Himapandura

Himapandura (Sanskrit) = schneeweiß, ein mythologischer Elefant. Himapandura ist einer der vier Elefanten, von denen man glaubt, dass sie das östliche Viertel der Erde stützen.
„Himapandura“ setzt sich aus zwei Sanskrit-Wurzeln zusammen: „hima“ bedeutet Schnee, Frost oder Kühle, und „pandura“ heißt weißlich, hell, bleich oder elfenbeinfarben. Zusammen ergibt sich also sinngemäß etwas wie „schneeweiß“, „kühl-weiß“ oder „hell wie Schnee“. Der Ausdruck beschreibt damit vor allem eine Farbe, eine Reinheit oder eine sehr helle, fast leuchtende Erscheinung.
In einem spirituellen oder yogischen Zusammenhang kann so ein Begriff mehr sein als nur eine optische Beschreibung. Weiß und Kühle stehen in Indien oft für Reinheit, Klarheit, Sammlung und stille Kraft. In der hinduistischen Symbolwelt begegnet dir das etwa bei Licht, Asche, Mondenergie, heiligen Gewändern oder bei Bildern von göttlicher Reinheit. Im Yoga kann man „Himapandura“ sinnbildlich als Hinweis auf einen Zustand innerer Beruhigung verstehen: Der Geist wird still, kühl, klar und unaufgeregt. Das passt besonders zu meditativen Praktiken, bei denen es darum geht, die Hitze von Unruhe, Begierde oder Überreizung zu mindern.
Praktisch könnte das so aussehen: Du sitzt morgens ruhig, richtest die Aufmerksamkeit auf den Atem und stellst dir beim Einatmen vor, wie ein kühles, weißes Licht den Kopf und das Herz erfüllt. Mit dem Ausatmen lässt du innere Hitze, Stress und Gedankendruck los. So wird aus der Bedeutung von „Himapandura“ eine kleine Meditationspraxis für Klarheit und innere Reinigung.