Krishna Upanishad: Unterschied zwischen den Versionen

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== Sanskrittext mit Übersetzung und Wort-für-Wort-Erläuterung ==
== Krishna Upanishad Sanskrittext mit Übersetzung und Wort-für-Wort-Erläuterung ==


'''Zur Textgestalt:''' Diese deutsche Studienübersetzung folgt der unten verlinkten Sanskritfassung. Beide Khandas und alle Schlussvermerke der Sanskritvorlage sind enthalten. Die zusätzliche Shanti-Passage am Ende des ersten Khandas wird ebenfalls vollständig übersetzt. Merkverse, Friedensgebete und Kolophone werden als eigene Textbestandteile kenntlich gemacht. In der Worterklärung sind Sandhi-Verbindungen und Zusammensetzungen nach Möglichkeit aufgelöst. Offenkundige Schreib- und Trennfehler sind berichtigt; sinnrelevante Unsicherheiten werden angegeben. Die Devanagari- und IAST-Volltexte geben denselben redaktionellen Sanskritstand wieder.
'''Zur Textgestalt:''' Diese deutsche Studienübersetzung folgt der unten verlinkten Sanskritfassung. Beide Khandas und alle Schlussvermerke der Sanskritvorlage sind enthalten. Die zusätzliche Shanti-Passage am Ende des ersten Khandas wird ebenfalls vollständig übersetzt. Merkverse, Friedensgebete und Kolophone werden als eigene Textbestandteile kenntlich gemacht. In der Worterklärung sind Sandhi-Verbindungen und Zusammensetzungen nach Möglichkeit aufgelöst. Offenkundige Schreib- und Trennfehler sind berichtigt; sinnrelevante Unsicherheiten werden angegeben. Die Devanagari- und IAST-Volltexte geben denselben redaktionellen Sanskritstand wieder.
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'''Wort für Wort:''' ''vṛndā bhaktiḥ'' – Vrinda ist Hingabe; ''kriyā buddhiḥ'' – Tätigkeit ist Erkenntniskraft; ''sarva-jantu-prakāśinī'' – alle Wesen erhellend; ''tasmāt'' – deshalb; ''na bhinnam na abhinnam'' – weder verschieden noch unverschieden; ''ābhiḥ'' – von diesen; ''bhinnaḥ na vai vibhuḥ'' – Allgegenwärtiger nicht getrennt; ''bhūmau uttāritam'' – auf die Erde herabgebracht; ''sarvam vaikuṇṭham'' – ganz Vaikuntha; ''svarga-vāsinām'' – der Himmelsbewohner.
'''Wort für Wort:''' ''vṛndā bhaktiḥ'' – Vrinda ist Hingabe; ''kriyā buddhiḥ'' – Tätigkeit ist Erkenntniskraft; ''sarva-jantu-prakāśinī'' – alle Wesen erhellend; ''tasmāt'' – deshalb; ''na bhinnam na abhinnam'' – weder verschieden noch unverschieden; ''ābhiḥ'' – von diesen; ''bhinnaḥ na vai vibhuḥ'' – Allgegenwärtiger nicht getrennt; ''bhūmau uttāritam'' – auf die Erde herabgebracht; ''sarvam vaikuṇṭham'' – ganz Vaikuntha; ''svarga-vāsinām'' – der Himmelsbewohner.


'''Abschluss des ersten Teils'''
'''Abschluss des ersten Teils der Krishna Upanishad'''


sarvatīrthaphalaṃ labhate ya evaṃ veda |<br>
sarvatīrthaphalaṃ labhate ya evaṃ veda |<br>
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'''Wort für Wort:''' ''saṅkarṣaṇa-upaniṣat'' – Sankarshana Upanishad, Titelvermerk der Vorlage; ''iti'' – so endet; ''prathamaḥ'' – erster; ''khaṇḍaḥ'' – Abschnitt.
'''Wort für Wort:''' ''saṅkarṣaṇa-upaniṣat'' – Sankarshana Upanishad, Titelvermerk der Vorlage; ''iti'' – so endet; ''prathamaḥ'' – erster; ''khaṇḍaḥ'' – Abschnitt.


'''Kapitelbeginn'''
===Zweiter Abschnitt Krishna Upanishad===


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'''Wort für Wort:''' ''naktam adhīyānaḥ'' – nachts studierend; ''divasa-kṛtam pāpam'' – tags begangene Verfehlung; ''nāśayati'' – beseitigt.
'''Wort für Wort:''' ''naktam adhīyānaḥ'' – nachts studierend; ''divasa-kṛtam pāpam'' – tags begangene Verfehlung; ''nāśayati'' – beseitigt.


'''2v. Abschlussverheißung'''
'''2v. Abschlussverheißung Krishna Upanishad'''


tadetadvedānāṃ rahasyam |<br>
tadetadvedānāṃ rahasyam |<br>
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'''Wort für Wort:''' ''vedānām rahasyam'' – Geheimnis der Veden; ''upaniṣadām rahasyam'' – Geheimnis der Upanishaden; ''adhīyānaḥ'' – Studierender; ''sarva-kratu-phalam labhate'' – erlangt Frucht aller Opfer; ''śāntim eti'' – erreicht Frieden; ''manaḥ-śuddhim eti'' – erreicht Geistesreinheit; ''sarva-tīrtha-phalam'' – Frucht aller Pilgerstätten; ''yaḥ evam veda'' – wer so weiß; ''deha-bandhāt vimucyate'' – wird von Körperbindung frei; ''iti upaniṣat'' – so die Upanishad.
'''Wort für Wort:''' ''vedānām rahasyam'' – Geheimnis der Veden; ''upaniṣadām rahasyam'' – Geheimnis der Upanishaden; ''adhīyānaḥ'' – Studierender; ''sarva-kratu-phalam labhate'' – erlangt Frucht aller Opfer; ''śāntim eti'' – erreicht Frieden; ''manaḥ-śuddhim eti'' – erreicht Geistesreinheit; ''sarva-tīrtha-phalam'' – Frucht aller Pilgerstätten; ''yaḥ evam veda'' – wer so weiß; ''deha-bandhāt vimucyate'' – wird von Körperbindung frei; ''iti upaniṣat'' – so die Upanishad.


'''Kapitelabschluss'''
'''Kapitelabschluss Krishna Upanishad'''


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Für heutige [[Bhakti Yoga|Bhakti-Praxis]] kann die Upanishad das Lesen, Singen und Erinnern von Krishna-Erzählungen vertiefen. Eine hilfreiche Vorgehensweise ist, eine einzelne Entsprechung zu betrachten und ihren Zusammenhang zu prüfen. Eine symbolische Auslegung darf dabei nicht jede beliebige Behauptung in den Text hineintragen. Wo die Sanskritfassung unsicher bleibt, sagt die Worterklärung dies ausdrücklich.
Für heutige [[Bhakti Yoga|Bhakti-Praxis]] kann die Upanishad das Lesen, Singen und Erinnern von Krishna-Erzählungen vertiefen. Eine hilfreiche Vorgehensweise ist, eine einzelne Entsprechung zu betrachten und ihren Zusammenhang zu prüfen. Eine symbolische Auslegung darf dabei nicht jede beliebige Behauptung in den Text hineintragen. Wo die Sanskritfassung unsicher bleibt, sagt die Worterklärung dies ausdrücklich.


== Vollständiger Text in Devanagari ==
== Vollständiger Text Krishna Upanishad in Devanagari ==


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भारतीरमणमुख्यप्राणंतर्गत श्रीकृष्णार्पणमस्तु ॥
भारतीरमणमुख्यप्राणंतर्गत श्रीकृष्णार्पणमस्तु ॥


== Vollständiger Text in IAST ==
== Vollständiger Text in IAST Krishna Upanishad==


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bhāratīramaṇamukhyaprāṇaṃtargata śrīkṛṣṇārpaṇamastu ||
bhāratīramaṇamukhyaprāṇaṃtargata śrīkṛṣṇārpaṇamastu ||


== Vollständige deutsche Übersetzung ==
== Vollständige deutsche Übersetzung Krishna Upanishad==


'''Anrufung der Lehrer'''
'''Anrufung der Lehrer'''

Aktuelle Version vom 2. September 2026, 01:00 Uhr

Die Krishna Upanishad deutet Krishnas Leben und Umgebung als Erscheinungsformen göttlicher und geistiger Wirklichkeit. Sie wird dem Atharvaveda zugeordnet. Der Text verbindet Rama, Krishna, die Gopis, Gottheiten, Tugenden und Symbole zu einer auf Bhakti ausgerichteten Betrachtung. Der Sanskritname lautet कृष्णोपनिषत् (kṛṣṇopaniṣat).

Sammlung und das Studium der Upanishaden ergänzen sich auf dem Weg der Selbsterkenntnis.

Krishna Upanishad Sanskrittext mit Übersetzung und Wort-für-Wort-Erläuterung

Zur Textgestalt: Diese deutsche Studienübersetzung folgt der unten verlinkten Sanskritfassung. Beide Khandas und alle Schlussvermerke der Sanskritvorlage sind enthalten. Die zusätzliche Shanti-Passage am Ende des ersten Khandas wird ebenfalls vollständig übersetzt. Merkverse, Friedensgebete und Kolophone werden als eigene Textbestandteile kenntlich gemacht. In der Worterklärung sind Sandhi-Verbindungen und Zusammensetzungen nach Möglichkeit aufgelöst. Offenkundige Schreib- und Trennfehler sind berichtigt; sinnrelevante Unsicherheiten werden angegeben. Die Devanagari- und IAST-Volltexte geben denselben redaktionellen Sanskritstand wieder.

Anrufung der Lehrer

||
śrī gurubhyo namaḥ hariḥ oṃ ||

Verehrung den ehrwürdigen Lehrern. Hari. Om.

Wort für Wort: śrī – ehrwürdig, glückverheißend; gurubhyaḥ – den Lehrern; namaḥ – Verehrung; hariḥ – Hari; oṃ – Om.

Vorangestellter Merkvers

yo rāmaḥ kṛṣṇatāmetya sārvātmyaṃ prāpya līlayā |
atoṣayaddevamaunipaṭalaṃ taṃ nato'smyaham || 1 ||

Ich verneige mich vor Rama, der Krishna wurde und in seinem Spiel als Selbst aller die Scharen der Götter und schweigenden Weisen erfreute.

Wort für Wort: yaḥ rāmaḥ – jener Rama; kṛṣṇatām etya – zum Krishna-Sein gelangt; sarva-ātmyam prāpya – Selbstheit aller erlangt; līlayā – im Spiel; atoṣayat – erfreute; deva-mauni-paṭalam – Schar der Götter und Weisen; tam nataḥ asmi aham – vor ihm verneige ich mich.

Shanti-Mantra

oṃ bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devā bhadraṃ paśyemākṣabhiryajatrāḥ |
sthirairaṅgaistuṣṭuvāṃsastanūbhirvyaśema devahitaṃ yadāyuḥ |
svasti na indro vṛddhaśravāḥ svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ |
svasti nastārkṣyo'riṣṭanemiḥ svasti no bṛhaspatirdadhātu |

Om. Ihr Götter, mögen wir mit den Ohren Heilsames hören; ihr Verehrungswürdigen, mögen wir mit den Augen Heilsames sehen. Mit festen Gliedern und Körpern mögen wir euch preisen und die uns von den Göttern zugedachte Lebenszeit verbringen. Möge Indra von großem Ruhm uns Wohlergehen schenken; möge Pushan, der alles kennt, uns Wohlergehen schenken; möge Tarkshya mit unversehrtem Radkranz uns Wohlergehen schenken; möge Brihaspati uns Wohlergehen gewähren.

