Yamunashtaka Nitya Pathana

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Yamunashtaka Nitya Pathana – mit Vallabhas Flussgebet die Liebe zu Krishna nähren ist die regelmäßige, freudige Rezitation des Yamuna Ashtakam von Vallabhacharya. Im Pushtimarga erscheint Yamuna als geliebte Gefährtin Krishnas und als göttliche Hilfe auf dem Weg der Bhakti. Der Schlussvers verbindet das beständige Lesen mit wachsender Liebe zu Mukunda und der Überwindung der eigenen ungeordneten Natur.

Vorbereitung

Lege den vollständigen Text bereit und wähle einen Ort, an dem du dich sammeln kannst. Ein Bild Yamunas oder Krishnas ist eine freiwillige Hilfe. Die Rezitationsanweisung nennt keine bestimmte Uhrzeit, äußere Opfergabe oder feste Wiederholungszahl. Für eine regelmäßige tägliche Praxis kannst du einen vollständigen Durchgang zu einer gut einhaltbaren Zeit wählen. Das ist eine praktische Ausgestaltung des im Text genannten beständigen Lesens.

Ablauf

1. Krishna begrüßen
Beginne mit der in der Edition vorangestellten Verehrung des Geliebten der Gopis.

IAST
śrīgopījanavallabhāya namaḥ |

Devanagari
श्रीगोपीजनवल्लभाय नमः ।

Bedeutung
Verehrung dem erhabenen Geliebten der Gopis.

2. Yamuna in acht Strophen verehren
Lies die acht Gebetsstrophen vollständig und schließe unmittelbar den neunten, die Wirkung der Rezitation beschreibenden Vers an. Die Bilder von Wasser, Ufer und göttlichem Liebesspiel sind Gegenstände der Betrachtung. Sie machen weder eine Reise noch das Trinken von Flusswasser zur Bedingung dieses Lesens.

IAST
namāmi yamunāmahaṃ sakalasiddhihetuṃ mudā
murāripadapaṅkajasphuradamandareṇūtkaṭām |
taṭasthanavakānanaprakaṭamodapuṣpāmbunā
surāsurasupūjitasmarapituḥ śriyaṃ bibhratīm || 1||
kalindagirimastake patadamandapūrojjvalā
vilāsagamanollasatprakaṭagaṇḍaśailonnatā |
saghoṣagatidanturā samadhirūḍhadolottamā
mukundarativardhinī jayati padmabandhoḥ sutā || 2||
bhuvaṃ bhuvanapāvanīmadhigatāmanekasvanaiḥ
priyābhiriva sevitāṃ śukamayūrahaṃsādibhiḥ |
taraṅgabhujakaṅkaṇaprakaṭamuktikāvālukā
nitambataṭasundarīṃ namata kṛṣṇaturyapriyām || 3||
anantaguṇabhūṣite śivavirañcidevastute
ghanāghananibhe sadā dhruvaparāśarābhīṣṭade |
viśuddhamathurātaṭe sakalagopagopīvṛte
kṛpājaladhisaṃśrite mama manassukhaṃ bhāvaya || 4||
yayā caraṇapadmajā muraripoḥ priyambhāvukā
samāgamanato'bhavat sakalasiddhidā sevatām |
tayā sadṛśatāmiyātkamalajā sapatnīva yad
dharipriyakalindayā manasi me sadā sthīyatām || 5||
namo'stu yamune sadā tava caritramatyadbhutaṃ
na jātu yamayātanā bhavati te payaḥ pānataḥ |
yamo'pi bhaginīsutānkathamu hanti duṣṭānapi
priyo bhavati sevanāttava hareryathā gopikāḥ || 6||
mamā'stu tava sannidhau tanunavatvametāvatā
na durlabhatamā ratirmuraripau mukundapriye |
ato'stu tava lālanā suradhunī paraṃ saṅgamāt
tavaiva bhuvi kīrtitā na tu kadāpi puṣṭisthitaiḥ || 7||
stutiṃ tava karoti kaḥ kamalajāsapatnipriye
hareryadanusevayā bhavati saukhyamāmokṣataḥ |
iyaṃ tava kathā'dhikā sakalagopikāsaṅgamaḥ
smaraśramajalāṇubhiḥ sakalagātrajaiḥ saṅgamaḥ || 8||
tavā'ṣṭakamidaṃ mudā paṭhati sūrasūte sadā
samastaduritakṣayo bhavati vai mukunde ratiḥ |
tayā sakalasiddhayo muraripuśca santuṣyati
svabhāvavijayo bhavedvadati vallabhaḥ śrīhareḥ || 9||

