Go Puja – Kuh und Kalb ehren und versorgen

Aus Yogawiki

Go Puja – Kuh und Kalb ehren und versorgen verbindet Ehrfurcht vor der nährenden Kuh mit wirklicher Fürsorge: Kuh und Kalb werden begrüßt, geschmückt, mit Wasser und Licht geehrt und gefüttert. Diese Go Puja folgt der ausführlichen Smarta-Kompilation Puja Vidhanam, die im Körper der Kuh Gottheiten und heilige Wasserorte verehrt und Lakshmis 108 Namen aufnimmt. Eine Familie führt sie mit einer ritualkundigen Leitung und der vertrauten Betreuungsperson der Tiere an einem sauberen, ruhigen Platz im Stallhof oder an der Weide durch. Die gewählte Quelle bindet die Verehrung nicht an Gopashtami oder ein anderes Fest. Ihr moderner Vorsatz nennt ausdrücklich auch Tierschutz, Umweltschutz und ein gutes Zusammenleben.

Die Ehrung der Kuhmutter wird mit wirklicher Versorgung verbunden.

Vorbereitung

Kuh und Kalb bleiben zusammen; die gewohnte Versorgung der Tiere wird in die Feier eingebunden. Bereite tiergeeignetes frisches Futter und Trinkwasser vor. Für die Verehrung benötigst du Wassergefäß mit Löffel, Auffangschalen, Kurkuma für eine kleine Ganesha-Gestalt, Sandelpaste, Kumkum, ungebrochenen Reis, zahlreiche Blüten beziehungsweise Blütenblätter, Girlande, ein sauberes lockeres Schmucktuch, Horn- und Halsschmuck sowie ein sauberes Melkgefäß. Dazu kommen Glocke, Räucherduft mit Halter, mit Ghee (bzw. Pflanzenöl) gefüllte Lampe mit Docht, Kampfer mit feuerfester Schale, vegetarische Speise für Ganesha, Betelblatt und Betelnuss und eine Münze. Für dessen Madhuparka halte etwas Honig mit Joghurt und Ghee (bzw. Pflanzenöl) bereit; pflanzlicher Joghurt und Öl sind heutige Alternativen. Die Kuh erhält ihr geeignetes Futter, keine Betelnuss und keine ungewohnten Ritualspeisen. Die körperbezogenen Anrufungen werden betrachtend ausgeführt; das Handbuch verlangt an diesen Stellen keine Entnahme oder Anwendung von Ausscheidungen. Die weiter unten gekennzeichneten praktischen Anpassungen dienen einer ruhigen Feier am lebenden Tier.

Durchführung

1. Sich reinigen
Die leitende Person vollzieht Achamana: Zu jedem Namen einen kleinen Schluck Wasser aus der rechten Hand nehmen. Die hier ausgeschriebene Kurzform entspricht den allgemeinen SriMatham-Vorriten.

oṁ acyutāya namaḥ |
oṁ anantāya namaḥ |
oṁ govindāya namaḥ |

Verneigung vor Acyuta, dem Unvergänglichen, vor Ananta, dem Unendlichen, und vor Govinda.

2. Ruhig beginnen
Sitze bei der vorbereiteten Kurkuma-Gestalt Ganeshas, sammle dich und beruhige den Atem. Die Quelle verlangt hier Pranayama, ohne eine zusätzliche Atemformel vorzuschreiben.

śuklāmbaradharaṃ viṣṇuṃ śaśivarṇaṃ caturbhujam|
prasannavadanaṃ dhyāyet sarvavighnopaśāntaye||

Man betrachte den weißgewandeten Vishnu, mondhell, vierarmig und freundlich im Antlitz, damit alle Hindernisse zur Ruhe kommen.

3. Den Anfang anvertrauen
Berühre Wasser, nimm Blüten und Reiskörner in die Hand und sprich den Vorsatz der Vighneshvara Puja. Danach berühre erneut Wasser.

tadeva lagnaṃ sudinaṃ tadeva tārābalaṃ candrabalaṃ tadeva|
vidyābalaṃ daivabalaṃ tadeva lakṣmīpateraṅghriyugaṃ smarāmi||
mamopāttasamastaduritakṣayadvārā śrīparameśvaraprītyarthaṃ kariṣyamāṇasya karmaṇaḥ avighnena parisamāptyartham ādau vighneśvarapūjāṃ kariṣye|

Das ist die günstige Stunde, der gute Tag, die Kraft von Sternen und Mond, von Wissen und göttlicher Fügung: Ich gedenke der beiden Füße des Gemahls Lakshmis. Zur Tilgung meiner Verfehlungen und zur Freude des höchsten Herrn verehre ich zuerst Vighneshvara, damit das folgende Ritual ungehindert vollendet werde.

4. Ganesha anrufen
Lege eine Blüte an die Kurkuma-Gestalt. Die erste Anrufung ist ein vedischer Vers; die Akzente sind hier zugunsten der einheitlichen IAST-Lesefassung nicht abgebildet.

oṃ gaṇānāṃ tvā gaṇapatiṃ havāmahe kaviṃ kavīnāmupamaśravastamam|
jyeṣṭharājaṃ brahmaṇāṃ brahmaṇaspata ā naḥ śṛṇvannūtibhiḥ sīda sādanam||
agajānānapadmārkaṃ gajānanamaharniśam|
anekadaṃtaṃ bhaktānām ekadantamupāsmahe||
bhūrbhuvaḥ suvarom| asmin haridrābimbe sumukhaṃ mahāgaṇapatiṃ dhyāyāmi āvāhayāmi|

Wir rufen dich, Ganapati, Herrn der Scharen, Seher unter Sehern, von höchstem Ruhm, ältesten König des heiligen Wortes. Brahmanaspati, höre uns, komm mit deiner Hilfe und nimm Platz. Bei Tag und Nacht verehren wir den Elefantengesichtigen, die Sonne für das Lotusgesicht der Bergestochter, den einen Stoßzahn Tragenden, der seinen Verehrenden vieles gewährt. Erde, Zwischenraum, Himmel, Om. In dieser Kurkuma-Gestalt betrachte und begrüße ich den freundlichen Mahaganapati.

5.1. Sitz für Ganesha
Sitz: Reiskörner vor der Gestalt niederlegen.

oṃ mahāgaṇapataye namaḥ| āsanaṃ samarpayāmi|

Verneigung vor Mahaganapati. Ich biete den Sitz dar.

5.2. Fußwasser für Ganesha
Fußwasser in einer Schale symbolisch anbieten.

oṃ mahāgaṇapataye namaḥ| pādayoḥ pādyaṃ samarpayāmi|

Verneigung vor Mahaganapati. Ich biete Wasser für die Füße dar.

5.3. Ehrenwasser für Ganesha
Ehrenwasser symbolisch anbieten.

oṃ mahāgaṇapataye namaḥ| arghyaṃ samarpayāmi|

Verneigung vor Mahaganapati. Ich biete Ehrenwasser dar.

5.4. Wasser zum Nippen für Ganesha
Wasser zum Nippen anbieten.

oṃ mahāgaṇapataye namaḥ| ācamanīyaṃ samarpayāmi|

Verneigung vor Mahaganapati. Ich biete Wasser zum Nippen dar.

5.5. Süße Ehrenspeise für Ganesha
Ein kleines Schälchen Madhuparka bereitstellen.

oṃ mahāgaṇapataye namaḥ| madhuparkaṃ samarpayāmi|

Verneigung vor Mahaganapati. Ich biete die süße Ehrenspeise dar.

5.6. Bad und Wasser zum Nippen für Ganesha
Die Gestalt leicht besprengen; das Kurkuma-Bild nicht auflösen. Danach erneut Wasser zum Nippen anbieten.

oṃ mahāgaṇapataye namaḥ| śuddhodakasnānaṃ samarpayāmi| snānānantaramācamanīyaṃ samarpayāmi|

Verneigung vor Mahaganapati. Ich biete ein Bad mit reinem Wasser und danach Wasser zum Nippen dar.

5.7. Gewand, Schnur und Schmuck für Ganesha
Reiskörner für Gewand und heilige Schnur mit Schmuck darlegen.

oṃ mahāgaṇapataye namaḥ| vastrārthamakṣatān samarpayāmi| yajñopavītābharaṇārthe akṣatān samarpayāmi|

Verneigung vor Mahaganapati. Ich biete Reis als Gewand, als heilige Schnur und als Schmuck dar.

5.8. Duft und Farbgaben für Ganesha
Sandelpaste, Kurkuma und Kumkum auf einer kleinen Schale anbieten.

oṃ mahāgaṇapataye namaḥ| divyaparimalagandhān dhārayāmi| gandhasyopari haridrākuṅkumaṃ samarpayāmi|

Verneigung vor Mahaganapati. Ich biete heiligen Wohlgeruch und darauf Kurkuma und Kumkum dar.

5.9. Reis und Blüten für Ganesha
Reiskörner und Blütengirlande niederlegen.

oṃ mahāgaṇapataye namaḥ| akṣatān samarpayāmi| puṣpamālikāṃ samarpayāmi| puṣpaiḥ pūjayāmi|

Verneigung vor Mahaganapati. Ich biete Reiskörner und eine Blumengirlande dar; ich verehre mit Blumen.

6. Ganeshas Namen mit Blüten ehren
Lege bei jedem Namen der Archana eine Blüte oder ein Blütenblatt vor die Kurkuma-Gestalt.

sumukhāya namaḥ|
ekadantāya namaḥ|
kapilāya namaḥ|
gajakarṇakāya namaḥ|
lambodarāya namaḥ|
vikaṭāya namaḥ|
vighnarājāya namaḥ|
vināyakāya namaḥ|
dhūmaketave namaḥ|
gaṇādhyakṣāya namaḥ|
phālacandrāya namaḥ|
gajānanāya namaḥ|
vakratuṇḍāya namaḥ|
śūrpakarṇāya namaḥ|
herambāya namaḥ|
skandapūrvajāya namaḥ|
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ| nānāvidhaparimalapatrapuṣpāṇi samarpayāmi|

Verneigung dem Schöngesichtigen, Einzahnigen, Braungoldenen, Elefantenohrigen, Hängebäuchigen, Gewaltigen, Herrn der Hindernisse, Führer, Rauchbannerträger, Herrn der Scharen, dem mit dem Mond an der Stirn, Elefantengesichtigen, dem mit gebogenem Rüssel, den Ohren wie Worfeln, Heramba und dem älteren Bruder Skandas. Mahaganapati biete ich mannigfaltige duftende Blätter und Blüten dar.

7. Duft und Licht für Ganesha
Zeige Räucherduft; entzünde den Docht der Lampe und zeige ihr Licht.

oṃ mahāgaṇapataye namaḥ| dhūpamāghrāpayāmi|
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ| alaṅkāradīpaṃ sandarśayāmi|

Verneigung vor Mahaganapati: Ich lasse den Räucherduft aufsteigen und zeige das schmückende Licht.

8. Speise für Ganesha
Stelle die Speise vor Ganesha, besprenge sie leicht zur ersten Formel und umkreise das Schälchen mit wenigen Wassertropfen im Uhrzeigersinn zur zweiten. Biete Wasser, dann die sechs kleinen symbolischen Speiseportionen dar; die Gottheit wird dabei innerlich bewirtet. Danach biete Wasser zum Abschluss und Nippen an.

oṃ bhūrbhuvaḥ suvaḥ| satyaṃ tvartena pariṣiñcāmi|
amṛtopastaraṇamasi|
oṃ prāṇāya svāhā| oṃ apānāya svāhā| oṃ vyānāya svāhā|
oṃ udānāya svāhā| oṃ samānāya svāhā| oṃ brahmaṇe svāhā|
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ| naivedyaṃ nivedayāmi|
amṛtāpidhānamasi| nivedanānantaram ācamanīyaṃ samarpayāmi|

Om, Erde, Zwischenraum, Himmel. Die Wahrheit umgieße ich mit der kosmischen Ordnung. Du bist die Unterlage der Unsterblichkeit. Die Gaben gelten Prana, Apana, Vyana, Udana, Samana und Brahman. Mahaganapati, ich biete Speise dar. Du bist die Bedeckung der Unsterblichkeit. Nach der Speise biete ich Wasser zum Nippen dar.

9. Ganeshas Verehrung vollenden
Biete Betel an, zeige die Kampferflamme auf der feuerfesten Schale und biete nochmals Wasser an. Lege Blüten und eine Münze als Goldblüte dar, verneige dich und umschreite den Ganesha-Platz im Uhrzeigersinn. Schirm und Wedel werden in der Sammelformel innerlich angeboten.

oṃ mahāgaṇapataye namaḥ| tāmbūlaṃ samarpayāmi|
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ| karpūranīrājanaṃ darśayāmi| karpūranīrājanānantaramācamanīyaṃ samarpayāmi|
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ| mantrapuṣpaṃ samarpayāmi| svarṇapuṣpaṃ samarpayāmi|
abhīpsitārthasiddhyarthaṃ pūjito yaḥ surairapi|
sarvavighnacchide tasmai gaṇādhipataye namaḥ||
gajānanaṃ bhūtagaṇādisevitaṃ kapitthajambūphalasārabhakṣitam|
umāsutaṃ śokavināśakāraṇaṃ namāmi vighneśvarapādapaṅkajam||
anantakoṭipradakṣiṇanamaskārān samarpayāmi|
chattracāmarādisamastopacārān samarpayāmi|
vakratuṇḍamahākāya koṭisūryasamaprabha|
avighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā||
sumukhaścaikadantaśca kapilo gajakarṇakaḥ|
lambodaraśca vikaṭo vighnarājo gaṇādhipaḥ||
dhūmaketurgaṇādhyakṣo phālacandro gajānanaḥ|
vakratuṇḍaḥ śūrpakarṇo herambhaḥ skandapūrvajaḥ||
ṣoḍaśaitāni nāmāni yaḥ paṭhecchṛṇuyādapi|
vidyārambhe vivāhe ca praveśe nirgame tathā|
saṅgrāme sarvakāryeṣu vighnastasya na jāyate||
prārthanāḥ samarpayāmi|

Mahaganapati biete ich Betel, Kampferlicht, Wasser, Mantrablüte und Goldblüte dar. Verneigung dem Herrn der Scharen, den selbst die Götter zum Gelingen ihrer Wünsche verehren und der alle Hindernisse durchschneidet. Ich verneige mich vor den Lotusfüßen Vighneshvaras, elefantengesichtig, von Geisterscharen bedient, Fruchtfleisch von Kapittha und Jambu genießend, Sohn Umas und Tilger des Kummers. Unermessliche Umrundungen und Verneigungen sowie alle Dienste mit Schirm und Wedel seien dargebracht. Gebogener Rüssel, großer Leib, Glanz von Millionen Sonnen: Mache alle meine Handlungen stets frei von Hindernissen. Es folgen erneut die sechzehn Namen vom Schöngesichtigen bis zum älteren Bruder Skandas. Wer diese sechzehn Namen spricht oder hört, dem entstehen nach der Verheißung keine Hindernisse beim Lernen, bei Hochzeit, Eintritt, Weggehen, Kampf und allen Aufgaben. Ich biete meine Gebete dar.

10. Die Kuhverehrung beschließen
Sprich noch einmal den weißen Gottesbetrachtungsvers aus Schritt 2 und beruhige den Atem. Nenne anschließend Datum und Ort in deutscher Sprache. Die folgende Hauptabsicht übernimmt sämtliche Anliegen des modernen Handbuchs; die feste indische Kalender- und Ortsvorrede wird für die häusliche Anwendung durch die eigene verständliche Zeitansage ersetzt.

mamopāttasamastaduritakṣayadvārā śrīparameśvaraprītyarthaṃ asmākaṃ sahakuṭumbānāṃ kṣemasthairyadhairyavīryavijayāyurārogyaiśvaryābhivṛddhyarthaṃ dharmārthakāmamokṣacaturvidhaphalapuruṣārthasiddhyarthaṃ putrapautrābhivṛddhyartham iṣṭakāmyārthasiddhyarthaṃ mama ihajanmani pūrvajanmani janmāntare ca sampāditānāṃ jñānājñānakṛtamahāpātakacatuṣṭayavyatiriktānāṃ rahasyakṛtānāṃ prakāśakṛtānāṃ sarveṣāṃ pāpānāṃ sadya apanodanadvārā sakalapāpakṣayārtham|
asmin bhāratadeśe gosampadaḥ viśeṣataḥ bhāratīyagojātīnām abhivṛddhyartham|
janānāṃ goviṣaye śraddhābhaktiprāptyartham|
govadhanivṛttyarthaṃ tadviruddhaśāsananiyamasiddhyartham|
gavām anyeṣāṃ ca catuṣpadāṃ dvipadāṃ ca sarvavidhavyādhiparihāradvārā arogajīvanāvāptyartham|
gavāṃ samṛddhakṣīrapradattvārtham|
kāle kāle nikāmaṃ vṛṣṭiprāptyarthaṃ taddvārā dhānyānām anyeṣāṃ ca saprayojanānāṃ sasyānāṃ vṛkṣāṇāṃ ca abhivṛddhyartham|
janānāṃ parisarasya svacchatayā suṣṭhutayā paripālane śraddhāyāḥ udayārtham|
taddvārā pañcamahābhūtānāṃ pradūṣaṇaparihāradvārā pṛthivyāḥ tāpaśāntyartham|
bhagavataḥ gopālasya bhagavataḥ vṛṣabhadhvajasya ca anugraheṇa loke sarvatra sādhūnāṃ paritrāṇārthaṃ duṣkṛtāṃ ca sadbuddhiprāptyarthaṃ dharmasya abhyutthānārthaṃ jayārtham adharmasya glānyarthaṃ nāśārtham|
janānāṃ prāṇiṣu parasparaṃ ca sadbhāvanārthaṃ viśvasya kalyāṇārthaṃ gomātuḥ jayārtham|
janānāṃ sukhaśāntasamṛddhajīvanārtham|
yathāśaktidhyānāvāhanādiṣoḍaśopacāraiḥ savatsagomātṛpūjāṃ kariṣye| tadaṅgaṃ kalaśapūjāṃ ca kariṣye|

Zur Tilgung meiner Verfehlungen und zur Freude des höchsten Herrn, für Wohl, Beständigkeit, Mut, Kraft, Gelingen, Leben, Gesundheit und Versorgung der Familie, für Dharma, Artha, Kama und Moksha, für Kinder, Enkel und gute Wünsche, zur Tilgung wissentlich und unwissentlich, verborgen und offen begangener Verfehlungen dieses und früherer Leben, unter der im Text genannten Ausnahme der vier schweren Hauptvergehen: Ich vollziehe diese Verehrung. Sie gilt auch dem Gedeihen der Kühe, besonders indischer Rassen in Indien, dem Vertrauen und der Hingabe ihnen gegenüber, dem Ende der Kuhtötung und entsprechenden Schutzregeln, der Gesundheit von Kühen, anderen Vierbeinern und Zweibeinern, reichlicher Milch, rechtzeitigem Regen und dem Wachstum von Getreide, Nutzpflanzen und Bäumen. Sie gilt der Sorge für eine saubere Umwelt, dem Ende der Verschmutzung der fünf Elemente und der Beruhigung der Erderwärmung; durch Gopalas und Shivas Gnade dem Schutz der Guten, guter Einsicht der Fehlhandelnden, dem Erstarken des Dharma und dem Schwinden des Unrechten, freundlicher Gesinnung unter Menschen und gegenüber Tieren, dem Wohl der Welt, der Ehre der Kuhmutter und einem glücklichen, friedlichen, erfüllten Leben. Nach Kräften verehre ich die Kuhmutter mit Kalb durch Betrachtung, Anrufung und die sechzehn Dienste; dazu vollziehe ich die Gefäßverehrung.