Wort für Wort: oṃ – Om; bhadram – Heilsames; karṇebhiḥ – mit den Ohren; śṛṇuyāma – mögen wir hören; devāḥ – ihr Götter; paśyema – mögen wir sehen; akṣabhiḥ – mit den Augen; yajatrāḥ – ihr Verehrungswürdigen; sthiraiḥ aṅgaiḥ – mit festen Gliedern; tuṣṭuvāṃsaḥ – preisend; tanūbhiḥ – mit den Körpern; vyaśema – mögen wir verbringen; deva-hitam – von den Göttern bestimmt; yat āyuḥ – die Lebenszeit. svasti – Wohlergehen; naḥ – uns; indraḥ – Indra; vṛddha-śravāḥ – von großem Ruhm; pūṣā – Pushan; viśva-vedāḥ – alles kennend; tārkṣyaḥ – Tarkshya; ariṣṭa-nemiḥ – mit unversehrtem Radkranz, ein Beiname; bṛhaspatiḥ – Brihaspati; dadhātu – möge gewähren.

Friedensruf

oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ |

Om. Frieden, Frieden, Frieden.

Wort für Wort: oṃ – Om; śāntiḥ – Frieden, dreimal.

Kapitelbeginn

||
atha prathama khaṃḍaḥ ||

Nun beginnt der erste Abschnitt.

Wort für Wort: prathama – erste; khaṇḍaḥ – Abschnitt. atha – nun.

1.1. Der Wunsch der Waldweisen

hariḥ oṃ |
śrīmahāviṣṇuṃ saccidānandalakṣaṇaṃ rāmacandraṃ dṛṣṭvā sarvāṅgasundaraṃ munayo vanavāsino vismitā babhūvuḥ |
taṃ hocurno'vadyamavatārānvai gaṇyante āliṅgāmo bhavantamiti |
bhavāntare kṛṣṇāvatāre yūyaṃ gopikā bhūtvā māmāliṅgatha anye ye'vatārāste hi gopā na strīśca no kuru |
anyonyavigrahaṃ dhāryaṃ tavāṅgasparśanādiha |
śāśvatasparśayitāsmākaṃ gṛṇhīmo'vatārānvayam || 1 ||

Als die Waldweisen Ramachandra sahen, den großen Vishnu, dessen Wesen Sein, Bewusstsein und Glückseligkeit ist und dessen ganze Gestalt schön war, staunten sie. Sie baten darum, ihn umarmen zu dürfen. Er antwortete: „In einer anderen Geburt, bei meinem Erscheinen als Krishna, werdet ihr Gopis und umarmt mich.“ Die weitere, sprachlich beschädigte Rede bittet auch um Kuhhirtengestalten und um bleibende Berührung des Göttlichen. Die genaue Zuordnung einzelner Sprecher und Negationen ist unsicher.

Wort für Wort: śrī-mahāviṣṇum rāmacandram – den erhabenen Vishnu als Ramachandra; sat-cit-ānanda-lakṣaṇam – durch Sein, Bewusstsein, Glückseligkeit gekennzeichnet; dṛṣṭvā – gesehen habend; sarva-aṅga-sundaram – an allen Gliedern schön; munayaḥ vanavāsinaḥ – im Wald lebende Weise; vismitāḥ babhūvuḥ – staunten; tam ūcuḥ – sagten zu ihm; āliṅgāmaḥ bhavantam – wir wollen dich umarmen; bhava-antare – in anderem Dasein; kṛṣṇa-avatāre – in der Krishna-Inkarnation; yūyam gopikāḥ bhūtvā – ihr, Gopis geworden; mām āliṅgatha – umarmt mich; anye avatārāḥ – andere Erscheinungen; gopāḥ – Kuhhirten; na strīḥ – nicht Frauen; naḥ kuru – mache uns; anyonya-vigraham – gegenseitige Gestalt; tava aṅga-sparśana – Berührung deines Leibes; śāśvata-sparśayitā – dauernde Berührung gebend; gṛhṇīmaḥ avatārān – wir nehmen Erscheinungsformen an. Die einleitende Fügung „no'vadyamavatārānvai gaṇyante“ ist nicht sicher herstellbar.

1.2. Die Zusage

rudrādīnāṃ vacaḥ śutvā provāca bhagavānsvayam |
aṅgasaṅgaṃ kariṣyāmi bhavadvākyaṃ karomyaham || 2 ||

Der Herr hörte die Worte Rudras und der anderen und sprach selbst: „Ich werde mich mit euch verbinden; ich erfülle eure Bitte.“

Wort für Wort: rudra-ādīnām vacaḥ śrutvā – Worte Rudras und der anderen gehört; provāca bhagavān svayam – der Herr selbst sprach; aṅga-saṅgam kariṣyāmi – ich werde leibliche Nähe gewähren; bhavat-vākyam karomi aham – ich erfülle euer Wort.

1.3. Nanda und Yashoda

moditāste surā sarve kṛtakṛtyādhunā vayam |
yo nandaḥ paramānando yaśodā muktigehinī || 3 ||

Alle Götter freuten sich: „Nun haben wir unser Ziel erreicht.“ Nanda ist höchste Glückseligkeit; Yashoda ist die Wohnstätte der Befreiung.

Wort für Wort: moditāḥ – erfreut; surāḥ sarve – alle Götter; kṛtakṛtyāḥ adhunā vayam – nun haben wir vollbracht, was zu tun war; nandaḥ – Nanda; parama-ānandaḥ – höchste Glückseligkeit; yaśodā – Yashoda; mukti-gehinī – Haus beziehungsweise Trägerin der Befreiung.

1.4. Drei Formen der Maya

māyā sā trividhā proktā sattvarājasatāmasī |
proktā ca sāttvikī rudre bhakte brahmaṇi rājasī || 4 ||

Maya gilt als dreifach: sattvig, rajasig und tamasig. Ihre sattvige Form wird mit Rudra, dem Verehrer, und ihre rajasige mit Brahma verbunden.

Wort für Wort: māyā sā – diese Maya; trividhā proktā – dreifach genannt; sattva-rājasa-tāmasī – sattvig, rajasig, tamasig; sāttvikī rudre bhakte – sattvig in Rudra, dem Verehrer; brahmaṇi rājasī – rajasig in Brahma.

1.5. Vishnus Maya

tāmasī daityapakṣeṣu māyā tredhā hyudāhṛtā |
ajeyā vaiṣṇavī māyā japyena ca sutā purā || 5 ||

Die tamasige Form wirkt auf der Seite der Dämonen. So wird Maya dreifach beschrieben. Die unbezwingbare Maya Vishnus wurde einst durch Rezitation als Tochter gewonnen – die knappe Schlussfügung leitet zur Devaki-Deutung über.

Wort für Wort: tāmasī – tamasig; daitya-pakṣeṣu – auf der Seite der Dämonen; tredhā udāhṛtā – dreifach erläutert; ajeyā – unbezwingbar; vaiṣṇavī māyā – Vishnus Maya; japyena – durch Rezitation; sutā purā – einst Tochter geworden, verkürzte Fügung.

1.6. Devaki und Vasudeva

devakī brahmaputrā sā yā vedairupagīyate |
nigamo vasudevo yo vedārthaḥ kṛṣṇarāmayoḥ || 6 ||

Devaki ist jene Tochter Brahmas, die von den Veden besungen wird. Vasudeva ist der Veda; Krishna und Rama verkörpern seinen Sinn.

Wort für Wort: devakī – Devaki; brahma-putrā – Tochter Brahmas; yā vedaiḥ upagīyate – die von den Veden besungen wird; nigamaḥ – Veda, Überlieferung; vasudevaḥ – Vasudeva; veda-arthaḥ – Sinn des Veda; kṛṣṇa-rāmayoḥ – von Krishna und Rama.

1.7. Das göttliche Spiel

stuvate satataṃ yastu so'vatīrṇo mahītale |
vane vṛndāvane krīḍaṅgopagopīsuraiḥ saha || 7 ||

Der ständig Gepriesene ist auf die Erde herabgestiegen und spielt im Wald Vrindavana mit den Göttern als Kuhhirten und Gopis. Das Verb der ersten Zeile ist unregelmäßig überliefert.

Wort für Wort: stuvate satatam yaḥ – der stets preist beziehungsweise gepriesen wird; avatīrṇaḥ – herabgestiegen; mahītale – auf die Erde; vane vṛndāvane – im Wald Vrindavana; krīḍan – spielend; gopa-gopī-suraiḥ saha – mit Göttern als Hirten und Hirtinnen.

1.8. Gopis, Kühe und Instrumente

gopyo gāva ṛcastasya yaṣṭikā kamalāsanaḥ |
vaṃśastu bhagavān rudraḥ śṛṅgamindraḥ sagosuraḥ || 8 ||

Die Gopis und Kühe sind die vedischen Verse; sein Hirtenstock ist Brahma, der Lotus-Sitzende. Die Flöte ist der Herr Rudra, das Horn Indra. Die letzte Zusammensetzung „sagosura“ ist unklar.

Wort für Wort: gopyaḥ – Gopis; gāvaḥ – Kühe; ṛcaḥ – Rigveda-Verse; tasya yaṣṭikā – sein Stock; kamala-āsanaḥ – Lotus-Sitzender, Brahma; vaṃśaḥ – Flöte; bhagavān rudraḥ – Herr Rudra; śṛṅgam – Horn; indraḥ – Indra; sa-go-suraḥ – mit Kuh und Gott, unklare Fügung.

1.9. Gokula als Vaikuntha

gokulaṃ vanavaikuṇṭhaṃ tāpasāstatra te drumāḥ |
lobhakrodhādayo daityāḥ kalikālastiraskṛtaḥ || 9 ||

Gokula ist Vaikuntha in Waldgestalt. Die Bäume dort sind Asketen; Gier, Zorn und andere Fehler erscheinen als Dämonen. Das Kali-Zeitalter ist ausgeschlossen.

Wort für Wort: gokulam – Gokula; vana-vaikuṇṭham – Vaikuntha als Wald; tāpasāḥ – Asketen; tatra drumāḥ – dortige Bäume; lobha-krodha-ādayaḥ – Gier, Zorn und Weitere; daityāḥ – Dämonen; kali-kālaḥ tiraskṛtaḥ – Kali-Zeit ausgeschlossen.

1.10. Der göttliche Kuhhirte

goparūpo hariḥ sākṣānmāyāvigrahadhāraṇaḥ |
durbodhaṃ kuhakaṃ tasya māyayā mohitaṃ jagat || 10 ||

Hari selbst trägt als Kuhhirte einen durch Maya gestalteten Leib. Sein wunderbares Spiel ist schwer zu verstehen; die Welt ist durch Maya verwirrt.

Wort für Wort: gopa-rūpaḥ – in Kuhhirtengestalt; hariḥ sākṣāt – Hari selbst; māyā-vigraha-dhāraṇaḥ – einen Maya-Leib tragend; durbodham – schwer zu verstehen; kuhakam tasya – sein Zauberspiel; māyayā mohitam jagat – durch Maya verwirrte Welt.

1.11. Unbegreifliche Maya

durjayā sā suraiḥ sarvairdhṛṣṭirūpo bhaveddvijaḥ |
rudro yena kṛto vaṃśastasya māyā jagatkatham || 11 ||

Selbst alle Götter können diese Maya kaum überwinden. Die Zeile über den „Zweimalgeborenen als Blickgestalt“ ist beschädigt. Wenn seine Kraft sogar Rudra zur Flöte werden lässt, wie sollte die Welt sie begreifen?

Wort für Wort: durjayā sā – sie ist schwer zu überwinden; suraiḥ sarvaiḥ – durch alle Götter; dhṛṣṭi-rūpaḥ bhavet dvijaḥ – der Zweimalgeborene werde Blick- beziehungsweise Kühnheitsgestalt, unsicher; rudraḥ yena kṛtaḥ vaṃśaḥ – durch den Rudra zur Flöte gemacht wurde; tasya māyā – dessen Maya; jagat katham – wie sollte die Welt sie verstehen.

