Anandaprapti: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Anandaprapti''': ([[Sanskrit]]: आनन्दप्रप्ति ānandaprāpti ''f.'') = das Erlangen von Glückseligkeit
'''Anandaprapti''': ([[Sanskrit]]: आनन्दप्रप्ति ānandaprāpti ''f.'') = das Erlangen von Glückseligkeit


Anandaprapti setzt sich aus den Sanskrit-Wörtern ananda und prapti zusammen.  
Anandaprapti setzt sich aus den Sanskrit-Wörtern ananda und prapti zusammen.  
* [[Ananda]] bedeutet Freude, Seligkeit oder Glückseligkeit, oft verstanden als tiefere, spirituelle Freude jenseits sinnlicher Vergnügungen.  
* [[Ananda]] bedeutet [[Freude]], Seligkeit oder [[Glückseligkeit]], oft verstanden als tiefere, spirituelle Freude jenseits sinnlicher Vergnügungen.  
* [[Prapti]] heißt Erreichen, Erlangen oder Gewinnen.  
* [[Prapti]] heißt [[Erreichen]], Erlangen oder Gewinnen.  


Zusammengenommen bezeichnet Anandaprapti das Erreichen oder Erlangen von Seligkeit — also die Erfahrung innerer, dauerhafter Glückseligkeit, die aus Befreiung oder spiritueller Verwirklichung hervorgeht.
Zusammengenommen bezeichnet Anandaprapti das Erreichen oder Erlangen von Seligkeit — also die Erfahrung innerer, dauerhafter Glückseligkeit, die aus Befreiung oder spiritueller Verwirklichung hervorgeht.


Anders als vergängliche Lust ist die in Anandaprapti gemeinte Freude nicht an äußere Umstände gebunden; sie wird als natürliche Folge von Meditation, innerer Reinigung und Erkenntnis beschrieben. In vielen [[hinduistischen]] und [[yogisch]]en Traditionen wird Anandaprapti entweder als Ziel spiritueller Praxis beschrieben oder als Frucht der Vereinigung mit dem wahren [[Selbst]] ([[Atman]]) bzw. mit dem höchsten Prinzip ([[Brahman]]). Praktisch zeigt sich Anandaprapti in innerer [[Gelassenheit]], [[Frieden]] und einer fühlbaren Freude, die nicht schwankt, wenn äußere Ereignisse kommen und gehen.
Anders als vergängliche Lust ist die in Anandaprapti gemeinte Freude nicht an äußere Umstände gebunden; sie wird als natürliche Folge von Meditation, innerer Reinigung und Erkenntnis beschrieben. In vielen [[hinduistisch]]en und [[yogisch]]en Traditionen wird Anandaprapti entweder als Ziel spiritueller Praxis beschrieben oder als Frucht der Vereinigung mit dem wahren [[Selbst]] ([[Atman]]) bzw. mit dem höchsten Prinzip ([[Brahman]]). Praktisch zeigt sich Anandaprapti in innerer [[Gelassenheit]], [[Frieden]] und einer fühlbaren Freude, die nicht schwankt, wenn äußere Ereignisse kommen und gehen.


Im [https://www.yoga-vidya.de/ Yoga] und in den [[Upanishaden]] wird oft die Erfahrung der Seligkeit als natürliche Folge von Selbstverwirklichung beschrieben; eine bekannte Mahnung lautet sinngemäß, dass der, der das Selbst erkennt, unerschütterliche Freude erlangt — das ist genau das, worauf Anandaprapti verweist.
Im [https://www.yoga-vidya.de/ Yoga] und in den [[Upanishaden]] wird oft die Erfahrung der Seligkeit als natürliche Folge von Selbstverwirklichung beschrieben; eine bekannte Mahnung lautet sinngemäß, dass der, der das Selbst erkennt, unerschütterliche Freude erlangt — das ist genau das, worauf Anandaprapti verweist.


=Siehe auch=
=Siehe auch=
* [[]]  
* [[Jnana Yoga]]  
* [[]]
* [[Sat]]


[[Kategorie:Glossar]]
[[Kategorie:Glossar]]
[[Kategorie:Indisch]]
[[Kategorie:Indisch]]

Aktuelle Version vom 17. Februar 2026, 06:42 Uhr

Anandaprapti

Anandaprapti: (Sanskrit: आनन्दप्रप्ति ānandaprāpti f.) = das Erlangen von Glückseligkeit

Anandaprapti setzt sich aus den Sanskrit-Wörtern ananda und prapti zusammen.

Zusammengenommen bezeichnet Anandaprapti das Erreichen oder Erlangen von Seligkeit — also die Erfahrung innerer, dauerhafter Glückseligkeit, die aus Befreiung oder spiritueller Verwirklichung hervorgeht.

Anders als vergängliche Lust ist die in Anandaprapti gemeinte Freude nicht an äußere Umstände gebunden; sie wird als natürliche Folge von Meditation, innerer Reinigung und Erkenntnis beschrieben. In vielen hinduistischen und yogischen Traditionen wird Anandaprapti entweder als Ziel spiritueller Praxis beschrieben oder als Frucht der Vereinigung mit dem wahren Selbst (Atman) bzw. mit dem höchsten Prinzip (Brahman). Praktisch zeigt sich Anandaprapti in innerer Gelassenheit, Frieden und einer fühlbaren Freude, die nicht schwankt, wenn äußere Ereignisse kommen und gehen.

Im Yoga und in den Upanishaden wird oft die Erfahrung der Seligkeit als natürliche Folge von Selbstverwirklichung beschrieben; eine bekannte Mahnung lautet sinngemäß, dass der, der das Selbst erkennt, unerschütterliche Freude erlangt — das ist genau das, worauf Anandaprapti verweist.

Siehe auch