11. Ganesha verabschieden
Versetze die temporäre Kurkuma-Gestalt ein wenig auf ihrer Unterlage; nimm eine dargebrachte Blüte als Prasad ehrfürchtig zum Kopf.

śrīvighneśvarāya namaḥ yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi| śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca|

Verneigung vor Vighneshvara. Ich lasse dich wieder an deinem eigenen Ort ruhen, für Heil, Wohlergehen und erneute Wiederkehr.

12. Sitz und Glocke ehren
Berühre zur Asana Puja deinen Sitz. Lasse danach zur Ghanta Puja die Glocke ruhig erklingen, ohne das Tier zu erschrecken.

pṛthivyā merupṛṣṭha ṛṣiḥ| sutalaṃ chandaḥ| kūrmo devatā||
pṛthvi tvayā dhṛtā lokā devi tvaṃ viṣṇunā dhṛtā|
tvaṃ ca dhāraya māṃ devi pavitraṃ cāsanaṃ kuru||
āgamārthaṃ tu devānāṃ gamanārthaṃ tu rakṣasām|
ghaṇṭāravaṃ karomyādau devatāhvānakāraṇam||

Für die Erde ist Meruprishtha der Seher, Sutala das Versmaß, Kurma die Gottheit. Erde, du trägst die Welten und wirst von Vishnu getragen: Trage auch mich und mache den Sitz rein. Damit die Götter kommen und störende Wesen gehen, lasse ich zu Beginn die Glocke als Anrufung der Gottheiten erklingen.

13. Das Gefäßwasser heiligen
Trage Sandelpaste auf das Wassergefäß auf, berühre es und sprich alle folgenden Anrufungen. Besprenge danach mit einer Blüte Geräte und dich selbst; die dreifache Weltenformel begleitet die Besprengung.

oṃ kalaśāya namaḥ divyagandhān dhārayāmi|
gaṅge ca yamune caiva godāvari sarasvati|
narmade sindhukāveri jale'smin sannidhiṃ kuru||
oṃ gaṅgāyai namaḥ| oṃ yamunāyai namaḥ| oṃ godāvaryai namaḥ| oṃ sarasvatyai namaḥ|
oṃ narmadāyai namaḥ| oṃ sindhave namaḥ| oṃ kāveryai namaḥ|
oṃ saptakoṭimahātīrthānyāvāhayāmi|
āpo vā idaṃ sarvaṃ viśvā bhūtānyāpaḥ prāṇā vā āpaḥ paśava āpo'nnamāpo'mṛtamāpaḥ samrāḍāpo virāḍāpaḥ svarāḍāpaśchandāṃsyāpo jyotīṃṣyāpo yajūṃṣyāpaḥ satyamāpaḥ sarvā devatā āpo bhūrbhuvaḥ suvarāpa om||
kalaśasya mukhe viṣṇuḥ kaṇṭhe rudraḥ samāśritaḥ|
mūle tatra sthito brahmā madhye mātṛgaṇāḥ smṛtāḥ||
kukṣau tu sāgarāḥ sarve saptadvīpā vasundharā|
ṛgvedo'tha yajurvedaḥ sāmavedo'pyatharvaṇaḥ|
aṅgaiśca sahitāḥ sarve kalaśāmbusamāśritāḥ||
sarve samudrāḥ saritaḥ tīrthāni ca hradā nadāḥ|
āyāntu viṣṇupūjārthaṃ duritakṣayakārakāḥ||
oṃ bhūrbhuvaḥ suvo bhūrbhuvaḥ suvo bhūrbhuvaḥ suvaḥ|

Dem Kalasha biete ich heiligen Duft dar. Ganga, Yamuna, Godavari, Sarasvati, Narmada, Sindhu und Kaveri mögen in diesem Wasser gegenwärtig sein; ihnen gilt die Verneigung. Ich rufe siebzig Millionen große heilige Wasserorte an. Alles ist Wasser: Wesen, Lebenskräfte, Tiere, Nahrung, Unsterblichkeit, Herrschaft, Größe und Eigenmacht; Versmaße, Lichter, Opferworte, Wahrheit und alle Gottheiten sind Wasser, Erde, Zwischenraum und Himmel sind Wasser, Om. An der Mündung des Gefäßes ist Vishnu, am Hals Rudra, am Grund Brahma, in der Mitte die Mütter. In seinem Inneren sind alle Meere, die Erde mit sieben Kontinenten, die vier Veden mit ihren Gliedern. Alle Meere, Flüsse, heiligen Orte und Seen mögen zur Verehrung Vishnus kommen und Verfehlungen tilgen. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel – dreimal.

14. Das eigene Selbst ehren
Bei der Atma Puja trage etwas Sandelpaste auf die Stirn auf. Sammle dich auf die sechs Selbstbezeichnungen; alle weiteren Dienste werden hier innerlich angeboten.

oṃ ātmane namaḥ divyagandhān dhārayāmi|
ātmane namaḥ| antarātmane namaḥ| yogātmane namaḥ| jīvātmane namaḥ| paramātmane namaḥ| jñānātmane namaḥ|
samastopacārān samarpayāmi|
deho devālayaḥ prokto jīvo devaḥ sanātanaḥ|
tyajedajñānanirmālyaṃ so'haṃ bhāvena pūjayet||

Verneigung dem Selbst; ich biete heiligen Duft dar. Verneigung dem Selbst, inneren Selbst, Yoga-Selbst, individuellen Selbst, höchsten Selbst und Erkenntnis-Selbst. Alle Dienste seien dargebracht. Der Körper gilt als Tempel, das Lebewesen als ewige göttliche Gegenwart. Die abgelegten Reste der Unwissenheit soll man loslassen und mit der Haltung „Ich bin das“ verehren.

15. Den heiligen Platz und die Lehrenden ehren
Lege bei der Pitha Puja je ein Blütenblatt an den vorbereiteten Verehrungsplatz vor Kuh und Kalb. Sprich anschließend die Guru-Betrachtung.

ādhāraśaktyai namaḥ|
mūlaprakṛtyai namaḥ|
ādikūrmāya namaḥ|
ādivarāhāya namaḥ|
anantāya namaḥ|
pṛthivyai namaḥ|
ratnamaṇḍapāya namaḥ|
ratnavedikāyai namaḥ|
svarṇastambhāya namaḥ|
śvetacchattrāya namaḥ|
kalpakavṛkṣāya namaḥ|
kṣīrasamudrāya namaḥ|
sitacāmarābhyāṃ namaḥ|
yogapīṭhāsanāya namaḥ|
gururbrahmā gururviṣṇurgururdevo maheśvaraḥ|
guruḥ sākṣāt paraṃ brahma tasmai śrīgurave namaḥ||

Verneigung der tragenden Kraft, Urnatur, Urschildkröte, dem ursprünglichen Eber, Ananta, der Erde, dem Edelsteinpavillon, der Edelsteinterrasse, goldenen Säule, dem weißen Schirm, Wunschbaum, Milchmeer, den zwei weißen Wedeln und dem heiligen Sitz. Der Guru ist Brahma, Vishnu und Maheshvara, unmittelbar das höchste Brahman; diesem verehrten Guru gilt meine Verneigung.

16. Die Kuhmutter mit Kalb begrüßen
Betrachte die Kuh mit ihrem Kalb, verneige dich und heiße sie als Gomata willkommen. Die tatsächliche Annäherung richtet sich nach dem ruhigen Verhalten des Tieres und der Anweisung der betreuenden Person.

namo gobhyaḥ śrīmatībhyaḥ saurabheyībhya eva ca|
namo brahmasutābhyaśca pavitrābhyo namo namaḥ||
gavām aṅgeṣu tiṣṭhanti bhuvanāni caturdaśa|
yasmāt tasmācchivaṃ me syādiha loke paratra ca||
gomātaraṃ dhyāyāmi|
āvāhayāmyahaṃ devīṃ gāṃ tvāṃ trailokyamātaram|
yasyāḥ smaraṇamātreṇa sarvapāpapraṇāśanam||
tvaṃ devī tvaṃ jaganmātā tvamevāsi vasundharā|
gāyatrī tvaṃ ca sāvitrī gaṅgā tvaṃ ca sarasvatī||
āgaccha devi kalyāṇi śubhāṃ pūjāṃ gṛhāṇa ca|
vatsena sahitāṃ tvāṃ vai devīmāvāhayāmyaham||
gomātaram āvāhayāmi|

Verneigung den glückverheißenden Kühen, Nachkommen Surabhis und Töchtern Brahmas, den Reinen. Weil in den Gliedern der Kühe die vierzehn Welten weilen, möge mir hier und jenseits Heil werden. Ich betrachte die Kuhmutter. Dich, göttliche Kuh, Mutter der drei Welten, rufe ich an; schon dein Gedenken gilt als Tilgung aller Verfehlung. Du bist Göttin, Weltmutter, Erde, Gayatri und Savitri, Ganga und Sarasvati. Komm, Heilvolle, nimm diese Verehrung an. Mit deinem Kalb rufe ich dich, Göttin, an.

Die 35 Körperzuordnungen
Betrachte die genannten Körperstellen und Substanzen, ohne empfindliche Stellen zu berühren oder Ausscheidungen bereitzustellen. Jede Anrufung wird durch eine Blüte am Verehrungsplatz begleitet. Der folgende Abschnitt ist eine Anga Puja innerhalb der gesamten Kuhverehrung.

17.1. Hornwurzeln
Betrachte: Hornwurzeln: Brahma und Vishnu.

śṛṅgamūlayoḥ brahmaviṣṇubhyāṃ namaḥ, brahmaviṣṇū āvāhayāmi|

Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Hornwurzeln: Brahma und Vishnu.

17.2. Hornspitzen
Betrachte: Hornspitzen: alle heiligen Orte.

śṛṅgāgre sarvatīrthebhyo namaḥ, sarvatīrthāni āvāhayāmi|

Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Hornspitzen: alle heiligen Orte.

17.3. Kopfmitte
Betrachte: Kopfmitte: Mahadeva.

śiromadhye mahādevāya namaḥ, mahādevam āvāhayāmi|

Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Kopfmitte: Mahadeva.

17.4. Stirn
Betrachte: Stirn: Gauri.

lalāṭāgre gauryai namaḥ, gaurīm āvāhayāmi|

Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Stirn: Gauri.

17.5. Nasenrücken
Betrachte: Nasenrücken: Shanmukha.

nāsāvaṃśe ṣaṇmukhāya namaḥ, ṣaṇmukham āvāhayāmi|

Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Nasenrücken: Shanmukha.

17.6. Nasenöffnungen
Betrachte: Nasenöffnungen: die Nagas Kambala und Ashvatara.

nāsāpuṭayoḥ kambalāśvatarābhyāṃ nāgābhyāṃ namaḥ, kambalāśvatarau nāgau āvāhayāmi|

Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Nasenöffnungen: die Nagas Kambala und Ashvatara.

17.7. Ohren
Betrachte: Ohren: die Ashvins.

karṇayoḥ aśvibhyāṃ namaḥ, aśvinau āvāhayāmi|

Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Ohren: die Ashvins.

17.8. Augen
Betrachte: Augen: Mond und Sonne.

netrayoḥ śaśibhāskarābhyāṃ namaḥ, śaśibhāskarau āvāhayāmi|

Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Augen: Mond und Sonne.

17.9. Zähne
Betrachte: Zähne: die Winde.

danteṣu vāyubhyo namaḥ, vāyūn āvāhayāmi|

Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Zähne: die Winde.

17.10. Zunge
Betrachte: Zunge: Varuna.

jihvāyāṃ varuṇāya namaḥ, varuṇam āvāhayāmi|

Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Zunge: Varuna.

17.11. Muhen
Betrachte: Muhen: Sarasvati.

huṅkāre sarasvatyai namaḥ, sarasvatīm āvāhayāmi|

Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Muhen: Sarasvati.

17.12. Wangen
Betrachte: Wangen: Monate und Monatshälften.

gaṇḍayoḥ māsapakṣābhyāṃ namaḥ, māsapakṣau āvāhayāmi|

Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Wangen: Monate und Monatshälften.

17.13. Lippen
Betrachte: Lippen: die beiden Dämmerungen.

oṣṭhayoḥ sandhyā-dvayāya namaḥ, sandhyādvayam āvāhayāmi|

Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Lippen: die beiden Dämmerungen.

17.14. Hals
Betrachte: Hals: Indra.

grīvāyām indrāya namaḥ, indram āvāhayāmi|

Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Hals: Indra.

17.15. Achselregion
Betrachte: Achselregion: die Rakshas.

kakṣadeśe rakṣobhyo namaḥ, rakṣāṃsi āvāhayāmi|

Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Achselregion: die Rakshas.

17.16. Brust
Betrachte: Brust: die Sadhyas.

urasi sādhyebhyo namaḥ, sādhyān āvāhayāmi|

Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Brust: die Sadhyas.

17.17. Unterschenkel
Betrachte: Unterschenkel: Dharma.

jaṅghāsu dharmāya namaḥ, dharmam āvāhayāmi|

Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Unterschenkel: Dharma.

17.18. Hufmitten
Betrachte: Hufmitten: Gandharvas.

khurāṇāṃ madhyeṣu gandharvebhyo namaḥ, gandharvān āvāhayāmi|

Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Hufmitten: Gandharvas.

17.19. vordere Hufspitzen
Betrachte: vordere Hufspitzen: Schlangenwesen.

khurāṇāṃ pūrvāgreṣu pannagebhyo namaḥ, pannagān āvāhayāmi|

Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: vordere Hufspitzen: Schlangenwesen.

17.20. hintere Hufränder
Betrachte: hintere Hufränder: Apsaras.

khurāṇāṃ paścimāgreṣu apsarobhyo namaḥ, apsarasa āvāhayāmi|

Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: hintere Hufränder: Apsaras.

17.21. Rücken
Betrachte: Rücken: die elf Rudras.

pṛṣṭhe ekādaśarudrebhyo namaḥ, ekādaśarudrān āvāhayāmi|

Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Rücken: die elf Rudras.

17.22. Gelenke
Betrachte: Gelenke: die acht Vasus.

sarvasandhiṣu aṣṭavasubhyo namaḥ, aṣṭavasūn āvāhayāmi|

Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Gelenke: die acht Vasus.

17.23. Hüftregion
Betrachte: Hüftregion: Ahnen.

śroṇītaṭe pitṛbhyo namaḥ, pitṝn āvāhayāmi|

Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Hüftregion: Ahnen.

17.24. Schwanz
Betrachte: Schwanz: Soma.

pucche somāya namaḥ, somam āvāhayāmi|

Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Schwanz: Soma.

17.25. untere Körperregion
Betrachte: untere Körperregion: die zwölf Adityas.

adhogātreṣu dvādaśādityebhyo namaḥ, dvādaśādityān āvāhayāmi|

Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: untere Körperregion: die zwölf Adityas.

17.26. Schwanzhaare
Betrachte: Schwanzhaare: Sonnenstrahlen.

vāleṣu sūryaraśmibhyo namaḥ, sūryaraśmīn āvāhayāmi|

Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Schwanzhaare: Sonnenstrahlen.

17.27. Urin
Betrachte: Urin: Ganga.

gomūtre gaṅgāyai namaḥ, gaṅgām āvāhayāmi|

Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Urin: Ganga.

17.28. Dung
Betrachte: Dung: Yamuna.

gomaye yamunāyai namaḥ, yamunām āvāhayāmi|

Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Dung: Yamuna.

17.29. Milch
Betrachte: Milch: Sarasvati.

kṣīre sarasvatyai namaḥ, sarasvatīm āvāhayāmi|

Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Milch: Sarasvati.

17.30. Joghurt
Betrachte: Joghurt: Narmada.

dadhani narmadāyai namaḥ, narmadām āvāhayāmi|

Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Joghurt: Narmada.

17.31. Ghee
Betrachte: Ghee: Feuer.

ghṛte vahnaye namaḥ, vahnim āvāhayāmi|

Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Ghee: Feuer.

17.32. Körperhaare
Betrachte: Körperhaare: dreiunddreißig Koti Gottheiten.

romasu trayastriṃśatkoṭidevebhyo namaḥ, trayastriṃśatkoṭidevān āvāhayāmi|

Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Körperhaare: dreiunddreißig Koti Gottheiten.

17.33. Bauch
Betrachte: Bauch: die Erde.

udare pṛthivyai namaḥ, pṛthivīm āvāhayāmi|

Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Bauch: die Erde.

17.34. Euter
Betrachte: Euter: die vier Meere.

staneṣu caturbhyaḥ sāgarebhyo namaḥ, caturaḥ sāgarān āvāhayāmi|

Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Euter: die vier Meere.

17.35. ganzer Körper
Betrachte: ganzer Körper: Kamadhenu.

sarvaśarīre kāmadhenave namaḥ, kāmadhenum āvāhayāmi|

Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: ganzer Körper: Kamadhenu.

18.1. Sitz für die Kuhmutter
Lege eine saubere Unterlage beziehungsweise etwas Reis am Verehrungsplatz nieder.

nānāratnasamāyuktaṃ kārtasvaravibhūṣitam|
āsanaṃ te mayā dattaṃ gṛhāṇa jagadambike||
gomātre namaḥ āsanaṃ samarpayāmi|

Weltmutter, nimm den von mir angebotenen, mit Edelsteinen und Gold geschmückten Sitz an. Verneigung der Kuhmutter; ich biete einen Sitz dar.