1.12. Balarama und Krishna

balaṃ jñānaṃ surāṇāṃ vai teṣāṃ jñānaṃ hṛtaṃ kṣaṇāt |
śeṣanāgo bhavedrāmaḥ kṛṣṇo brahmaiva śāśvatam || 12 ||

Kraft und Wissen gehören den Göttern; doch ihr Wissen wurde in einem Augenblick entzogen. Shesha erscheint als Rama, hier Balarama; Krishna ist das ewige Brahman selbst.

Wort für Wort: balam jñānam surāṇām – Kraft und Wissen der Götter; teṣām jñānam hṛtam – ihr Wissen entzogen; kṣaṇāt – im Augenblick; śeṣa-nāgaḥ bhavet rāmaḥ – Schlange Shesha wird Rama; kṛṣṇaḥ brahma eva śāśvatam – Krishna ist ewiges Brahman.

1.13. Die Frauen als vedische Offenbarung

aṣṭāvaṣṭasahasre dve śatādhikyaḥ striyastathā |
ṛcopaniṣadastā vai brahmarūpā ṛcaḥ striyāḥ || 13 ||

Die sechzehntausendzweihundertacht Frauen werden mit den Versen und Upanishaden identifiziert: Sie sind vedische Verse in weiblicher Gestalt, von Brahmans Wesen.

Wort für Wort: aṣṭau – acht; aṣṭa-sahasre dve – zweimal achttausend; śata-adhikyāḥ – um hundert vermehrt, Zahlenfügung ungewöhnlich; striyaḥ – Frauen; ṛcaḥ upaniṣadaḥ – Verse und Upanishaden; tāḥ vai – eben diese; brahma-rūpāḥ – von Brahmans Wesen. Die Gesamtzahl 16.108 folgt der traditionellen Auslegung dieser beschädigten Zahlenzeile.

1.14. Dämonen als innere Gegner

dveṣaścāṇūramallo'yaṃ matsaro muṣṭiko jayaḥ |
darpaḥ kuvalayāpīḍo garvo rakṣaḥ khago bakaḥ || 14 ||

Hass ist der Ringer Chanura; Eifersucht ist Mushtika. Aufgeblasenheit erscheint als Elefant Kuvalayapida, Hochmut als der dämonische Vogel Baka.

Wort für Wort: dveṣaḥ – Hass; cāṇūra-mallaḥ – Ringer Chanura; matsaraḥ – Eifersucht; muṣṭikaḥ – Mushtika; jayaḥ – Sieg, hier lose überliefert; darpaḥ – Überheblichkeit; kuvalayāpīḍaḥ – Elefant Kuvalayapida; garvaḥ – Hochmut; rakṣaḥ khagaḥ bakaḥ – Dämonenvogel Baka.

1.15. Mitgefühl, Erde und Leiden

dayā sā rohiṇī mātā satyabhāmā dhareti vai |
aghāsuro mahāvyādhiḥ kaliḥ kaṃsaḥ sa bhūpatiḥ || 15 ||

Mutter Rohini ist Mitgefühl; Satyabhama ist die Erde. Aghasura ist schwere Krankheit; König Kamsa verkörpert Kali.

Wort für Wort: dayā – Mitgefühl; rohiṇī mātā – Mutter Rohini; satyabhāmā – Satyabhama; dharā – Erde; aghāsuraḥ – Aghasura; mahā-vyādhiḥ – schwere Krankheit; kaliḥ – Kali; kaṃsaḥ bhūpatiḥ – König Kamsa.

1.16. Freunde als Tugenden

śamo mitraḥ sudāmā ca satyākrūroddhavo damaḥ |
yaḥ śaṅkhaḥ sa svayaṃ viṣṇurlakṣmīrūpo vyavasthitaḥ || 16 ||

Der Freund Sudama ist Geistesruhe; Akrura ist Wahrheit, Uddhava Sinnesbeherrschung. Die Muschel wird mit Vishnu selbst verbunden, der in Lakshmis Gestalt gegenwärtig ist; die Beziehung der letzten Wörter bleibt knapp.

Wort für Wort: śamaḥ – Geistesruhe; mitraḥ sudāmā – Freund Sudama; satya – Wahrheit; akrūra – Akrura; uddhavaḥ damaḥ – Uddhava ist Selbstbeherrschung; śaṅkhaḥ – Muschel; sa svayam viṣṇuḥ – er ist Vishnu selbst; lakṣmī-rūpaḥ vyavasthitaḥ – in Lakshmis Gestalt bestehend.

1.17. Muschel und Milchozean

dugdhasindhau samutpanno meghaghoṣastu saṃsmṛtaḥ |
dugdhodadhiḥ kṛtastena bhagnabhāṇḍo dadhigṛhe || 17 ||

Die Muschel, aus dem Milchozean hervorgegangen, heißt „Wolkendonner“. Im Milch- und Quarkhaus machte Krishna aus dem zerbrochenen Gefäß einen Milchozean.

Wort für Wort: dugdha-sindhau samutpannaḥ – im Milchozean entstanden; megha-ghoṣaḥ – Wolkendonner; saṃsmṛtaḥ – genannt; dugdha-udadhiḥ kṛtaḥ tena – Milchozean von ihm gemacht; bhagna-bhāṇḍaḥ – zerbrochenes Gefäß; dadhi-gṛhe – im Quarkhaus.

1.18. Kindliches Spiel und Bewahrung

krīḍate bālako bhūtvā pūrvavatsumahodadhau |
saṃhārārthaṃ ca śatrūṇāṃ rakṣaṇāya ca saṃsthitaḥ || 18 ||

Als Kind spielt er darin wie zuvor im großen Ozean. Er ist erschienen, um die Feinde zu vernichten und Schutz zu gewähren.

Wort für Wort: krīḍate – spielt; bālakaḥ bhūtvā – Kind geworden; pūrvavat – wie zuvor; su-mahā-udadhau – im sehr großen Ozean; saṃhāra-artham śatrūṇām – zur Vernichtung der Feinde; rakṣaṇāya – zum Schutz; saṃsthitaḥ – gegenwärtig, erschienen.

1.19. Der Diskus und Dharma

kṛpārthe sarvabhūtānāṃ goptāraṃ dharmamātmajam |
yatsraṣṭumīśvareṇāsīttaccakraṃ brahmarūpadṛk || 19 ||

Zum Wohl aller Wesen schafft der Herr einen Beschützer, den aus ihm hervorgehenden Dharma. Dieser wird mit dem Diskus und der Schau von Brahmans Gestalt verbunden; die Syntax der zweiten Zeile ist unvollständig.

Wort für Wort: kṛpā-artham sarva-bhūtānām – aus Mitgefühl für alle Wesen; goptāram – Beschützer; dharmam ātmajam – aus sich geborenen Dharma; yat sraṣṭum īśvareṇa āsīt – was der Herr schaffen wollte; tat cakram – jener Diskus; brahma-rūpa-dṛk – Brahmans Gestalt schauend.

1.20. Fächer und Schwert

jayantīsaṃbhavo vāyuścamaro dharmasaṃjñitaḥ |
yasyāsau jvalanābhāsaḥ khaḍgarūpo maheśvaraḥ || 20 ||

Vayu wird als aus Jayanti hervorgegangen genannt; der Wedel heißt Dharma. Das feurig strahlende Schwert ist Maheshvara.

Wort für Wort: jayantī-saṃbhavaḥ – aus Jayanti entstanden; vāyuḥ – Windgott; camaraḥ – Wedel; dharma-saṃjñitaḥ – Dharma genannt; jvalana-ābhāsaḥ – feuerähnlich leuchtend; khaḍga-rūpaḥ – in Schwertgestalt; maheśvaraḥ – großer Herr.

1.21. Mörser und Seil

kaśyapolūkhalaḥ khyāto rajjurmātā'ditistathā |
cakraṃ śaṅkhaṃ ca saṃsiddhiṃ binduṃ ca sarvamūrdhani || 21 ||

Der Mörser heißt Kashyapa; das Seil ist Mutter Aditi. Die zweite Zeile nennt Diskus, Muschel, Vollendung und den Punkt über allem, ohne deren Verhältnis vollständig auszuführen.

Wort für Wort: kaśyapaḥ – Kashyapa; ulūkhalaḥ – Mörser; khyātaḥ – genannt; rajjuḥ – Seil; mātā aditiḥ – Mutter Aditi; cakram śaṅkham ca – Diskus und Muschel; saṃsiddhim – Vollendung; bindum – Punkt; sarva-mūrdhani – über allem.

1.22. Verehrung aller göttlichen Formen

yāvanti devarūpāṇi vadanti vibhudhā janāḥ |
namanti devarūpebhya evamādi na saṃśayaḥ || 22 ||

Welche göttlichen Formen die Kundigen auch beschreiben: Sie verneigen sich vor diesen Göttergestalten. Daran besteht kein Zweifel.

Wort für Wort: yāvanti deva-rūpāṇi – wie viele Götterformen auch; vadanti – beschreiben; vibudhāḥ janāḥ – kundige Menschen; namanti – verneigen sich; deva-rūpebhyaḥ – vor den Götterformen; evam ādi – so und Weiteres; na saṃśayaḥ – kein Zweifel.

1.23. Keule, Bogen und Herbst

gadā ca kālikā sākṣātsarvaśatrunibarhiṇī |
dhanuḥ śārṅgaṃ svamāyā ca śaratkālaḥ subhojanaḥ || 23 ||

Die Keule ist Kalika selbst, die alle Feinde vernichtet. Der Bogen Sharnga ist seine eigene Maya; die Herbstzeit ist gute Nahrung.

Wort für Wort: gadā – Keule; kālikā sākṣāt – Kalika selbst; sarva-śatru-nibarhiṇī – alle Feinde vernichtend; dhanuḥ śārṅgam – Sharnga-Bogen; sva-māyā – eigene Maya; śarat-kālaḥ – Herbstzeit; subhojanaḥ – gute Nahrung.

1.24. Lotus und Banyanbaum

abjakāṇḍaṃ jagatbījaṃ dhṛtaṃ pāṇau svalīlayā |
garuḍo vaṭabhāṇḍīraḥ sudāmā nārado muniḥ || 24 ||

Spielerisch hält er den Lotusstängel, den Samen der Welt, in seiner Hand. Der Banyanbaum Bhandira ist Garuda; Sudama ist der Weise Narada.

Wort für Wort: abja-kāṇḍam – Lotusstängel; jagat-bījam – Weltsamen; dhṛtam pāṇau – in der Hand gehalten; sva-līlayā – im eigenen Spiel; garuḍaḥ – Garuda; vaṭa-bhāṇḍīraḥ – Banyanbaum Bhandira; sudāmā – Sudama; nāradaḥ muniḥ – Weiser Narada.

1.25. Die ganze göttliche Welt ist gegenwärtig

vṛndā bhaktiḥ kriyā buddhiḥ sarvajantuprakāśinī |
tasmānna bhinnaṃ nābhinnamābhirbhinno na vai vibhuḥ |
bhūmāvuttāritaṃ sarvaṃ vaikuṇṭhaṃ svargavāsinām || 25 ||

Vrinda ist Hingabe; Tätigkeit ist die Erkenntniskraft, welche alle Wesen erhellt. Der Allgegenwärtige ist von diesen Erscheinungen weder einfach verschieden noch einfach unverschieden; sie trennen ihn nicht. Das ganze Vaikuntha der Himmelsbewohner ist auf die Erde herabgebracht.

