Bhaja Govindam

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Bhaja Govindam (Sanskrit भजगोविन्दं bhajagovindaṁ) ist eine der populärsten kleinen Schriften von Shankara, auch Adi Shankaracharya genannt. Das wesentliche Wissen, welches durch das Bhaja Govindam vermittelt werden soll ist die Notwendigkeit, eine Einstellung der Ungebundenheit zu allen weltlichen Angelegenheiten und intensive Hingabe an Gott zu kultivieren. Diese zwei sind notwendig um sogar ein glückliches Leben in der Welt zu führen. Sie sind auch die wichtigsten Erfordernisse für Aspiranten der Selbsterkenntnis. Das Bhaja Govindam ist eines der wichtigsten Lehrgedichte der Advaita Vedanta Tradition. Das Bhaja Govindam wurde um 800 n.Chr. geschrieben.

Legende um das Bhaja Govindam

Der Legende nach ging Shankara mit seinen Schülern am Ganges entlang. Dabei sah er einen alten Mann, der Sanskrit Grammatikregeln rezitierte. Shankara wurde von Mitgefühl erfüllt. Spontan flossen Worte aus seinem Mund, die den alten Mann dazu inspirieren sollten, sich nicht mehr um Sanskrit Grammatik zu kümmern, sondern Gott zu verehren. So entstanden die ersten Strophen dieses Liedes "Bhaja Govindam". Als Shankara geendet hatte, beteiligte sich jeder seiner Schüler an diesem Lehrgedicht, indem er eine weitere Strophe komponierte. So ist das Bhaja Govindam mit ein Gemeinschaftswerk von Shankara und seinen Schülern.

Andere Namen für Bhaja Govindam

Bhaja Govindam wird so genannt nach dem Beginn des ersten Verses, der gleichzeitig der Refrain ist. Bhaja Govindam - verehre Gott, suche Gott. Mit diesen Worten beginnt dieses Lehrgedicht. Die erste Strophe wird nach jeder Strophe wiederholt.

Weitere Namen für das Bhaja Govindam sind:

  • Moha Mudgara: Der Hammer (Mudgara) der Verblendung (Moha): Dieses Lehrgedicht Bhaja Govindam soll helfen, die Verblendung von Identifikation, Anhaftung und Gier zu überwinden
  • Dvadashamanjarika Stotra: "Hymne, die aus 12 Versblüten besteht": Der erste Vers/Strophe, beginnend mit Bhaja Govindam, ist der Refrain. Die nächsten zwölf Strophen sind ebenso von Shankara selbst. Dann folgen 14 weitere Verse, welche die 14 Schüler von Shankara komponierten.

Anzahl der Strophen des Bhaja Govindam

Es gibt 3 Versionen des Bhaja Govindam. Bhaja Govindam hat entweder 14 oder 27 oder 31 oder 33 Strophen (Shlokas).

Die Bhaja Govindam Version der 14 Strophen besteht aus

  • Refrain
  • 12 Strophen von Shankara
  • Abschluss-Strophe

Die Bhaja Govindam Version mit 27 Strophen besteht aus

  • Refrain
  • 12 Strophen von Shankara
  • 14 Strophen seiner Schüler.
  • Nach diesen 27 Strophen kann es dann noch 6 bzw. 7 Abschluss-Strophen geben. So kommt man auf 31 bzw. 33 Shlokas.

Übersetzung des Bhaja Govindam

Hier eine Übersetzung des Bhaja Govindam, Übersetzung von Hannes Wissing:

1. Bete Govinda an, bete Govinda an, Du Verblendeter! Wenn das Ende nahe sein wird, werden Grammatik-Kenntnisse Dich nicht retten.

2. O Du Verblendeter, gebe Deine Sehnsucht nach Reichtum auf. Mache Dein Bewusstsein frei von Begierden und fülle es mit dem Gedanken an Brahman. Sei mit dem glücklich, was Du als Ergebnis Deiner vorigen Handlungen (Karma) bekommst.

3. Sei nicht in den weiblichen Körper vernarrt. Erinnere Dich immer wieder daran, dass er nur aus Fleisch, Fett und ähnlichen Substanzen zusammengesetzt wird.

4. Das Leben ist genau so vorübergehend wie Wassertropfen auf einem Lotusblumenblatt. Wisse, dass die ganze Welt fest im Griff von Krankheit, Kummer und Ego ist.

5. Die Familie einer Person liebt ihn nur so lange wie er im Stande ist Geld zu verdienen. Später, sobald der Körper schwach geworden ist, fragt auch keiner im Haus mehr nach ihm.

