkennen und zu überwinden. Du lernst, dass wahres Glück nicht von außen kommt, sondern in dir selbst ruht. In einer [[Yogastunde]] oder Meditation kannst du Trishna praktisch erfahren, indem du beobachtest, wie dein Geist ständig nach Abwechslung sucht: Vielleicht möchtest du während der [[Tiefenentspannung]] plötzlich dein Bein bewegen, oder du denkst an das leckere Essen nach der Stunde. Statt diesem Drang sofort nachzugeben, übst du, ihn einfach als [[Gedanke]]n oder [[Empfindung]] wahrzunehmen, ohne zu reagieren. So schaffst du einen Raum der inneren Freiheit, in dem du nicht mehr von deinen Begierden kontrolliert wirst. Das ist die Essenz von [[Vairagya]] (Losgelöstheit), einem wichtigen yogischen Prinzip.
 
Ein passendes Zitat von [https://www.yoga-vidya.de/ Swami Sivananda] dazu lautet: “Der Durst nach Sinnesfreuden ist die Wurzel allen Übels. Töte diesen Durst durch Unterscheidungskraft und beständige Meditation. Dann wirst du ewigen Frieden finden.”
 
=Siehe auch=
* [[Sinne]]
* [[Atman]]


[[Kategorie:Glossar]]  
[[Kategorie:Glossar]]  

Aktuelle Version vom 28. Juni 2026, 02:17 Uhr

Trishna

trishna (Sanskrit: trishnā f) = Durst, Verlangen, Wunsch; Gier, starkes Verlangen nach Sinnengenuss

Trishna ist ein Sanskrit-Begriff, der wörtlich “Durst” bedeutet. In einem tieferen, spirituellen Sinne beschreibt er jedoch das unstillbare Verlangen oder die Gier nach sinnlichen Genüssen, Besitz, Macht oder auch nach emotionalen Erlebnissen. Es ist ein zentrales Konzept im Hinduismus, Buddhismus und in der yogischen Philosophie. Trishna wird als eine der Hauptursachen für Leid (Dukkha) und die ewige Wiedergeburt (Samsara) angesehen. Solange du von Trishna getrieben wirst, jagst du ständig äußeren Dingen hinterher, in der Hoffnung, dadurch Glück zu finden. Doch dieses Glück ist flüchtig, weil der “Durst” nie wirklich gestillt wird – nach einem Genuss kommt sofort der nächste Wunsch.

Im Yoga und in der indischen Spiritualität geht es darum, Trishna zu erkennen und zu überwinden. Du lernst, dass wahres Glück nicht von außen kommt, sondern in dir selbst ruht. In einer Yogastunde oder Meditation kannst du Trishna praktisch erfahren, indem du beobachtest, wie dein Geist ständig nach Abwechslung sucht: Vielleicht möchtest du während der Tiefenentspannung plötzlich dein Bein bewegen, oder du denkst an das leckere Essen nach der Stunde. Statt diesem Drang sofort nachzugeben, übst du, ihn einfach als Gedanken oder Empfindung wahrzunehmen, ohne zu reagieren. So schaffst du einen Raum der inneren Freiheit, in dem du nicht mehr von deinen Begierden kontrolliert wirst. Das ist die Essenz von Vairagya (Losgelöstheit), einem wichtigen yogischen Prinzip.

Ein passendes Zitat von Swami Sivananda dazu lautet: “Der Durst nach Sinnesfreuden ist die Wurzel allen Übels. Töte diesen Durst durch Unterscheidungskraft und beständige Meditation. Dann wirst du ewigen Frieden finden.”

Siehe auch