Pratikopasana: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Pratikopasana''' ([[Sanskrit]]: pratīkopāsanā ''f.'') = [[Gott]]esverehrung trotz Hindernisse | |||
Der Ausdruck "Pratikopasana" setzt sich aus zwei Sanskrit-Wörtern zusammen: "Prati" und "Upasana". | |||
* "[[Prati]]" bedeutet so etwas wie "gegen", "zurück" oder "entgegen", während | |||
* "[[Upasana]]" mit "Verehrung", "Anbetung" oder "spirituelle Praxis" übersetzt werden kann. | |||
Zusammengenommen lässt sich "Pratikopasana" als eine Form der Verehrung verstehen, die sich gegen etwas richtet oder eine Art Widerstandspraxis darstellt. | |||
Im [[yogisch]]en und [[tantrisch]]en Kontext kann es sich dabei um eine Methode handeln, bei der man sich bewusst mit negativen Kräften oder Hindernissen auseinandersetzt, um sie zu transformieren. Statt sie zu verdrängen, nutzt man sie als Werkzeug für spirituelles Wachstum. Eine ähnliche Idee findet sich in der indischen [[Mythologie]], wo Götter wie [[Shiva]] oft als Zerstörer des Negativen verehrt werden – nicht aus Hass, sondern um Raum für Neues zu schaffen. | |||
Ein Beispiel aus der [https://www.yoga-vidya.de/ Yoga]-Tradition ist die Praxis, sich seinen Ängsten zu stellen, anstatt vor ihnen zu fliehen. In der Bhagavad Gita sagt Krishna zu Arjuna: "Wer über [[Wut]], [[Begierde]] und [[Angst]] hinausgeht, der findet [[Befreiung]]." Hier zeigt sich, dass wahre spirituelle Stärke nicht im Vermeiden, sondern im bewussten Umgang mit Widerständen liegt. | |||
=Siehe auch= | |||
* [[Bhagavad Gita]] | |||
* [[Krishna]] | |||
[[Kategorie:Sanskrit]] | |||
[[Kategorie:Glossar]] | |||
Aktuelle Version vom 21. Februar 2026, 06:09 Uhr

Pratikopasana (Sanskrit: pratīkopāsanā f.) = Gottesverehrung trotz Hindernisse
Der Ausdruck "Pratikopasana" setzt sich aus zwei Sanskrit-Wörtern zusammen: "Prati" und "Upasana".
- "Prati" bedeutet so etwas wie "gegen", "zurück" oder "entgegen", während
- "Upasana" mit "Verehrung", "Anbetung" oder "spirituelle Praxis" übersetzt werden kann.
Zusammengenommen lässt sich "Pratikopasana" als eine Form der Verehrung verstehen, die sich gegen etwas richtet oder eine Art Widerstandspraxis darstellt.
Im yogischen und tantrischen Kontext kann es sich dabei um eine Methode handeln, bei der man sich bewusst mit negativen Kräften oder Hindernissen auseinandersetzt, um sie zu transformieren. Statt sie zu verdrängen, nutzt man sie als Werkzeug für spirituelles Wachstum. Eine ähnliche Idee findet sich in der indischen Mythologie, wo Götter wie Shiva oft als Zerstörer des Negativen verehrt werden – nicht aus Hass, sondern um Raum für Neues zu schaffen.
Ein Beispiel aus der Yoga-Tradition ist die Praxis, sich seinen Ängsten zu stellen, anstatt vor ihnen zu fliehen. In der Bhagavad Gita sagt Krishna zu Arjuna: "Wer über Wut, Begierde und Angst hinausgeht, der findet Befreiung." Hier zeigt sich, dass wahre spirituelle Stärke nicht im Vermeiden, sondern im bewussten Umgang mit Widerständen liegt.