Wort für Wort: vṛndā bhaktiḥ – Vrinda ist Hingabe; kriyā buddhiḥ – Tätigkeit ist Erkenntniskraft; sarva-jantu-prakāśinī – alle Wesen erhellend; tasmāt – deshalb; na bhinnam na abhinnam – weder verschieden noch unverschieden; ābhiḥ – von diesen; bhinnaḥ na vai vibhuḥ – Allgegenwärtiger nicht getrennt; bhūmau uttāritam – auf die Erde herabgebracht; sarvam vaikuṇṭham – ganz Vaikuntha; svarga-vāsinām – der Himmelsbewohner.

Abschluss des ersten Teils der Krishna Upanishad

sarvatīrthaphalaṃ labhate ya evaṃ veda |
dehabandhādvimucyate itypaniṣat |
oṃ bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devā bhadraṃ paśyemākṣabhiryajatrāḥ |
sthirairaṅgaistuṣṭuvāṃsastanūbhirvyaśema devahitaṃ yadāyuḥ |
svasti na indro vṛddhaśravāḥ svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ |
svasti nastārkṣyo'riṣṭanemiḥ svasti no bṛhaspatirdadhātu | ||
iti oṃ tatsat ||

Wer dies so weiß, erlangt die Frucht aller heiligen Bade- und Wallfahrtsorte. Er wird von der Bindung an den Körper frei. So lautet die Upanishad. Om. Ihr Götter, mögen wir mit den Ohren Heilsames hören; ihr Verehrungswürdigen, mögen wir mit den Augen Heilsames sehen. Mit festen Gliedern und Körpern mögen wir euch preisen und die uns von den Göttern zugedachte Lebenszeit verbringen. Möge Indra von großem Ruhm uns Wohlergehen schenken; möge Pushan, der alles kennt, uns Wohlergehen schenken; möge Tarkshya mit unversehrtem Radkranz uns Wohlergehen schenken; möge Brihaspati uns Wohlergehen gewähren. Om. Das ist die Wirklichkeit.

Wort für Wort: sarva-tīrtha-phalam – Frucht aller heiligen Bade- und Wallfahrtsorte; labhate – erlangt; yaḥ evam veda – wer so weiß; deha-bandhāt vimucyate – wird von der Körperbindung befreit; iti upaniṣat – so die Upanishad. oṃ – Om; bhadram – Heilsames; karṇebhiḥ – mit den Ohren; śṛṇuyāma – mögen wir hören; devāḥ – ihr Götter; paśyema – mögen wir sehen; akṣabhiḥ – mit den Augen; yajatrāḥ – ihr Verehrungswürdigen; sthiraiḥ aṅgaiḥ – mit festen Gliedern; tuṣṭuvāṃsaḥ – preisend; tanūbhiḥ – mit den Körpern; vyaśema – mögen wir verbringen; deva-hitam – von den Göttern bestimmt; yat āyuḥ – die Lebenszeit. svasti – Wohlergehen; naḥ – uns; indraḥ – Indra; vṛddha-śravāḥ – von großem Ruhm; pūṣā – Pushan; viśva-vedāḥ – alles kennend; tārkṣyaḥ – Tarkshya; ariṣṭa-nemiḥ – mit unversehrtem Radkranz, ein Beiname; bṛhaspatiḥ – Brihaspati; dadhātu – möge gewähren. iti – so; oṃ – Om; tat – das; sat – die Wirklichkeit.

Überlieferungsvermerk

saṅkarṣaṇopaniṣat ||
iti prathama khaṇḍaḥ ||

Sankarshana Upanishad. Hier endet der erste Abschnitt.

Wort für Wort: saṅkarṣaṇa-upaniṣat – Sankarshana Upanishad, Titelvermerk der Vorlage; iti – so endet; prathamaḥ – erster; khaṇḍaḥ – Abschnitt.

Zweiter Abschnitt Krishna Upanishad

||
atha dvitīyaḥ khaṇḍaḥ ||

Nun beginnt der zweite Abschnitt.

Wort für Wort: dvitīya – zweite; khaṇḍaḥ – Abschnitt. atha – nun.

2a. Samkarshana

śeṣo ha vai vāsudevāt saṃkarṣaṇo nāma jīva āsīt |

Aus Vasudeva entstand Shesha als Jiva namens Samkarshana.

Wort für Wort: śeṣaḥ – Shesha; ha vai – wahrlich; vāsudevāt – aus Vasudeva; saṃkarṣaṇaḥ nāma – Samkarshana genannt; jīvaḥ āsīt – war beziehungsweise entstand als Jiva.

2b. Der Schöpfungswunsch

so'kāmayata prajāḥ sṛjeyeti |

Er wünschte: „Ich will Geschöpfe hervorbringen.“

Wort für Wort: saḥ akāmayata – er wünschte; prajāḥ sṛjeya – möge ich Geschöpfe schaffen; iti – so.

2c. Pradyumna

tataḥ pradyumnasaṃjñaka āsīt |

Darauf entstand der Pradyumna Genannte.

Wort für Wort: tataḥ – daraus, darauf; pradyumna-saṃjñakaḥ – Pradyumna genannt; āsīt – entstand.

2d. Aniruddha

tasmāt ahaṃkāranāmāniruddho hiraṇyagarbho'jāyata |

Aus ihm wurde Aniruddha geboren, auch Ahamkara und Hiranyagarbha genannt.

Wort für Wort: tasmāt – aus ihm; ahaṅkāra-nāmā – Ahamkara genannt; aniruddhaḥ – Aniruddha; hiraṇyagarbhaḥ – Hiranyagarbha; ajāyata – wurde geboren.

2e. Die Schöpfungsväter

tasmāt daśa prajāpatayo marīcyādyāḥ sthāṇudakṣakardamapriyavratottānapādādayo'pyajāyanta |

Aus ihm entstanden die zehn Prajapatis, Marichi und die anderen, darunter Sthanu, Daksha, Kardama, Priyavrata und Uttanapada.

Wort für Wort: tasmāt – aus ihm; daśa prajāpatayaḥ – zehn Schöpfungsväter; marīci-ādyāḥ – Marichi und die anderen; sthāṇu-dakṣa-kardama-priyavrata-uttānapāda-ādayaḥ – die genannten Schöpfungsväter und weitere; api ajāyanta – wurden ebenfalls geboren.

2f. Alle Wesen

tebhyaḥ sarvāṇi bhūtāni ca |

Aus ihnen entstanden alle Wesen.

Wort für Wort: tebhyaḥ – aus ihnen; sarvāṇi bhūtāni – alle Wesen; ca – und.

2g. Shesha als Ursprung

tasmāccheṣādeva sarvāṇi (ca bhūtāni) samutpadyante |

Somit gehen alle Wesen aus Shesha hervor.

Wort für Wort: tasmāt – deshalb; śeṣāt eva – gerade aus Shesha; sarvāṇi bhūtāni – alle Wesen; samutpadyante – entstehen.

2h. Die Rückkehr

tasminneva pralīyante |

In ihm allein lösen sie sich wieder auf.

Wort für Wort: tasmin eva – in ihm allein; pralīyante – lösen sich auf.

2i. Der Erhalter

sa eva bahudhā jāyamānaḥ sarvān paripāti |

Er allein erscheint in vielen Formen und beschützt alle.

Wort für Wort: sa eva – er allein; bahudhā jāyamānaḥ – vielfach geboren werdend; sarvān – alle; paripāti – beschützt.

2j. Shesha und die Wissenschaften

sa eva kādraveyo vyākaraṇajyotiṣādiśāstrāṇi nirmimāṇo bahubhirmumukṣubhirupāsyamāno'khilāṃ bhuvamekasmin śīrṣṇa siddhārthavadavadhriyamāṇaḥ sarvairmunibhiḥ samprārthyamānaḥ sahasraśikharāṇi meroḥ śirobhirāvāryamāṇo mahāvāyvahaṃkāraṃ nirācakāra |

Als Sohn Kadrus schafft er Grammatik, Astronomie und weitere Wissenschaften. Viele nach Befreiung Strebende verehren ihn. Auf einem Haupt trägt er die ganze Erde wie ein Senfkorn. Von allen Weisen angerufen, bedeckt er Merus tausend Gipfel mit seinen Häuptern und bricht den Hochmut des großen Windes.

Wort für Wort: kādraveyaḥ – Sohn Kadrus; vyākaraṇa-jyotiṣa-ādi-śāstrāṇi – Grammatik, Astronomie und andere Lehren; nirmimāṇaḥ – hervorbringend; bahubhiḥ mumukṣubhiḥ upāsyamānaḥ – von vielen Befreiungssuchern verehrt; akhilām bhuvam – ganze Erde; ekasmin śīrṣṇi – auf einem Haupt; siddhārtha-vat – wie ein Senfkorn; avadhriyamāṇaḥ – tragend, Form unsicher; sarvaiḥ munibhiḥ samprārthyamānaḥ – von allen Weisen angerufen; sahasra-śikharāṇi meroḥ – Merus tausend Gipfel; śirobhiḥ āvāryamāṇaḥ – mit Häuptern bedeckend; mahā-vāyu-ahaṅkāram nirācakāra – beseitigte den Hochmut des großen Windes.

2k. Lakshmana

sa eva bhagavān bhagavantaṃ bahudhā viprīyamāṇaḥ akhilena svena rūpeṇa yuge yuge tenaiva jayamānaḥ sa eva saumitriraikṣvākaḥ sarvāṇi dhānuṣaśastrāṇi sarvāṇyastraśastrāṇi bahudhā viprīyamāno rakṣāṃsi sarvāṇi vinighnaṃścāturvarṇyadharmān pravartayāmāsa |

Derselbe Herr dient dem Herrn in vielfältiger Weise und erscheint in jedem Zeitalter in der zugehörigen Gestalt. Als Sohn Sumitras im Geschlecht Ikshvakus – Lakshmana – dient er mit Bogen- und anderen Waffen, vernichtet die Rakshasas und stellt die Pflichten der vier Stände auf.

Wort für Wort: bhagavān bhagavantam – der Herr dem Herrn; bahudhā viprīyamāṇaḥ – vielfach erfreuend, ungewöhnliche Form; svena rūpeṇa – in eigener Gestalt; yuge yuge – in jedem Zeitalter; saumitriḥ – Sohn Sumitras; aikṣvākaḥ – aus Ikshvakus Geschlecht; dhānuṣa-śastrāṇi – Bogenwaffen; astra-śastrāṇi – Wurf- und Handwaffen; rakṣāṃsi vinighnan – Rakshasas vernichtend; cāturvarṇya-dharmān – Pflichten der vier Stände; pravartayāmāsa – setzte in Gang.

2l. Balarama

sa eva bhagavān yugasaṃdhikāle śāradābhrasaṃnikāśo rauhiṇeyo vāsudevaḥ sarvāṇi gadādyāyudhaśastrāṇi vyācakṣāṇo naikān rājanyamaṇḍalānnirācikīrṣuḥ bhūbhāramakhilaṃ nicakhāna |

Am Übergang der Zeitalter erschien er als Rohinis Sohn, als Vasudeva-Sohn, hell wie eine Herbstwolke. Er lehrte den Umgang mit Keule und anderen Waffen und wollte zahlreiche Herrscherkreise beseitigen; so nahm er der Erde ihre ganze Last.

Wort für Wort: yuga-saṃdhi-kāle – am Zeitalterübergang; śārada-abhra-saṃnikāśaḥ – einer Herbstwolke ähnlich; rauhiṇeyaḥ – Sohn Rohinis; vāsudevaḥ – Sohn Vasudevas; gadā-ādi-āyudha-śastrāṇi – Keule und andere Waffenlehren; vyācakṣāṇaḥ – erklärend; na-ekān rājanya-maṇḍalān – viele Herrscherkreise; nirācikīrṣuḥ – beseitigen wollend; bhū-bhāram akhilam nicakhāna – beseitigte die ganze Erdenlast.