18.2. Fußwasser für die Kuhmutter
Gieße wenig Wasser vor den Hufen auf den Boden.

saurabheyi sarvahite pavitre pāpanāśini|
gṛhāṇa tvaṃ mayā dattaṃ pādyaṃ trailokyavandite||
gomātre namaḥ pādyaṃ samarpayāmi|

Tochter Surabhis, aller Wohl wirkend, rein und Verfehlung tilgend, in drei Welten Verehrte: Nimm dieses Fußwasser an. Verneigung der Kuhmutter; ich biete Fußwasser dar.

18.3. Ehrenwasser für die Kuhmutter
Biete Wasser in einem kleinen Gefäß an.

dehe sthitā'si rudrāṇi śaṅkarasya sadā priyā|
dhenurūpeṇa sā devī mama pāpaṃ vyapohatu||
gomātre namaḥ arghyaṃ samarpayāmi|

Rudrani, stets Shankaras Geliebte, du bist im Körper gegenwärtig. Diese Göttin in Kuhgestalt möge meine Verfehlung tilgen. Der Kuhmutter biete ich Ehrenwasser dar.

18.4. Trinkwasser für die Kuhmutter
Stelle frisches Trinkwasser in einem für die Kuh geeigneten Gefäß bereit.

yā lakṣmīḥ sarvabhūteṣu yā ca deveṣvavasthitā|
dhenurūpeṇa sā devī mama pāpaṃ vyapohatu||
gomātre namaḥ ācamanīyaṃ samarpayāmi|

Lakshmi, die in allen Wesen und in den Göttern gegenwärtig ist, möge als Göttin in Kuhgestalt meine Verfehlung tilgen. Ich biete der Kuhmutter Wasser zum Nippen dar.

18.5. Bad für die Kuhmutter
Benetze das Tier behutsam mit etwas angenehm temperiertem Wasser; ein Ganzkörperbad ist bei ungeeignetem Wetter nicht erforderlich. Biete anschließend wieder Trinkwasser an.

sarvadevamayi mātaḥ sarvadevanamaskṛte|
toyametat sukhasparśaṃ snānārthaṃ gṛhṇa dhenuke||
gomātre namaḥ snānaṃ samarpayāmi| snānottaram ācamanīyaṃ samarpayāmi|

Mutter, in der alle Gottheiten sind, von allen Gottheiten verehrt: Nimm dieses angenehm berührende Wasser zum Bad an. Ich biete der Kuhmutter ein Bad und danach Wasser zum Nippen dar.

18.6. Gewand für die Kuhmutter
Lege ein sauberes Schmucktuch locker auf den Rücken, wenn die betreuende Person und das Tier dies zulassen; sonst lege es vor der Kuh nieder.

ācchādanaṃ gave dadyāṃ samyak śuddhaṃ suśobhanam|
surabhirvastradānena prīyatāṃ parameśvarī||
gomātre namaḥ vastraṃ samarpayāmi|

Ich gebe der Kuh eine reine, schöne Bedeckung. Surabhi, die höchste Göttin, möge sich über die Gewandgabe freuen. Der Kuhmutter biete ich ein Gewand dar.

18.7. Duft und Reiskörner für die Kuhmutter
Biete Sandelpaste, Kurkuma, Kumkum und Reiskörner auf der Gabenschale an. Tierfreundliche äußere Anwendung nach Absprache; keine Stoffe in Augen oder Nüstern geben. Der Vers nennt Moschus, die hier verwendete Paste enthält als heutige vegetarische Praxisanpassung keinen tierischen Moschus.

sarvadevapriyaṃ devi candanaṃ candrasannibham|
kastūrīkuṅkumāḍhyaṃ ca sugandhaṃ pratigṛhyatām||
gomātre namaḥ divyaparimalagandhān dhārayāmi| gandhasyopari haridrākuṅkumaṃ samarpayāmi|
akṣatāśca suraśreṣṭhe kuṅkumāktāḥ suśobhitāḥ|
mayā niveditā bhaktyā gṛhāṇa parameśvari||
gomātre namaḥ akṣatān samarpayāmi|

Göttin, nimm das allen Göttern liebe, mondhelle, mit Moschus und Kumkum bereicherte duftende Sandelholz an. Ich biete Duft sowie Kurkuma und Kumkum dar. Höchste Göttin, nimm die mit Kumkum geschmückten Reiskörner an, die ich in Hingabe darbringe.

18.8. Schmuck und Melkgefäß für die Kuhmutter
Biete Horn- und Halsschmuck, das saubere Melkgefäß und gegebenenfalls weiteren Schmuck dar; die Gegenstände können neben dem Tier liegen.

gomātre namaḥ śṛṅgabhūṣaṇaṃ kaṇṭhabhūṣaṇaṃ dohanapātram anyacca yathāśakti alaṅkāradravyaṃ samarpayāmi|

Der Kuhmutter biete ich Hornschmuck, Halsschmuck, ein Melkgefäß und nach Kräften weitere Schmuckgegenstände dar.

18.9. Blumen für die Kuhmutter
Lege eine Blütengirlande vor die Kuh oder lasse sie durch ihre vertraute Betreuungsperson locker auflegen.

puṣpamālāṃ tathā jātīpāṭalīcampakāni ca|
puṣpāṇi gṛhṇa dheno tvaṃ sarvavighnapraṇāśini||
gomātre namaḥ puṣpamālāṃ samarpayāmi|

Kuh, Tilgerin aller Hindernisse, nimm Blumengirlande, Jasmin, Patali, Champaka und Blumen an. Ich biete der Kuhmutter die Girlande dar.

19. Lakshmi in der Kuhmutter betrachten
Vor den 108 Blütengaben wird Lakshmi betrachtet. Die Kuhverehrung nimmt in dieser Fassung ihre 108 Namen ausdrücklich auf.

vande padmakarāṃ prasannavadanāṃ saubhāgyadāṃ bhāgyadāṃ
hastābhyāmabhayapradāṃ maṇigaṇairnānāvidhairbhūṣitām|
bhaktābhīṣṭaphalapradāṃ hariharabrahmādibhiḥ sevitāṃ
pārśve paṅkajaśaṅkhapadmanidhibhiryuktāṃ sadā śaktibhiḥ||
sarasijanilaye sarojahaste dhavalatamāṃśukagandhamālyaśobhe|
bhagavati harivallabhe manojñe tribhuvanabhūtikari prasīda mahyam||

Ich verehre die Lotustragende, freundlich im Antlitz, Glück und gutes Geschick schenkend, mit beiden Händen Furchtlosigkeit gewährend, mit vielfältigen Edelsteinen geschmückt; die Wünsche der Verehrenden erfüllend, von Hari, Hara, Brahma und anderen bedient, mit den Schatzmächten des Lotus und der Muschel an ihrer Seite. Lotusbewohnerin, Lotushändige, strahlend in weißestem Gewand, Duft und Girlanden, Göttin, Geliebte Haris, lieblich und Wohlstand der drei Welten schenkend: Sei mir gnädig.

20.1. Lakshmis Namen 1–12
Lege bei jedem Namen ein Blütenblatt am Verehrungsplatz nieder.

prakṛtyai namaḥ
vikṛtyai namaḥ
vidyāyai namaḥ
sarvabhūtahitapradāyai namaḥ
śraddhāyai namaḥ
vibhūtyai namaḥ
surabhyai namaḥ
paramātmikāyai namaḥ
vāce namaḥ
padmālayāyai namaḥ
padmāyai namaḥ
śucaye namaḥ

Verneigung vor der Göttin als: Urnatur; Verwandlung; Wissen; Wohltäterin aller Wesen; Vertrauen; göttliche Fülle; Wohlriechende; höchstes Selbst; Sprache; Lotuswohnende; Lotus; Reine.

20.2. Lakshmis Namen 13–24
Lege bei jedem Namen ein Blütenblatt am Verehrungsplatz nieder.

svāhāyai namaḥ
svadhāyai namaḥ
sudhāyai namaḥ
dhanyāyai namaḥ
hiraṇmayyai namaḥ
lakṣmyai namaḥ
nityapuṣṭāyai namaḥ
vibhāvaryai namaḥ
adityai namaḥ
dityai namaḥ
dīptāyai namaḥ
vasudhāyai namaḥ

Verneigung vor der Göttin als: Svaha, Opferwort für die Götter; Svadha, Opferwort für die Ahnen; Nektar; Gesegnete; Goldene; Lakshmi; stets Genährte; Nachtleuchtende; Aditi; Diti; Strahlende; Erde und Gabenspenderin.

20.3. Lakshmis Namen 25–36
Lege bei jedem Namen ein Blütenblatt am Verehrungsplatz nieder.

vasudhāriṇyai namaḥ
kamalāyai namaḥ
kāntāyai namaḥ
kṣamāyai namaḥ
kṣīrodasambhavāyai namaḥ
anugrahapradāyai namaḥ
buddhaye namaḥ
anaghāyai namaḥ
harivallabhāyai namaḥ
aśokāyai namaḥ
amṛtāyai namaḥ
dīptāyai namaḥ

Verneigung vor der Göttin als: Trägerin der Erde; Lotusgöttin; Geliebte; Geduld; aus dem Milchmeer Entstandene; Gnadenschenkende; Einsicht; Makellose; Geliebte Haris; Leidfreie; Unsterbliche; Leuchtende.

20.4. Lakshmis Namen 37–48
Lege bei jedem Namen ein Blütenblatt am Verehrungsplatz nieder.

lokaśokavināśinyai namaḥ
dharmanilayāyai namaḥ
karuṇāyai namaḥ
lokamātre namaḥ
padmapriyāyai namaḥ
padmahastāyai namaḥ
padmākṣyai namaḥ
padmasundaryai namaḥ
padmodbhavāyai namaḥ
padmamukhyai namaḥ
padmanābhapriyāyai namaḥ
ramāyai namaḥ

Verneigung vor der Göttin als: Tilgerin des Weltenleids; Wohnung des Dharma; Mitgefühl; Weltmutter; Lotusliebende; Lotushändige; Lotusäugige; Lotusschöne; Lotusgeborene; Lotusgesichtige; Geliebte Padmanabhas; Rama, Freude.

20.5. Lakshmis Namen 49–60
Lege bei jedem Namen ein Blütenblatt am Verehrungsplatz nieder.

padmamālādharāyai namaḥ
devyai namaḥ
padminyai namaḥ
padmagandhinyai namaḥ
puṇyagandhāyai namaḥ
suprasannāyai namaḥ
prasādābhimukhyai namaḥ
prabhāyai namaḥ
candravadanāyai namaḥ
candrāyai namaḥ
candrasahodaryai namaḥ
caturbhujāyai namaḥ

Verneigung vor der Göttin als: Lotusgirlandenträgerin; Göttin; Lotusreiche; Lotusduftende; heilig Duftende; überaus Freundliche; zur Gnade Gewandte; Glanz; Mondgesichtige; Mondhelle; Schwester des Mondes; Vierarmige.

20.6. Lakshmis Namen 61–72
Lege bei jedem Namen ein Blütenblatt am Verehrungsplatz nieder.

candrarūpāyai namaḥ
indirāyai namaḥ
induśītalāyai namaḥ
āhlādajananyai namaḥ
puṣṭyai namaḥ
śivāyai namaḥ
śivakaryai namaḥ
satyai namaḥ
vimalāyai namaḥ
viśvajananyai namaḥ
tuṣṭyai namaḥ
dāridryanāśinyai namaḥ

Verneigung vor der Göttin als: Mondgestaltige; Indira; mondkühle Göttin; Freude Erzeugende; Nahrung und Gedeihen; Heilvolle; Heil Bewirkende; Wahre; Fleckenlose; Mutter des Alls; Zufriedenheit; Armut Vernichtende.

20.7. Lakshmis Namen 73–84
Lege bei jedem Namen ein Blütenblatt am Verehrungsplatz nieder.

prītipuṣkariṇyai namaḥ
śāntāyai namaḥ
śuklamālyāmbarāyai namaḥ
śriyai namaḥ
bhāskaryai namaḥ
bilvanilayāyai namaḥ
varārohāyai namaḥ
yaśasvinyai namaḥ
vasundharāyai namaḥ
udārāṅgāyai namaḥ
hariṇyai namaḥ
hemamālinyai namaḥ

Verneigung vor der Göttin als: Teich der Liebe; Friedvolle; mit weißen Girlanden und Gewändern; Shri, Glück und Glanz; Sonnenleuchtende; im Bilva Wohnende; Schöngestaltige; Ruhmreiche; Erde; Edle von Gestalt; Hirschähnliche; Goldgirlandenträgerin.

20.8. Lakshmis Namen 85–96
Lege bei jedem Namen ein Blütenblatt am Verehrungsplatz nieder.

dhanadhānyakaryai namaḥ
siddhyai namaḥ
straiṇasaumyāyai namaḥ
śubhapradāyai namaḥ
nṛpaveśmagatānandāyai namaḥ
varalakṣmyai namaḥ
vasupradāyai namaḥ
śubhāyai namaḥ
hiraṇyaprākārāyai namaḥ
samudratanayāyai namaḥ
jayāyai namaḥ
maṅgalāyai devyai namaḥ

Verneigung vor der Göttin als: Spenderin von Reichtum und Getreide; Vollendung; Frauen freundlich Zugewandte; Glücksbringende; Freude in Königshäusern; Segen spendende Lakshmi; Reichtum Gebende; Gute; von goldenem Wall Umgebene; Tochter des Meeres; Siegreiche; heilvolle Göttin.

20.9. Lakshmis Namen 97–108
Lege bei jedem Namen ein Blütenblatt am Verehrungsplatz nieder.

viṣṇuvakṣaḥsthalasthitāyai namaḥ
viṣṇupatnyai namaḥ
prasannākṣyai namaḥ
nārāyaṇasamāśritāyai namaḥ
dāridryadhvaṃsinyai namaḥ
devyai namaḥ
sarvopadravahāriṇyai namaḥ
navadurgāyai namaḥ
mahākālyai namaḥ
brahmaviṣṇuśivātmikāyai namaḥ
trikālajñānasampannāyai namaḥ
bhuvaneśvaryai namaḥ

Verneigung vor der Göttin als: auf Vishnus Brust Wohnende; Gemahlin Vishnus; Freundlichäugige; bei Narayana Zuflucht Findende; Vernichterin der Armut; Göttin; alle Bedrängnisse Hinwegnehmende; neunfache Durga; Mahakali; Brahma, Vishnu und Shiva in sich Tragende; mit Erkenntnis der drei Zeiten Begabte; Herrin der Welten.

21. Duft und Licht darbringen
Biete die übrigen Blätter und Blüten der Kuhmutter an. Zeige dann Räucherduft und die Lampe aus einiger Entfernung zum Tier; Rauch und Hitze bleiben vom Kopf des Tieres fern. Der Duftvers nennt Kuhghee; Pflanzenöl im heutigen Räucher- oder Lampengebrauch ist als praktische Alternative davon zu unterscheiden.

gomātre namaḥ nānāvidhaparimalapatrapuṣpāṇi samarpayāmi|
devadrumarasodbhūtaṃ goghṛtena samanvitam|
prayacchāmi mahābhāge dhūpo'yaṃ pratigṛhyatām||
gomātre namaḥ dhūpam āghrāpayāmi|
ānandadaḥ surāṇāṃ ca lokānāṃ sarvadā priyaḥ|
gaustvaṃ pāhi jaganmātaḥ dīpo'yaṃ pratigṛhyatām||
gomātre namaḥ dīpaṃ darśayāmi|

Der Kuhmutter biete ich duftende Blätter und Blüten dar. Aus dem Harz göttlicher Bäume entstanden und mit Kuhghee verbunden, wird dieser Duft dir angeboten; Hochgesegnete, nimm ihn an. Ich lasse Duft aufsteigen. Das Licht gibt den Göttern Freude und ist den Welten stets lieb. Weltmutter in Kuhgestalt, behüte uns und nimm dieses Licht an.

22. Futter und Trinkwasser geben
Biete geeignetes frisches Kuhfutter dar und lasse Kuh und Kalb ruhig fressen. Danach stelle Trinkwasser bereit. Die Menge und Futterart bestimmt die vertraute Betreuungsperson; die Gabe ist wirklich für die Tiere bestimmt.

surabhirvaiṣṇavī mātā nityaṃ viṣṇupade sthitā|
grāsaṃ gṛhṇātu sā dhenuryā'sti trailokyavāsinī||
gomātre namaḥ naivedyaṃ nivedayāmi|
gogrāsaṃ samarpayāmi| nivedanānantaram ācamanīyaṃ samarpayāmi|

Surabhi, die Vishnu zugehörige Mutter, stets an Vishnus Füßen weilend: Diese Kuh, die in den drei Welten wohnt, möge den Bissen annehmen. Der Kuhmutter biete ich Nahrung, einen Futterbissen und danach Wasser zum Nippen dar.

23. Licht, Blüten und Umrundung
Zeige die Kampferflamme in der feuerfesten Schale aus sicherer Entfernung als Nirajana. Lege Blüten zum Pushpanjali nieder. Gehe anschließend mit ausreichendem Abstand im Uhrzeigersinn um Kuh und Kalb; das Tier bleibt rechts. Die Quelle schreibt hier keine feste Umrundungszahl vor.

nīrājanaṃ gṛhāṇedaṃ karpūraiḥ kalitaṃ mayā|
kāmadhenusamudbhūte sarvābhīṣṭaphalaprade||
gomātre namaḥ nīrājanaṃ darśayāmi|
gobhyo yajñāḥ pravartante gobhyo devāḥ samutthitāḥ|
gobhyo vedāḥ samutkīrṇāḥ saṣaḍaṅgapadakramāḥ||
gomātre namaḥ puṣpāñjaliṃ samarpayāmi|
yāni kāni ca pāpāni janmāntarakṛtāni ca|
tāni nāśaya dheno tvaṃ pradakṣiṇapade pade||

Aus Kamadhenu Hervorgegangene, alle guten Wünsche Erfüllende, nimm das von mir bereitete Kampferlicht an. Der Kuhmutter zeige ich Licht. Aus den Kühen entfalten sich Opfer, aus ihnen sind die Götter hervorgegangen, aus ihnen die Veden mit sechs Hilfswissenschaften und den Rezitationsweisen. Ich biete die Blütenverehrung dar. Kuh, tilge bei jedem Schritt der Umrundung alle Verfehlungen, auch die früherer Leben.

