Dri

Aus Yogawiki
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Der große indische Grammatiker Panini, um 500 v.Chr., definierte schon die Dhatus, die Verbawurzeln

1. Dri (Sanskrit: दृ dṛ) ist eine Sanskrit Verbalwurzel (Dhatu) und bedeutet: bersten, zerfahren, zerfallen; bersten machen, sprengen, zerreißen, zerpflücken; (Passiv:) sich spalten, bersten, aufbrechen; auseinander stieben (von Kämpfern in der Schlacht). Das PPP dieser Wurzel lautet Dirna.


2. Dri (Sanskrit: दृ dṛ) ist eine Sanskrit Verbalwurzel und bedeutet: Rücksicht nehmen, beachten, sich etwas angelegen sein lassen; jemand mit Rücksicht behandeln, auszeichnen; in Achtung stehen.

dri als Verbalwurzel

dṛ ist eine Sanskrit Verbalwurzel. Eine Verbalwurzel ist im Sanskrit ein Verb, das meistens aus einer Silbe besteht. Man spricht von Wurzel, weil daraus durch Voranstellen von Präfixen und Hintenanstellen von Suffixen neue Wörter gebildet werden. Die altindischen Sanskrit Grammatiker wie Panini sprechen von Dhatus, Elementen, Grundbausteine. Denn die Dhatus, die Verbalwurzeln, sind die Grundbestandteile der meisten Sanskritwörter und der gesamten Sanskritsprache.

Unterschiedliche Schreibweisen für dri

Sanskrit wird klassischerweise in der Devanagari Schrift geschrieben. Devanagari hat andere Buchstaben als die römische Schrift, also die Schrift, in der auch das Deutsche geschrieben wird. Es gibt verschiedene Transliterationen, nach denen Sanskritwörter in römischer Schrift geschrieben werden können. Die vereinfachte Umschrift für das Wort, das hier behandelt wird, ist dri. Im Devanagari Original schreibt man दृ. In der IAST Transliteration, die auch als wissenschaftliche Transkription bezeichnet wird, und welche die diakritischen Zeichen umfasst, schreibt man dṛ. In der Velthuis Umschrift sieht das so aus: d.r. Harvard-Kyoto Transliteration ist dR. In der im Internet viel gebrauchten Itrans Transkription wird geschrieben dR^i.


Siehe auch

Einige weitere Verbalwurzeln


Quelle

  • P.V. Upadhya, Dhaturupa Chandrika with the Dathupatha of Panini containing all irregular and noteworthy forms, Bombay, 1927.