2m. Ein Lehrer im vierten Zeitalter

sa eva bhagavān yuge turīye'pi brahmakule (brahmaṇyāṃ) jāyamānaḥ sarva upaniṣada uddidhīrṣuḥ sarvāṇi dharmaśāstrāṇi vistārayiṣṇuḥ sarvānapi janān saṃtārayiṣṇuḥ sarvānapi vaiṣṇavān dharmān vijṛmbhayan sarvānapi pāṣaṇḍānnicakhāna |

Im vierten Zeitalter wird derselbe Herr in einer Brahmanenfamilie geboren. Er will alle Upanishaden wieder hervorholen, die Dharma-Lehren entfalten und alle Menschen hinüberführen. Indem er die vishnuitischen Lebensordnungen verbreitet, bekämpft er die vom Text als Irrlehrer Bezeichneten. Ein Name wird hier nicht genannt.

Wort für Wort: yuge turīye – im vierten Zeitalter; brahma-kule jāyamānaḥ – in Brahmanenfamilie geboren; sarvāḥ upaniṣadaḥ uddidhīrṣuḥ – alle Upanishaden hervorholen wollend; dharma-śāstrāṇi vistārayiṣṇuḥ – Dharma-Lehren ausbreitend; sarvān janān saṃtārayiṣṇuḥ – alle Menschen hinüberführen wollend; vaiṣṇavān dharmān vijṛmbhayan – vishnuitische Ordnungen entfaltend; pāṣaṇḍān nicakhāna – bekämpfte die sogenannten Irrlehrer.

2n. Der innere Lenker

sa eṣa jagadantaryāmī |

Er ist der innere Lenker der Welt.

Wort für Wort: sa eṣaḥ – er ist dieser; jagat-antaryāmī – innerer Weltlenker.

2o. Das Selbst aller

sa eṣa sarvātmakaḥ |

Er ist seinem Wesen nach alles.

Wort für Wort: sa eṣaḥ – dieser; sarva-ātmakaḥ – von allem Wesen, Selbst aller.

2p. Das Meditationsziel

sa eṣa mumukṣubhirdhyeyaḥ |

Über ihn sollen die nach Befreiung Strebenden meditieren.

Wort für Wort: mumukṣubhiḥ – durch Befreiungssucher; dhyeyaḥ – zu meditieren.

2q. Der Geber der Befreiung

sa eṣa mokṣapradaḥ |

Er schenkt Befreiung.

Wort für Wort: sa eṣaḥ – dieser; mokṣa-pradaḥ – Befreiung schenkend.

2r. Erinnern

etatsmṛtyā sarvebhyaḥ pāpebhyo mucyate |

Durch das Erinnern daran wird man nach der Verheißung von allen Verfehlungen frei.

Wort für Wort: etat-smṛtyā – durch Erinnern daran; sarvebhyaḥ pāpebhyaḥ – von allen Verfehlungen; mucyate – wird befreit.

2s. Namenssingen

tannāma saṃkīrtayan viṣṇusāyujyaṃ gacchati |

Wer seinen Namen preist, erreicht die Vereinigung mit Vishnu.

Wort für Wort: tat-nāma saṃkīrtayan – seinen Namen preisend; viṣṇu-sāyujyam – Vereinigung mit Vishnu; gacchati – erreicht.

2t. Studium am Tag

tadetaddivā'dhīyāno rātrikṛtaṃ pāpaṃ nāśayati |

Wer dies am Tag studiert, tilgt nach der Verheißung die in der Nacht begangene Verfehlung.

Wort für Wort: tat etat divā adhīyānaḥ – dieses am Tag studierend; rātri-kṛtam pāpam – nachts begangene Verfehlung; nāśayati – beseitigt.

2u. Studium in der Nacht

naktamadhīyāno divasakṛtaṃ pāpaṃ nāśayati |

Wer es nachts studiert, tilgt nach der Verheißung die am Tag begangene Verfehlung.

Wort für Wort: naktam adhīyānaḥ – nachts studierend; divasa-kṛtam pāpam – tags begangene Verfehlung; nāśayati – beseitigt.

2v. Abschlussverheißung Krishna Upanishad

tadetadvedānāṃ rahasyam |
tadetadupaniṣadāṃ rahasyam |
etadadhīyānaḥ sarvakratuphalaṃ labhate |
śāntimeti |
manaḥśuddhimeti |
sarvatīrthaphalaṃ labhate |
ya evaṃ veda |
dehabandhādvimucyate |
ityevopaniṣat ||

Dies ist das Geheimnis der Veden und der Upanishaden. Wer es studiert, erlangt nach dem Text die Frucht aller Opfer, Frieden, Reinheit des Geistes und die Frucht aller Pilgerstätten. Wer so erkennt, wird von der Körperbindung frei. So lautet die Upanishad.

Wort für Wort: vedānām rahasyam – Geheimnis der Veden; upaniṣadām rahasyam – Geheimnis der Upanishaden; adhīyānaḥ – Studierender; sarva-kratu-phalam labhate – erlangt Frucht aller Opfer; śāntim eti – erreicht Frieden; manaḥ-śuddhim eti – erreicht Geistesreinheit; sarva-tīrtha-phalam – Frucht aller Pilgerstätten; yaḥ evam veda – wer so weiß; deha-bandhāt vimucyate – wird von Körperbindung frei; iti upaniṣat – so die Upanishad.

Kapitelabschluss Krishna Upanishad

||
iti dvitīyaḥ khaṇḍaḥ ||
hariḥ oṃ tatsat |

Hier endet der zweite Abschnitt. Hari. Om. Das ist die Wirklichkeit.

Wort für Wort: dvitīya – zweite; khaṇḍaḥ – Abschnitt. iti – so, hiermit. hariḥ – Hari; oṃ – Om; tat – das; sat – seiend, Wirklichkeit.

Shanti-Mantra

oṃ bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devā bhadraṃ paśyemākṣabhiryajatrāḥ |
sthirairaṅgaistuṣṭuvāṃsastanūbhirvyaśema devahitaṃ yadāyuḥ |
svasti na indro vṛddhaśravāḥ svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ |
svasti nastārkṣyo'riṣṭanemiḥ svasti no bṛhaspatirdadhātu |

Om. Ihr Götter, mögen wir mit den Ohren Heilsames hören; ihr Verehrungswürdigen, mögen wir mit den Augen Heilsames sehen. Mit festen Gliedern und Körpern mögen wir euch preisen und die uns von den Göttern zugedachte Lebenszeit verbringen. Möge Indra von großem Ruhm uns Wohlergehen schenken; möge Pushan, der alles kennt, uns Wohlergehen schenken; möge Tarkshya mit unversehrtem Radkranz uns Wohlergehen schenken; möge Brihaspati uns Wohlergehen gewähren.

Wort für Wort: oṃ – Om; bhadram – Heilsames; karṇebhiḥ – mit den Ohren; śṛṇuyāma – mögen wir hören; devāḥ – ihr Götter; paśyema – mögen wir sehen; akṣabhiḥ – mit den Augen; yajatrāḥ – ihr Verehrungswürdigen; sthiraiḥ aṅgaiḥ – mit festen Gliedern; tuṣṭuvāṃsaḥ – preisend; tanūbhiḥ – mit den Körpern; vyaśema – mögen wir verbringen; deva-hitam – von den Göttern bestimmt; yat āyuḥ – die Lebenszeit. svasti – Wohlergehen; naḥ – uns; indraḥ – Indra; vṛddha-śravāḥ – von großem Ruhm; pūṣā – Pushan; viśva-vedāḥ – alles kennend; tārkṣyaḥ – Tarkshya; ariṣṭa-nemiḥ – mit unversehrtem Radkranz, ein Beiname; bṛhaspatiḥ – Brihaspati; dadhātu – möge gewähren.

Friedensruf

oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ |

Om. Frieden, Frieden, Frieden.

Wort für Wort: oṃ – Om; śāntiḥ – Frieden, dreimal.

Schlussvermerk

||
iti kṛṣṇopaniṣatsamāptā ||

Hier endet die Krishna Upanishad.

Wort für Wort: iti – so, hiermit; kṛṣṇopaniṣat – Krishna Upanishad; samāptā – beendet.

Abschließende Widmung

||
bhāratīramaṇamukhyaprāṇaṃtargata śrīkṛṣṇārpaṇamastu ||

Dies sei Shri Krishna dargebracht, der im Haupt-Prana, dem Gemahl Bharatis, gegenwärtig ist.

Wort für Wort: bhāratī-ramaṇa – Gemahl Bharatis; mukhya-prāṇa – Hauptlebenshauch; antargata – darin gegenwärtig; śrī-kṛṣṇa-arpaṇam astu – sei Shri Krishna dargebracht. Die Widmung gehört zum Überlieferungsrahmen der hier verwendeten Fassung.

Datierung, Inhalt und Bedeutung

Überlieferung und Datierung

Die hier benutzte Sanskritfassung besteht aus zwei Abschnitten und enthält zusätzliche Überlieferungs- und Widmungsvermerke. Der Hinweis auf eine Sankarshana Upanishad am Übergang wird wiedergegeben. Manche Vergleichsübersetzungen behandeln nur einen kürzeren Textumfang. Die vorliegende Studienfassung folgt dem Umfang der angegebenen Sanskritvorlage. Ein sicheres Entstehungsdatum dieser Gesamtgestalt lässt sich daraus nicht ableiten.

Die Welt Krishnas als geistiges Sinnbild

Die Anfangserzählung verbindet den Wunsch von Waldweisen, Rama nahe zu sein, mit ihrer künftigen Begegnung mit Krishna. Einzelne Sätze dieses überlieferten Anfangs sind sprachlich beschädigt oder in ihrer Sprecherzuordnung unsicher. Anschließend werden die Gestalten und Gegenstände der Krishna-Welt gedeutet. Heilige Texte erscheinen als Frauen; Tugenden, Götter und kosmische Kräfte werden mit Personen oder Dingen der Erzählung in Beziehung gesetzt.

Die Zahl der Frauen wird als 16.108 wiedergegeben. Der entsprechende Sanskritvers ist eine knappe Zahlenfügung. Nicht jede symbolische Zuordnung ist nach heutigen Kategorien unmittelbar verständlich; sie wird deshalb zunächst möglichst textnah erklärt. Die Umgebung Krishnas wird als Offenbarung verstanden, deren Sinn der hingebungsvolle Betrachter erkennen soll.

Zweiter Abschnitt und heutige Bedeutung

Der weitere Text entfaltet zusätzliche Entsprechungen und Aussagen über die göttliche Wirklichkeit. Beide Abschnitte bleiben getrennt, ebenso ihre Schlussformeln. Die Deutungen bilden keine bloße Namensliste: Sie laden dazu ein, die erzählte Welt als Träger geistiger Bedeutung wahrzunehmen.

Für heutige Bhakti-Praxis kann die Upanishad das Lesen, Singen und Erinnern von Krishna-Erzählungen vertiefen. Eine hilfreiche Vorgehensweise ist, eine einzelne Entsprechung zu betrachten und ihren Zusammenhang zu prüfen. Eine symbolische Auslegung darf dabei nicht jede beliebige Behauptung in den Text hineintragen. Wo die Sanskritfassung unsicher bleibt, sagt die Worterklärung dies ausdrücklich.

