Yama Dipa Dana – abendliche Lichtgabe für den Schutz des Lebens

Aus Yogawiki

Yama Dipa Dana – abendliche Lichtgabe für den Schutz des Lebens ist eine kurze häusliche Lichtgabe, mit der eine Familie Yama, den Hüter des Dharma, um Bewahrung vor vorzeitigem Tod bittet. Sie findet am Abend der dunklen Trayodashi vor Diwali statt, nach der eigenen abendlichen Sandhya-Praxis, sofern diese zum persönlichen Tagesritual gehört. Die Lampe wird außerhalb des Hauses an der Südseite aufgestellt. Die hier verwendete Puja-Samuccaya-Fassung verlangt keine Priesterleitung: Eine Person richtet das Licht, spricht das Gebet und widmet die Gabe; Angehörige können still mitbeten.

Yama Dipa ist eine eigenständige Lichtdarbringung. Das Gebet stellt das endliche Leben unter den Schutz einer göttlichen Ordnung und kann helfen, Dankbarkeit für die gegenwärtige gemeinsame Zeit auszudrücken.

Eine Lichtgabe begleitet Bhakti und aufmerksames Beten.

Vorbereitung

Bestimme Dhantrayodashi mit dem örtlichen Panchanga. Je nach Monatszählung heißt der betreffende dunkle Monat Ashvina oder Kartika. Bereite eine Öllampe, einen Baumwolldocht, Sesamöl, Zündmittel und eine standfeste feuerfeste Unterlage vor. Hinzu kommen etwas Sandelpaste als Gandha, ungebrochener Reis als Akshata und eine frische Blüte. Die Duft-, Reis- und Blumengabe kommt an den Lampenfuß, nicht in die Flamme. Stelle die Lampe so auf, dass sie nicht umgestoßen werden kann.

Für diese kurze Fassung werden kein Speiseopfer und keine Wassergabe vorgeschrieben. Ein bereits vollzogenes persönliches Abendritual wird nicht ein zweites Mal begonnen.

Durchführung

1. Das Anliegen nennen
Nenne Ort und Festtag in eigenen Worten. Richte deine Aufmerksamkeit auf Yama und sprich den Sankalpa:

mamāpamṛtyuvināśārthaṃ yamadīpadānaṃ kariṣye |

Zur Abwendung eines vorzeitigen Todes werde ich die Lichtgabe an Yama vollziehen.

2. Die Lampe bereiten
Fülle Sesamöl ein, lege den Docht so ein, dass er Öl aufnehmen kann, und entzünde ihn. Bringe am Lampenfuß Sandelpaste, Reis und die Blüte dar. Stelle die brennende Lampe auf der vorbereiteten Unterlage außerhalb des Hauses an der Südseite auf.

3. Die Lichtgabe vollziehen
Wende dich dem Licht zu und sprich das vollständige Gebet einmal. Die Quelle nennt keine weitere Wiederholungszahl.

mṛtyunā pāśadaṇḍābhyāṃ kālena śyāmayā saha |
trayodaśyāṃ dīpadānāt sūryajaḥ prīyatāṃ mama ||

Möge der Sohn der Sonne, zusammen mit Mrityu, Schlinge und Stab, Kala und Shyama, durch meine Lichtgabe an Trayodashi erfreut sein.

4. Die Gabe widmen
Falte die Hände und beende die Darbringung:

anena dīpadānena śrīyamaḥ prīyatām |

Durch diese Lichtgabe möge der ehrwürdige Yama erfreut sein.

Lass das Licht unter Aufsicht brennen; beende es sicher, bevor der Ort unbeaufsichtigt bleibt. Die folgenden Handgriffe sind praktische Pflege: Räume nach dem Erkalten den Lampenplatz auf, entsorge Dochtreste sachgerecht und gib verwelkte Blüten zum Kompost.

Als persönliche Anregung kannst du nach dem Gebet einem Angehörigen bewusst Zeit schenken. Die Bitte um Bewahrung bekommt eine konkrete Gestalt, wenn Liebe heute ausgesprochen wird.

Rezitationen in IAST, Devanagari und deutscher Übersetzung

Entschluss
mamāpamṛtyuvināśārthaṃ yamadīpadānaṃ kariṣye |

ममापमृत्युविनाशार्थं यमदीपदानं करिष्ये ।

Zur Abwendung eines vorzeitigen Todes werde ich die Lichtgabe an Yama vollziehen.

Lichtgebet
mṛtyunā pāśadaṇḍābhyāṃ kālena śyāmayā saha |
trayodaśyāṃ dīpadānāt sūryajaḥ prīyatāṃ mama ||

मृत्युना पाशदण्डाभ्यां कालेन श्यामया सह ।
त्रयोदश्यां दीपदानात् सूर्यजः प्रीयतां मम ॥

Möge der Sohn der Sonne, zusammen mit Mrityu, Schlinge und Stab, Kala und Shyama, durch meine Lichtgabe an Trayodashi erfreut sein.

Widmung
anena dīpadānena śrīyamaḥ prīyatām |

अनेन दीपदानेन श्रीयमः प्रीयताम् ।

Durch diese Lichtgabe möge der ehrwürdige Yama erfreut sein.

Quellen und Vertiefung

Handlungen und Rezitationen folgen Puja Samuccaya, Abschnitt 63. V. D. N. Rao bestätigt den Festzusammenhang. Die Sanskritlesung śyāmayā wird aus dem Sanskrittext übernommen; Raos Umschrift weicht hier ab. Lampenpflege und die persönliche Anregung sind praktische Ergänzungen.

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