Devanagari
नमामि यमुनामहं सकलसिद्धिहेतुं मुदा
मुरारिपदपङ्कजस्फुरदमन्दरेणूत्कटाम् ।
तटस्थनवकाननप्रकटमोदपुष्पाम्बुना
सुरासुरसुपूजितस्मरपितुः श्रियं बिभ्रतीम् ॥ १॥
कलिन्दगिरिमस्तके पतदमन्दपूरोज्ज्वला
विलासगमनोल्लसत्प्रकटगण्डशैलोन्नता ।
सघोषगतिदन्तुरा समधिरूढदोलोत्तमा
मुकुन्दरतिवर्धिनी जयति पद्मबन्धोः सुता ॥ २॥
भुवं भुवनपावनीमधिगतामनेकस्वनैः
प्रियाभिरिव सेवितां शुकमयूरहंसादिभिः ।
तरङ्गभुजकङ्कणप्रकटमुक्तिकावालुका
नितम्बतटसुन्दरीं नमत कृष्णतुर्यप्रियाम् ॥ ३॥
अनन्तगुणभूषिते शिवविरञ्चिदेवस्तुते
घनाघननिभे सदा ध्रुवपराशराभीष्टदे ।
विशुद्धमथुरातटे सकलगोपगोपीवृते
कृपाजलधिसंश्रिते मम मनस्सुखं भावय ॥ ४॥
यया चरणपद्मजा मुररिपोः प्रियम्भावुका
समागमनतोऽभवत् सकलसिद्धिदा सेवताम् ।
तया सदृशतामियात्कमलजा सपत्नीव यद्
धरिप्रियकलिन्दया मनसि मे सदा स्थीयताम् ॥ ५॥
नमोऽस्तु यमुने सदा तव चरित्रमत्यद्भुतं
न जातु यमयातना भवति ते पयः पानतः ।
यमोऽपि भगिनीसुतान्कथमु हन्ति दुष्टानपि
प्रियो भवति सेवनात्तव हरेर्यथा गोपिकाः ॥ ६॥
ममाऽस्तु तव सन्निधौ तनुनवत्वमेतावता
न दुर्लभतमा रतिर्मुररिपौ मुकुन्दप्रिये ।
अतोऽस्तु तव लालना सुरधुनी परं सङ्गमात्
तवैव भुवि कीर्तिता न तु कदापि पुष्टिस्थितैः ॥ ७॥
स्तुतिं तव करोति कः कमलजासपत्निप्रिये
हरेर्यदनुसेवया भवति सौख्यमामोक्षतः ।
इयं तव कथाऽधिका सकलगोपिकासङ्गमः
स्मरश्रमजलाणुभिः सकलगात्रजैः सङ्गमः ॥ ८॥
तवाऽष्टकमिदं मुदा पठति सूरसूते सदा
समस्तदुरितक्षयो भवति वै मुकुन्दे रतिः ।
तया सकलसिद्धयो मुररिपुश्च सन्तुष्यति
स्वभावविजयो भवेद्वदति वल्लभः श्रीहरेः ॥ ९॥