Vollständiger Text Krishna Upanishad in Devanagari


श्री गुरुभ्यो नमः हरिः ॐ ॥

यो रामः कृष्णतामेत्य सार्वात्म्यं प्राप्य लीलया ।
अतोषयद्देवमौनिपटलं तं नतोऽस्म्यहम् ॥ १ ॥

ॐ भद्रं कर्णेभिः शृणुयाम देवा भद्रं पश्येमाक्षभिर्यजत्राः ।
स्थिरैरङ्गैस्तुष्टुवांसस्तनूभिर्व्यशेम देवहितं यदायुः ।
स्वस्ति न इन्द्रो वृद्धश्रवाः स्वस्ति नः पूषा विश्ववेदाः ।
स्वस्ति नस्तार्क्ष्योऽरिष्टनेमिः स्वस्ति नो बृहस्पतिर्दधातु ।

ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ।


अथ प्रथम खंडः ॥

हरिः ॐ ।
श्रीमहाविष्णुं सच्चिदानन्दलक्षणं रामचन्द्रं दृष्ट्वा सर्वाङ्गसुन्दरं मुनयो वनवासिनो विस्मिता बभूवुः ।
तं होचुर्नोऽवद्यमवतारान्वै गण्यन्ते आलिङ्गामो भवन्तमिति ।
भवान्तरे कृष्णावतारे यूयं गोपिका भूत्वा मामालिङ्गथ अन्ये येऽवतारास्ते हि गोपा न स्त्रीश्च नो कुरु ।
अन्योन्यविग्रहं धार्यं तवाङ्गस्पर्शनादिह ।
शाश्वतस्पर्शयितास्माकं गृण्हीमोऽवतारान्वयम् ॥ १ ॥

रुद्रादीनां वचः शुत्वा प्रोवाच भगवान्स्वयम् ।
अङ्गसङ्गं करिष्यामि भवद्वाक्यं करोम्यहम् ॥ २ ॥

मोदितास्ते सुरा सर्वे कृतकृत्याधुना वयम् ।
यो नन्दः परमानन्दो यशोदा मुक्तिगेहिनी ॥ ३ ॥

माया सा त्रिविधा प्रोक्ता सत्त्वराजसतामसी ।
प्रोक्ता च सात्त्विकी रुद्रे भक्ते ब्रह्मणि राजसी ॥ ४ ॥

तामसी दैत्यपक्षेषु माया त्रेधा ह्युदाहृता ।
अजेया वैष्णवी माया जप्येन च सुता पुरा ॥ ५ ॥

देवकी ब्रह्मपुत्रा सा या वेदैरुपगीयते ।
निगमो वसुदेवो यो वेदार्थः कृष्णरामयोः ॥ ६ ॥

स्तुवते सततं यस्तु सोऽवतीर्णो महीतले ।
वने वृन्दावने क्रीडङ्गोपगोपीसुरैः सह ॥ ७ ॥

गोप्यो गाव ऋचस्तस्य यष्टिका कमलासनः ।
वंशस्तु भगवान् रुद्रः शृङ्गमिन्द्रः सगोसुरः ॥ ८ ॥

गोकुलं वनवैकुण्ठं तापसास्तत्र ते द्रुमाः ।
लोभक्रोधादयो दैत्याः कलिकालस्तिरस्कृतः ॥ ९ ॥

गोपरूपो हरिः साक्षान्मायाविग्रहधारणः ।
दुर्बोधं कुहकं तस्य मायया मोहितं जगत् ॥ १० ॥

दुर्जया सा सुरैः सर्वैर्धृष्टिरूपो भवेद्द्विजः ।
रुद्रो येन कृतो वंशस्तस्य माया जगत्कथम् ॥ ११ ॥

बलं ज्ञानं सुराणां वै तेषां ज्ञानं हृतं क्षणात् ।
शेषनागो भवेद्रामः कृष्णो ब्रह्मैव शाश्वतम् ॥ १२ ॥

अष्टावष्टसहस्रे द्वे शताधिक्यः स्त्रियस्तथा ।
ऋचोपनिषदस्ता वै ब्रह्मरूपा ऋचः स्त्रियाः ॥ १३ ॥

द्वेषश्चाणूरमल्लोऽयं मत्सरो मुष्टिको जयः ।
दर्पः कुवलयापीडो गर्वो रक्षः खगो बकः ॥ १४ ॥

दया सा रोहिणी माता सत्यभामा धरेति वै ।
अघासुरो महाव्याधिः कलिः कंसः स भूपतिः ॥ १५ ॥

शमो मित्रः सुदामा च सत्याक्रूरोद्धवो दमः ।
यः शङ्खः स स्वयं विष्णुर्लक्ष्मीरूपो व्यवस्थितः ॥ १६ ॥

दुग्धसिन्धौ समुत्पन्नो मेघघोषस्तु संस्मृतः ।
दुग्धोदधिः कृतस्तेन भग्नभाण्डो दधिगृहे ॥ १७ ॥

क्रीडते बालको भूत्वा पूर्ववत्सुमहोदधौ ।
संहारार्थं च शत्रूणां रक्षणाय च संस्थितः ॥ १८ ॥

कृपार्थे सर्वभूतानां गोप्तारं धर्ममात्मजम् ।
यत्स्रष्टुमीश्वरेणासीत्तच्चक्रं ब्रह्मरूपदृक् ॥ १९ ॥

जयन्तीसंभवो वायुश्चमरो धर्मसंज्ञितः ।
यस्यासौ ज्वलनाभासः खड्गरूपो महेश्वरः ॥ २० ॥

कश्यपोलूखलः ख्यातो रज्जुर्माताऽदितिस्तथा ।
चक्रं शङ्खं च संसिद्धिं बिन्दुं च सर्वमूर्धनि ॥ २१ ॥

यावन्ति देवरूपाणि वदन्ति विभुधा जनाः ।
नमन्ति देवरूपेभ्य एवमादि न संशयः ॥ २२ ॥

गदा च कालिका साक्षात्सर्वशत्रुनिबर्हिणी ।
धनुः शार्ङ्गं स्वमाया च शरत्कालः सुभोजनः ॥ २३ ॥

अब्जकाण्डं जगत्बीजं धृतं पाणौ स्वलीलया ।
गरुडो वटभाण्डीरः सुदामा नारदो मुनिः ॥ २४ ॥

वृन्दा भक्तिः क्रिया बुद्धिः सर्वजन्तुप्रकाशिनी ।
तस्मान्न भिन्नं नाभिन्नमाभिर्भिन्नो न वै विभुः ।
भूमावुत्तारितं सर्वं वैकुण्ठं स्वर्गवासिनाम् ॥ २५ ॥

सर्वतीर्थफलं लभते य एवं वेद ।
देहबन्धाद्विमुच्यते इत्य्पनिषत् ।
ॐ भद्रं कर्णेभिः शृणुयाम देवा भद्रं पश्येमाक्षभिर्यजत्राः ।
स्थिरैरङ्गैस्तुष्टुवांसस्तनूभिर्व्यशेम देवहितं यदायुः ।
स्वस्ति न इन्द्रो वृद्धश्रवाः स्वस्ति नः पूषा विश्ववेदाः ।
स्वस्ति नस्तार्क्ष्योऽरिष्टनेमिः स्वस्ति नो बृहस्पतिर्दधातु । ॥
इति ॐ तत्सत् ॥

सङ्कर्षणोपनिषत् ॥
इति प्रथम खण्डः ॥


अथ द्वितीयः खण्डः ॥

शेषो ह वै वासुदेवात् संकर्षणो नाम जीव आसीत् ।

सोऽकामयत प्रजाः सृजेयेति ।

ततः प्रद्युम्नसंज्ञक आसीत् ।

तस्मात् अहंकारनामानिरुद्धो हिरण्यगर्भोऽजायत ।

तस्मात् दश प्रजापतयो मरीच्याद्याः स्थाणुदक्षकर्दमप्रियव्रतोत्तानपादादयोऽप्यजायन्त ।

तेभ्यः सर्वाणि भूतानि च ।

तस्माच्छेषादेव सर्वाणि (च भूतानि) समुत्पद्यन्ते ।

तस्मिन्नेव प्रलीयन्ते ।

स एव बहुधा जायमानः सर्वान् परिपाति ।

स एव काद्रवेयो व्याकरणज्योतिषादिशास्त्राणि निर्मिमाणो बहुभिर्मुमुक्षुभिरुपास्यमानोऽखिलां भुवमेकस्मिन् शीर्ष्ण सिद्धार्थवदवध्रियमाणः सर्वैर्मुनिभिः सम्प्रार्थ्यमानः सहस्रशिखराणि मेरोः शिरोभिरावार्यमाणो महावाय्वहंकारं निराचकार ।

स एव भगवान् भगवन्तं बहुधा विप्रीयमाणः अखिलेन स्वेन रूपेण युगे युगे तेनैव जयमानः स एव सौमित्रिरैक्ष्वाकः सर्वाणि धानुषशस्त्राणि सर्वाण्यस्त्रशस्त्राणि बहुधा विप्रीयमानो रक्षांसि सर्वाणि विनिघ्नंश्चातुर्वर्ण्यधर्मान् प्रवर्तयामास ।

स एव भगवान् युगसंधिकाले शारदाभ्रसंनिकाशो रौहिणेयो वासुदेवः सर्वाणि गदाद्यायुधशस्त्राणि व्याचक्षाणो नैकान् राजन्यमण्डलान्निराचिकीर्षुः भूभारमखिलं निचखान ।

स एव भगवान् युगे तुरीयेऽपि ब्रह्मकुले (ब्रह्मण्यां) जायमानः सर्व उपनिषद उद्दिधीर्षुः सर्वाणि धर्मशास्त्राणि विस्तारयिष्णुः सर्वानपि जनान् संतारयिष्णुः सर्वानपि वैष्णवान् धर्मान् विजृम्भयन् सर्वानपि पाषण्डान्निचखान ।

स एष जगदन्तर्यामी ।

स एष सर्वात्मकः ।

स एष मुमुक्षुभिर्ध्येयः ।

स एष मोक्षप्रदः ।

एतत्स्मृत्या सर्वेभ्यः पापेभ्यो मुच्यते ।

तन्नाम संकीर्तयन् विष्णुसायुज्यं गच्छति ।

तदेतद्दिवाऽधीयानो रात्रिकृतं पापं नाशयति ।

नक्तमधीयानो दिवसकृतं पापं नाशयति ।

तदेतद्वेदानां रहस्यम् ।
तदेतदुपनिषदां रहस्यम् ।
एतदधीयानः सर्वक्रतुफलं लभते ।
शान्तिमेति ।
मनःशुद्धिमेति ।
सर्वतीर्थफलं लभते ।
य एवं वेद ।
देहबन्धाद्विमुच्यते ।
इत्येवोपनिषत् ॥


इति द्वितीयः खण्डः ॥
हरिः ॐ तत्सत् ।

ॐ भद्रं कर्णेभिः शृणुयाम देवा भद्रं पश्येमाक्षभिर्यजत्राः ।
स्थिरैरङ्गैस्तुष्टुवांसस्तनूभिर्व्यशेम देवहितं यदायुः ।
स्वस्ति न इन्द्रो वृद्धश्रवाः स्वस्ति नः पूषा विश्ववेदाः ।
स्वस्ति नस्तार्क्ष्योऽरिष्टनेमिः स्वस्ति नो बृहस्पतिर्दधातु ।

ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ।


इति कृष्णोपनिषत्समाप्ता ॥


भारतीरमणमुख्यप्राणंतर्गत श्रीकृष्णार्पणमस्तु ॥

Vollständiger Text in IAST Krishna Upanishad

||
śrī gurubhyo namaḥ hariḥ oṃ ||

yo rāmaḥ kṛṣṇatāmetya sārvātmyaṃ prāpya līlayā |
atoṣayaddevamaunipaṭalaṃ taṃ nato'smyaham || 1 ||

oṃ bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devā bhadraṃ paśyemākṣabhiryajatrāḥ |
sthirairaṅgaistuṣṭuvāṃsastanūbhirvyaśema devahitaṃ yadāyuḥ |
svasti na indro vṛddhaśravāḥ svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ |
svasti nastārkṣyo'riṣṭanemiḥ svasti no bṛhaspatirdadhātu |

oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ |

||
atha prathama khaṃḍaḥ ||

hariḥ oṃ |
śrīmahāviṣṇuṃ saccidānandalakṣaṇaṃ rāmacandraṃ dṛṣṭvā sarvāṅgasundaraṃ munayo vanavāsino vismitā babhūvuḥ |
taṃ hocurno'vadyamavatārānvai gaṇyante āliṅgāmo bhavantamiti |
bhavāntare kṛṣṇāvatāre yūyaṃ gopikā bhūtvā māmāliṅgatha anye ye'vatārāste hi gopā na strīśca no kuru |
anyonyavigrahaṃ dhāryaṃ tavāṅgasparśanādiha |
śāśvatasparśayitāsmākaṃ gṛṇhīmo'vatārānvayam || 1 ||

rudrādīnāṃ vacaḥ śutvā provāca bhagavānsvayam |
aṅgasaṅgaṃ kariṣyāmi bhavadvākyaṃ karomyaham || 2 ||

moditāste surā sarve kṛtakṛtyādhunā vayam |
yo nandaḥ paramānando yaśodā muktigehinī || 3 ||

māyā sā trividhā proktā sattvarājasatāmasī |
proktā ca sāttvikī rudre bhakte brahmaṇi rājasī || 4 ||

tāmasī daityapakṣeṣu māyā tredhā hyudāhṛtā |
ajeyā vaiṣṇavī māyā japyena ca sutā purā || 5 ||

devakī brahmaputrā sā yā vedairupagīyate |
nigamo vasudevo yo vedārthaḥ kṛṣṇarāmayoḥ || 6 ||

stuvate satataṃ yastu so'vatīrṇo mahītale |
vane vṛndāvane krīḍaṅgopagopīsuraiḥ saha || 7 ||

gopyo gāva ṛcastasya yaṣṭikā kamalāsanaḥ |
vaṃśastu bhagavān rudraḥ śṛṅgamindraḥ sagosuraḥ || 8 ||

gokulaṃ vanavaikuṇṭhaṃ tāpasāstatra te drumāḥ |
lobhakrodhādayo daityāḥ kalikālastiraskṛtaḥ || 9 ||

goparūpo hariḥ sākṣānmāyāvigrahadhāraṇaḥ |
durbodhaṃ kuhakaṃ tasya māyayā mohitaṃ jagat || 10 ||

durjayā sā suraiḥ sarvairdhṛṣṭirūpo bhaveddvijaḥ |
rudro yena kṛto vaṃśastasya māyā jagatkatham || 11 ||

balaṃ jñānaṃ surāṇāṃ vai teṣāṃ jñānaṃ hṛtaṃ kṣaṇāt |
śeṣanāgo bhavedrāmaḥ kṛṣṇo brahmaiva śāśvatam || 12 ||

aṣṭāvaṣṭasahasre dve śatādhikyaḥ striyastathā |
ṛcopaniṣadastā vai brahmarūpā ṛcaḥ striyāḥ || 13 ||

dveṣaścāṇūramallo'yaṃ matsaro muṣṭiko jayaḥ |
darpaḥ kuvalayāpīḍo garvo rakṣaḥ khago bakaḥ || 14 ||

dayā sā rohiṇī mātā satyabhāmā dhareti vai |
aghāsuro mahāvyādhiḥ kaliḥ kaṃsaḥ sa bhūpatiḥ || 15 ||

śamo mitraḥ sudāmā ca satyākrūroddhavo damaḥ |
yaḥ śaṅkhaḥ sa svayaṃ viṣṇurlakṣmīrūpo vyavasthitaḥ || 16 ||

dugdhasindhau samutpanno meghaghoṣastu saṃsmṛtaḥ |
dugdhodadhiḥ kṛtastena bhagnabhāṇḍo dadhigṛhe || 17 ||

krīḍate bālako bhūtvā pūrvavatsumahodadhau |
saṃhārārthaṃ ca śatrūṇāṃ rakṣaṇāya ca saṃsthitaḥ || 18 ||

kṛpārthe sarvabhūtānāṃ goptāraṃ dharmamātmajam |
yatsraṣṭumīśvareṇāsīttaccakraṃ brahmarūpadṛk || 19 ||

jayantīsaṃbhavo vāyuścamaro dharmasaṃjñitaḥ |
yasyāsau jvalanābhāsaḥ khaḍgarūpo maheśvaraḥ || 20 ||

kaśyapolūkhalaḥ khyāto rajjurmātā'ditistathā |
cakraṃ śaṅkhaṃ ca saṃsiddhiṃ binduṃ ca sarvamūrdhani || 21 ||

yāvanti devarūpāṇi vadanti vibhudhā janāḥ |
namanti devarūpebhya evamādi na saṃśayaḥ || 22 ||

gadā ca kālikā sākṣātsarvaśatrunibarhiṇī |
dhanuḥ śārṅgaṃ svamāyā ca śaratkālaḥ subhojanaḥ || 23 ||

abjakāṇḍaṃ jagatbījaṃ dhṛtaṃ pāṇau svalīlayā |
garuḍo vaṭabhāṇḍīraḥ sudāmā nārado muniḥ || 24 ||

vṛndā bhaktiḥ kriyā buddhiḥ sarvajantuprakāśinī |
tasmānna bhinnaṃ nābhinnamābhirbhinno na vai vibhuḥ |
bhūmāvuttāritaṃ sarvaṃ vaikuṇṭhaṃ svargavāsinām || 25 ||

sarvatīrthaphalaṃ labhate ya evaṃ veda |
dehabandhādvimucyate itypaniṣat |
oṃ bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devā bhadraṃ paśyemākṣabhiryajatrāḥ |
sthirairaṅgaistuṣṭuvāṃsastanūbhirvyaśema devahitaṃ yadāyuḥ |
svasti na indro vṛddhaśravāḥ svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ |
svasti nastārkṣyo'riṣṭanemiḥ svasti no bṛhaspatirdadhātu | ||
iti oṃ tatsat ||

saṅkarṣaṇopaniṣat ||
iti prathama khaṇḍaḥ ||

||
atha dvitīyaḥ khaṇḍaḥ ||

śeṣo ha vai vāsudevāt saṃkarṣaṇo nāma jīva āsīt |

so'kāmayata prajāḥ sṛjeyeti |

tataḥ pradyumnasaṃjñaka āsīt |

tasmāt ahaṃkāranāmāniruddho hiraṇyagarbho'jāyata |

tasmāt daśa prajāpatayo marīcyādyāḥ sthāṇudakṣakardamapriyavratottānapādādayo'pyajāyanta |

tebhyaḥ sarvāṇi bhūtāni ca |

tasmāccheṣādeva sarvāṇi (ca bhūtāni) samutpadyante |

tasminneva pralīyante |

sa eva bahudhā jāyamānaḥ sarvān paripāti |

sa eva kādraveyo vyākaraṇajyotiṣādiśāstrāṇi nirmimāṇo bahubhirmumukṣubhirupāsyamāno'khilāṃ bhuvamekasmin śīrṣṇa siddhārthavadavadhriyamāṇaḥ sarvairmunibhiḥ samprārthyamānaḥ sahasraśikharāṇi meroḥ śirobhirāvāryamāṇo mahāvāyvahaṃkāraṃ nirācakāra |

sa eva bhagavān bhagavantaṃ bahudhā viprīyamāṇaḥ akhilena svena rūpeṇa yuge yuge tenaiva jayamānaḥ sa eva saumitriraikṣvākaḥ sarvāṇi dhānuṣaśastrāṇi sarvāṇyastraśastrāṇi bahudhā viprīyamāno rakṣāṃsi sarvāṇi vinighnaṃścāturvarṇyadharmān pravartayāmāsa |

sa eva bhagavān yugasaṃdhikāle śāradābhrasaṃnikāśo rauhiṇeyo vāsudevaḥ sarvāṇi gadādyāyudhaśastrāṇi vyācakṣāṇo naikān rājanyamaṇḍalānnirācikīrṣuḥ bhūbhāramakhilaṃ nicakhāna |

sa eva bhagavān yuge turīye'pi brahmakule (brahmaṇyāṃ) jāyamānaḥ sarva upaniṣada uddidhīrṣuḥ sarvāṇi dharmaśāstrāṇi vistārayiṣṇuḥ sarvānapi janān saṃtārayiṣṇuḥ sarvānapi vaiṣṇavān dharmān vijṛmbhayan sarvānapi pāṣaṇḍānnicakhāna |

sa eṣa jagadantaryāmī |

sa eṣa sarvātmakaḥ |

sa eṣa mumukṣubhirdhyeyaḥ |

sa eṣa mokṣapradaḥ |

etatsmṛtyā sarvebhyaḥ pāpebhyo mucyate |

tannāma saṃkīrtayan viṣṇusāyujyaṃ gacchati |

tadetaddivā'dhīyāno rātrikṛtaṃ pāpaṃ nāśayati |

naktamadhīyāno divasakṛtaṃ pāpaṃ nāśayati |

tadetadvedānāṃ rahasyam |
tadetadupaniṣadāṃ rahasyam |
etadadhīyānaḥ sarvakratuphalaṃ labhate |
śāntimeti |
manaḥśuddhimeti |
sarvatīrthaphalaṃ labhate |
ya evaṃ veda |
dehabandhādvimucyate |
ityevopaniṣat ||

||
iti dvitīyaḥ khaṇḍaḥ ||
hariḥ oṃ tatsat |

oṃ bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devā bhadraṃ paśyemākṣabhiryajatrāḥ |
sthirairaṅgaistuṣṭuvāṃsastanūbhirvyaśema devahitaṃ yadāyuḥ |
svasti na indro vṛddhaśravāḥ svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ |
svasti nastārkṣyo'riṣṭanemiḥ svasti no bṛhaspatirdadhātu |

oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ |

||
iti kṛṣṇopaniṣatsamāptā ||

||
bhāratīramaṇamukhyaprāṇaṃtargata śrīkṛṣṇārpaṇamastu ||

Vollständige deutsche Übersetzung Krishna Upanishad

Anrufung der Lehrer

Verehrung den ehrwürdigen Lehrern. Hari. Om.

Vorangestellter Merkvers

Ich verneige mich vor Rama, der Krishna wurde und in seinem Spiel als Selbst aller die Scharen der Götter und schweigenden Weisen erfreute.

Shanti-Mantra

Om. Ihr Götter, mögen wir mit den Ohren Heilsames hören; ihr Verehrungswürdigen, mögen wir mit den Augen Heilsames sehen. Mit festen Gliedern und Körpern mögen wir euch preisen und die uns von den Göttern zugedachte Lebenszeit verbringen. Möge Indra von großem Ruhm uns Wohlergehen schenken; möge Pushan, der alles kennt, uns Wohlergehen schenken; möge Tarkshya mit unversehrtem Radkranz uns Wohlergehen schenken; möge Brihaspati uns Wohlergehen gewähren.

Friedensruf

Om. Frieden, Frieden, Frieden.

Kapitelbeginn

Nun beginnt der erste Abschnitt.

1.1. Der Wunsch der Waldweisen

Als die Waldweisen Ramachandra sahen, den großen Vishnu, dessen Wesen Sein, Bewusstsein und Glückseligkeit ist und dessen ganze Gestalt schön war, staunten sie. Sie baten darum, ihn umarmen zu dürfen. Er antwortete: „In einer anderen Geburt, bei meinem Erscheinen als Krishna, werdet ihr Gopis und umarmt mich.“ Die weitere, sprachlich beschädigte Rede bittet auch um Kuhhirtengestalten und um bleibende Berührung des Göttlichen. Die genaue Zuordnung einzelner Sprecher und Negationen ist unsicher.

