Bhagawadgita

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Die Bhagawadgita , Sanskrit भगवद्गीत bhagavadgīta f., ist eine der wichtigsten Yoga Schriften. Die Bhagawadgita ist ein Zwiegespräch zwischen Krischna, dem Lehrer, und Ardschuna, dem Schüler.

Mehr Informationen zur Bhagawadgita findest du unter dem Hauptstichwort Bhagavadgita.

Bhagawadgita bedeutet "die von Krishna Verkündete", Gesang Gottes oder auch "die vom Ehrwürdigen Gesungene". Bhagawan bedeutet "ehrwürdig", "erhaben", "zu verehren". Bhagawan bezieht sich auch auf Gott, vor allem auf Wischnu und seine Inkarnation als Krischna.

Gita bedeutet "die Gesungene", Lied, Lehrgedicht, Gesang.

Bhagawadgita ist also "Gesang Krischnas".

Bhagawadgita ist eine alternative Schreibweise für Bhagavadgita. Im Duden des 20. Jahrhunderts war Bhagawadgita die korrekte Schreibweise. Heute schreibt man typischerweise Bhagavad Gita, Bhagavadgita oder Bhagavad-Gita. Auf Devanagari schreibt man भगवद्गीत.

Bhagawadgita mit den Kommentaren von Swami Sivananda

Inhalt der Bhagawadgita

Die Bhagawadgita ist ein Lehrgespräch zwischen Krischna und Ardschuna. Ardschuna steht vor einem ethischen Konflikt. Er bittet Krischna um Rat. Krischna, spiritueller Lehrer und Avatar (Inkarnation Gottes), gibt eine sehr ausführliche Antwort. Er sagt:

  • Die Seele, das Wahre Selbst ist unsterblich, unveränderlich, ewig
  • Handle ohne Verhaftung, ohne Erwartung an Früchte, gleichmütig in Erfolg und Misserfolg
  • Mache dich zum Instrument. Lass Gott durch dich wirken
  • Meditiere regelmäßig - so erfährst du das Göttliche
  • Entwickle Bhakti, Gottesliebe - so spürst du göttliche Führung
  • Sieh Gott in allem - Gott macht alles
  • Beachte die Grundsätze der Ethik, richte dein Verhalten an ethischen Grundsätzen aus
  • Lebe ein sattwiges, reines Leben
  • Folge deinem Herzen, deiner Wesensnatur
  • Lass los, vertraue auf göttliche Gnade

Über die Bhagawadgita

Die Bhagawadgita ist Teil der Mahabharata, einem großen spirituellen indischen Epos. Sie ist mindestens 2000 Jahre alt, nach manchen Traditionen sogar mehr als 5000 Jahre alt.

Durch Shankaracharya, ca. 788-820 n.Chr., der einen großartigen Kommentar zur Bhagawadgita schrieb, wurde sie auch als eigenständiger Text in Indien sehr weit verbreitet.

Die Bhagawadgita ist heute vermutlich das bedeutsamste Werk im Hinduismus. Im Yoga ist sie vor allem für Karma Yoga und Bhakti Yoga besonders wichtig. Die Bhagawadgita behandelt aber auch Jnana Yoga und Raja Yoga. Bhagawadgita hat Mantra-Charakter: Ihre Rezitation hat große Wirkung auf Energie (Prana) und Psyche.

Bhagawadgita wurde 1600 in persische Prosa übertragen. 1785 wurde sie vom Orientalisten Charles Wilkins ins Englische, 1823 von August Wilhelm Schlegel ins Lateinische übersetzt. Wilhelm von Humboldt verfasste 1825/1826 Abhandlungen über die Bhagawadgita.


Mehr Informationen zur Bhagawadgita, ihren Inhalt und ihre Bedeutung findest du unter dem Hauptartikel Bhagavadgita

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