6. Solange noch Atem in seinem Körper ist, erkundigen sich die Angehörigen im Haus nach seinem Wohlergehen. Sobald ihn jedoch der Atem verlassen hat, fürchten sogar diejenigen, welche auf ihn angewiesen waren, seine Leiche.

7. Denke daran, dass Reichtum immer böse ist; es gibt nicht die geringste Spur von Glück in ihm. Für die Reichen existiert sogar Angst vor ihren Söhnen; dies ist überall die Regel.

8. Das Kind möchte immerzu spielen; der junge Mann ist in das andere Geschlecht verliebt; der alte Mann ist immer in seine Sorgen versunken; Keiner denkt jemals an das höchste Brahman.

9. Wer ist Deine Frau? Wer ist Dein Sohn? Diese vergängliche Welt ist in der Tat sehr merkwürdig. Zu wem gehörst du? Woher bist Du gekommen? O Bruder, denke über die Wahrheit von allen diesen (Fragen) nach.

10. Gesellschaft mit dem Guten führt zu Distanzierung gegenüber weltlichen Angelegenheiten. Bindungslosigkeit führt zur Freiheit von Irrglauben. Aus Freiheit von Irrglauben entsteht die Beständigkeit des Geistes (in der Meditation auf das höchste Wesen). Beständigkeit des Geistes führt zur Befreiung sogar während man noch am Leben ist.

11. Welche lustvollen Vergnügungen gibt es noch wenn man sehr alt ist? Wie kann es dort ein See geben, wenn das Wasser versiegt ist? Welche Anhänger kann man haben, wenn jemandes Vermögen erschöpft ist? Sobald die letztendliche Realität erkannt ist, wie kann dort weiterhin weltliches Leben sein?

12. Sei nicht hochmütig aufgrund von Reichtum oder Freunden oder Jugendlichkeit. Zeit zerstört alles in einem Augenblick. Gebe Bindungen zu dieser Welt auf, die nichts als Maya ist und erreiche den Zustand des Brahman durch Erkenntnis der Wirklichkeit.

13. Die Nacht folgt dem Tag, der Abend folgt dem Morgen, Winter und Frühling wiederholen sich. Die Zeit spielt und das Leben geht aus. Aber die Kraft von Begierden vermindert sich nie.

14. Durch diesen Strauß von zwölf Versen wurde vom gelehrten Sri Sankara Bhagavatpada eine Unterweisung an einen Grammatik-Schüler gegeben. (Die zwölf Verse sind die ab der zweiten Strophe. Der erste Vers ist eine Einführung.)


Hier findest du die längere Version mit 31 Versen: https://www.yoga-vidya.de/yoga-buch/shankara/bhaja-govindam-eine-hymne-der-entsagung/