Bedeutung
1. Freudig verneige ich mich vor Yamuna, dem Ursprung aller Vollendung,
reich an leuchtendem Staub von Muraris Lotosfüßen.
Mit ihrem Wasser, das Blüten und Duft der frischen Uferwälder trägt,
zeigt sie die Schönheit des Vaters des Liebesgottes, den Götter und Asuras verehren.
2. Glänzend fällt ihre mächtige Flut vom Gipfel des Kalinda-Berges herab.
Felsblöcke heben ihren spielerischen Lauf empor.
Rauschend und bewegt erscheint sie wie auf einer herrlichen Schaukel.
Sieg der Tochter der Sonne, die die Liebe zu Mukunda wachsen lässt!
3. Verneigt euch vor der auf die Erde gekommenen Läuterin der Welt,
der Papageien, Pfauen, Schwäne und andere mit vielfältigen Rufen wie Freundinnen dienen.
Sandkörner sind die Perlen an den Armreifen ihrer Wellenarme;
schön sind ihre Uferhüften, sie ist Krishnas vierte Geliebte.
4. Mit unendlichen Tugenden Geschmückte, von Shiva, Brahma und Göttern Gepriesene,
dunkel wie die Regenwolke, stets die Wünsche Dhruvas und Parasharas Erfüllende,
mit reinen Ufern bei Mathura, von allen Hirten und Hirtinnen umgeben,
die du am Meer des Erbarmens Zuflucht hast: Erwecke Freude in meinem Geist.
5. Durch die Begegnung mit dir wurde die aus Muraris Lotosfuß hervorgegangene Ganga
ihm lieb und zur Spenderin aller Vollendung für ihre Verehrer.
Dir kommt allenfalls die lotosgeborene Lakshmi als Mitgemahlin gleich.
Mögest du, Haris geliebte Tochter des Kalinda, stets in meinem Geist verweilen.
6. Immer sei dir Verehrung, Yamuna; dein Wirken ist überaus wunderbar.
Wer dein Wasser trinkt, erfährt, so preist es der Vers, niemals Yamas Qual.
Wie könnte Yama auch die Kinder seiner Schwester töten, selbst wenn sie fehlgehen?
Durch den Dienst an dir wird man Hari lieb wie die Gopis.
7. In deiner Nähe möge mein Leib erneuert werden; dadurch
ist die Liebe zu Murari nicht länger so schwer erreichbar, Geliebte Mukundas.
Darum möge dir meine liebevolle Zuwendung gelten. Der Götterfluss wird auf Erden wegen seiner Vereinigung mit dir gepriesen;
von den im Weg der Gnade Gefestigten wird er jedoch nicht unabhängig von dir verehrt.
8. Wer vermag dich angemessen zu preisen, liebe Mitgemahlin der Lotosgeborenen?
Der Dienst an Hari schenkt Glück bis hin zur Befreiung.
Doch deine Geschichte geht darüber hinaus: die Begegnung mit allen Gopis,
die Berührung mit den Tropfen des Liebesschweißes, die ihren ganzen Gliedern entstammen.
9. Wer diesen achtstrophigen Hymnus an dich, Tochter der Sonne, stets freudig liest,
bei dem schwinden alle Verfehlungen und wächst Liebe zu Mukunda.
Durch sie entstehen alle Vollendungen, und Murari ist erfreut.
Die eigene Natur wird überwunden: So spricht Vallabha, der Shri Hari zugehört.

3. Bei der Liebe zu Mukunda verweilen
Lass die Aussage des Schlussverses nachklingen. Die im Hymnus ausgedrückte besondere Stellung Yamunas gehört zur Perspektive des Pushtimarga.

4. Den Durchgang beenden und regelmäßig erneuern
Schließe nach einer kurzen stillen Betrachtung ab. Diese Stille ist eine praktische Hilfe. Erneuere den vollständigen Hymnus zu deiner gewählten Gebetszeit; eine mehrtägige Mindestdauer nennt der Text nicht.


Quellen

  • Vallabhacharya: Yamunashtaka, acht Strophen und Phalashruti mit vorangestellter Anrufung, Sanskrit Documents, Fassung des Pushtimarga. Eigene deutsche Übertragung aus dem Sanskrit; durch den Zeilenumbruch getrennte Wörter sind sinngemäß zusammenzulesen. Vers 7 ist aus der besonderen Pushti-Perspektive des Textes wiedergegeben.