Nachtragen

Aus Yogawiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Nachtragen kann einen selbst am meisten belasten. Wenn man jemand anderem etwas nachträgt, dann trägt man die Last immer mit sich herum. Menschen machen Fehler. Menschen tun immer wieder das Falsche. Man kann aus dem Verhalten anderer lernen. Aber nachtragend zu sein hilft keinem etwas. Wenn man schlecht behandelt wird von jemandem, dann ist die beste Weise, das zu vergeben. Die zweitbeste Weise ist, sich sofort zu wehren und dann zu vergeben. Als drittes kann man etwas abwarten, um dann die Sache gerade zu rücken. Aber jemandem etwas lange nachzutragen, heißt diesem eine Macht über einen zu geben, die dieser nicht verdient. Schon die eigene Würde gebietet, dem anderen zu vergeben.

Menschen mögen nachtragend sein. Gott vergibt.

Gesetz des Karma und Nachtragen

Wer das Gesetz des Karma verstanden hat, der weiß, dass es unsinnig ist, jemandem etwas nachzutragen. Ein anderer kann einem nur das zufügen, was im eigenen Karma ist. Wir lernen durch Erfahrungen, auch unangenehme Erfahrungen. So sind andere letztlich diejenigen, die uns die Lernlektionen geben.

Umgang mit nachtragenden Zeitgenossen

Wenn du anderen etwas angetan hast, was diese dir nachtragen, dann kannst du folgende Dinge ausprobieren.

  • Bitte um Entschuldigung. Sage offen: Ich habe das und das gemacht. Das hat die und die Konsequenz gehabt. Es war falsch. Ich hätte das nicht tun dürfen. Es tut mir leid. Ich verspreche dir, das nicht mehr zu tun. Wenn es in meiner Macht steht, würde ich es gerne wieder korrigieren. Ich möchte dich um Entschuldigung bitten.
  • Ergänzende Möglichkeit: Was müsste ich tun, um den Schaden wieder gut zu machen? Was müsste ich tun, damit du mir das nicht mehr nachträgst?
  • Weitere Möglichkeit: Eine Weile warten. Oft heilt die Zeit alle Wunden.

Manchmal nutzt alles nichts. Auch darin liegt eine Lektion. Man muss manchmal auch mit Zeitgenossen leben, die einem etwas, was man tatsächlich oder vermeintlich getan hat, ein Leben lang nachtragen.

Siehe auch