Sanskrit Text des Bhaja Govindam

Bhaja Govindam Devanagari

भजगोविन्दं भजगोविन्दं

गोविन्दं भजमूढमते ।

संप्राप्ते सन्निहिते काले

नहि नहि रक्षति डुकृञ्करणे ॥ १॥


मूढ जहीहि धनागमतृष्णां

कुरु सद्बुद्धिं मनसि वितृष्णाम् ।

यल्लभसे निजकर्मोपात्तं

वित्तं तेन विनोदय चित्तम् ॥ २॥


नारीस्तनभर नाभीदेशं

दृष्ट्वा मागामोहावेशम् ।

एतन्मांसावसादि विकारं

मनसि विचिन्तय वारं वारम् ॥ ३॥


नलिनीदलगत जलमतितरलं

तद्वज्जीवितमतिशयचपलम् ।

विद्धि व्याध्यभिमानग्रस्तं

लोकं शोकहतं च समस्तम् ॥ ४॥


यावद्वित्तोपार्जन सक्तः

स्तावन्निज परिवारो रक्तः ।

पश्चाज्जीवति जर्जर देहे

वार्तां कोऽपि न पृच्छति गेहे ॥ ५॥


यावत्पवनो निवसति देहे

तावत्पृच्छति कुशलं गेहे ।

गतवति वायौ देहापाये

भार्या बिभ्यति तस्मिन्काये ॥ ६॥


बालस्तावत्क्रीडासक्तः

तरुणस्तावत्तरुणीसक्तः ।

वृद्धस्तावच्चिन्तासक्तः

परे ब्रह्मणि कोऽपि न सक्तः ॥ ७॥


काते कान्ता कस्ते पुत्रः

संसारोऽयमतीव विचित्रः ।

कस्य त्वं कः कुत आयातः

तत्त्वं चिन्तय तदिह भ्रातः ॥ ८॥


सत्सङ्गत्वे निस्स्ङ्गत्वं

निस्सङ्गत्वे निर्मोहत्वम् ।

निर्मोहत्वे निश्चलतत्त्वं

निश्चलतत्त्वे जीवन्मुक्तिः ॥ ९॥


वयसिगते कः कामविकारः

शुष्के नीरे कः कासारः ।

क्षीणेवित्ते कः परिवारः

ज्ञाते तत्त्वे कः संसारः ॥ १०॥


मा कुरु धन जन यौवन गर्वं

हरति निमेषात्कालः सर्वम् ।

मायामयमिदमखिलं हित्वा

ब्रह्मपदं त्वं प्रविश विदित्वा ॥ ११॥


दिनयामिन्यौ सायं प्रातः

शिशिरवसन्तौ पुनरायातः ।

कालः क्रीडति गच्छत्यायुः

तदपि न मुञ्चत्याशावायुः ॥ १२॥


द्वादशमञ्जरिकाभिरशेषः

कथितो वैयाकरणस्यैषः ।

उपदेशो भूद्विद्यानिपुणैः

श्रीमच्छन्करभगवच्छरणैः ॥ १२अ ॥


काते कान्ता धन गतचिन्ता

वातुल किं तव नास्ति नियन्ता ।

त्रिजगति सज्जनसं गतिरैका

भवति भवार्णवतरणे नौका ॥ १३॥


जटिलो मुण्डी लुञ्छितकेशः

काषायाम्बरबहुकृतवेषः ।

पश्यन्नपि चन पश्यति मूढः

उदरनिमित्तं बहुकृतवेषः ॥ १४॥


अङ्गं गलितं पलितं मुण्डं

दशनविहीनं जतं तुण्डम् ।

वृद्धो याति गृहीत्वा दण्डं

तदपि न मुञ्चत्याशापिण्डम् ॥ १५॥


अग्रे वह्निः पृष्ठेभानुः

रात्रौ चुबुकसमर्पितजानुः ।

करतलभिक्षस्तरुतलवासः

तदपि न मुञ्चत्याशापाशः ॥ १६॥


कुरुते गङ्गासागरगमनं

व्रतपरिपालनमथवा दानम् ।

ज्ञानविहिनः सर्वमतेन

मुक्तिं न भजति जन्मशतेन ॥ १७॥


सुर मंदिर तरु मूल निवासः

शय्या भूतल मजिनं वासः ।

सर्व परिग्रह भोग त्यागः

कस्य सुखं न करोति विरागः ॥ १८॥


योगरतो वाभोगरतोवा

सङ्गरतो वा सङ्गवीहिनः ।

यस्य ब्रह्मणि रमते चित्तं

नन्दति नन्दति नन्दत्येव ॥ १९॥



भगवद् गीता किञ्चिदधीता

गङ्गा जललव कणिकापीता ।

सकृदपि येन मुरारि समर्चा

क्रियते तस्य यमेन न चर्चा ॥ २०॥


पुनरपि जननं पुनरपि मरणं

पुनरपि जननी जठरे शयनम् ।

इह संसारे बहुदुस्तारे

कृपयाऽपारे पाहि मुरारे ॥ २१॥


रथ्या चर्पट विरचित कन्थः

पुण्यापुण्य विवर्जित पन्थः ।

योगी योगनियोजित चित्तो

रमते बालोन्मत्तवदेव ॥ २२॥


कस्त्वं कोऽहं कुत आयातः

का मे जननी को मे तातः ।

इति परिभावय सर्वमसारम्

विश्वं त्यक्त्वा स्वप्न विचारम् ॥ २३॥


त्वयि मयि चान्यत्रैको विष्णुः

