Nimittakarana: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Nimittakarana''' ([[Sanskrit]]: nimittakārana ''n.'') eine bewirkende Ursache (im Gegensatz dazu: materielle Ursache).
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'''Nimittakarana''' ([[Sanskrit]]: nimittakārana ''n.'') = eine bewirkende Ursache (im Gegensatz dazu: materielle Ursache).
Der Begriff Nimittakarana setzt sich aus zwei Wörtern zusammen: [[Nimitta]] („Ursache“, „Anlass“ oder „mittelbarer Grund“) und [[Karana]] („Instrument“, „Ursache“ oder „Werkzeug“). Zusammengefasst bedeutet er so viel wie „wirkende Ursache“ oder „instrumentelle Ursache“.
In der [[indisch]]en [[Philosophie]], besonders im [[Vedanta]] und [https://www.yoga-vidya.de/ Samkhya], unterscheidet man zwischen verschiedenen Arten von Ursachen. Hier ist Nimittakarana diejenige [[Kraft]] oder das Prinzip, das eine Veränderung bewirkt, ohne selbst die materielle Grundlage zu sein. Ein klassisches Beispiel ist der Töpfer ([[Kumbhakara]]), der als Nimittakarana für den Tonkrug ([[Ghata]]) gilt: Der Ton ist das Material ([[Upadana]] Karana), aber der Töpfer ist der wirkende Anlass, der den Krug formt.
=Beispiel aus der Mythologie=
In der [[Bhagavad Gita]] (Kapitel 11, Vers 33) sagt [[Krishna]] zu [[Arjuna]]: „Ich bin die Zeit, die große Zerstörerin der Welten.“ Hier agiert Krishna als Nimittakarana – er ist der wirkende Anlass für die Zerstörung der Krieger, obwohl die eigentliche „Materie“ (die Krieger) schon vorhanden ist.
=Yoga-Perspektive=
Im [[Yoga Sutra]] (1.24) wird Gott ([[Ishvara]]) als Nimittakarana des Universums beschrieben – nicht als Schöpfer der Materie, sondern als Lenker der bereits existierenden Energie.
=Siehe auch=
* [[Ursache]]
* [[Wirkung]]


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Aktuelle Version vom 7. März 2026, 01:22 Uhr

Nimittakarana

Nimittakarana (Sanskrit: nimittakārana n.) = eine bewirkende Ursache (im Gegensatz dazu: materielle Ursache).

Der Begriff Nimittakarana setzt sich aus zwei Wörtern zusammen: Nimitta („Ursache“, „Anlass“ oder „mittelbarer Grund“) und Karana („Instrument“, „Ursache“ oder „Werkzeug“). Zusammengefasst bedeutet er so viel wie „wirkende Ursache“ oder „instrumentelle Ursache“.

In der indischen Philosophie, besonders im Vedanta und Samkhya, unterscheidet man zwischen verschiedenen Arten von Ursachen. Hier ist Nimittakarana diejenige Kraft oder das Prinzip, das eine Veränderung bewirkt, ohne selbst die materielle Grundlage zu sein. Ein klassisches Beispiel ist der Töpfer (Kumbhakara), der als Nimittakarana für den Tonkrug (Ghata) gilt: Der Ton ist das Material (Upadana Karana), aber der Töpfer ist der wirkende Anlass, der den Krug formt.

Beispiel aus der Mythologie

In der Bhagavad Gita (Kapitel 11, Vers 33) sagt Krishna zu Arjuna: „Ich bin die Zeit, die große Zerstörerin der Welten.“ Hier agiert Krishna als Nimittakarana – er ist der wirkende Anlass für die Zerstörung der Krieger, obwohl die eigentliche „Materie“ (die Krieger) schon vorhanden ist.

Yoga-Perspektive

Im Yoga Sutra (1.24) wird Gott (Ishvara) als Nimittakarana des Universums beschrieben – nicht als Schöpfer der Materie, sondern als Lenker der bereits existierenden Energie.

Siehe auch