24. Die Gomati Vidya rezitieren
Sprich die vollständige im Puja-Kapitel enthaltene Gomati Vidya aus dem Vishnudharmottara Purana. Während die Tiere in Ruhe fressen können, verweilen die Menschen gesammelt. Die Bilder von Milch und Ghee werden als traditionelle Würdigung der Kuh im Opfer- und Ernährungsleben übersetzt.

gāvaḥ surabhayo nityaṃ gāvo guggulugandhikāḥ|
gāvaḥ pratiṣṭhā bhūtānāṃ gāvaḥ svastyayanaṃ mahat||
annameva paraṃ gāvo devānāṃ haviruttamam|
pāvanaṃ sarvabhūtānāṃ kṣaranti ca vahanti ca||
haviṣā mantrapūtena tarpayantyamarān divi|
ṛṣīṇām agnihotreṣu gāvo home pratiṣṭhitāḥ||
sarveṣāmeva bhūtānāṃ gāvaḥ śaraṇamuttamam|
gāvaḥ pavitraṃ paramaṃ gāvo maṅgalamuttamam|
gāvaḥ svargasya sopānaṃ gāvo dhanyāḥ sanātanāḥ||
namo gobhyaḥ śrīmatībhyaḥ saurabheyībhya eva ca|
namo brahmasutābhyaśca pavitrābhyo namo namaḥ||
brāhmaṇāścaiva gāvaśca kulamekaṃ dvidhā sthitam|
ekatra mantrāstiṣṭhanti havirekatra tiṣṭhati||
devabrāhmaṇagosādhusādhvībhiḥ sakalaṃ jagat|
dhāryate vai sadā tasmāt sarve pūjyatamāḥ sadā||
yatra tīrthe sadā gāvaḥ pibanti tṛṣitā jalam|
uttaranti pathā yena sthitā tatra sarasvatī||
gavāṃ hi tīrthe vasatīha gaṅgā
puṣṭistathā tadrajasi pravṛddhā|
lakṣmīḥ karīṣe praṇatau ca dharmaḥ
tāsāṃ praṇāmaṃ satataṃ ca kuryāt||

Die Kühe sind stets wohlriechend, duften wie Guggulu, tragen die Wesen und sind ein großer Weg zum Wohl. Sie sind höchste Nahrung und vorzügliche Opfergabe für die Götter; Reinigendes für alle Wesen lassen sie fließen und tragen es. Mit durch Mantras geheiligten Gaben erquicken sie die Unsterblichen im Himmel; in den Feuerdiensten der Seher haben Kühe ihren Platz. Sie sind vorzügliche Zuflucht aller Wesen, höchste Reinigung und größtes Heil, Stufen zum Himmel, gesegnet und von alters her verehrt. Verneigung den glückverheißenden Kühen, Nachkommen Surabhis, Töchtern Brahmas, den Reinen. Brahmanen und Kühe sind wie eine Familie in zwei Formen: Bei den einen wohnen die Mantras, bei den anderen die Opfergaben. Götter, Brahmanen, Kühe, gute Männer und Frauen tragen stets die Welt; deshalb sind sie hoch zu ehren. Wo durstige Kühe Wasser trinken und auf welchem Weg sie hinaufsteigen, dort ist Sarasvati. An ihrer Wasserstelle wohnt Ganga, im aufgewirbelten Staub wächst Gedeihen, im Dung wohnt Lakshmi, in der Verneigung Dharma: Deshalb soll man sich stets vor ihnen verneigen.

25. Verbundenheit mit den Kühen ausdrücken
Sprich die ergänzenden sieben Gebetsstrophen der Quelle. Der siebte Vers beschreibt die Frucht des morgendlichen oder abendlichen Rezitierens; er verlangt hier keine zusätzliche, unbestimmte Wiederholungszahl.

gāvo mām upatiṣṭhantu hemaśṛṅgyaḥ payomucaḥ|
surabhyaḥ saurabheyyaśca saritaḥ sāgaraṃ yathā||
gā vai paśyānyahaṃ nityaṃ gāvaḥ paśyantu māṃ sadā|
gāvo'smākaṃ vayaṃ tāsāṃ yato gāvastato vayam||
evaṃ rātrau divā vā'pi sameṣu viṣameṣu ca|
bhayeṣu ca naro nityaṃ kīrtayan mucyate bhayāt||
ghṛtakṣīrapradā gāvo ghṛtayonyo ghṛtodbhavāḥ|
ghṛtanadyo ghṛtāvartāstā me santu sadā gṛhe||
ghṛtaṃ me hṛdaye nityaṃ ghṛtaṃ nābhyāṃ pratiṣṭhitam|
ghṛtaṃ me sarvataścaiva ghṛtaṃ me manasi sthitam||
gāvo mamāgrataḥ santu gāvo me santu pṛṣṭhataḥ|
gāvo me hṛdaye santu gavāṃ madhye vasāmyaham||
ityācamya japan prātaḥ sāyaṃ vā puruṣastathā|
yad rātryā kurute pāpaṃ tad rātryā pratimucyate|
yad ahnā kurute pāpaṃ tad ahnā pratimucyate||
gomātre namaḥ prārthanāḥ samarpayāmi|

Mögen die goldhörnigen, Milch spendenden Kühe, die wohlriechenden Töchter Surabhis, zu mir kommen wie Flüsse zum Meer. Möge ich täglich Kühe sehen und mögen sie stets mich sehen. Sie gehören zu uns und wir zu ihnen; wo die Kühe sind, dort sind wir. Wer dies nachts oder tags, in ebenen und schwierigen Lagen und bei Furcht stets lobpreisend spricht, wird nach der Verheißung von Furcht frei. Die Milch und Ghee gebenden Kühe, Ursprung und Quelle des Ghee, Ströme und Wirbel des Ghee, seien stets bei meinem Haus. Ghee sei stets in meinem Herzen, in meinem Nabel, rings um mich und in meinem Geist. Kühe seien vor und hinter mir, Kühe seien in meinem Herzen; inmitten der Kühe wohne ich. Wer nach dem Reinigungsnippen morgens oder abends so rezitiert, wird nach der Verheißung von den Verfehlungen der Nacht beziehungsweise des Tages frei. Der Kuhmutter biete ich die Gebete dar.

26. Die Verehrung widmen
Verneige dich zum Samarpana. Entferne danach Schmuck und Tuch wieder, soweit die Betreuungsperson es wünscht, und lasse Kuh und Kalb ruhig beieinander.

kāyena vācā manasendriyairvā
buddhyātmanā vā prakṛteḥ svabhāvāt|
karomi yadyat sakalaṃ parasmai
nārāyaṇāyeti samarpayāmi||
anena pūjanena gomātā prīyatām|
oṃ tat sad brahmārpaṇamastu|

Was immer ich mit Körper, Sprache, Geist, Sinnen, Verstand oder Selbst, aus meiner natürlichen Beschaffenheit tue, all das widme ich dem höchsten Narayana. Durch diese Verehrung möge die Kuhmutter erfreut sein. Om, dies ist die Wahrheit; es sei Brahman dargebracht.

27. Die Hindi-Schlussrufe
Die Quelle beschließt die Feier mit Karpatri Swami zugeschriebenen Rufen. Sie sind Hindi, keine Sanskrit-Mantras. Sprich die folgenden Rufe gemeinsam; die vollständige Bedeutung steht darunter.

dharma kī jaya ho! adharma kā nāśa ho! prāṇiyoṁ meṁ sadbhāvanā ho!
viśva kā kalyāṇa ho! gau hatyā banda ho! gau mātā kī jaya ho!

Der Dharma siege! Das Unrechte gehe zugrunde! Unter den Lebewesen sei freundliche Gesinnung! Der Welt sei Wohlergehen! Die Tötung von Kühen höre auf! Ehre der Kuhmutter!

Bleibe zum Schluss bei der konkreten Dankbarkeit: sauberes Wasser, geeignetes Futter, Ruhe und verlässliche Betreuung sind die unmittelbare Fortsetzung dieser Verehrung. Ganeshas Speisegabe kann als Prasad geteilt werden. Ritualwasser kommt an Pflanzen; Blüten und Tücher werden so entfernt, dass die Tiere nichts Ungeeignetes aufnehmen. Der Quellenanhang begründet die Körperzuordnungen mit Versen aus Hemadri und dem Bhavishya-Purana; er ist Erläuterung und wird nicht als zusätzlich vorgeschriebene Rezitation angehängt.

Rezitationen in drei Fassungen

1. Sich reinigen
IAST
oṁ acyutāya namaḥ |
oṁ anantāya namaḥ |
oṁ govindāya namaḥ |

Devanagari
ओं अच्युताय नमः ।
ओं अनन्ताय नमः ।
ओं गोविन्दाय नमः ।

Deutsch
Verneigung vor Acyuta, dem Unvergänglichen, vor Ananta, dem Unendlichen, und vor Govinda.

2. Ruhig beginnen
IAST
śuklāmbaradharaṃ viṣṇuṃ śaśivarṇaṃ caturbhujam|
prasannavadanaṃ dhyāyet sarvavighnopaśāntaye||

Devanagari
शुक्लाम्बरधरं विष्णुं शशिवर्णं चतुर्भुजम्।
प्रसन्नवदनं ध्यायेत् सर्वविघ्नोपशान्तये॥

Deutsch
Man betrachte den weißgewandeten Vishnu, mondhell, vierarmig und freundlich im Antlitz, damit alle Hindernisse zur Ruhe kommen.

3. Den Anfang anvertrauen
IAST
tadeva lagnaṃ sudinaṃ tadeva tārābalaṃ candrabalaṃ tadeva|
vidyābalaṃ daivabalaṃ tadeva lakṣmīpateraṅghriyugaṃ smarāmi||
mamopāttasamastaduritakṣayadvārā śrīparameśvaraprītyarthaṃ kariṣyamāṇasya karmaṇaḥ avighnena parisamāptyartham ādau vighneśvarapūjāṃ kariṣye|

Devanagari
तदेव लग्नं सुदिनं तदेव ताराबलं चन्द्रबलं तदेव।
विद्याबलं दैवबलं तदेव लक्ष्मीपतेरङ्घ्रियुगं स्मरामि॥
ममोपात्तसमस्तदुरितक्षयद्वारा श्रीपरमेश्वरप्रीत्यर्थं करिष्यमाणस्य कर्मणः अविघ्नेन परिसमाप्त्यर्थम् आदौ विघ्नेश्वरपूजां करिष्ये।

Deutsch
Das ist die günstige Stunde, der gute Tag, die Kraft von Sternen und Mond, von Wissen und göttlicher Fügung: Ich gedenke der beiden Füße des Gemahls Lakshmis. Zur Tilgung meiner Verfehlungen und zur Freude des höchsten Herrn verehre ich zuerst Vighneshvara, damit das folgende Ritual ungehindert vollendet werde.

4. Ganesha anrufen
IAST
oṃ gaṇānāṃ tvā gaṇapatiṃ havāmahe kaviṃ kavīnāmupamaśravastamam|
jyeṣṭharājaṃ brahmaṇāṃ brahmaṇaspata ā naḥ śṛṇvannūtibhiḥ sīda sādanam||
agajānānapadmārkaṃ gajānanamaharniśam|
anekadaṃtaṃ bhaktānām ekadantamupāsmahe||
bhūrbhuvaḥ suvarom| asmin haridrābimbe sumukhaṃ mahāgaṇapatiṃ dhyāyāmi āvāhayāmi|

Devanagari
ॐ गणानां त्वा गणपतिं हवामहे कविं कवीनामुपमश्रवस्तमम्।
ज्येष्ठराजं ब्रह्मणां ब्रह्मणस्पत आ नः शृण्वन्नूतिभिः सीद सादनम्॥
अगजानानपद्मार्कं गजाननमहर्निशम्।
अनेकदंतं भक्तानाम् एकदन्तमुपास्महे॥
भूर्भुवः सुवरोम्। अस्मिन् हरिद्राबिम्बे सुमुखं महागणपतिं ध्यायामि आवाहयामि।

Deutsch
Wir rufen dich, Ganapati, Herrn der Scharen, Seher unter Sehern, von höchstem Ruhm, ältesten König des heiligen Wortes. Brahmanaspati, höre uns, komm mit deiner Hilfe und nimm Platz. Bei Tag und Nacht verehren wir den Elefantengesichtigen, die Sonne für das Lotusgesicht der Bergestochter, den einen Stoßzahn Tragenden, der seinen Verehrenden vieles gewährt. Erde, Zwischenraum, Himmel, Om. In dieser Kurkuma-Gestalt betrachte und begrüße ich den freundlichen Mahaganapati.

5.1. Sitz für Ganesha
IAST
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ| āsanaṃ samarpayāmi|

Devanagari
ॐ महागणपतये नमः। आसनं समर्पयामि।

Deutsch
Verneigung vor Mahaganapati. Ich biete den Sitz dar.

5.2. Fußwasser für Ganesha
IAST
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ| pādayoḥ pādyaṃ samarpayāmi|

Devanagari
ॐ महागणपतये नमः। पादयोः पाद्यं समर्पयामि।

Deutsch
Verneigung vor Mahaganapati. Ich biete Wasser für die Füße dar.

5.3. Ehrenwasser für Ganesha
IAST
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ| arghyaṃ samarpayāmi|

Devanagari
ॐ महागणपतये नमः। अर्घ्यं समर्पयामि।

Deutsch
Verneigung vor Mahaganapati. Ich biete Ehrenwasser dar.

5.4. Wasser zum Nippen für Ganesha
IAST
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ| ācamanīyaṃ samarpayāmi|

Devanagari
ॐ महागणपतये नमः। आचमनीयं समर्पयामि।

Deutsch
Verneigung vor Mahaganapati. Ich biete Wasser zum Nippen dar.

5.5. Süße Ehrenspeise für Ganesha
IAST
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ| madhuparkaṃ samarpayāmi|

Devanagari
ॐ महागणपतये नमः। मधुपर्कं समर्पयामि।

Deutsch
Verneigung vor Mahaganapati. Ich biete die süße Ehrenspeise dar.

5.6. Bad und Wasser zum Nippen für Ganesha
IAST
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ| śuddhodakasnānaṃ samarpayāmi| snānānantaramācamanīyaṃ samarpayāmi|

Devanagari
ॐ महागणपतये नमः। शुद्धोदकस्नानं समर्पयामि। स्नानानन्तरमाचमनीयं समर्पयामि।

Deutsch
Verneigung vor Mahaganapati. Ich biete ein Bad mit reinem Wasser und danach Wasser zum Nippen dar.

5.7. Gewand, Schnur und Schmuck für Ganesha
IAST
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ| vastrārthamakṣatān samarpayāmi| yajñopavītābharaṇārthe akṣatān samarpayāmi|

Devanagari
ॐ महागणपतये नमः। वस्त्रार्थमक्षतान् समर्पयामि। यज्ञोपवीताभरणार्थे अक्षतान् समर्पयामि।

Deutsch
Verneigung vor Mahaganapati. Ich biete Reis als Gewand, als heilige Schnur und als Schmuck dar.

5.8. Duft und Farbgaben für Ganesha
IAST
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ| divyaparimalagandhān dhārayāmi| gandhasyopari haridrākuṅkumaṃ samarpayāmi|

Devanagari
ॐ महागणपतये नमः। दिव्यपरिमलगन्धान् धारयामि। गन्धस्योपरि हरिद्राकुङ्कुमं समर्पयामि।

Deutsch
Verneigung vor Mahaganapati. Ich biete heiligen Wohlgeruch und darauf Kurkuma und Kumkum dar.

5.9. Reis und Blüten für Ganesha
IAST
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ| akṣatān samarpayāmi| puṣpamālikāṃ samarpayāmi| puṣpaiḥ pūjayāmi|

Devanagari
ॐ महागणपतये नमः। अक्षतान् समर्पयामि। पुष्पमालिकां समर्पयामि। पुष्पैः पूजयामि।

Deutsch
Verneigung vor Mahaganapati. Ich biete Reiskörner und eine Blumengirlande dar; ich verehre mit Blumen.

6. Ganeshas Namen mit Blüten ehren
IAST
sumukhāya namaḥ|
ekadantāya namaḥ|
kapilāya namaḥ|
gajakarṇakāya namaḥ|
lambodarāya namaḥ|
vikaṭāya namaḥ|
vighnarājāya namaḥ|
vināyakāya namaḥ|
dhūmaketave namaḥ|
gaṇādhyakṣāya namaḥ|
phālacandrāya namaḥ|
gajānanāya namaḥ|
vakratuṇḍāya namaḥ|
śūrpakarṇāya namaḥ|
herambāya namaḥ|
skandapūrvajāya namaḥ|
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ| nānāvidhaparimalapatrapuṣpāṇi samarpayāmi|

Devanagari
सुमुखाय नमः।
एकदन्ताय नमः।
कपिलाय नमः।
गजकर्णकाय नमः।
लम्बोदराय नमः।
विकटाय नमः।
विघ्नराजाय नमः।
विनायकाय नमः।
धूमकेतवे नमः।
गणाध्यक्षाय नमः।
फालचन्द्राय नमः।
गजाननाय नमः।
वक्रतुण्डाय नमः।
शूर्पकर्णाय नमः।
हेरम्बाय नमः।
स्कन्दपूर्वजाय नमः।
ॐ महागणपतये नमः। नानाविधपरिमलपत्रपुष्पाणि समर्पयामि।

Deutsch
Verneigung dem Schöngesichtigen, Einzahnigen, Braungoldenen, Elefantenohrigen, Hängebäuchigen, Gewaltigen, Herrn der Hindernisse, Führer, Rauchbannerträger, Herrn der Scharen, dem mit dem Mond an der Stirn, Elefantengesichtigen, dem mit gebogenem Rüssel, den Ohren wie Worfeln, Heramba und dem älteren Bruder Skandas. Mahaganapati biete ich mannigfaltige duftende Blätter und Blüten dar.

7. Duft und Licht für Ganesha
IAST
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ| dhūpamāghrāpayāmi|
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ| alaṅkāradīpaṃ sandarśayāmi|

Devanagari
ॐ महागणपतये नमः। धूपमाघ्रापयामि।
ॐ महागणपतये नमः। अलङ्कारदीपं सन्दर्शयामि।

Deutsch
Verneigung vor Mahaganapati: Ich lasse den Räucherduft aufsteigen und zeige das schmückende Licht.

