Jnanat: Unterschied zwischen den Versionen

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Der Sanskrit-Ausdruck „jnana“ (häufig auch „jnān“ transkribiert) bedeutet wörtlich „[[Wissen]]“ oder „Erkenntnis“, ist aber im indischen philosophischen und religiösen Kontext vielschichtiger: Er bezeichnet nicht nur intellektuelles Sachwissen, sondern vor allem direkte, unmittelbare Einsicht in die wahre Natur der [[Wirklichkeit]] und des [[Selbst]]. In den [[hinduistisch]]en und [[buddhistisch]]en Traditionen wird jnana als höhere Erkenntnis verstanden, die illusionäres Unwissen ([[avidya]]) überwindet und zur Befreiung ([[moksha]], [[nirvana]]) führt.
 
Diese Erkenntnis ist oft untrennbar mit spiritueller Praxis verbunden — etwa durch [[Studium]] heiliger Schriften, [[Meditation]], philosophische [[Unterscheidung]] und die Führung eines moralisch-disziplinierten Lebens — und unterscheidet sich von reinem Gedächtnis- oder Faktenwissen durch ihre transformative, befreiende Wirkung. In verschiedenen Schulen wird jnana unterschiedlich betont: [https://www.yoga-vidya.de/ Advaita] betont die Erkenntnis der Einheit von [[Atman]] (individuellem Selbst) und [[Brahman]] (ultimative Wirklichkeit), während in buddhistischen Kontexten jnana Einsicht in Vergänglichkeit, Nicht-Selbst und Leid sein kann. Insgesamt steht jnana für ein tiefes, innerlich erfahrenes Verständnis, das das Leben und Handeln grundlegend verändert.
 
=Siehe auch=
* [[Vergänglichkeit]]
* [[Jnana Yoga]]


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Aktuelle Version vom 12. Januar 2026, 06:26 Uhr

jnanat

jnanat: (Sanskrit: jnānāt Abl. Sg. von jnana) = durch die Erkenntnis; aus Wissen

Der Sanskrit-Ausdruck „jnana“ (häufig auch „jnān“ transkribiert) bedeutet wörtlich „Wissen“ oder „Erkenntnis“, ist aber im indischen philosophischen und religiösen Kontext vielschichtiger: Er bezeichnet nicht nur intellektuelles Sachwissen, sondern vor allem direkte, unmittelbare Einsicht in die wahre Natur der Wirklichkeit und des Selbst. In den hinduistischen und buddhistischen Traditionen wird jnana als höhere Erkenntnis verstanden, die illusionäres Unwissen (avidya) überwindet und zur Befreiung (moksha, nirvana) führt.

Diese Erkenntnis ist oft untrennbar mit spiritueller Praxis verbunden — etwa durch Studium heiliger Schriften, Meditation, philosophische Unterscheidung und die Führung eines moralisch-disziplinierten Lebens — und unterscheidet sich von reinem Gedächtnis- oder Faktenwissen durch ihre transformative, befreiende Wirkung. In verschiedenen Schulen wird jnana unterschiedlich betont: Advaita betont die Erkenntnis der Einheit von Atman (individuellem Selbst) und Brahman (ultimative Wirklichkeit), während in buddhistischen Kontexten jnana Einsicht in Vergänglichkeit, Nicht-Selbst und Leid sein kann. Insgesamt steht jnana für ein tiefes, innerlich erfahrenes Verständnis, das das Leben und Handeln grundlegend verändert.

Siehe auch