Zartheit in der Massage

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Durch Zartheit in der Massage können Clienten anders angesprochen werden und auf andere bestimmte Problematiken eingegangen werden. Die Menschheit hat viele verschiedene Arten von Massagen entwickelt. Zartheit in der massage ist keine eigenständige Massagetechnik aber ein Element in vielen verschiedenen Massagen. Hier eine kurze Einführung.

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Zartheit in der Massage

Das ist ein Thema, das immer wieder konträr diskutiert wird. Soll man in der Massage Zartheit üben oder sollte man eher etwas intensiver massieren? Man kann sagen, es gibt die sanfteren Massagetechniken und es gibt die härteren Massagetechniken. Und z.B. die klassische westliche Massage, auch schwedische Massage genannt, ist durchaus etwas härter, da gehört es dazu, dass man Klienten auch etwas härter anpackt und dass kann auch mal zwischendurch ein bisschen mehr weh tun. Die Ayurveda Abhyanga Massage dagegen ist zarter, dort hat der Massagetherapeut größere Zartheit, sie ist sanfter. Abhyanga heißt ja eigentlich Einölung oder Salbung, bei Abhyanga ist das Öl wichtiger.

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Und dann gibt es aber auch andere Massagetechniken auch im Ayurveda, z.B. die Marma Massage, da kann man auch mal etwas fester draufdrücken. Und es gibt auch andere Massagetechniken im Ayurveda, wo durchaus fester geknetet wird. Und so gibt es unterschiedliche Massagen, es gibt sanftere Massagen und es gibt intensivere Massagen, beide haben etwas für sich. Man kann z.B. sagen, die zartere Massage nutzt so ein bisschen den Berührungs-Entspannungsreflex. Es gibt ja verschiedene angeborene Reflexe und ein Reflex besagt, wenn ein anderer einen freundlich berührt, dann entspannt der Körper. Das ist sowohl ein sofortiger Reflex als auch, es begünstigt die Ausschüttung von Glückshormonen, von Serotonin, aber auch von dem Kuschelhormon, wie es manchmal genannt wird, Oxytocyin, das wird ausgeschüttet, wenn man einen anderen sanft berührt.

Also, jemanden sanft berühren, sanft streichen, sanft streicheln, das hilft, dass der andere sich entspannt. Das allein kann entspannen, gerade wenn es in einer vertrauensvollen Atmosphäre geschieht. Natürlich muss man dann aufpassen, dass es nicht zügig ins Erotische hineingeht und das ist sicher ein Grund, weshalb es auch diese härteren Massagetechniken gibt, dann ist nicht so sehr dieses Zärtliche, Zarte, was ja oft in einer Partnerberührung der Fall ist. Trotzdem, wenn man dort ein bisschen aufpasst mit dem Berühren und dabei auch eine gewisse Distanz bewahrt, die zarten Massagetechniken haben ihren Platz und sind sehr entspannend.

Die härteren Massagetechniken beruhen zum Teil auf anderen Möglichkeiten. Man berührt Reflexpunkte, man spürt damit auch Muskelverspannungen auf, Gelosen auf, also Muskelverspannungen, die sich fester gesetzt haben, und kann diese durch feste Massagegriffe an der richtigen Stelle gut auflösen. Ich habe z.B. eine Frau, Satyadevi, die mich manchmal massiert und sie hat ein sehr gutes Einfühlungsvermögen, sie spürt genau, wo es irgendwo Gelosen gibt, die Muskelverspannung ein bisschen dicker ist, und sie macht dann ein paar Mal mit dem Daumen oder mit der Hand, das tut dann auch weh und danach merke ich, der Hubbel ist weg, der Muskel ist vollkommen entspannt. So habe ich auch am eigenen Leib spüren können, wie gut das tut.

Also, Zartheit in der Massage kann man machen, man kann auch härter massieren, manchen hilft es mehr, Zartheit in der Massage, manchen hilft es, etwas intensiver massiert zu werden. Das gibt es bei vielem, auch Fußmassage, die Padabhyanga ist sanft, die westliche Fußreflexzonenmassage, die ist etwas härter. Und da freut sich immer ein Massagetherapeut, wenn er irgendwo etwas fühlt, wo es dem Klienten wehtut, da weiß man, da ist eine etwas neuralgische Zone. Da ein bisschen hineingehen und wenn dann nachher es nicht mehr wehtut, weiß der Massagetherapeut: „Ja, da habe ich etwas erreicht, da wird jetzt Heilung eingeleitet werden.“

So ist es am Rücken, so ist es an den Füßen, so ist es am Gesäß, das sind also Regionen, wo du zarter massieren kannst oder auch etwas intensiver. Du kannst selbst entscheiden, was liegt dir mehr und was ist für deinen Klienten besser. Es gibt manche Massagetherapeuten, sie fühlen sich einfach wohler, wenn sie zarter massieren, darauf kannst du dich spezialisieren. Es gibt andere, die lieben es mehr, den Klienten etwas fester zu berühren und durchzukneten und zu walken oder zu drücken mit Daumen, dann kannst du das machen.

Gut wäre es, wenn du beides kannst und dann mit Einfühlungsvermögen schaust, was ist für deinen Klienten am heutigen Tag und in welcher Körperregion am besten. In jedem Fall ist es gut, eine Massage mit Zartheit zu beginnen, mit Zartheit zu beenden. Und oft ist es gut, dazwischen etwas intensiver zu kneten oder zu drücken.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

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