8. Speise für Ganesha
IAST
oṃ bhūrbhuvaḥ suvaḥ| satyaṃ tvartena pariṣiñcāmi|
amṛtopastaraṇamasi|
oṃ prāṇāya svāhā| oṃ apānāya svāhā| oṃ vyānāya svāhā|
oṃ udānāya svāhā| oṃ samānāya svāhā| oṃ brahmaṇe svāhā|
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ| naivedyaṃ nivedayāmi|
amṛtāpidhānamasi| nivedanānantaram ācamanīyaṃ samarpayāmi|

Devanagari
ॐ भूर्भुवः सुवः। सत्यं त्वर्तेन परिषिञ्चामि।
अमृतोपस्तरणमसि।
ॐ प्राणाय स्वाहा। ॐ अपानाय स्वाहा। ॐ व्यानाय स्वाहा।
ॐ उदानाय स्वाहा। ॐ समानाय स्वाहा। ॐ ब्रह्मणे स्वाहा।
ॐ महागणपतये नमः। नैवेद्यं निवेदयामि।
अमृतापिधानमसि। निवेदनानन्तरम् आचमनीयं समर्पयामि।

Deutsch
Om, Erde, Zwischenraum, Himmel. Die Wahrheit umgieße ich mit der kosmischen Ordnung. Du bist die Unterlage der Unsterblichkeit. Die Gaben gelten Prana, Apana, Vyana, Udana, Samana und Brahman. Mahaganapati, ich biete Speise dar. Du bist die Bedeckung der Unsterblichkeit. Nach der Speise biete ich Wasser zum Nippen dar.

9. Ganeshas Verehrung vollenden
IAST
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ| tāmbūlaṃ samarpayāmi|
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ| karpūranīrājanaṃ darśayāmi| karpūranīrājanānantaramācamanīyaṃ samarpayāmi|
oṃ mahāgaṇapataye namaḥ| mantrapuṣpaṃ samarpayāmi| svarṇapuṣpaṃ samarpayāmi|
abhīpsitārthasiddhyarthaṃ pūjito yaḥ surairapi|
sarvavighnacchide tasmai gaṇādhipataye namaḥ||
gajānanaṃ bhūtagaṇādisevitaṃ kapitthajambūphalasārabhakṣitam|
umāsutaṃ śokavināśakāraṇaṃ namāmi vighneśvarapādapaṅkajam||
anantakoṭipradakṣiṇanamaskārān samarpayāmi|
chattracāmarādisamastopacārān samarpayāmi|
vakratuṇḍamahākāya koṭisūryasamaprabha|
avighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā||
sumukhaścaikadantaśca kapilo gajakarṇakaḥ|
lambodaraśca vikaṭo vighnarājo gaṇādhipaḥ||
dhūmaketurgaṇādhyakṣo phālacandro gajānanaḥ|
vakratuṇḍaḥ śūrpakarṇo herambhaḥ skandapūrvajaḥ||
ṣoḍaśaitāni nāmāni yaḥ paṭhecchṛṇuyādapi|
vidyārambhe vivāhe ca praveśe nirgame tathā|
saṅgrāme sarvakāryeṣu vighnastasya na jāyate||
prārthanāḥ samarpayāmi|

Devanagari
ॐ महागणपतये नमः। ताम्बूलं समर्पयामि।
ॐ महागणपतये नमः। कर्पूरनीराजनं दर्शयामि। कर्पूरनीराजनानन्तरमाचमनीयं समर्पयामि।
ॐ महागणपतये नमः। मन्त्रपुष्पं समर्पयामि। स्वर्णपुष्पं समर्पयामि।
अभीप्सितार्थसिद्ध्यर्थं पूजितो यः सुरैरपि।
सर्वविघ्नच्छिदे तस्मै गणाधिपतये नमः॥
गजाननं भूतगणादिसेवितं कपित्थजम्बूफलसारभक्षितम्।
उमासुतं शोकविनाशकारणं नमामि विघ्नेश्वरपादपङ्कजम्॥
अनन्तकोटिप्रदक्षिणनमस्कारान् समर्पयामि।
छत्त्रचामरादिसमस्तोपचारान् समर्पयामि।
वक्रतुण्डमहाकाय कोटिसूर्यसमप्रभ।
अविघ्नं कुरु मे देव सर्वकार्येषु सर्वदा॥
सुमुखश्चैकदन्तश्च कपिलो गजकर्णकः।
लम्बोदरश्च विकटो विघ्नराजो गणाधिपः॥
धूमकेतुर्गणाध्यक्षो फालचन्द्रो गजाननः।
वक्रतुण्डः शूर्पकर्णो हेरम्भः स्कन्दपूर्वजः॥
षोडशैतानि नामानि यः पठेच्छृणुयादपि।
विद्यारम्भे विवाहे च प्रवेशे निर्गमे तथा।
सङ्ग्रामे सर्वकार्येषु विघ्नस्तस्य न जायते॥
प्रार्थनाः समर्पयामि।

Deutsch
Mahaganapati biete ich Betel, Kampferlicht, Wasser, Mantrablüte und Goldblüte dar. Verneigung dem Herrn der Scharen, den selbst die Götter zum Gelingen ihrer Wünsche verehren und der alle Hindernisse durchschneidet. Ich verneige mich vor den Lotusfüßen Vighneshvaras, elefantengesichtig, von Geisterscharen bedient, Fruchtfleisch von Kapittha und Jambu genießend, Sohn Umas und Tilger des Kummers. Unermessliche Umrundungen und Verneigungen sowie alle Dienste mit Schirm und Wedel seien dargebracht. Gebogener Rüssel, großer Leib, Glanz von Millionen Sonnen: Mache alle meine Handlungen stets frei von Hindernissen. Es folgen erneut die sechzehn Namen vom Schöngesichtigen bis zum älteren Bruder Skandas. Wer diese sechzehn Namen spricht oder hört, dem entstehen nach der Verheißung keine Hindernisse beim Lernen, bei Hochzeit, Eintritt, Weggehen, Kampf und allen Aufgaben. Ich biete meine Gebete dar.

10. Die Kuhverehrung beschließen
IAST
mamopāttasamastaduritakṣayadvārā śrīparameśvaraprītyarthaṃ asmākaṃ sahakuṭumbānāṃ kṣemasthairyadhairyavīryavijayāyurārogyaiśvaryābhivṛddhyarthaṃ dharmārthakāmamokṣacaturvidhaphalapuruṣārthasiddhyarthaṃ putrapautrābhivṛddhyartham iṣṭakāmyārthasiddhyarthaṃ mama ihajanmani pūrvajanmani janmāntare ca sampāditānāṃ jñānājñānakṛtamahāpātakacatuṣṭayavyatiriktānāṃ rahasyakṛtānāṃ prakāśakṛtānāṃ sarveṣāṃ pāpānāṃ sadya apanodanadvārā sakalapāpakṣayārtham|
asmin bhāratadeśe gosampadaḥ viśeṣataḥ bhāratīyagojātīnām abhivṛddhyartham|
janānāṃ goviṣaye śraddhābhaktiprāptyartham|
govadhanivṛttyarthaṃ tadviruddhaśāsananiyamasiddhyartham|
gavām anyeṣāṃ ca catuṣpadāṃ dvipadāṃ ca sarvavidhavyādhiparihāradvārā arogajīvanāvāptyartham|
gavāṃ samṛddhakṣīrapradattvārtham|
kāle kāle nikāmaṃ vṛṣṭiprāptyarthaṃ taddvārā dhānyānām anyeṣāṃ ca saprayojanānāṃ sasyānāṃ vṛkṣāṇāṃ ca abhivṛddhyartham|
janānāṃ parisarasya svacchatayā suṣṭhutayā paripālane śraddhāyāḥ udayārtham|
taddvārā pañcamahābhūtānāṃ pradūṣaṇaparihāradvārā pṛthivyāḥ tāpaśāntyartham|
bhagavataḥ gopālasya bhagavataḥ vṛṣabhadhvajasya ca anugraheṇa loke sarvatra sādhūnāṃ paritrāṇārthaṃ duṣkṛtāṃ ca sadbuddhiprāptyarthaṃ dharmasya abhyutthānārthaṃ jayārtham adharmasya glānyarthaṃ nāśārtham|
janānāṃ prāṇiṣu parasparaṃ ca sadbhāvanārthaṃ viśvasya kalyāṇārthaṃ gomātuḥ jayārtham|
janānāṃ sukhaśāntasamṛddhajīvanārtham|
yathāśaktidhyānāvāhanādiṣoḍaśopacāraiḥ savatsagomātṛpūjāṃ kariṣye| tadaṅgaṃ kalaśapūjāṃ ca kariṣye|

Devanagari
ममोपात्तसमस्तदुरितक्षयद्वारा श्रीपरमेश्वरप्रीत्यर्थं अस्माकं सहकुटुम्बानां क्षेमस्थैर्यधैर्यवीर्यविजयायुरारोग्यैश्वर्याभिवृद्ध्यर्थं धर्मार्थकाममोक्षचतुर्विधफलपुरुषार्थसिद्ध्यर्थं पुत्रपौत्राभिवृद्ध्यर्थम् इष्टकाम्यार्थसिद्ध्यर्थं मम इहजन्मनि पूर्वजन्मनि जन्मान्तरे च सम्पादितानां ज्ञानाज्ञानकृतमहापातकचतुष्टयव्यतिरिक्तानां रहस्यकृतानां प्रकाशकृतानां सर्वेषां पापानां सद्य अपनोदनद्वारा सकलपापक्षयार्थम्।
अस्मिन् भारतदेशे गोसम्पदः विशेषतः भारतीयगोजातीनाम् अभिवृद्ध्यर्थम्।
जनानां गोविषये श्रद्धाभक्तिप्राप्त्यर्थम्।
गोवधनिवृत्त्यर्थं तद्विरुद्धशासननियमसिद्ध्यर्थम्।
गवाम् अन्येषां च चतुष्पदां द्विपदां च सर्वविधव्याधिपरिहारद्वारा अरोगजीवनावाप्त्यर्थम्।
गवां समृद्धक्षीरप्रदत्त्वार्थम्।
काले काले निकामं वृष्टिप्राप्त्यर्थं तद्द्वारा धान्यानाम् अन्येषां च सप्रयोजनानां सस्यानां वृक्षाणां च अभिवृद्ध्यर्थम्।
जनानां परिसरस्य स्वच्छतया सुष्ठुतया परिपालने श्रद्धायाः उदयार्थम्।
तद्द्वारा पञ्चमहाभूतानां प्रदूषणपरिहारद्वारा पृथिव्याः तापशान्त्यर्थम्।
भगवतः गोपालस्य भगवतः वृषभध्वजस्य च अनुग्रहेण लोके सर्वत्र साधूनां परित्राणार्थं दुष्कृतां च सद्बुद्धिप्राप्त्यर्थं धर्मस्य अभ्युत्थानार्थं जयार्थम् अधर्मस्य ग्लान्यर्थं नाशार्थम्।
जनानां प्राणिषु परस्परं च सद्भावनार्थं विश्वस्य कल्याणार्थं गोमातुः जयार्थम्।
जनानां सुखशान्तसमृद्धजीवनार्थम्।
यथाशक्तिध्यानावाहनादिषोडशोपचारैः सवत्सगोमातृपूजां करिष्ये। तदङ्गं कलशपूजां च करिष्ये।

Deutsch
Zur Tilgung meiner Verfehlungen und zur Freude des höchsten Herrn, für Wohl, Beständigkeit, Mut, Kraft, Gelingen, Leben, Gesundheit und Versorgung der Familie, für Dharma, Artha, Kama und Moksha, für Kinder, Enkel und gute Wünsche, zur Tilgung wissentlich und unwissentlich, verborgen und offen begangener Verfehlungen dieses und früherer Leben, unter der im Text genannten Ausnahme der vier schweren Hauptvergehen: Ich vollziehe diese Verehrung. Sie gilt auch dem Gedeihen der Kühe, besonders indischer Rassen in Indien, dem Vertrauen und der Hingabe ihnen gegenüber, dem Ende der Kuhtötung und entsprechenden Schutzregeln, der Gesundheit von Kühen, anderen Vierbeinern und Zweibeinern, reichlicher Milch, rechtzeitigem Regen und dem Wachstum von Getreide, Nutzpflanzen und Bäumen. Sie gilt der Sorge für eine saubere Umwelt, dem Ende der Verschmutzung der fünf Elemente und der Beruhigung der Erderwärmung; durch Gopalas und Shivas Gnade dem Schutz der Guten, guter Einsicht der Fehlhandelnden, dem Erstarken des Dharma und dem Schwinden des Unrechten, freundlicher Gesinnung unter Menschen und gegenüber Tieren, dem Wohl der Welt, der Ehre der Kuhmutter und einem glücklichen, friedlichen, erfüllten Leben. Nach Kräften verehre ich die Kuhmutter mit Kalb durch Betrachtung, Anrufung und die sechzehn Dienste; dazu vollziehe ich die Gefäßverehrung.

11. Ganesha verabschieden
IAST
śrīvighneśvarāya namaḥ yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi| śobhanārthe kṣemāya punarāgamanāya ca|

Devanagari
श्रीविघ्नेश्वराय नमः यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि। शोभनार्थे क्षेमाय पुनरागमनाय च।

Deutsch
Verneigung vor Vighneshvara. Ich lasse dich wieder an deinem eigenen Ort ruhen, für Heil, Wohlergehen und erneute Wiederkehr.

12. Sitz und Glocke ehren
IAST
pṛthivyā merupṛṣṭha ṛṣiḥ| sutalaṃ chandaḥ| kūrmo devatā||
pṛthvi tvayā dhṛtā lokā devi tvaṃ viṣṇunā dhṛtā|
tvaṃ ca dhāraya māṃ devi pavitraṃ cāsanaṃ kuru||
āgamārthaṃ tu devānāṃ gamanārthaṃ tu rakṣasām|
ghaṇṭāravaṃ karomyādau devatāhvānakāraṇam||

Devanagari
पृथिव्या मेरुपृष्ठ ऋषिः। सुतलं छन्दः। कूर्मो देवता॥
पृथ्वि त्वया धृता लोका देवि त्वं विष्णुना धृता।
त्वं च धारय मां देवि पवित्रं चासनं कुरु॥
आगमार्थं तु देवानां गमनार्थं तु रक्षसाम्।
घण्टारवं करोम्यादौ देवताह्वानकारणम्॥

Deutsch
Für die Erde ist Meruprishtha der Seher, Sutala das Versmaß, Kurma die Gottheit. Erde, du trägst die Welten und wirst von Vishnu getragen: Trage auch mich und mache den Sitz rein. Damit die Götter kommen und störende Wesen gehen, lasse ich zu Beginn die Glocke als Anrufung der Gottheiten erklingen.

13. Das Gefäßwasser heiligen
IAST
oṃ kalaśāya namaḥ divyagandhān dhārayāmi|
gaṅge ca yamune caiva godāvari sarasvati|
narmade sindhukāveri jale'smin sannidhiṃ kuru||
oṃ gaṅgāyai namaḥ| oṃ yamunāyai namaḥ| oṃ godāvaryai namaḥ| oṃ sarasvatyai namaḥ|
oṃ narmadāyai namaḥ| oṃ sindhave namaḥ| oṃ kāveryai namaḥ|
oṃ saptakoṭimahātīrthānyāvāhayāmi|
āpo vā idaṃ sarvaṃ viśvā bhūtānyāpaḥ prāṇā vā āpaḥ paśava āpo'nnamāpo'mṛtamāpaḥ samrāḍāpo virāḍāpaḥ svarāḍāpaśchandāṃsyāpo jyotīṃṣyāpo yajūṃṣyāpaḥ satyamāpaḥ sarvā devatā āpo bhūrbhuvaḥ suvarāpa om||
kalaśasya mukhe viṣṇuḥ kaṇṭhe rudraḥ samāśritaḥ|
mūle tatra sthito brahmā madhye mātṛgaṇāḥ smṛtāḥ||
kukṣau tu sāgarāḥ sarve saptadvīpā vasundharā|
ṛgvedo'tha yajurvedaḥ sāmavedo'pyatharvaṇaḥ|
aṅgaiśca sahitāḥ sarve kalaśāmbusamāśritāḥ||
sarve samudrāḥ saritaḥ tīrthāni ca hradā nadāḥ|
āyāntu viṣṇupūjārthaṃ duritakṣayakārakāḥ||
oṃ bhūrbhuvaḥ suvo bhūrbhuvaḥ suvo bhūrbhuvaḥ suvaḥ|

Devanagari
ॐ कलशाय नमः दिव्यगन्धान् धारयामि।
गङ्गे च यमुने चैव गोदावरि सरस्वति।
नर्मदे सिन्धुकावेरि जलेऽस्मिन् सन्निधिं कुरु॥
ॐ गङ्गायै नमः। ॐ यमुनायै नमः। ॐ गोदावर्यै नमः। ॐ सरस्वत्यै नमः।
ॐ नर्मदायै नमः। ॐ सिन्धवे नमः। ॐ कावेर्यै नमः।
ॐ सप्तकोटिमहातीर्थान्यावाहयामि।
आपो वा इदं सर्वं विश्वा भूतान्यापः प्राणा वा आपः पशव आपोऽन्नमापोऽमृतमापः सम्राडापो विराडापः स्वराडापश्छन्दांस्यापो ज्योतींष्यापो यजूंष्यापः सत्यमापः सर्वा देवता आपो भूर्भुवः सुवराप ॐ॥
कलशस्य मुखे विष्णुः कण्ठे रुद्रः समाश्रितः।
मूले तत्र स्थितो ब्रह्मा मध्ये मातृगणाः स्मृताः॥
कुक्षौ तु सागराः सर्वे सप्तद्वीपा वसुन्धरा।
ऋग्वेदोऽथ यजुर्वेदः सामवेदोऽप्यथर्वणः।
अङ्गैश्च सहिताः सर्वे कलशाम्बुसमाश्रिताः॥
सर्वे समुद्राः सरितः तीर्थानि च ह्रदा नदाः।
आयान्तु विष्णुपूजार्थं दुरितक्षयकारकाः॥
ॐ भूर्भुवः सुवो भूर्भुवः सुवो भूर्भुवः सुवः।

Deutsch
Dem Kalasha biete ich heiligen Duft dar. Ganga, Yamuna, Godavari, Sarasvati, Narmada, Sindhu und Kaveri mögen in diesem Wasser gegenwärtig sein; ihnen gilt die Verneigung. Ich rufe siebzig Millionen große heilige Wasserorte an. Alles ist Wasser: Wesen, Lebenskräfte, Tiere, Nahrung, Unsterblichkeit, Herrschaft, Größe und Eigenmacht; Versmaße, Lichter, Opferworte, Wahrheit und alle Gottheiten sind Wasser, Erde, Zwischenraum und Himmel sind Wasser, Om. An der Mündung des Gefäßes ist Vishnu, am Hals Rudra, am Grund Brahma, in der Mitte die Mütter. In seinem Inneren sind alle Meere, die Erde mit sieben Kontinenten, die vier Veden mit ihren Gliedern. Alle Meere, Flüsse, heiligen Orte und Seen mögen zur Verehrung Vishnus kommen und Verfehlungen tilgen. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel – dreimal.