व्यर्थं कुप्यसि मय्यसहिष्णुः ।

भव समचित्तः सर्वत्र त्वं

वाञ्छस्यचिराद्यदि विष्णुत्वम् ॥ २४॥


शत्रौ मित्रे पुत्रे बन्धौ

मा कुरु यत्नं विग्रहसन्धौ ।

सर्वस्मिन्नपि पश्यात्मानं

सर्वत्रोत्सृज भेदाज्ञानम् ॥ २५॥


कामं क्रोधं लोभं मोहं

त्यक्त्वाऽत्मानं भावय कोऽहम् ।

आत्मज्ञान विहीना मूढाः

ते पच्यन्ते नरकनिगूढाः ॥ २६॥


गेयं गीता नाम सहस्रं

ध्येयं श्रीपति रूपमजस्रम् ।

नेयं सज्जन सङ्गे चित्तं

देयं दीनजनाय च वित्तम् ॥ २७॥


सुखतः क्रियते रामाभोगः

पश्चाद्धन्त शरीरे रोगः ।

यद्यपि लोके मरणं शरणं

तदपि न मुञ्चति पापाचरणम् ॥ २८॥


अर्थमनर्थं भावय नित्यं

नास्तिततः सुखलेशः सत्यम् ।

पुत्रादपि धन भाजां भीतिः

सर्वत्रैषा विहिआ रीतिः ॥ २९॥


प्राणायामं प्रत्याहारं

नित्यानित्य विवेकविचारम् ।

जाप्यसमेत समाधिविधानं

कुर्ववधानं महदवधानम् ॥ ३०॥


गुरुचरणाम्बुज निर्भर भकतः

संसारादचिराद्भव मुक्तः ।

सेन्द्रियमानस नियमादेवं

द्रक्ष्यसि निज हृदयस्थं देवम् ॥ ३१॥


मूढः कश्चन वैयाकरणो

डुकृञ्करणाध्ययन धुरिणः ।

श्रीमच्छम्कर भगवच्छिष्यै

बोधित आसिच्छोधितकरणः ॥ ३२॥


भजगोविन्दं भजगोविन्दं

गोविन्दं भजमूढमते ।

नामस्मरणादन्यमुपायं

नहि पश्यामो भवतरणे ॥ ३३॥

Bhaja Govindam in Transkription

Hier das Bhaja Govindam in der IAST Transkription:

Bhajagovindaṁ bhajagovindaṁ
govindaṁ bhajamūḍhamate |
saṁprāpte sannihite kāle
nahi nahi rakṣati ḍukṛñkaraṇe || 1||

mūḍha jahīhi dhanāgamatṛṣṇāṁ
kuru sadbuddhiṁ manasi vitṛṣṇām |
yallabhase nijakarmopāttaṁ
vittaṁ tena vinodaya cittam || 2||

nārīstanabhara nābhīdeśaṁ
dṛṣṭvā māgāmohāveśam |
etanmāṁsāvasādi vikāraṁ
manasi vicintaya vāraṁ vāram || 3||

nalinīdalagata jalamatitaralaṁ
tadvajjīvitamatiśayacapalam |
viddhi vyādhyabhimānagrastaṁ
lokaṁ śokahataṁ ca samastam || 4||

yāvadvittopārjana saktaḥ
stāvannija parivāro raktaḥ |
paścājjīvati jarjara dehe
vārtāṁ ko'pi na pṛcchati gehe || 5||

yāvatpavano nivasati dehe
tāvatpṛcchati kuśalaṁ gehe |
gatavati vāyau dehāpāye
bhāryā bibhyati tasminkāye || 6||

bālastāvatkrīḍāsaktaḥ
taruṇastāvattaruṇīsaktaḥ |
vṛddhastāvaccintāsaktaḥ
pare brahmaṇi ko'pi na saktaḥ || 7||

kāte kāntā kaste putraḥ
saṁsāro'yamatīva vicitraḥ |
kasya tvaṁ kaḥ kuta āyātaḥ
tattvaṁ cintaya tadiha bhrātaḥ || 8||

satsaṅgatve nissṅgatvaṁ
nissaṅgatve nirmohatvam |
nirmohatve niścalatattvaṁ
niścalatattve jīvanmuktiḥ || 9||

vayasigate kaḥ kāmavikāraḥ
śuṣke nīre kaḥ kāsāraḥ |
kṣīṇevitte kaḥ parivāraḥ
jñāte tattve kaḥ saṁsāraḥ || 10||

mā kuru dhana jana yauvana garvaṁ
harati nimeṣātkālaḥ sarvam |
māyāmayamidamakhilaṁ hitvā
brahmapadaṁ tvaṁ praviśa viditvā || 11||

dinayāminyau sāyaṁ prātaḥ
śiśiravasantau punarāyātaḥ |
kālaḥ krīḍati gacchatyāyuḥ
tadapi na muñcatyāśāvāyuḥ || 12||

dvādaśamañjarikābhiraśeṣaḥ
kathito vaiyākaraṇasyaiṣaḥ |
upadeśo bhūdvidyānipuṇaiḥ
śrīmacchankarabhagavaccharaṇaiḥ || 12a ||