1.2. Die Zusage

Der Herr hörte die Worte Rudras und der anderen und sprach selbst: „Ich werde mich mit euch verbinden; ich erfülle eure Bitte.“

1.3. Nanda und Yashoda

Alle Götter freuten sich: „Nun haben wir unser Ziel erreicht.“ Nanda ist höchste Glückseligkeit; Yashoda ist die Wohnstätte der Befreiung.

1.4. Drei Formen der Maya

Maya gilt als dreifach: sattvig, rajasig und tamasig. Ihre sattvige Form wird mit Rudra, dem Verehrer, und ihre rajasige mit Brahma verbunden.

1.5. Vishnus Maya

Die tamasige Form wirkt auf der Seite der Dämonen. So wird Maya dreifach beschrieben. Die unbezwingbare Maya Vishnus wurde einst durch Rezitation als Tochter gewonnen – die knappe Schlussfügung leitet zur Devaki-Deutung über.

1.6. Devaki und Vasudeva

Devaki ist jene Tochter Brahmas, die von den Veden besungen wird. Vasudeva ist der Veda; Krishna und Rama verkörpern seinen Sinn.

1.7. Das göttliche Spiel

Der ständig Gepriesene ist auf die Erde herabgestiegen und spielt im Wald Vrindavana mit den Göttern als Kuhhirten und Gopis. Das Verb der ersten Zeile ist unregelmäßig überliefert.

1.8. Gopis, Kühe und Instrumente

Die Gopis und Kühe sind die vedischen Verse; sein Hirtenstock ist Brahma, der Lotus-Sitzende. Die Flöte ist der Herr Rudra, das Horn Indra. Die letzte Zusammensetzung „sagosura“ ist unklar.

1.9. Gokula als Vaikuntha

Gokula ist Vaikuntha in Waldgestalt. Die Bäume dort sind Asketen; Gier, Zorn und andere Fehler erscheinen als Dämonen. Das Kali-Zeitalter ist ausgeschlossen.

1.10. Der göttliche Kuhhirte

Hari selbst trägt als Kuhhirte einen durch Maya gestalteten Leib. Sein wunderbares Spiel ist schwer zu verstehen; die Welt ist durch Maya verwirrt.

1.11. Unbegreifliche Maya

Selbst alle Götter können diese Maya kaum überwinden. Die Zeile über den „Zweimalgeborenen als Blickgestalt“ ist beschädigt. Wenn seine Kraft sogar Rudra zur Flöte werden lässt, wie sollte die Welt sie begreifen?

1.12. Balarama und Krishna

Kraft und Wissen gehören den Göttern; doch ihr Wissen wurde in einem Augenblick entzogen. Shesha erscheint als Rama, hier Balarama; Krishna ist das ewige Brahman selbst.

1.13. Die Frauen als vedische Offenbarung

Die sechzehntausendzweihundertacht Frauen werden mit den Versen und Upanishaden identifiziert: Sie sind vedische Verse in weiblicher Gestalt, von Brahmans Wesen.

1.14. Dämonen als innere Gegner

Hass ist der Ringer Chanura; Eifersucht ist Mushtika. Aufgeblasenheit erscheint als Elefant Kuvalayapida, Hochmut als der dämonische Vogel Baka.

1.15. Mitgefühl, Erde und Leiden

Mutter Rohini ist Mitgefühl; Satyabhama ist die Erde. Aghasura ist schwere Krankheit; König Kamsa verkörpert Kali.

1.16. Freunde als Tugenden

Der Freund Sudama ist Geistesruhe; Akrura ist Wahrheit, Uddhava Sinnesbeherrschung. Die Muschel wird mit Vishnu selbst verbunden, der in Lakshmis Gestalt gegenwärtig ist; die Beziehung der letzten Wörter bleibt knapp.

1.17. Muschel und Milchozean

Die Muschel, aus dem Milchozean hervorgegangen, heißt „Wolkendonner“. Im Milch- und Quarkhaus machte Krishna aus dem zerbrochenen Gefäß einen Milchozean.

1.18. Kindliches Spiel und Bewahrung

Als Kind spielt er darin wie zuvor im großen Ozean. Er ist erschienen, um die Feinde zu vernichten und Schutz zu gewähren.

1.19. Der Diskus und Dharma

Zum Wohl aller Wesen schafft der Herr einen Beschützer, den aus ihm hervorgehenden Dharma. Dieser wird mit dem Diskus und der Schau von Brahmans Gestalt verbunden; die Syntax der zweiten Zeile ist unvollständig.

1.20. Fächer und Schwert

Vayu wird als aus Jayanti hervorgegangen genannt; der Wedel heißt Dharma. Das feurig strahlende Schwert ist Maheshvara.

1.21. Mörser und Seil

Der Mörser heißt Kashyapa; das Seil ist Mutter Aditi. Die zweite Zeile nennt Diskus, Muschel, Vollendung und den Punkt über allem, ohne deren Verhältnis vollständig auszuführen.

1.22. Verehrung aller göttlichen Formen

Welche göttlichen Formen die Kundigen auch beschreiben: Sie verneigen sich vor diesen Göttergestalten. Daran besteht kein Zweifel.

1.23. Keule, Bogen und Herbst

Die Keule ist Kalika selbst, die alle Feinde vernichtet. Der Bogen Sharnga ist seine eigene Maya; die Herbstzeit ist gute Nahrung.

1.24. Lotus und Banyanbaum

Spielerisch hält er den Lotusstängel, den Samen der Welt, in seiner Hand. Der Banyanbaum Bhandira ist Garuda; Sudama ist der Weise Narada.

1.25. Die ganze göttliche Welt ist gegenwärtig

Vrinda ist Hingabe; Tätigkeit ist die Erkenntniskraft, welche alle Wesen erhellt. Der Allgegenwärtige ist von diesen Erscheinungen weder einfach verschieden noch einfach unverschieden; sie trennen ihn nicht. Das ganze Vaikuntha der Himmelsbewohner ist auf die Erde herabgebracht.

Abschluss des ersten Teils

Wer dies so weiß, erlangt die Frucht aller heiligen Bade- und Wallfahrtsorte. Er wird von der Bindung an den Körper frei. So lautet die Upanishad. Om. Ihr Götter, mögen wir mit den Ohren Heilsames hören; ihr Verehrungswürdigen, mögen wir mit den Augen Heilsames sehen. Mit festen Gliedern und Körpern mögen wir euch preisen und die uns von den Göttern zugedachte Lebenszeit verbringen. Möge Indra von großem Ruhm uns Wohlergehen schenken; möge Pushan, der alles kennt, uns Wohlergehen schenken; möge Tarkshya mit unversehrtem Radkranz uns Wohlergehen schenken; möge Brihaspati uns Wohlergehen gewähren. Om. Das ist die Wirklichkeit.

Überlieferungsvermerk

Sankarshana Upanishad. Hier endet der erste Abschnitt.

Kapitelbeginn

Nun beginnt der zweite Abschnitt.

2a. Samkarshana

Aus Vasudeva entstand Shesha als Jiva namens Samkarshana.

2b. Der Schöpfungswunsch

Er wünschte: „Ich will Geschöpfe hervorbringen.“

2c. Pradyumna

Darauf entstand der Pradyumna Genannte.

2d. Aniruddha

Aus ihm wurde Aniruddha geboren, auch Ahamkara und Hiranyagarbha genannt.

2e. Die Schöpfungsväter

Aus ihm entstanden die zehn Prajapatis, Marichi und die anderen, darunter Sthanu, Daksha, Kardama, Priyavrata und Uttanapada.

2f. Alle Wesen

Aus ihnen entstanden alle Wesen.

2g. Shesha als Ursprung

Somit gehen alle Wesen aus Shesha hervor.

2h. Die Rückkehr

In ihm allein lösen sie sich wieder auf.

2i. Der Erhalter

Er allein erscheint in vielen Formen und beschützt alle.

2j. Shesha und die Wissenschaften

Als Sohn Kadrus schafft er Grammatik, Astronomie und weitere Wissenschaften. Viele nach Befreiung Strebende verehren ihn. Auf einem Haupt trägt er die ganze Erde wie ein Senfkorn. Von allen Weisen angerufen, bedeckt er Merus tausend Gipfel mit seinen Häuptern und bricht den Hochmut des großen Windes.

2k. Lakshmana

Derselbe Herr dient dem Herrn in vielfältiger Weise und erscheint in jedem Zeitalter in der zugehörigen Gestalt. Als Sohn Sumitras im Geschlecht Ikshvakus – Lakshmana – dient er mit Bogen- und anderen Waffen, vernichtet die Rakshasas und stellt die Pflichten der vier Stände auf.

2l. Balarama

Am Übergang der Zeitalter erschien er als Rohinis Sohn, als Vasudeva-Sohn, hell wie eine Herbstwolke. Er lehrte den Umgang mit Keule und anderen Waffen und wollte zahlreiche Herrscherkreise beseitigen; so nahm er der Erde ihre ganze Last.

2m. Ein Lehrer im vierten Zeitalter

Im vierten Zeitalter wird derselbe Herr in einer Brahmanenfamilie geboren. Er will alle Upanishaden wieder hervorholen, die Dharma-Lehren entfalten und alle Menschen hinüberführen. Indem er die vishnuitischen Lebensordnungen verbreitet, bekämpft er die vom Text als Irrlehrer Bezeichneten. Ein Name wird hier nicht genannt.

2n. Der innere Lenker

Er ist der innere Lenker der Welt.

2o. Das Selbst aller

Er ist seinem Wesen nach alles.

2p. Das Meditationsziel

Über ihn sollen die nach Befreiung Strebenden meditieren.

2q. Der Geber der Befreiung

Er schenkt Befreiung.

2r. Erinnern

Durch das Erinnern daran wird man nach der Verheißung von allen Verfehlungen frei.

2s. Namenssingen

Wer seinen Namen preist, erreicht die Vereinigung mit Vishnu.

2t. Studium am Tag

Wer dies am Tag studiert, tilgt nach der Verheißung die in der Nacht begangene Verfehlung.

2u. Studium in der Nacht

Wer es nachts studiert, tilgt nach der Verheißung die am Tag begangene Verfehlung.

2v. Abschlussverheißung

Dies ist das Geheimnis der Veden und der Upanishaden. Wer es studiert, erlangt nach dem Text die Frucht aller Opfer, Frieden, Reinheit des Geistes und die Frucht aller Pilgerstätten. Wer so erkennt, wird von der Körperbindung frei. So lautet die Upanishad.

Kapitelabschluss

Hier endet der zweite Abschnitt. Hari. Om. Das ist die Wirklichkeit.

Shanti-Mantra

Om. Ihr Götter, mögen wir mit den Ohren Heilsames hören; ihr Verehrungswürdigen, mögen wir mit den Augen Heilsames sehen. Mit festen Gliedern und Körpern mögen wir euch preisen und die uns von den Göttern zugedachte Lebenszeit verbringen. Möge Indra von großem Ruhm uns Wohlergehen schenken; möge Pushan, der alles kennt, uns Wohlergehen schenken; möge Tarkshya mit unversehrtem Radkranz uns Wohlergehen schenken; möge Brihaspati uns Wohlergehen gewähren.

Friedensruf

Om. Frieden, Frieden, Frieden.

Schlussvermerk

Hier endet die Krishna Upanishad.

Abschließende Widmung

Dies sei Shri Krishna dargebracht, der im Haupt-Prana, dem Gemahl Bharatis, gegenwärtig ist.

Anregungen für die spirituelle Praxis

  • Vertiefe eine einzelne Krishna-Erzählung durch genaue Betrachtung ihrer Symbole.
  • Verbinde Bhakti mit Wahrhaftigkeit, Mitgefühl und Selbstbeherrschung.
  • Halte textlich belegte Deutungen und eigene Assoziationen auseinander.
  • Nutze Rezitation oder stilles Erinnern als regelmäßige Übung der Sammlung.

Quellen und Textgrundlage

Siehe auch

Weblinks

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