Dhriti: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Dhriti''' ([[Sanskrit]]: धृति dhṛti ''f.'') das Festhalten, Stillehalten; Befestigung, Festigkeit; fester Wille, Entschlossenheit, Energie, Mut; Befriedigung, Zufriedenheit; Freude, Glück; Bezeichnung der Zahl 18.
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'''Dhriti''' ([[Sanskrit]]: धृति dhṛti ''f.'') [[Festigkeit]]; fester [[Wille]], [[Entschlossenheit]], Energie, [[Mut]]; [[Befriedigung]], [[Zufriedenheit]]; das Festhalten, Stillehalten; Befestigung; Nebenbedeutungen: [[Freude]], [[Glück]]; Bezeichnung der Zahl 18.
  
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==Dhriti im Shaktismus==
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Dhṛti (धृति, "Festigkeit"):-Name einer der vierundsechzig Matris, also [[göttlich]]en Mütter, Manifestationen der [[Durga]], die während der Āvaraṇapūjā ("Verehrung des Kreises der [[Göttinnen]]", oder "Durgās Retinue") verehrt werden sollen, gemäß dem Durgāpūjātattva. Sie sollten entweder mit den fünf upācāras oder mit wohlriechenden Ölen und Blumen verehrt werden.
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Ihr Mantra lautet wie folgt:
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ॐ धृत्यै नमः - oṃ dhṛtyai namaḥ.
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==Dhriti in der Hatha Yoga Pradipika==
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==Dhriti in der Bhagavad Gita==
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Im 26. Vers des 18. Kapitels der [https://schriften.yoga-vidya.de/bhagavad-gita/ Bhagavad Gita] sagt [[Krishna]]:
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Ein Mensch, der ohne Verhaftung und ohne Ich-Gedanken handelt, der über Beständigkeit und Begeisterung verfügt und von Erfolg und Misserfolg unberührt bleibt, dieser wird sattwig genannt
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Dhṛti (धृति, "[[Tapferkeit]], [[Ausdauer]]") ist im [[Vaishnavismus]]: Eine der vierundzwanzig [[Emanation]]en von [[Lakshmi]], die [[Narayana]], also [[Vishnu]], begleiten. Diese besondere Manifestation paart sich mit seiner Gegenstückform, die Viṣṇu genannt wird, und zusammen bilden sie das fünfte himmlische Paar. Lakṣmī stellt eine Form der Göttin (Devī) als Ehefrau von Viṣṇu dar, während Nārāyaṇa laut der Pāñcarātra-Literatur die Personifizierung seiner schöpferischen Energie repräsentiert.
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"Das Wort 'dhṛti' wird auch verwendet, wenn jemand völlig vollkommen im [[Wissen]] ist. Wenn man, weil man die Lotusfüße der Höchsten Persönlichkeit Gottes erlangt hat, kein materielles Elend hat, erreicht man mahā-pūrṇa, die höchste Stufe der Vollkommenheit." (Śrī Caitanya Caritāmṛta, Madhya 24.181)
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"Dhṛti ist die Fülle, die aufgrund der Abwesenheit von Elend und der Erlangung von Wissen über den Höchsten Herrn und reiner Liebe zu Ihm empfunden wird. Das Wehklagen, das durch das Nichterreichen eines Ziels oder durch den Verlust von etwas bereits Erreichtem entsteht, beeinträchtigt diese Fülle nicht.'" (Śrī Caitanya Caritāmṛta, Madhya 24.180)
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==Dhriti im Ayurveda==
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Dhṛti (धृति) ist ein Sanskrit Fachbegriff und wird übersetzt mit "[[Entschlossenheit]]". Der Begriff wird in der gesamten [https://www.yoga-vidya.de/ayurveda/ ayurvedischen] Literatur verwendet, zum Beispiel in der [[Sushruta Samhita|Suśruta-saṃhitā]] und der [[Charaka Samhita|Caraka-saṃhitā.]]
  
 
==Siehe auch==   
 
==Siehe auch==   

Aktuelle Version vom 23. Januar 2021, 09:17 Uhr

Dhriti (Sanskrit: धृति dhṛti f.) Festigkeit; fester Wille, Entschlossenheit, Energie, Mut; Befriedigung, Zufriedenheit; das Festhalten, Stillehalten; Befestigung; Nebenbedeutungen: Freude, Glück; Bezeichnung der Zahl 18.

Dhriti im Shaktismus

Dhṛti (धृति, "Festigkeit"):-Name einer der vierundsechzig Matris, also göttlichen Mütter, Manifestationen der Durga, die während der Āvaraṇapūjā ("Verehrung des Kreises der Göttinnen", oder "Durgās Retinue") verehrt werden sollen, gemäß dem Durgāpūjātattva. Sie sollten entweder mit den fünf upācāras oder mit wohlriechenden Ölen und Blumen verehrt werden.

Ihr Mantra lautet wie folgt:

ॐ धृत्यै नमः - oṃ dhṛtyai namaḥ.

Dhriti in der Hatha Yoga Pradipika

Dhriti in der Bhagavad Gita

Im 26. Vers des 18. Kapitels der Bhagavad Gita sagt Krishna:

muktasaṅgo ’nahaṃvādī
dhṛtyutsāhasamanvitaḥ
siddhyasiddhyornirvikāraḥ
kartā sāttvika ucyate

dhṛti-utsāha-samanvitaḥ – begleitet (samanvita) von Beständigkeit (dhṛti) und Begeisterung (utsāha)

Ein Mensch, der ohne Verhaftung und ohne Ich-Gedanken handelt, der über Beständigkeit und Begeisterung verfügt und von Erfolg und Misserfolg unberührt bleibt, dieser wird sattwig genannt


Dhriti im Vaishnavismus

Dhṛti (धृति, "Tapferkeit, Ausdauer") ist im Vaishnavismus: Eine der vierundzwanzig Emanationen von Lakshmi, die Narayana, also Vishnu, begleiten. Diese besondere Manifestation paart sich mit seiner Gegenstückform, die Viṣṇu genannt wird, und zusammen bilden sie das fünfte himmlische Paar. Lakṣmī stellt eine Form der Göttin (Devī) als Ehefrau von Viṣṇu dar, während Nārāyaṇa laut der Pāñcarātra-Literatur die Personifizierung seiner schöpferischen Energie repräsentiert.

"Das Wort 'dhṛti' wird auch verwendet, wenn jemand völlig vollkommen im Wissen ist. Wenn man, weil man die Lotusfüße der Höchsten Persönlichkeit Gottes erlangt hat, kein materielles Elend hat, erreicht man mahā-pūrṇa, die höchste Stufe der Vollkommenheit." (Śrī Caitanya Caritāmṛta, Madhya 24.181)

"Dhṛti ist die Fülle, die aufgrund der Abwesenheit von Elend und der Erlangung von Wissen über den Höchsten Herrn und reiner Liebe zu Ihm empfunden wird. Das Wehklagen, das durch das Nichterreichen eines Ziels oder durch den Verlust von etwas bereits Erreichtem entsteht, beeinträchtigt diese Fülle nicht.'" (Śrī Caitanya Caritāmṛta, Madhya 24.180)

Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)


Dhriti im Ayurveda

Dhṛti (धृति) ist ein Sanskrit Fachbegriff und wird übersetzt mit "Entschlossenheit". Der Begriff wird in der gesamten ayurvedischen Literatur verwendet, zum Beispiel in der Suśruta-saṃhitā und der Caraka-saṃhitā.

Siehe auch