Mathamma

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Shakti nach der Verehrung

Mathamma ist eine in Südindien verehrte Göttin, die als eine Form von Matangi betrachtet wird. Sie ist die besondere Göttin der Madiga Gemeinschaft. Mathamma ist auch eine Bezeichnung für der Göttin Mathama geweihte Mädchen und Frauen, die auch heute noch als Tempelprostituierte (Devadasi) ausgenutzt und gesellschaftlich ausgegrenzt werden.

Die Göttin Matangi

Matangi ist eine andere Form Mathammas. Die Göttin Mathamma wird von der Madiga Gemeinschaft verehrt. Alle anderen Kasten fürchten sie und beteiligen sich an ihrer Verehrung. Da Madigas jedoch sehr arm sind ist ihre Verehrung weniger aufwendig als die anderer Göttinnen. Sie wird durch einen kleinen Stein in einem kleinen Heiligtum repräsentiert. Ein Büffel wird für das Jatara (Stammesfest) vorbereitet. Das Steinbildnis wird gebadet und ein Schaf ein Büffel geopfert.

Die andere Form Mathammas ist die Göttin Matangi. Matangi ist eine Madigafrau, die vom Geist Mathammas besessen ist. In dieser dravidischen Anbetung ist sie ein interessanter Charakter. Die Wahl einer neuen Matangi ist ein wichtiges Ritual. Die Matangi hat diese Position ihr Leben lang inne und ihre Nachfolgerin wird erst nach ihrem Tod gewählt. Dazu bringt man alle ledigen Dorfmädchen vor Mathammas Schrein. Danach werden Lieder gesungen, Trommeln laut geschlagen und die Göttin wird aufgefordert, sich auf der Auserwählten niederzulassen. Sofort wird sich ein Mädchen wie vom Geist besessen aufführen, und man nimmt an, dass die Wahl auf sie gefallen ist.

Die neue Matangi muss durch andere Prüfungen gehen. Es scheint, dass sie geprüft wird, ob sie sich kontrollieren kann wenn die Besessenheit über sie kommt. Sie wird auf den heiligen Muggu neben Buttermilch gesetzt und vier weiter Buttermilchtöpfe werden um sie herum aufgestellt. Seile werden von den Töpfen zum Dach gespannt, ihr so nahe, dass sie die Buttermilch verschütten wird, wenn sie sich bewegt. Danach wird die Besessenheit herbeigerufen. Wenn das Mädchen erfolgreich ist, wird sie mit den Insignien ihrer Position ausgezeichnet, einem Korb, einem schlangenköpfigen Bambusstab, ein Bündel Margosablätter und ein Seil mit angehängten Cowriemuscheln.

Es gibt Variationen dieser Zeremonien. Wenn eine Frau sich abseits hält und merkwürdig benimmt, sagt man, dass sie besessen wird, und sie muss sich verschiedenen Tests unterziehen. Matangi wird hauptsächlich in dem Dorf Malinthapadu bei Cumbum im Kurnool District Andhra Pradeshs verehrt. Jede Matangi muss für die endgültige Einweihung hierher kommen. Die Matangi - oder die sie senden - muss eine Menge Geld aufwenden. Sie erhält viele Geschenke von den Leuten. Brahmanen führen die Initiation durch. Die Kandidatinnen werden vor der Göttin Ellamma, der ursprünglichen Form Mathammas, aufgestellt. Das Antlitz der Gottheit trägt heilige Symbole. Dann wird ein Büffel als Opfergabe für die Göttin getötet. Die Zeremonien gehen fünf Tage weiter, nachdem die Geister Ellammas vollständig auf die Matangis herabgekommen sind.

Mathamma und Tempelprostitution

Mathammas werden in ländlichen Gegenden Südindien auch Mädchen und Frauen genannt, die der Göttin Mathamma geweiht wurden, mitunter als "Tempeltänzerin" bzw. "Gottesdienerin" (Devadasi) bezeichnet werden, und früher oder später als Tempelprostitutierte höherkastigen Männern sexuell zur Verfügung stehen müssen. Es sind zumeist Mädchen, die aufgrund einer (unheilbaren) Krankheit zur Göttin Mathamma gebracht und dieser geweiht werden, falls sie die Krankheit überleben bzw. es zur Heilung kommt.

Innerhalb und außerhalb Indiens gibt es starke Bestrebungen, diesen Brauch, der mit einer allgemeinen Missachtung und Ausgrenzung dieser Mädchen und Frauen einhergeht, abzuschaffen.


Weblink

  • Kampagne gegen Tempelprostitution [1]


Siehe auch


Literatur

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