14. Das eigene Selbst ehren
IAST
oṃ ātmane namaḥ divyagandhān dhārayāmi|
ātmane namaḥ| antarātmane namaḥ| yogātmane namaḥ| jīvātmane namaḥ| paramātmane namaḥ| jñānātmane namaḥ|
samastopacārān samarpayāmi|
deho devālayaḥ prokto jīvo devaḥ sanātanaḥ|
tyajedajñānanirmālyaṃ so'haṃ bhāvena pūjayet||

Devanagari
ॐ आत्मने नमः दिव्यगन्धान् धारयामि।
आत्मने नमः। अन्तरात्मने नमः। योगात्मने नमः। जीवात्मने नमः। परमात्मने नमः। ज्ञानात्मने नमः।
समस्तोपचारान् समर्पयामि।
देहो देवालयः प्रोक्तो जीवो देवः सनातनः।
त्यजेदज्ञाननिर्माल्यं सोऽहं भावेन पूजयेत्॥

Deutsch
Verneigung dem Selbst; ich biete heiligen Duft dar. Verneigung dem Selbst, inneren Selbst, Yoga-Selbst, individuellen Selbst, höchsten Selbst und Erkenntnis-Selbst. Alle Dienste seien dargebracht. Der Körper gilt als Tempel, das Lebewesen als ewige göttliche Gegenwart. Die abgelegten Reste der Unwissenheit soll man loslassen und mit der Haltung „Ich bin das“ verehren.

15. Den heiligen Platz und die Lehrenden ehren
IAST
ādhāraśaktyai namaḥ|
mūlaprakṛtyai namaḥ|
ādikūrmāya namaḥ|
ādivarāhāya namaḥ|
anantāya namaḥ|
pṛthivyai namaḥ|
ratnamaṇḍapāya namaḥ|
ratnavedikāyai namaḥ|
svarṇastambhāya namaḥ|
śvetacchattrāya namaḥ|
kalpakavṛkṣāya namaḥ|
kṣīrasamudrāya namaḥ|
sitacāmarābhyāṃ namaḥ|
yogapīṭhāsanāya namaḥ|
gururbrahmā gururviṣṇurgururdevo maheśvaraḥ|
guruḥ sākṣāt paraṃ brahma tasmai śrīgurave namaḥ||

Devanagari
आधारशक्त्यै नमः।
मूलप्रकृत्यै नमः।
आदिकूर्माय नमः।
आदिवराहाय नमः।
अनन्ताय नमः।
पृथिव्यै नमः।
रत्नमण्डपाय नमः।
रत्नवेदिकायै नमः।
स्वर्णस्तम्भाय नमः।
श्वेतच्छत्त्राय नमः।
कल्पकवृक्षाय नमः।
क्षीरसमुद्राय नमः।
सितचामराभ्यां नमः।
योगपीठासनाय नमः।
गुरुर्ब्रह्मा गुरुर्विष्णुर्गुरुर्देवो महेश्वरः।
गुरुः साक्षात् परं ब्रह्म तस्मै श्रीगुरवे नमः॥

Deutsch
Verneigung der tragenden Kraft, Urnatur, Urschildkröte, dem ursprünglichen Eber, Ananta, der Erde, dem Edelsteinpavillon, der Edelsteinterrasse, goldenen Säule, dem weißen Schirm, Wunschbaum, Milchmeer, den zwei weißen Wedeln und dem heiligen Sitz. Der Guru ist Brahma, Vishnu und Maheshvara, unmittelbar das höchste Brahman; diesem verehrten Guru gilt meine Verneigung.

16. Die Kuhmutter mit Kalb begrüßen
IAST
namo gobhyaḥ śrīmatībhyaḥ saurabheyībhya eva ca|
namo brahmasutābhyaśca pavitrābhyo namo namaḥ||
gavām aṅgeṣu tiṣṭhanti bhuvanāni caturdaśa|
yasmāt tasmācchivaṃ me syādiha loke paratra ca||
gomātaraṃ dhyāyāmi|
āvāhayāmyahaṃ devīṃ gāṃ tvāṃ trailokyamātaram|
yasyāḥ smaraṇamātreṇa sarvapāpapraṇāśanam||
tvaṃ devī tvaṃ jaganmātā tvamevāsi vasundharā|
gāyatrī tvaṃ ca sāvitrī gaṅgā tvaṃ ca sarasvatī||
āgaccha devi kalyāṇi śubhāṃ pūjāṃ gṛhāṇa ca|
vatsena sahitāṃ tvāṃ vai devīmāvāhayāmyaham||
gomātaram āvāhayāmi|

Devanagari
नमो गोभ्यः श्रीमतीभ्यः सौरभेयीभ्य एव च।
नमो ब्रह्मसुताभ्यश्च पवित्राभ्यो नमो नमः॥
गवाम् अङ्गेषु तिष्ठन्ति भुवनानि चतुर्दश।
यस्मात् तस्माच्छिवं मे स्यादिह लोके परत्र च॥
गोमातरं ध्यायामि।
आवाहयाम्यहं देवीं गां त्वां त्रैलोक्यमातरम्।
यस्याः स्मरणमात्रेण सर्वपापप्रणाशनम्॥
त्वं देवी त्वं जगन्माता त्वमेवासि वसुन्धरा।
गायत्री त्वं च सावित्री गङ्गा त्वं च सरस्वती॥
आगच्छ देवि कल्याणि शुभां पूजां गृहाण च।
वत्सेन सहितां त्वां वै देवीमावाहयाम्यहम्॥
गोमातरम् आवाहयामि।

Deutsch
Verneigung den glückverheißenden Kühen, Nachkommen Surabhis und Töchtern Brahmas, den Reinen. Weil in den Gliedern der Kühe die vierzehn Welten weilen, möge mir hier und jenseits Heil werden. Ich betrachte die Kuhmutter. Dich, göttliche Kuh, Mutter der drei Welten, rufe ich an; schon dein Gedenken gilt als Tilgung aller Verfehlung. Du bist Göttin, Weltmutter, Erde, Gayatri und Savitri, Ganga und Sarasvati. Komm, Heilvolle, nimm diese Verehrung an. Mit deinem Kalb rufe ich dich, Göttin, an.

Die 35 Körperzuordnungen
Betrachte die genannten Körperstellen und Substanzen, ohne empfindliche Stellen zu berühren oder Ausscheidungen bereitzustellen. Jede Anrufung wird durch eine Blüte am Verehrungsplatz begleitet. Der folgende Abschnitt ist eine Anga Puja innerhalb der gesamten Kuhverehrung.

17.1. Hornwurzeln
IAST
śṛṅgamūlayoḥ brahmaviṣṇubhyāṃ namaḥ, brahmaviṣṇū āvāhayāmi|

Devanagari
शृङ्गमूलयोः ब्रह्मविष्णुभ्यां नमः, ब्रह्मविष्णू आवाहयामि।

Deutsch
Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Hornwurzeln: Brahma und Vishnu.

17.2. Hornspitzen
IAST
śṛṅgāgre sarvatīrthebhyo namaḥ, sarvatīrthāni āvāhayāmi|

Devanagari
शृङ्गाग्रे सर्वतीर्थेभ्यो नमः, सर्वतीर्थानि आवाहयामि।

Deutsch
Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Hornspitzen: alle heiligen Orte.

17.3. Kopfmitte
IAST
śiromadhye mahādevāya namaḥ, mahādevam āvāhayāmi|

Devanagari
शिरोमध्ये महादेवाय नमः, महादेवम् आवाहयामि।

Deutsch
Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Kopfmitte: Mahadeva.

17.4. Stirn
IAST
lalāṭāgre gauryai namaḥ, gaurīm āvāhayāmi|

Devanagari
ललाटाग्रे गौर्यै नमः, गौरीम् आवाहयामि।

Deutsch
Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Stirn: Gauri.

17.5. Nasenrücken
IAST
nāsāvaṃśe ṣaṇmukhāya namaḥ, ṣaṇmukham āvāhayāmi|

Devanagari
नासावंशे षण्मुखाय नमः, षण्मुखम् आवाहयामि।

Deutsch
Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Nasenrücken: Shanmukha.

17.6. Nasenöffnungen
IAST
nāsāpuṭayoḥ kambalāśvatarābhyāṃ nāgābhyāṃ namaḥ, kambalāśvatarau nāgau āvāhayāmi|

Devanagari
नासापुटयोः कम्बलाश्वतराभ्यां नागाभ्यां नमः, कम्बलाश्वतरौ नागौ आवाहयामि।

Deutsch
Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Nasenöffnungen: die Nagas Kambala und Ashvatara.

17.7. Ohren
IAST
karṇayoḥ aśvibhyāṃ namaḥ, aśvinau āvāhayāmi|

Devanagari
कर्णयोः अश्विभ्यां नमः, अश्विनौ आवाहयामि।

Deutsch
Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Ohren: die Ashvins.

17.8. Augen
IAST
netrayoḥ śaśibhāskarābhyāṃ namaḥ, śaśibhāskarau āvāhayāmi|

Devanagari
नेत्रयोः शशिभास्कराभ्यां नमः, शशिभास्करौ आवाहयामि।

Deutsch
Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Augen: Mond und Sonne.

17.9. Zähne
IAST
danteṣu vāyubhyo namaḥ, vāyūn āvāhayāmi|

Devanagari
दन्तेषु वायुभ्यो नमः, वायून् आवाहयामि।

Deutsch
Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Zähne: die Winde.

17.10. Zunge
IAST
jihvāyāṃ varuṇāya namaḥ, varuṇam āvāhayāmi|

Devanagari
जिह्वायां वरुणाय नमः, वरुणम् आवाहयामि।

Deutsch
Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Zunge: Varuna.

17.11. Muhen
IAST
huṅkāre sarasvatyai namaḥ, sarasvatīm āvāhayāmi|

Devanagari
हुङ्कारे सरस्वत्यै नमः, सरस्वतीम् आवाहयामि।

Deutsch
Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Muhen: Sarasvati.

17.12. Wangen
IAST
gaṇḍayoḥ māsapakṣābhyāṃ namaḥ, māsapakṣau āvāhayāmi|

Devanagari
गण्डयोः मासपक्षाभ्यां नमः, मासपक्षौ आवाहयामि।

Deutsch
Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Wangen: Monate und Monatshälften.

17.13. Lippen
IAST
oṣṭhayoḥ sandhyā-dvayāya namaḥ, sandhyādvayam āvāhayāmi|

Devanagari
ओष्ठयोः सन्ध्या-द्वयाय नमः, सन्ध्याद्वयम् आवाहयामि।

Deutsch
Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Lippen: die beiden Dämmerungen.

17.14. Hals
IAST
grīvāyām indrāya namaḥ, indram āvāhayāmi|

Devanagari
ग्रीवायाम् इन्द्राय नमः, इन्द्रम् आवाहयामि।

Deutsch
Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Hals: Indra.

17.15. Achselregion
IAST
kakṣadeśe rakṣobhyo namaḥ, rakṣāṃsi āvāhayāmi|

Devanagari
कक्षदेशे रक्षोभ्यो नमः, रक्षांसि आवाहयामि।

Deutsch
Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Achselregion: die Rakshas.

17.16. Brust
IAST
urasi sādhyebhyo namaḥ, sādhyān āvāhayāmi|

Devanagari
उरसि साध्येभ्यो नमः, साध्यान् आवाहयामि।

Deutsch
Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Brust: die Sadhyas.

17.17. Unterschenkel
IAST
jaṅghāsu dharmāya namaḥ, dharmam āvāhayāmi|

Devanagari
जङ्घासु धर्माय नमः, धर्मम् आवाहयामि।

Deutsch
Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Unterschenkel: Dharma.

17.18. Hufmitten
IAST
khurāṇāṃ madhyeṣu gandharvebhyo namaḥ, gandharvān āvāhayāmi|

Devanagari
खुराणां मध्येषु गन्धर्वेभ्यो नमः, गन्धर्वान् आवाहयामि।

Deutsch
Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Hufmitten: Gandharvas.

17.19. vordere Hufspitzen
IAST
khurāṇāṃ pūrvāgreṣu pannagebhyo namaḥ, pannagān āvāhayāmi|

Devanagari
खुराणां पूर्वाग्रेषु पन्नगेभ्यो नमः, पन्नगान् आवाहयामि।

Deutsch
Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: vordere Hufspitzen: Schlangenwesen.

17.20. hintere Hufränder
IAST
khurāṇāṃ paścimāgreṣu apsarobhyo namaḥ, apsarasa āvāhayāmi|

Devanagari
खुराणां पश्चिमाग्रेषु अप्सरोभ्यो नमः, अप्सरस आवाहयामि।

Deutsch
Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: hintere Hufränder: Apsaras.

17.21. Rücken
IAST
pṛṣṭhe ekādaśarudrebhyo namaḥ, ekādaśarudrān āvāhayāmi|

Devanagari
पृष्ठे एकादशरुद्रेभ्यो नमः, एकादशरुद्रान् आवाहयामि।

Deutsch
Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Rücken: die elf Rudras.

17.22. Gelenke
IAST
sarvasandhiṣu aṣṭavasubhyo namaḥ, aṣṭavasūn āvāhayāmi|

Devanagari
सर्वसन्धिषु अष्टवसुभ्यो नमः, अष्टवसून् आवाहयामि।

Deutsch
Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Gelenke: die acht Vasus.

17.23. Hüftregion
IAST
śroṇītaṭe pitṛbhyo namaḥ, pitṝn āvāhayāmi|

Devanagari
श्रोणीतटे पितृभ्यो नमः, पितॄन् आवाहयामि।

Deutsch
Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Hüftregion: Ahnen.

17.24. Schwanz
IAST
pucche somāya namaḥ, somam āvāhayāmi|

Devanagari
पुच्छे सोमाय नमः, सोमम् आवाहयामि।

Deutsch
Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Schwanz: Soma.

17.25. untere Körperregion
IAST
adhogātreṣu dvādaśādityebhyo namaḥ, dvādaśādityān āvāhayāmi|

Devanagari
अधोगात्रेषु द्वादशादित्येभ्यो नमः, द्वादशादित्यान् आवाहयामि।

Deutsch
Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: untere Körperregion: die zwölf Adityas.

17.26. Schwanzhaare
IAST
vāleṣu sūryaraśmibhyo namaḥ, sūryaraśmīn āvāhayāmi|

Devanagari
वालेषु सूर्यरश्मिभ्यो नमः, सूर्यरश्मीन् आवाहयामि।

Deutsch
Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Schwanzhaare: Sonnenstrahlen.

17.27. Urin
IAST
gomūtre gaṅgāyai namaḥ, gaṅgām āvāhayāmi|

Devanagari
गोमूत्रे गङ्गायै नमः, गङ्गाम् आवाहयामि।

Deutsch
Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Urin: Ganga.

17.28. Dung
IAST
gomaye yamunāyai namaḥ, yamunām āvāhayāmi|

Devanagari
गोमये यमुनायै नमः, यमुनाम् आवाहयामि।

Deutsch
Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Dung: Yamuna.

17.29. Milch
IAST
kṣīre sarasvatyai namaḥ, sarasvatīm āvāhayāmi|

Devanagari
क्षीरे सरस्वत्यै नमः, सरस्वतीम् आवाहयामि।

Deutsch
Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Milch: Sarasvati.

17.30. Joghurt
IAST
dadhani narmadāyai namaḥ, narmadām āvāhayāmi|

Devanagari
दधनि नर्मदायै नमः, नर्मदाम् आवाहयामि।

Deutsch
Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Joghurt: Narmada.

17.31. Ghee
IAST
ghṛte vahnaye namaḥ, vahnim āvāhayāmi|

Devanagari
घृते वह्नये नमः, वह्निम् आवाहयामि।

Deutsch
Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Ghee: Feuer.

17.32. Körperhaare
IAST
romasu trayastriṃśatkoṭidevebhyo namaḥ, trayastriṃśatkoṭidevān āvāhayāmi|

Devanagari
रोमसु त्रयस्त्रिंशत्कोटिदेवेभ्यो नमः, त्रयस्त्रिंशत्कोटिदेवान् आवाहयामि।

Deutsch
Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Körperhaare: dreiunddreißig Koti Gottheiten.

17.33. Bauch
IAST
udare pṛthivyai namaḥ, pṛthivīm āvāhayāmi|

Devanagari
उदरे पृथिव्यै नमः, पृथिवीम् आवाहयामि।

Deutsch
Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Bauch: die Erde.

17.34. Euter
IAST
staneṣu caturbhyaḥ sāgarebhyo namaḥ, caturaḥ sāgarān āvāhayāmi|

Devanagari
स्तनेषु चतुर्भ्यः सागरेभ्यो नमः, चतुरः सागरान् आवाहयामि।

Deutsch
Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: Euter: die vier Meere.

17.35. ganzer Körper
IAST
sarvaśarīre kāmadhenave namaḥ, kāmadhenum āvāhayāmi|

Devanagari
सर्वशरीरे कामधेनवे नमः, कामधेनुम् आवाहयामि।

Deutsch
Verneigung der an dieser Stelle genannten Gegenwart; ich rufe sie an: ganzer Körper: Kamadhenu.