kāte kāntā dhana gatacintā
vātula kiṁ tava nāsti niyantā |
trijagati sajjanasaṁ gatiraikā
bhavati bhavārṇavataraṇe naukā || 13||

jaṭilo muṇḍī luñchitakeśaḥ
kāṣāyāmbarabahukṛtaveṣaḥ |
paśyannapi cana paśyati mūḍhaḥ
udaranimittaṁ bahukṛtaveṣaḥ || 14||

aṅgaṁ galitaṁ palitaṁ muṇḍaṁ
daśanavihīnaṁ jataṁ tuṇḍam |
vṛddho yāti gṛhītvā daṇḍaṁ
tadapi na muñcatyāśāpiṇḍam || 15||

agre vahniḥ pṛṣṭhebhānuḥ
rātrau cubukasamarpitajānuḥ |
karatalabhikṣastarutalavāsaḥ
tadapi na muñcatyāśāpāśaḥ || 16||

kurute gaṅgāsāgaragamanaṁ
vrataparipālanamathavā dānam |
jñānavihinaḥ sarvamatena
muktiṁ na bhajati janmaśatena || 17||

sura maṁdira taru mūla nivāsaḥ
śayyā bhūtala majinaṁ vāsaḥ |
sarva parigraha bhoga tyāgaḥ
kasya sukhaṁ na karoti virāgaḥ || 18||

yogarato vābhogaratovā
saṅgarato vā saṅgavīhinaḥ |
yasya brahmaṇi ramate cittaṁ
nandati nandati nandatyeva || 19||


bhagavad gītā kiñcidadhītā
gaṅgā jalalava kaṇikāpītā |
sakṛdapi yena murāri samarcā
kriyate tasya yamena na carcā || 20||

punarapi jananaṁ punarapi maraṇaṁ
punarapi jananī jaṭhare śayanam |
iha saṁsāre bahudustāre
kṛpayā'pāre pāhi murāre || 21||

rathyā carpaṭa viracita kanthaḥ
puṇyāpuṇya vivarjita panthaḥ |
yogī yoganiyojita citto
ramate bālonmattavadeva || 22||

kastvaṁ ko'haṁ kuta āyātaḥ
kā me jananī ko me tātaḥ |
iti paribhāvaya sarvamasāram
viśvaṁ tyaktvā svapna vicāram || 23||

tvayi mayi cānyatraiko viṣṇuḥ
vyarthaṁ kupyasi mayyasahiṣṇuḥ |
bhava samacittaḥ sarvatra tvaṁ
vāñchasyacirādyadi viṣṇutvam || 24||

śatrau mitre putre bandhau
mā kuru yatnaṁ vigrahasandhau |
sarvasminnapi paśyātmānaṁ
sarvatrotsṛja bhedājñānam || 25||

kāmaṁ krodhaṁ lobhaṁ mohaṁ
tyaktvā'tmānaṁ bhāvaya ko'ham |
ātmajñāna vihīnā mūḍhāḥ
te pacyante narakanigūḍhāḥ || 26||

geyaṁ gītā nāma sahasraṁ
dhyeyaṁ śrīpati rūpamajasram |
neyaṁ sajjana saṅge cittaṁ
deyaṁ dīnajanāya ca vittam || 27||

sukhataḥ kriyate rāmābhogaḥ
paścāddhanta śarīre rogaḥ |
yadyapi loke maraṇaṁ śaraṇaṁ
tadapi na muñcati pāpācaraṇam || 28||

arthamanarthaṁ bhāvaya nityaṁ
nāstitataḥ sukhaleśaḥ satyam |
putrādapi dhana bhājāṁ bhītiḥ
sarvatraiṣā vihiā rītiḥ || 29||

prāṇāyāmaṁ pratyāhāraṁ
nityānitya vivekavicāram |
jāpyasameta samādhividhānaṁ
kurvavadhānaṁ mahadavadhānam || 30||

gurucaraṇāmbuja nirbhara bhakataḥ
saṁsārādacirādbhava muktaḥ |
sendriyamānasa niyamādevaṁ
drakṣyasi nija hṛdayasthaṁ devam || 31||

mūḍhaḥ kaścana vaiyākaraṇo
ḍukṛñkaraṇādhyayana dhuriṇaḥ |
śrīmacchamkara bhagavacchiṣyai
bodhita āsicchodhitakaraṇaḥ || 32||

bhajagovindaṁ bhajagovindaṁ
govindaṁ bhajamūḍhamate |
nāmasmaraṇādanyamupāyaṁ
nahi paśyāmo bhavataraṇe || 33||


Siehe auch

Weblinks