Entschleunigung

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Entschleunigung ist ein wichtiger Gegenpol zu der schnelllebigen Gesellschaft von heute.

Entschleunigung - erläutert vom Yoga Standpunkt aus

Entschleunigung

Du solltest in der Lage sein, Dinge auch schnell zu machen. Yoga will dich nicht zu einem langsamen Menschen machen. Yoga will dir Kraft geben, dass du Dinge schnell erledigen kannst, mit Freude erledigen kannst, dass du effektiv sein kannst. Aber viele Menschen sind weder effektiv noch sind sie wirklich schnell, sie sind nur gehetzt. „In der Ruhe liegt die Kraft“, heißt es so schön. Es ist manchmal gut, sich zu entschleunigen und Kraft anzusammeln, um dann viel zu bewirken. So wie die Natur im Winter nach innen geht und dann im Frühjahr sprießen und im Sommer und Herbst reiche Ernte bringen kann, so ist es wichtig, Phasen der Entschleunigung zu haben, wo du nach innen gehst, wo du dich beruhigst und bewusst bist ‒ und dann Phasen zu haben, wo du besonders intensiv tätig bist.

Was man tun kann für Entschleunigung

Meditation

Übe zum einen Meditation. Da sitzt du ruhig und tust nichts. Natürlich machst du mit deinem Geist eine Menge. Aber schon jeden Tag 20 Minuten ‒ oder nur drei Minuten ‒ dich hinsetzen und ansonsten nichts Produktives zu machen, dich nicht ablenken zu lassen, ist eine wichtige Entschleunigung.

Asanas

Übe zweitens Asanas, Körperstellungen. Vor allen Dingen übe sie ruhig. Gehe langsam in eine Stellung hinein, gehe langsam aus der Stellung heraus und halte die Stellung ruhig. Entschleunige dich, indem du die Asanas ruhig machst. (Es gibt zwar inzwischen die Mode, dass man schnelle Asanas macht, von einer Stellung zur anderen springt. Das mag auch seine Schönheit haben. Aber wenn du Entschleunigung suchst, dann mache die Asanas ruhig.)

Essen

Beim Essen kannst du gut Entschleunigung üben. Eventuell wirst du sagen, nicht bei jeder Mahlzeit. Aber iss mindestens eine Mahlzeit am Tag bewusst (oder 3-5 Minuten von einer Mahlzeit). Kaue jeden Bissen 30mal. Wenn du den Bissen nimmst, schaue dir an, was du isst. Schmecke es bewusst. Höre, wie das Kauen sich anfühlt. Rieche und spüre, wie es ist, den Bissen runterzuschlucken. Du musst ja nicht die ganze Mahlzeit in Schweigen und ruhig zu dir nehmen (Ich muss zugeben, das mache ich auch nicht.), aber ein paar Minuten entschleunigen beim Essen, bewusst essen, langsam essen.

Ruhig gehen

Wenn du gehst: Ja, es ist gut, flott zu gehen. Ab und zu mal ist es gut, langsam zu gehen, ruhig zu gehen, dich ruhig zu bewegen, ruhig jemandem zuzuschauen. Nicht rennen ‒ ruhig. Entschleunigung üben.

Das sind so ein paar Dinge, die du täglich machen kannst: Meditation, Asanas, ruhiges Essen, ab und zu mal ruhig gehen und etwas ruhig tun.

Ashram Besuch

Dann ist es gut, einmal pro Woche für ein paar Stunden etwas zu entschleunigen. Und mindestens einmal (besser zwei-, dreimal) im Jahr fünf Tage bis zwei Wochen zum Beispiel in einen Ashram zu gehen, wo vieles getan wird für die Entschleunigung, so dass du nachher im Alltag wieder beschleunigen kannst, wenn du willst. Oder wenn du vielleicht in der Situation bist, dass du gar nicht mehr so beschleunigen willst, zum Beispiel weil du gerade arbeitslos bist zum Beispiel, weil du verrentet bist, dann kannst du lernen, entschleunigt den Alltag bewusst zu genießen.

Video Entschleunigung

Videovortrag über Entschleunigung :

Autor/Sprecher/Kamera: Sukadev Bretz, Gründer von Yoga Vidya, Seminarleiter zu Yoga und Meditation.

Entschleunigung Audio Vortrag

Hier die Audiospur des oberen Videos zu Entschleunigung :

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Siehe auch

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