18.1. Sitz für die Kuhmutter
IAST
nānāratnasamāyuktaṃ kārtasvaravibhūṣitam|
āsanaṃ te mayā dattaṃ gṛhāṇa jagadambike||
gomātre namaḥ āsanaṃ samarpayāmi|

Devanagari
नानारत्नसमायुक्तं कार्तस्वरविभूषितम्।
आसनं ते मया दत्तं गृहाण जगदम्बिके॥
गोमात्रे नमः आसनं समर्पयामि।

Deutsch
Weltmutter, nimm den von mir angebotenen, mit Edelsteinen und Gold geschmückten Sitz an. Verneigung der Kuhmutter; ich biete einen Sitz dar.

18.2. Fußwasser für die Kuhmutter
IAST
saurabheyi sarvahite pavitre pāpanāśini|
gṛhāṇa tvaṃ mayā dattaṃ pādyaṃ trailokyavandite||
gomātre namaḥ pādyaṃ samarpayāmi|

Devanagari
सौरभेयि सर्वहिते पवित्रे पापनाशिनि।
गृहाण त्वं मया दत्तं पाद्यं त्रैलोक्यवन्दिते॥
गोमात्रे नमः पाद्यं समर्पयामि।

Deutsch
Tochter Surabhis, aller Wohl wirkend, rein und Verfehlung tilgend, in drei Welten Verehrte: Nimm dieses Fußwasser an. Verneigung der Kuhmutter; ich biete Fußwasser dar.

18.3. Ehrenwasser für die Kuhmutter
IAST
dehe sthitā'si rudrāṇi śaṅkarasya sadā priyā|
dhenurūpeṇa sā devī mama pāpaṃ vyapohatu||
gomātre namaḥ arghyaṃ samarpayāmi|

Devanagari
देहे स्थिताऽसि रुद्राणि शङ्करस्य सदा प्रिया।
धेनुरूपेण सा देवी मम पापं व्यपोहतु॥
गोमात्रे नमः अर्घ्यं समर्पयामि।

Deutsch
Rudrani, stets Shankaras Geliebte, du bist im Körper gegenwärtig. Diese Göttin in Kuhgestalt möge meine Verfehlung tilgen. Der Kuhmutter biete ich Ehrenwasser dar.

18.4. Trinkwasser für die Kuhmutter
IAST
yā lakṣmīḥ sarvabhūteṣu yā ca deveṣvavasthitā|
dhenurūpeṇa sā devī mama pāpaṃ vyapohatu||
gomātre namaḥ ācamanīyaṃ samarpayāmi|

Devanagari
या लक्ष्मीः सर्वभूतेषु या च देवेष्ववस्थिता।
धेनुरूपेण सा देवी मम पापं व्यपोहतु॥
गोमात्रे नमः आचमनीयं समर्पयामि।

Deutsch
Lakshmi, die in allen Wesen und in den Göttern gegenwärtig ist, möge als Göttin in Kuhgestalt meine Verfehlung tilgen. Ich biete der Kuhmutter Wasser zum Nippen dar.

18.5. Bad für die Kuhmutter
IAST
sarvadevamayi mātaḥ sarvadevanamaskṛte|
toyametat sukhasparśaṃ snānārthaṃ gṛhṇa dhenuke||
gomātre namaḥ snānaṃ samarpayāmi| snānottaram ācamanīyaṃ samarpayāmi|

Devanagari
सर्वदेवमयि मातः सर्वदेवनमस्कृते।
तोयमेतत् सुखस्पर्शं स्नानार्थं गृह्ण धेनुके॥
गोमात्रे नमः स्नानं समर्पयामि। स्नानोत्तरम् आचमनीयं समर्पयामि।

Deutsch
Mutter, in der alle Gottheiten sind, von allen Gottheiten verehrt: Nimm dieses angenehm berührende Wasser zum Bad an. Ich biete der Kuhmutter ein Bad und danach Wasser zum Nippen dar.

18.6. Gewand für die Kuhmutter
IAST
ācchādanaṃ gave dadyāṃ samyak śuddhaṃ suśobhanam|
surabhirvastradānena prīyatāṃ parameśvarī||
gomātre namaḥ vastraṃ samarpayāmi|

Devanagari
आच्छादनं गवे दद्यां सम्यक् शुद्धं सुशोभनम्।
सुरभिर्वस्त्रदानेन प्रीयतां परमेश्वरी॥
गोमात्रे नमः वस्त्रं समर्पयामि।

Deutsch
Ich gebe der Kuh eine reine, schöne Bedeckung. Surabhi, die höchste Göttin, möge sich über die Gewandgabe freuen. Der Kuhmutter biete ich ein Gewand dar.

18.7. Duft und Reiskörner für die Kuhmutter
IAST
sarvadevapriyaṃ devi candanaṃ candrasannibham|
kastūrīkuṅkumāḍhyaṃ ca sugandhaṃ pratigṛhyatām||
gomātre namaḥ divyaparimalagandhān dhārayāmi| gandhasyopari haridrākuṅkumaṃ samarpayāmi|
akṣatāśca suraśreṣṭhe kuṅkumāktāḥ suśobhitāḥ|
mayā niveditā bhaktyā gṛhāṇa parameśvari||
gomātre namaḥ akṣatān samarpayāmi|

Devanagari
सर्वदेवप्रियं देवि चन्दनं चन्द्रसन्निभम्।
कस्तूरीकुङ्कुमाढ्यं च सुगन्धं प्रतिगृह्यताम्॥
गोमात्रे नमः दिव्यपरिमलगन्धान् धारयामि। गन्धस्योपरि हरिद्राकुङ्कुमं समर्पयामि।
अक्षताश्च सुरश्रेष्ठे कुङ्कुमाक्ताः सुशोभिताः।
मया निवेदिता भक्त्या गृहाण परमेश्वरि॥
गोमात्रे नमः अक्षतान् समर्पयामि।

Deutsch
Göttin, nimm das allen Göttern liebe, mondhelle, mit Moschus und Kumkum bereicherte duftende Sandelholz an. Ich biete Duft sowie Kurkuma und Kumkum dar. Höchste Göttin, nimm die mit Kumkum geschmückten Reiskörner an, die ich in Hingabe darbringe.

18.8. Schmuck und Melkgefäß für die Kuhmutter
IAST
gomātre namaḥ śṛṅgabhūṣaṇaṃ kaṇṭhabhūṣaṇaṃ dohanapātram anyacca yathāśakti alaṅkāradravyaṃ samarpayāmi|

Devanagari
गोमात्रे नमः शृङ्गभूषणं कण्ठभूषणं दोहनपात्रम् अन्यच्च यथाशक्ति अलङ्कारद्रव्यं समर्पयामि।

Deutsch
Der Kuhmutter biete ich Hornschmuck, Halsschmuck, ein Melkgefäß und nach Kräften weitere Schmuckgegenstände dar.

18.9. Blumen für die Kuhmutter
IAST
puṣpamālāṃ tathā jātīpāṭalīcampakāni ca|
puṣpāṇi gṛhṇa dheno tvaṃ sarvavighnapraṇāśini||
gomātre namaḥ puṣpamālāṃ samarpayāmi|

Devanagari
पुष्पमालां तथा जातीपाटलीचम्पकानि च।
पुष्पाणि गृह्ण धेनो त्वं सर्वविघ्नप्रणाशिनि॥
गोमात्रे नमः पुष्पमालां समर्पयामि।

Deutsch
Kuh, Tilgerin aller Hindernisse, nimm Blumengirlande, Jasmin, Patali, Champaka und Blumen an. Ich biete der Kuhmutter die Girlande dar.

19. Lakshmi in der Kuhmutter betrachten
IAST
vande padmakarāṃ prasannavadanāṃ saubhāgyadāṃ bhāgyadāṃ
hastābhyāmabhayapradāṃ maṇigaṇairnānāvidhairbhūṣitām|
bhaktābhīṣṭaphalapradāṃ hariharabrahmādibhiḥ sevitāṃ
pārśve paṅkajaśaṅkhapadmanidhibhiryuktāṃ sadā śaktibhiḥ||
sarasijanilaye sarojahaste dhavalatamāṃśukagandhamālyaśobhe|
bhagavati harivallabhe manojñe tribhuvanabhūtikari prasīda mahyam||

Devanagari
वन्दे पद्मकरां प्रसन्नवदनां सौभाग्यदां भाग्यदां
हस्ताभ्यामभयप्रदां मणिगणैर्नानाविधैर्भूषिताम्।
भक्ताभीष्टफलप्रदां हरिहरब्रह्मादिभिः सेवितां
पार्श्वे पङ्कजशङ्खपद्मनिधिभिर्युक्तां सदा शक्तिभिः॥
सरसिजनिलये सरोजहस्ते धवलतमांशुकगन्धमाल्यशोभे।
भगवति हरिवल्लभे मनोज्ञे त्रिभुवनभूतिकरि प्रसीद मह्यम्॥

Deutsch
Ich verehre die Lotustragende, freundlich im Antlitz, Glück und gutes Geschick schenkend, mit beiden Händen Furchtlosigkeit gewährend, mit vielfältigen Edelsteinen geschmückt; die Wünsche der Verehrenden erfüllend, von Hari, Hara, Brahma und anderen bedient, mit den Schatzmächten des Lotus und der Muschel an ihrer Seite. Lotusbewohnerin, Lotushändige, strahlend in weißestem Gewand, Duft und Girlanden, Göttin, Geliebte Haris, lieblich und Wohlstand der drei Welten schenkend: Sei mir gnädig.

20.1. Lakshmis Namen 1–12
IAST
prakṛtyai namaḥ
vikṛtyai namaḥ
vidyāyai namaḥ
sarvabhūtahitapradāyai namaḥ
śraddhāyai namaḥ
vibhūtyai namaḥ
surabhyai namaḥ
paramātmikāyai namaḥ
vāce namaḥ
padmālayāyai namaḥ
padmāyai namaḥ
śucaye namaḥ

Devanagari
प्रकृत्यै नमः
विकृत्यै नमः
विद्यायै नमः
सर्वभूतहितप्रदायै नमः
श्रद्धायै नमः
विभूत्यै नमः
सुरभ्यै नमः
परमात्मिकायै नमः
वाचे नमः
पद्मालयायै नमः
पद्मायै नमः
शुचये नमः

Deutsch
Verneigung vor der Göttin als: Urnatur; Verwandlung; Wissen; Wohltäterin aller Wesen; Vertrauen; göttliche Fülle; Wohlriechende; höchstes Selbst; Sprache; Lotuswohnende; Lotus; Reine.

20.2. Lakshmis Namen 13–24
IAST
svāhāyai namaḥ
svadhāyai namaḥ
sudhāyai namaḥ
dhanyāyai namaḥ
hiraṇmayyai namaḥ
lakṣmyai namaḥ
nityapuṣṭāyai namaḥ
vibhāvaryai namaḥ
adityai namaḥ
dityai namaḥ
dīptāyai namaḥ
vasudhāyai namaḥ

Devanagari
स्वाहायै नमः
स्वधायै नमः
सुधायै नमः
धन्यायै नमः
हिरण्मय्यै नमः
लक्ष्म्यै नमः
नित्यपुष्टायै नमः
विभावर्यै नमः
अदित्यै नमः
दित्यै नमः
दीप्तायै नमः
वसुधायै नमः

Deutsch
Verneigung vor der Göttin als: Svaha, Opferwort für die Götter; Svadha, Opferwort für die Ahnen; Nektar; Gesegnete; Goldene; Lakshmi; stets Genährte; Nachtleuchtende; Aditi; Diti; Strahlende; Erde und Gabenspenderin.

20.3. Lakshmis Namen 25–36
IAST
vasudhāriṇyai namaḥ
kamalāyai namaḥ
kāntāyai namaḥ
kṣamāyai namaḥ
kṣīrodasambhavāyai namaḥ
anugrahapradāyai namaḥ
buddhaye namaḥ
anaghāyai namaḥ
harivallabhāyai namaḥ
aśokāyai namaḥ
amṛtāyai namaḥ
dīptāyai namaḥ

Devanagari
वसुधारिण्यै नमः
कमलायै नमः
कान्तायै नमः
क्षमायै नमः
क्षीरोदसम्भवायै नमः
अनुग्रहप्रदायै नमः
बुद्धये नमः
अनघायै नमः
हरिवल्लभायै नमः
अशोकायै नमः
अमृतायै नमः
दीप्तायै नमः

Deutsch
Verneigung vor der Göttin als: Trägerin der Erde; Lotusgöttin; Geliebte; Geduld; aus dem Milchmeer Entstandene; Gnadenschenkende; Einsicht; Makellose; Geliebte Haris; Leidfreie; Unsterbliche; Leuchtende.

20.4. Lakshmis Namen 37–48
IAST
lokaśokavināśinyai namaḥ
dharmanilayāyai namaḥ
karuṇāyai namaḥ
lokamātre namaḥ
padmapriyāyai namaḥ
padmahastāyai namaḥ
padmākṣyai namaḥ
padmasundaryai namaḥ
padmodbhavāyai namaḥ
padmamukhyai namaḥ
padmanābhapriyāyai namaḥ
ramāyai namaḥ

Devanagari
लोकशोकविनाशिन्यै नमः
धर्मनिलयायै नमः
करुणायै नमः
लोकमात्रे नमः
पद्मप्रियायै नमः
पद्महस्तायै नमः
पद्माक्ष्यै नमः
पद्मसुन्दर्यै नमः
पद्मोद्भवायै नमः
पद्ममुख्यै नमः
पद्मनाभप्रियायै नमः
रमायै नमः

Deutsch
Verneigung vor der Göttin als: Tilgerin des Weltenleids; Wohnung des Dharma; Mitgefühl; Weltmutter; Lotusliebende; Lotushändige; Lotusäugige; Lotusschöne; Lotusgeborene; Lotusgesichtige; Geliebte Padmanabhas; Rama, Freude.

20.5. Lakshmis Namen 49–60
IAST
padmamālādharāyai namaḥ
devyai namaḥ
padminyai namaḥ
padmagandhinyai namaḥ
puṇyagandhāyai namaḥ
suprasannāyai namaḥ
prasādābhimukhyai namaḥ
prabhāyai namaḥ
candravadanāyai namaḥ
candrāyai namaḥ
candrasahodaryai namaḥ
caturbhujāyai namaḥ

Devanagari
पद्ममालाधरायै नमः
देव्यै नमः
पद्मिन्यै नमः
पद्मगन्धिन्यै नमः
पुण्यगन्धायै नमः
सुप्रसन्नायै नमः
प्रसादाभिमुख्यै नमः
प्रभायै नमः
चन्द्रवदनायै नमः
चन्द्रायै नमः
चन्द्रसहोदर्यै नमः
चतुर्भुजायै नमः

Deutsch
Verneigung vor der Göttin als: Lotusgirlandenträgerin; Göttin; Lotusreiche; Lotusduftende; heilig Duftende; überaus Freundliche; zur Gnade Gewandte; Glanz; Mondgesichtige; Mondhelle; Schwester des Mondes; Vierarmige.

20.6. Lakshmis Namen 61–72
IAST
candrarūpāyai namaḥ
indirāyai namaḥ
induśītalāyai namaḥ
āhlādajananyai namaḥ
puṣṭyai namaḥ
śivāyai namaḥ
śivakaryai namaḥ
satyai namaḥ
vimalāyai namaḥ
viśvajananyai namaḥ
tuṣṭyai namaḥ
dāridryanāśinyai namaḥ

Devanagari
चन्द्ररूपायै नमः
इन्दिरायै नमः
इन्दुशीतलायै नमः
आह्लादजनन्यै नमः
पुष्ट्यै नमः
शिवायै नमः
शिवकर्यै नमः
सत्यै नमः
विमलायै नमः
विश्वजनन्यै नमः
तुष्ट्यै नमः
दारिद्र्यनाशिन्यै नमः

Deutsch
Verneigung vor der Göttin als: Mondgestaltige; Indira; mondkühle Göttin; Freude Erzeugende; Nahrung und Gedeihen; Heilvolle; Heil Bewirkende; Wahre; Fleckenlose; Mutter des Alls; Zufriedenheit; Armut Vernichtende.

20.7. Lakshmis Namen 73–84
IAST
prītipuṣkariṇyai namaḥ
śāntāyai namaḥ
śuklamālyāmbarāyai namaḥ
śriyai namaḥ
bhāskaryai namaḥ
bilvanilayāyai namaḥ
varārohāyai namaḥ
yaśasvinyai namaḥ
vasundharāyai namaḥ
udārāṅgāyai namaḥ
hariṇyai namaḥ
hemamālinyai namaḥ

Devanagari
प्रीतिपुष्करिण्यै नमः
शान्तायै नमः
शुक्लमाल्याम्बरायै नमः
श्रियै नमः
भास्कर्यै नमः
बिल्वनिलयायै नमः
वरारोहायै नमः
यशस्विन्यै नमः
वसुन्धरायै नमः
उदाराङ्गायै नमः
हरिण्यै नमः
हेममालिन्यै नमः

Deutsch
Verneigung vor der Göttin als: Teich der Liebe; Friedvolle; mit weißen Girlanden und Gewändern; Shri, Glück und Glanz; Sonnenleuchtende; im Bilva Wohnende; Schöngestaltige; Ruhmreiche; Erde; Edle von Gestalt; Hirschähnliche; Goldgirlandenträgerin.

20.8. Lakshmis Namen 85–96
IAST
dhanadhānyakaryai namaḥ
siddhyai namaḥ
straiṇasaumyāyai namaḥ
śubhapradāyai namaḥ
nṛpaveśmagatānandāyai namaḥ
varalakṣmyai namaḥ
vasupradāyai namaḥ
śubhāyai namaḥ
hiraṇyaprākārāyai namaḥ
samudratanayāyai namaḥ
jayāyai namaḥ
maṅgalāyai devyai namaḥ

Devanagari
धनधान्यकर्यै नमः
सिद्ध्यै नमः
स्त्रैणसौम्यायै नमः
शुभप्रदायै नमः
नृपवेश्मगतानन्दायै नमः
वरलक्ष्म्यै नमः
वसुप्रदायै नमः
शुभायै नमः
हिरण्यप्राकारायै नमः
समुद्रतनयायै नमः
जयायै नमः
मङ्गलायै देव्यै नमः

Deutsch
Verneigung vor der Göttin als: Spenderin von Reichtum und Getreide; Vollendung; Frauen freundlich Zugewandte; Glücksbringende; Freude in Königshäusern; Segen spendende Lakshmi; Reichtum Gebende; Gute; von goldenem Wall Umgebene; Tochter des Meeres; Siegreiche; heilvolle Göttin.

