Shmashanakali Vidveshana mit einem Ritual zur Lösung von Eifersucht

Aus Yogawiki

Shmashanakali Vidveshana mit einem Ritual zur Lösung von Eifersucht verbindet das traditionelle Ritual mit einer eigenständigen spirituellen Alternative: Kali Ritual zur Lösung von Eifersucht und Vergeltungswünschen.

Shmashanakali erscheint in der Quelle als furchterregende Göttin. Die Alternative lädt dazu ein, Eifersucht und Verlustangst nicht gegen andere zu richten, sondern sie in der Verehrung Kalis ehrlich zu betrachten und schrittweise loszulassen.

Einleitung aus Yoga-Vidya-Sicht

Der Wunsch, zwei Menschen auseinanderzubringen, kann aus Eifersucht, verletztem Vertrauen oder wirklicher Sorge entstehen. Vidveshana bezeichnet traditionell das Stiften von Feindschaft. Aus der Sicht von Yoga verstärken Intrigen das Leid aller Beteiligten und schaffen neue karmische Verstrickung. Prüfe, was tatsächlich deine Aufgabe ist. Du darfst vor einer Gefahr warnen, eine Beziehung verlassen oder Grenzen ziehen. Dazu brauchst du keine Feindschaft zwischen anderen zu erzeugen.

Swami Sivananda verbindet Liebe mit dem Überwinden von Rache und übler Nachrede. Selbst wenn eine Trennung nötig ist, kann sie mit einem Wunsch nach Frieden verbunden werden. Vergebung muss nicht sofort gelingen und bedeutet keine Wiederaufnahme von Kontakt. Diese traditionellen Feindschaftsanwendungen werden bei Yoga Vidya nicht ausgeführt. Danach folgt jeweils ein Ritual für friedliche Entflechtung, Wahrhaftigkeit oder Versöhnung.

Das traditionelle Ritual

Angerufene Gottheit: Shmashanakali

Vorbereitung und Umfang
Überliefert sind Dhyana, Namensformel, eine Opferfolge und 10.000 Homa-Darbringungen. Die Tierverletzung und anschließende körperbezogene Übertragung werden nicht als praktische Anweisungen ausgearbeitet.

Mantra
oṃ namo bhagavati śmaśānakālike amukaṃ vidveṣaya vidveṣaya hana hana paca paca matha matha hūṃ phaṭ svāhā

Übersetzung und Bedeutung: Om. Verehrung, erhabene Shmashanakali. Mache [die benannte Person] feindselig, mache sie feindselig; schlage, schlage; koche beziehungsweise verbrenne, koche; zermalme, zermalme. Hūṃ, phaṭ, svāhā. Die heftigen Verben bleiben in der Übersetzung erkennbar.

Ritualabfolge

  1. Vergegenwärtige Shmashanakali dunkel beziehungsweise saphirfarben, dreiäugig und mit den Attributen ihrer furchterregenden Erscheinung.
  2. Die Formel richtet sich an die Göttin und enthält eine einfache Namensstelle. Ihre Verben fordern Feindseligkeit, Schlagen, Kochen beziehungsweise Verbrennen und Zermalmen.
  3. Der traditionelle Ablauf verbindet die Formel mit einem Opfergeschehen und einem Homa von 10.000 Darbringungen. Diese Zahl gehört zum Homa und wird nicht als zusätzlich überlieferte Japa-Zahl ausgegeben.
  4. Die Quelle lässt auf die Opferphase eine auf andere gerichtete Übertragung folgen. Die verletzenden Teile bleiben hier bei dieser knappen Beschreibung.
  5. Eine reine Rezitation des ausgeschriebenen Mantras ist deshalb kein vollständig ausgeführter historischer Homa. Die ursprüngliche Bedeutung bleibt erkennbar; die nachfolgende Alternative hat bewusst eine andere Absicht.

Spirituelle Alternative: Kali Ritual zur Lösung von Eifersucht und Vergeltungswünschen

Die folgende Andacht ist eine neu zusammengestellte Praxis im Sinne von Yoga Vidya. Dauer und Wiederholungszahlen sind Vorschläge für diese Fassung; sie ist keine festgelegte Yoga-Vidya-Liturgie.

Gottheit: Kali
Vorbereitung: Dauer etwa 20–25 Minuten. Kali-Bild, Blüte, zwei kleine Papierblätter, Stift, Schale und Mala. 108 Wiederholungen. Kein Verbrennen.

Mantra
oṃ śrīmahākālikāyai namaḥ

Bedeutung: Om. Verehrung der erhabenen großen Kali.

Zählweise: Eine Wiederholung umfasst die ganze ausgeschriebene Formel. Die unten beschriebene Folge umfasst insgesamt 108 Wiederholungen dieses Mantras.

1. Ankommen und Sankalpa
Richte den beschriebenen Platz her, wasche die Hände und nimm eine bequeme Haltung ein. Lass fünf Atemzüge ruhig kommen und gehen. Formuliere dann den Sankalpa:

„Ich will meinen Schmerz verstehen. Möge ich ihn nicht in Verletzung anderer verwandeln.“

2. Angst und hilfreiche Antwort aufschreiben
Schreibe auf das erste Blatt, was du befürchtest zu verlieren. Auf das zweite schreibe, was dir jetzt helfen würde: ein ehrliches Gespräch, Abstand, Unterstützung oder die Pflege einer eigenen Aufgabe.

3. 54 Wiederholungen
Lege die Blüte vor Kali und rezitiere das Kali-Mantra 54-mal. Nimm das Gefühl wahr, ohne es zum Auftrag für eine Handlung gegen andere zu machen.

4. Der Angst einen Platz geben
Falte das erste Blatt und lege es in die Schale. Sage: „Diese Angst ist in mir; ich muss ihr nicht jede Entscheidung überlassen.“

5. Weitere 54 Wiederholungen
Rezitiere weitere 54-mal. Halte das zweite Blatt bereit und richte die Aufmerksamkeit auf eine hilfreiche Antwort auf dein Bedürfnis.

6. Wohlwollen in der Stille
Übe fünf Minuten Meditation. Wünsche den beteiligten Menschen Freiheit von Täuschung und Leid, auch wenn du noch keine herzliche Nähe empfindest.

7. Sich dem Hilfreichen zuwenden
Verneige dich und wende dich noch einmal der hilfreichen Antwort zu, die auf dem zweiten Blatt steht.

8. Segensabschluss
Sprich zum Abschluss einmal: oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ
Bedeutung: Om. Frieden, Frieden, Frieden. Lass den Klang ausklingen. Nimm die Füße, Hände und den Raum wahr und kehre in Ruhe in den Alltag zurück.

Entsorge das erste Blatt später auf gewöhnliche Weise und bewahre das zweite als Handlungsorientierung auf. Räume die Schale weg.

Abschluss: Die Praxis ins Leben tragen

Eifersucht wird leichter, wenn du ihre Angst erkennst und zugleich deine Würde bewahrst. Unterlasse heute eine kontrollierende oder abwertende Handlung und tue stattdessen etwas, das dein eigenes Leben stärkt.

Quellen und Anregungen

Siehe auch

Seminare

Die Hinweise betreffen allgemeine spirituelle Praxis.

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