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'''Asangan / Asangini''': ([[Sanskrit]]: asaṅgan ''m.'' asaṅginī ''f.'') Der Unabhängige oder der Ungebundene
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'''Asangan / Asangini''': ([[Sanskrit]]: asaṅgan ''m.'' asaṅginī ''f.'') = der Unabhängige oder der Ungebundene
 
Asangan ist ein aus dem Sanskrit stammender Begriff, der wörtlich etwa „nicht anhaftend“ oder „ohne Anhaftung“ bedeutet. Er setzt sich zusammen aus dem Präfix a- (nicht) und [[sangha]] beziehungsweise [[sanga]], das im engeren Sinn Anhaftung, Verbindung oder Bindung an etwas beschreibt. In [[philosophisch]]en und [[spirituell]]en Zusammenhängen, insbesondere im [[Buddhismus]] und in einigen [https://www.yoga-vidya.de/ hinduistischen] Schulen, bezeichnet asangan den inneren Zustand, in dem jemand nicht von [[Begierde]]n, [[Gefühl]]en, Vorstellungen oder materiellen Dingen festgehalten wird.
 
Das Konzept geht über eine rein intellektuelle Distanzierung hinaus: Es beschreibt eine innere [[Freiheit]], in der Erfahrungen zwar wahrgenommen werden, aber nicht zur Quelle von Festhalten, Abwehr oder Selbstidentifikation werden. In der Praxis zeigt sich das als Gelassenheit gegenüber angenehmen wie unangenehmen Erfahrungen; man reagiert nicht impulsiv aus Anhaftung oder Aversion. Asangan wird oft als Voraussetzung für klareres Wahrnehmen und für spirituelle Einsichten angesehen, weil es erlaubt, Phänomene so zu sehen, wie sie sind, ohne sie an ein festes, dauerhaftes Selbst zu binden.
 
Wichtig ist, dass asangan nicht mit [[Gleichgültigkeit]] verwechselt werden sollte. Es schließt mitfühlendes Handeln und engagierte Entscheidungen nicht aus; vielmehr verändert sich die [[Motivation]] dahinter: Handeln entsteht nicht aus einem [[Bedürfnis]], etwas zu besitzen oder zu vermeiden, sondern aus freiem, bewusstem Entschluss.
 
=Siehe auch=
* [[Anhaftung]]
* [[Befreiung]]


[[Kategorie:Glossar]]
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[[Kategorie:Sanskrit]]
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Version vom 11. Februar 2026, 01:59 Uhr

Asangan

Asangan / Asangini: (Sanskrit: asaṅgan m. asaṅginī f.) = der Unabhängige oder der Ungebundene

Asangan ist ein aus dem Sanskrit stammender Begriff, der wörtlich etwa „nicht anhaftend“ oder „ohne Anhaftung“ bedeutet. Er setzt sich zusammen aus dem Präfix a- (nicht) und sangha beziehungsweise sanga, das im engeren Sinn Anhaftung, Verbindung oder Bindung an etwas beschreibt. In philosophischen und spirituellen Zusammenhängen, insbesondere im Buddhismus und in einigen hinduistischen Schulen, bezeichnet asangan den inneren Zustand, in dem jemand nicht von Begierden, Gefühlen, Vorstellungen oder materiellen Dingen festgehalten wird.

Das Konzept geht über eine rein intellektuelle Distanzierung hinaus: Es beschreibt eine innere Freiheit, in der Erfahrungen zwar wahrgenommen werden, aber nicht zur Quelle von Festhalten, Abwehr oder Selbstidentifikation werden. In der Praxis zeigt sich das als Gelassenheit gegenüber angenehmen wie unangenehmen Erfahrungen; man reagiert nicht impulsiv aus Anhaftung oder Aversion. Asangan wird oft als Voraussetzung für klareres Wahrnehmen und für spirituelle Einsichten angesehen, weil es erlaubt, Phänomene so zu sehen, wie sie sind, ohne sie an ein festes, dauerhaftes Selbst zu binden.

Wichtig ist, dass asangan nicht mit Gleichgültigkeit verwechselt werden sollte. Es schließt mitfühlendes Handeln und engagierte Entscheidungen nicht aus; vielmehr verändert sich die Motivation dahinter: Handeln entsteht nicht aus einem Bedürfnis, etwas zu besitzen oder zu vermeiden, sondern aus freiem, bewusstem Entschluss.

Siehe auch