Akshayan

Akshayan / Akshaya: (Sanskrit: अक्शयन् akshayan m. अक्शया akshayā f.) = unvergänglich, ewig
Akshayan ist ein tiefgründiger Begriff aus dem Sanskrit, der wörtlich „unvergänglich“, „unzerstörbar“ oder „ewig“ bedeutet. Er setzt sich zusammen aus der Vorsilbe „a-“ (was eine Verneinung ausdrückt) und „kshaya“ (was Verfall, Zerstörung oder Vergänglichkeit bedeutet). Wenn du also von Akshayan sprichst, bewegst du dich im Bereich des Unvergänglichen – dem, was jenseits von Geburt und Tod, jenseits von Wandel und Zeit existiert.
In der Spiritualität des Hinduismus und besonders im Yoga ist dieser Begriff von zentraler Bedeutung. Denn Yoga zielt letztlich darauf ab, dich mit deinem wahren, unvergänglichen Selbst zu verbinden – mit dem, was in dir nicht vergeht. Dein Körper altert, deine Gedanken kommen und gehen, deine Gefühle wechseln wie das Wetter. Aber tief in dir, so lehrt es die vedische Philosophie, gibt es einen stillen, unberührbaren Kern: das reine Bewusstsein, auch Atman genannt. Dieser Kern ist Akshayan – ewig, unzerstörbar, immer schon da.
Wenn du auf deiner Yogamatte stehst und eine Herausforderung wie den Krieger oder den Baum praktizierst, dann spürst du vielleicht die Anstrengung, das Zittern in den Beinen, den Drang, die Position zu verlassen. Genau hier kannst du Akshayan erfahren. Du lernst, dich nicht mit dem flüchtigen Gefühl der Anstrengung zu identifizieren, sondern mit dem stillen Zeugen in dir, der diese Anstrengung beobachtet. Du bist nicht der Schmerz, du bist nicht die Ungeduld – du bist das Bewusstsein, das all das wahrnimmt. Und dieses Bewusstsein ist unvergänglich.