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Uneigennützige Liebe


Uneigennützige Liebe ist Liebe um der Liebe Willen. Uneigennützige Liebe will nichts von jemand anderem. Uneigennützige Liebe ist Liebe, um anderen zu helfen, ihnen zu dienen, anderen Gutes zu tun. Uneigennützige Liebe findet Lohn in sich selbst: Indem der Mensch jemand anderen um seiner selbst Willen liebt, erfährt er große Freude. Uneigennützige Liebe kann nicht enttäuscht werden: Wenn du nichts erwartest, kannst du auch nicht enttäuscht werden.

Swami Sivananda hat uneigennützige Liebe verwirklicht

Quellen uneigennütziger Liebe

Uneigennützige Liebe kann viele Quellen haben:

  • Gottesliebe ist eine starke Quelle von uneigennütziger Liebe: Wenn du Gottes Gegenwart spürst, spürst du sie auch in jedem Menschen. Wenn du von Gottesliebe erfüllt bist, willst du Gott dienen. Und am einfachsten dienst du Gott in einem anderen Menschen
  • Gottessehnsucht ist auch eine starke Quelle uneigennütziger Liebe: Wenn du Gott suchst, übst du spirituelle Praktiken. Und immer wieder findest du in allen Religionen und spirituellen Systemen, dass der Dienst an anderen Menschen und die Liebe an anderen Menschen essentiell für die Gotteserfahrung sind. "Was du getan hast dem geringsten unter deinen Brüdern und Schwestern, das hast du mir getan" (Matth. 25.40), ist ein bekanntes Jesus-Wort.
  • Mitgefühl und Mitleid: Wenn du mit einem Menschen fühlst, willst du ihm helfen - so entsteht uneigennützige Liebe

Sanskrit Name für uneigennützige Liebe

Der Sanskritname für uneigennützige Liebe ist Nishkamya Karma Yoga. Wörtlich heißt Nishkamya Karma Yoga "Yoga der Tat ohne Wunsch". Nish = Ohne, Kama = Wunsch. Nishkamya heißt wunschlos. Nishkamya Karma Yoga ist also uneigennützige Liebe, die sich ausdrückt. Manchmal wird Nishkamya Karma Yoga auch übersetzt als Selbstlose Liebe, englisch "Selfless Service". Allerdings für uneigennützige Liebe ja zur Erfahrung des Selbst, zum Wesenskern.

Nutzen uneigennütziger Liebe

Vom Nutzen uneigennütziger Liebe zu sprechen ist zwar Widerspruch in sich. Dennoch hat man Nutzen von uneigennütziger Liebe:

Uneigennützige Liebe und Lebensgemeinschaft

Eine spirituelle Lebensgemeinschaft, z.B. ein Ashram, eine Kommune, ein Kloster, besteht auch, um das Ideal der uneigennützigen Liebe in die Tat umzusetzen. Da die Bedürfnisse des einzelnen von der Gemeinschaft befriedigt werden, braucht der einzelne sich weniger um sich selbst zu kümmern. Vielmehr kann der einzelne sich zum Wohl anderer einsetzen, zum Wohl der Gemeinschaft und zum Wohl derer, um die sich diese spirituelle Gemeinschaft kümmert. Ein Beispiel ist z.B. die Yoga Vidya Lebensgemeinschaft.

Siehe auch

Weblinks

Literatur

  • Leonardo Boff, Franz von Assisi und die Liebe Gottes zu den Armen (2010)
  • Stephan Hachtmann, Berührt vom Klang der Liebe: Wege zum Herzensgebet (2012)
  • Thich Nhat Hanh, Jesus und Buddha - Ein Dialog der Liebe (2010)
  • Ayya Khema, Das Größte ist die Liebe: Die Bergpredigt und das Hohelied der Liebe aus buddhistischer Sicht (2009)
  • Albert Schweitzer, Glauben, lieben, handeln (1980)
  • Kordula Witjes u.a., Die Liebe wählen: Frère Roger, Taizé 1915-2005 (2013)
  • Petra und Erwin Würth, Zur Liebe befreit: Szenen aus dem Leben des Franziskus von Assisi (2011)

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