20.9. Lakshmis Namen 97–108
IAST
viṣṇuvakṣaḥsthalasthitāyai namaḥ
viṣṇupatnyai namaḥ
prasannākṣyai namaḥ
nārāyaṇasamāśritāyai namaḥ
dāridryadhvaṃsinyai namaḥ
devyai namaḥ
sarvopadravahāriṇyai namaḥ
navadurgāyai namaḥ
mahākālyai namaḥ
brahmaviṣṇuśivātmikāyai namaḥ
trikālajñānasampannāyai namaḥ
bhuvaneśvaryai namaḥ

Devanagari
विष्णुवक्षःस्थलस्थितायै नमः
विष्णुपत्न्यै नमः
प्रसन्नाक्ष्यै नमः
नारायणसमाश्रितायै नमः
दारिद्र्यध्वंसिन्यै नमः
देव्यै नमः
सर्वोपद्रवहारिण्यै नमः
नवदुर्गायै नमः
महाकाल्यै नमः
ब्रह्मविष्णुशिवात्मिकायै नमः
त्रिकालज्ञानसम्पन्नायै नमः
भुवनेश्वर्यै नमः

Deutsch
Verneigung vor der Göttin als: auf Vishnus Brust Wohnende; Gemahlin Vishnus; Freundlichäugige; bei Narayana Zuflucht Findende; Vernichterin der Armut; Göttin; alle Bedrängnisse Hinwegnehmende; neunfache Durga; Mahakali; Brahma, Vishnu und Shiva in sich Tragende; mit Erkenntnis der drei Zeiten Begabte; Herrin der Welten.

21. Duft und Licht darbringen
IAST
gomātre namaḥ nānāvidhaparimalapatrapuṣpāṇi samarpayāmi|
devadrumarasodbhūtaṃ goghṛtena samanvitam|
prayacchāmi mahābhāge dhūpo'yaṃ pratigṛhyatām||
gomātre namaḥ dhūpam āghrāpayāmi|
ānandadaḥ surāṇāṃ ca lokānāṃ sarvadā priyaḥ|
gaustvaṃ pāhi jaganmātaḥ dīpo'yaṃ pratigṛhyatām||
gomātre namaḥ dīpaṃ darśayāmi|

Devanagari
गोमात्रे नमः नानाविधपरिमलपत्रपुष्पाणि समर्पयामि।
देवद्रुमरसोद्भूतं गोघृतेन समन्वितम्।
प्रयच्छामि महाभागे धूपोऽयं प्रतिगृह्यताम्॥
गोमात्रे नमः धूपम् आघ्रापयामि।
आनन्ददः सुराणां च लोकानां सर्वदा प्रियः।
गौस्त्वं पाहि जगन्मातः दीपोऽयं प्रतिगृह्यताम्॥
गोमात्रे नमः दीपं दर्शयामि।

Deutsch
Der Kuhmutter biete ich duftende Blätter und Blüten dar. Aus dem Harz göttlicher Bäume entstanden und mit Kuhghee verbunden, wird dieser Duft dir angeboten; Hochgesegnete, nimm ihn an. Ich lasse Duft aufsteigen. Das Licht gibt den Göttern Freude und ist den Welten stets lieb. Weltmutter in Kuhgestalt, behüte uns und nimm dieses Licht an.

22. Futter und Trinkwasser geben
IAST
surabhirvaiṣṇavī mātā nityaṃ viṣṇupade sthitā|
grāsaṃ gṛhṇātu sā dhenuryā'sti trailokyavāsinī||
gomātre namaḥ naivedyaṃ nivedayāmi|
gogrāsaṃ samarpayāmi| nivedanānantaram ācamanīyaṃ samarpayāmi|

Devanagari
सुरभिर्वैष्णवी माता नित्यं विष्णुपदे स्थिता।
ग्रासं गृह्णातु सा धेनुर्याऽस्ति त्रैलोक्यवासिनी॥
गोमात्रे नमः नैवेद्यं निवेदयामि।
गोग्रासं समर्पयामि। निवेदनानन्तरम् आचमनीयं समर्पयामि।

Deutsch
Surabhi, die Vishnu zugehörige Mutter, stets an Vishnus Füßen weilend: Diese Kuh, die in den drei Welten wohnt, möge den Bissen annehmen. Der Kuhmutter biete ich Nahrung, einen Futterbissen und danach Wasser zum Nippen dar.

23. Licht, Blüten und Umrundung
IAST
nīrājanaṃ gṛhāṇedaṃ karpūraiḥ kalitaṃ mayā|
kāmadhenusamudbhūte sarvābhīṣṭaphalaprade||
gomātre namaḥ nīrājanaṃ darśayāmi|
gobhyo yajñāḥ pravartante gobhyo devāḥ samutthitāḥ|
gobhyo vedāḥ samutkīrṇāḥ saṣaḍaṅgapadakramāḥ||
gomātre namaḥ puṣpāñjaliṃ samarpayāmi|
yāni kāni ca pāpāni janmāntarakṛtāni ca|
tāni nāśaya dheno tvaṃ pradakṣiṇapade pade||

Devanagari
नीराजनं गृहाणेदं कर्पूरैः कलितं मया।
कामधेनुसमुद्भूते सर्वाभीष्टफलप्रदे॥
गोमात्रे नमः नीराजनं दर्शयामि।
गोभ्यो यज्ञाः प्रवर्तन्ते गोभ्यो देवाः समुत्थिताः।
गोभ्यो वेदाः समुत्कीर्णाः सषडङ्गपदक्रमाः॥
गोमात्रे नमः पुष्पाञ्जलिं समर्पयामि।
यानि कानि च पापानि जन्मान्तरकृतानि च।
तानि नाशय धेनो त्वं प्रदक्षिणपदे पदे॥

Deutsch
Aus Kamadhenu Hervorgegangene, alle guten Wünsche Erfüllende, nimm das von mir bereitete Kampferlicht an. Der Kuhmutter zeige ich Licht. Aus den Kühen entfalten sich Opfer, aus ihnen sind die Götter hervorgegangen, aus ihnen die Veden mit sechs Hilfswissenschaften und den Rezitationsweisen. Ich biete die Blütenverehrung dar. Kuh, tilge bei jedem Schritt der Umrundung alle Verfehlungen, auch die früherer Leben.

24. Die Gomati Vidya rezitieren
IAST
gāvaḥ surabhayo nityaṃ gāvo guggulugandhikāḥ|
gāvaḥ pratiṣṭhā bhūtānāṃ gāvaḥ svastyayanaṃ mahat||
annameva paraṃ gāvo devānāṃ haviruttamam|
pāvanaṃ sarvabhūtānāṃ kṣaranti ca vahanti ca||
haviṣā mantrapūtena tarpayantyamarān divi|
ṛṣīṇām agnihotreṣu gāvo home pratiṣṭhitāḥ||
sarveṣāmeva bhūtānāṃ gāvaḥ śaraṇamuttamam|
gāvaḥ pavitraṃ paramaṃ gāvo maṅgalamuttamam|
gāvaḥ svargasya sopānaṃ gāvo dhanyāḥ sanātanāḥ||
namo gobhyaḥ śrīmatībhyaḥ saurabheyībhya eva ca|
namo brahmasutābhyaśca pavitrābhyo namo namaḥ||
brāhmaṇāścaiva gāvaśca kulamekaṃ dvidhā sthitam|
ekatra mantrāstiṣṭhanti havirekatra tiṣṭhati||
devabrāhmaṇagosādhusādhvībhiḥ sakalaṃ jagat|
dhāryate vai sadā tasmāt sarve pūjyatamāḥ sadā||
yatra tīrthe sadā gāvaḥ pibanti tṛṣitā jalam|
uttaranti pathā yena sthitā tatra sarasvatī||
gavāṃ hi tīrthe vasatīha gaṅgā
puṣṭistathā tadrajasi pravṛddhā|
lakṣmīḥ karīṣe praṇatau ca dharmaḥ
tāsāṃ praṇāmaṃ satataṃ ca kuryāt||

Devanagari
गावः सुरभयो नित्यं गावो गुग्गुलुगन्धिकाः।
गावः प्रतिष्ठा भूतानां गावः स्वस्त्ययनं महत्॥
अन्नमेव परं गावो देवानां हविरुत्तमम्।
पावनं सर्वभूतानां क्षरन्ति च वहन्ति च॥
हविषा मन्त्रपूतेन तर्पयन्त्यमरान् दिवि।
ऋषीणाम् अग्निहोत्रेषु गावो होमे प्रतिष्ठिताः॥
सर्वेषामेव भूतानां गावः शरणमुत्तमम्।
गावः पवित्रं परमं गावो मङ्गलमुत्तमम्।
गावः स्वर्गस्य सोपानं गावो धन्याः सनातनाः॥
नमो गोभ्यः श्रीमतीभ्यः सौरभेयीभ्य एव च।
नमो ब्रह्मसुताभ्यश्च पवित्राभ्यो नमो नमः॥
ब्राह्मणाश्चैव गावश्च कुलमेकं द्विधा स्थितम्।
एकत्र मन्त्रास्तिष्ठन्ति हविरेकत्र तिष्ठति॥
देवब्राह्मणगोसाधुसाध्वीभिः सकलं जगत्।
धार्यते वै सदा तस्मात् सर्वे पूज्यतमाः सदा॥
यत्र तीर्थे सदा गावः पिबन्ति तृषिता जलम्।
उत्तरन्ति पथा येन स्थिता तत्र सरस्वती॥
गवां हि तीर्थे वसतीह गङ्गा
पुष्टिस्तथा तद्रजसि प्रवृद्धा।
लक्ष्मीः करीषे प्रणतौ च धर्मः
तासां प्रणामं सततं च कुर्यात्॥

Deutsch
Die Kühe sind stets wohlriechend, duften wie Guggulu, tragen die Wesen und sind ein großer Weg zum Wohl. Sie sind höchste Nahrung und vorzügliche Opfergabe für die Götter; Reinigendes für alle Wesen lassen sie fließen und tragen es. Mit durch Mantras geheiligten Gaben erquicken sie die Unsterblichen im Himmel; in den Feuerdiensten der Seher haben Kühe ihren Platz. Sie sind vorzügliche Zuflucht aller Wesen, höchste Reinigung und größtes Heil, Stufen zum Himmel, gesegnet und von alters her verehrt. Verneigung den glückverheißenden Kühen, Nachkommen Surabhis, Töchtern Brahmas, den Reinen. Brahmanen und Kühe sind wie eine Familie in zwei Formen: Bei den einen wohnen die Mantras, bei den anderen die Opfergaben. Götter, Brahmanen, Kühe, gute Männer und Frauen tragen stets die Welt; deshalb sind sie hoch zu ehren. Wo durstige Kühe Wasser trinken und auf welchem Weg sie hinaufsteigen, dort ist Sarasvati. An ihrer Wasserstelle wohnt Ganga, im aufgewirbelten Staub wächst Gedeihen, im Dung wohnt Lakshmi, in der Verneigung Dharma: Deshalb soll man sich stets vor ihnen verneigen.

25. Verbundenheit mit den Kühen ausdrücken
IAST
gāvo mām upatiṣṭhantu hemaśṛṅgyaḥ payomucaḥ|
surabhyaḥ saurabheyyaśca saritaḥ sāgaraṃ yathā||
gā vai paśyānyahaṃ nityaṃ gāvaḥ paśyantu māṃ sadā|
gāvo'smākaṃ vayaṃ tāsāṃ yato gāvastato vayam||
evaṃ rātrau divā vā'pi sameṣu viṣameṣu ca|
bhayeṣu ca naro nityaṃ kīrtayan mucyate bhayāt||
ghṛtakṣīrapradā gāvo ghṛtayonyo ghṛtodbhavāḥ|
ghṛtanadyo ghṛtāvartāstā me santu sadā gṛhe||
ghṛtaṃ me hṛdaye nityaṃ ghṛtaṃ nābhyāṃ pratiṣṭhitam|
ghṛtaṃ me sarvataścaiva ghṛtaṃ me manasi sthitam||
gāvo mamāgrataḥ santu gāvo me santu pṛṣṭhataḥ|
gāvo me hṛdaye santu gavāṃ madhye vasāmyaham||
ityācamya japan prātaḥ sāyaṃ vā puruṣastathā|
yad rātryā kurute pāpaṃ tad rātryā pratimucyate|
yad ahnā kurute pāpaṃ tad ahnā pratimucyate||
gomātre namaḥ prārthanāḥ samarpayāmi|

Devanagari
गावो माम् उपतिष्ठन्तु हेमशृङ्ग्यः पयोमुचः।
सुरभ्यः सौरभेय्यश्च सरितः सागरं यथा॥
गा वै पश्यान्यहं नित्यं गावः पश्यन्तु मां सदा।
गावोऽस्माकं वयं तासां यतो गावस्ततो वयम्॥
एवं रात्रौ दिवा वाऽपि समेषु विषमेषु च।
भयेषु च नरो नित्यं कीर्तयन् मुच्यते भयात्॥
घृतक्षीरप्रदा गावो घृतयोन्यो घृतोद्भवाः।
घृतनद्यो घृतावर्तास्ता मे सन्तु सदा गृहे॥
घृतं मे हृदये नित्यं घृतं नाभ्यां प्रतिष्ठितम्।
घृतं मे सर्वतश्चैव घृतं मे मनसि स्थितम्॥
गावो ममाग्रतः सन्तु गावो मे सन्तु पृष्ठतः।
गावो मे हृदये सन्तु गवां मध्ये वसाम्यहम्॥
इत्याचम्य जपन् प्रातः सायं वा पुरुषस्तथा।
यद् रात्र्या कुरुते पापं तद् रात्र्या प्रतिमुच्यते।
यद् अह्ना कुरुते पापं तद् अह्ना प्रतिमुच्यते॥
गोमात्रे नमः प्रार्थनाः समर्पयामि।

Deutsch
Mögen die goldhörnigen, Milch spendenden Kühe, die wohlriechenden Töchter Surabhis, zu mir kommen wie Flüsse zum Meer. Möge ich täglich Kühe sehen und mögen sie stets mich sehen. Sie gehören zu uns und wir zu ihnen; wo die Kühe sind, dort sind wir. Wer dies nachts oder tags, in ebenen und schwierigen Lagen und bei Furcht stets lobpreisend spricht, wird nach der Verheißung von Furcht frei. Die Milch und Ghee gebenden Kühe, Ursprung und Quelle des Ghee, Ströme und Wirbel des Ghee, seien stets bei meinem Haus. Ghee sei stets in meinem Herzen, in meinem Nabel, rings um mich und in meinem Geist. Kühe seien vor und hinter mir, Kühe seien in meinem Herzen; inmitten der Kühe wohne ich. Wer nach dem Reinigungsnippen morgens oder abends so rezitiert, wird nach der Verheißung von den Verfehlungen der Nacht beziehungsweise des Tages frei. Der Kuhmutter biete ich die Gebete dar.

26. Die Verehrung widmen
IAST
kāyena vācā manasendriyairvā
buddhyātmanā vā prakṛteḥ svabhāvāt|
karomi yadyat sakalaṃ parasmai
nārāyaṇāyeti samarpayāmi||
anena pūjanena gomātā prīyatām|
oṃ tat sad brahmārpaṇamastu|

Devanagari
कायेन वाचा मनसेन्द्रियैर्वा
बुद्ध्यात्मना वा प्रकृतेः स्वभावात्।
करोमि यद्यत् सकलं परस्मै
नारायणायेति समर्पयामि॥
अनेन पूजनेन गोमाता प्रीयताम्।
ॐ तत् सद् ब्रह्मार्पणमस्तु।

Deutsch
Was immer ich mit Körper, Sprache, Geist, Sinnen, Verstand oder Selbst, aus meiner natürlichen Beschaffenheit tue, all das widme ich dem höchsten Narayana. Durch diese Verehrung möge die Kuhmutter erfreut sein. Om, dies ist die Wahrheit; es sei Brahman dargebracht.

27. Die Hindi-Schlussrufe
Wissenschaftliche Umschrift des Hindi
dharma kī jaya ho! adharma kā nāśa ho! prāṇiyoṁ meṁ sadbhāvanā ho!
viśva kā kalyāṇa ho! gau hatyā banda ho! gau mātā kī jaya ho!

Devanagari
धर्म की जय हो! अधर्म का नाश हो! प्राणियों में सद्भावना हो!
विश्व का कल्याण हो! गौ हत्या बन्द हो! गौ माता की जय हो!

Deutsch
Der Dharma siege! Das Unrechte gehe zugrunde! Unter den Lebewesen sei freundliche Gesinnung! Der Welt sei Wohlergehen! Die Tötung von Kühen höre auf! Ehre der Kuhmutter!

Quellen und Weiterführung

  • Puja Vidhanam, Sanskrit-Kompilation, Kapitel Go-Puja, gedruckte S. 576–592: vollständige Vorverehrung, Hauptverehrung, 35 Körperzuordnungen, Lakshmis 108 Namen, Gomati Vidya und Schlussgebete. S. 592–594: erläuternder Quellenanhang mit Hemadri- und Bhavishya-Bezügen. Der Anhang kennzeichnet die ergänzte Gruppe der zwölf Adityas ausdrücklich; die gesamte Liturgie ist deshalb nicht als wörtlicher Text eines einzigen Purana zu verstehen.
  • Vishnudharmottara Purana, zweiter Teil, Kapitel 42, Verse 50–58: Gomati Vidya in der vom Handbuch wiedergegebenen Fassung.
  • Pandit Sri Ram Sivan: Puja Sangraha, S. 4, Achamana, und S. 15–16, Speisendarbringung, zur Auflösung der im Hauptdruck abgekürzten Vorformeln. Volltext. Die äußeren Handlungen am Tier sowie die deutsch gesprochene Kalenderansage sind ausdrücklich erläuterte praktische Anpassungen.
  • Der moderne Sankalpa mit Tier- und Umweltschutz sowie die Hindi-Schlussrufe werden als solche erhalten. Die Rezitationen sind traditionelle beziehungsweise im Handbuch vorliegende Formeln; die deutschen Erläuterungen sind eigenständige Übertragungen.
  • Siehe auch: Puja, Dharma, Bhakti, Hindu-Rituale – ausführliche Anleitungen.

Ergänzende Vertiefung
Das Krishna-Mantra „Krishna Mahayogin“ ist eine ergänzende Hinwendung zu Gottes Gegenwart; es gehört nicht zur vorgeschriebenen Rezitationsfolge dieses Rituals.

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