Haushaber

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Haushaber ist in vielen Übersetzungen indischer Schriften eben die Übersetzung von jemand der im Berufs- und Familienleben steht

Haushaber - erläutert vom Yoga Standpunkt aus

Buddhistische Texte

Gerade in den Übersetzungen alter buddhistischer Texte wo etwas steht von jemand im Berufs- und Familienleben, im Palikanon auf Sanskrit als Garhasthya/Grehasthys, also jemand der im Berufs- und Familienleben steht wird gerne als Haushaber bezeichnet. In moderner Weise hat nicht jeder ein eigenes Haus, aber wenn du in buddhistischen Schriften oder auch in älteren Schriften von hinduistischen Schriften liest, von einem Haushaber, dann bedeutet das nicht der Eigentümer eines großen Hauses, sondern jemand der im Berufs- und Familienleben steht. Garhasthya ist ja der 2. der 4 Lebensstadien im Hinduismus und damit auch im Yoga Vedanta System sprechen wir von 4 Lebensstadien. Es gibt Brahmacharya, die Lernperiode, 2. Garhasthya, die Zeit des Haushabers, also die Zeit im Berufs- und Familienleben, als 3. Vanaprasthya wörtlich Leben im Wald, also das langsame zurückziehen, das Übergeben der Verantwortung an die neuen Grehasthys, also die neuen Haushaber und Haushaberinnen und wo man mehr ins Lehren hinein geht. Dann gibt es die 4. Periode Sannyasa, das Leben der Entsagung, wo man allem entsagt und nur noch zu Gott kommen will. Haushabertum wäre also das 2. Stadium. In diesem Sinne könnte man sagen wenn also von Haushaber die Rede ist, ist es jemand, der im 2. der 4 Ashramas, der 4 Lebensstadien steht.

Haushaber wird aber auch manchmal als Gegenpol zum Mönch/zur Nonne gesehen. Gerade der Buddha hat viele Lehrreden gehalten und manche Lehrreden richten sich an die Mönche/an die Nonnen, also man könnte sagen an seine Ordensmitglieder, an diejenigen die kein eigenes Haus haben, die entweder Wandermönche sind - und zu Buddhas Zeiten waren es zum größten Teil Wandermönche - und die nur in der Regenzeit irgendwo untergekommen sind oder in späteren Zeiten eben in einem Kloster gelebt haben oder auch in eigenen Vierteln in einer Stadt, wo es letztlich auch wieder klösterlich zugeht. Also manche der Lehrreden des Buddhas richten sich an seine monastischen Schüler und Schülerinnen, an Mönche und Nonnen und fängt auch oft an „Oh ihr Mönche“ in welchem die Nonnen mit eingeschlossen sind und dann gibt es andere Lehrreden die richten sich an die Menschen im Berufs- und Familienleben und die fangen an mit „Oh ihr Haushaber“ oder wenn er sagt „ein Haushaber hat dieses und jenes gemacht“.

Die meisten der spirituellen Lehren sind gleichmäßig anwendbarer auf Haushaber, also Menschen im Berufs- und Familienleben, wie auch solchen die in Ashrams leben, Mönche/Nonnen sind oder in größeren Gemeinschaften leben. Aber es gibt eben auch manche Regeln und manche Lehren die nur für bestimmte Gruppen sind. Im Buddhismus zum Beispiel gibt es eine gewisse Anzahl für Menschen die Nonnen und Mönche sind, also Menschen in diesen monastischen Leben und für jemand der Haushaber ist, Haushaberin, also Mann oder Frau im Berufs- und Familienleben gelten weniger strenge Regeln. Das ist hilfreich zu erkennen und egal ob du nun Haushaber/Haushaberin bist, im Sinne von jemanden im Berufs- und Familienleben oder ob du in Brahmacharyazeit bist als Student/Studentin, oder ob du in einem Ashram lebst ob als Mönch oder Nonne oder eben auch im Familienleben in einem Ashram, da verbindest du beides, ob du in der Rente bist oder ganz entsagt bist, Yoga und Spiritualität kann allen helfen.

Video Haushaber

Hier ein Vortragsvideo mit dem Thema Haushaber :

Autor/Sprecher/Kamera: Sukadev Bretz, Gründer von Yoga Vidya, Seminarleiter zu Yoga und Meditation.

Haushaber Audio Vortrag

Hier die Audiospur des oberen Videos zu Haushaber :

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Siehe auch

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