Dhanurdharin

Dhanurdharin (Sanskrit: dhanurdhārin m.) = einen Bogen tragend, Arjuna
Dhanurdharin ist ein Sanskrit-Wort, das sich aus den Teilen dhanur (Bogen) und dharin (Träger, Halter) zusammensetzt. Wörtlich bedeutet es „Bogenträger“ oder „der den Bogen hält“. Im übertragenen, kulturellen und literarischen Gebrauch bezeichnet Dhanurdharin häufig einen Bogenschützen, einen Krieger mit Bogen oder allgemein jemanden, der bewaffnet ist und kampffähig ist — etwa ein Held in Epen wie dem Mahabharata. In religiösen oder ikonographischen Beschreibungen kann es auch auf Götter, Halbgötter oder mythische Figuren angewendet werden, die mit Bogen dargestellt werden, und damit Attribute von Stärke, Geschicklichkeit und Kriegsfähigkeit betonen.
Ein klassisches Beispiel für einen Dhanurdharin aus der indischen Mythologie ist Arjuna aus dem Mahabharata. Arjuna ist einer der fünf Pandava-Brüder und gilt als hervorragender Bogenschütze; sein Gefährte und Wagenlenker Krishna gibt ihm im Krieg von Kurukshetra taktischen und spirituellen Beistand. Arjunas Können mit dem Bogen wird in zahlreichen Episoden sichtbar: etwa im Wettbewerb um Draupadi, wo er mit Präzision einen Pfirsichkern trifft, oder in vielen Kampfszenen des Epos, in denen er mit göttlichen Waffen und großer Zielgenauigkeit hervorsticht. Als Dhanurdharin symbolisiert Arjuna nicht nur militärische Fertigkeit, sondern auch Pflichterfüllung, moralische Konflikte und die Suche nach höherer Erkenntnis, zuletzt in der Form der Bhagavad-gita, die als Gespräch zwischen ihm und Krishna über Pflicht, Handeln und spirituelle Einsicht überliefert ist.