Surya Arghya mit dem Ghrini Mantra
Surya Arghya mit dem Ghrini Mantra ist eine kurze morgendliche Wassergabe an Surya. Ein vollständiger Dhyana, die ausdrücklich überlieferte Ghrini-Mantraform und ein abschließender Japa bilden den Ablauf.

Umfang: Dhyana, eine Wassergabe und 27 Wiederholungen des vollständigen Ghrini-Mantras.
Anlass und spirituelle Ausrichtung
Die Gabe verbindet Dankbarkeit für Licht und Leben mit einem bewussten Tagesbeginn. Verehrung wird in einer einfachen Handlung sichtbar: Wasser bereiten, sammeln, darbringen und still werden.
Voraussetzungen und Material
Für Puja-Kundige, die mit der gewählten Surya-Mantraform vertraut sind. Diese Anleitung beschreibt ein einzelnes Arghya; sie ist keine vollständige Sandhya oder Surya-Puja.
Frisches Wasser, kleines Gießgefäß, Auffangschale und Surya-Bild oder Sonnenzeichnung; eine Zählhilfe für 27 Wiederholungen ist hilfreich. Etwa zehn Minuten.
Verwandte Ritualanleitungen sind Panchayatana Puja und Mangalacharana.
1. Den Ort und das Wasser vorbereiten
Wähle einen ruhigen Platz am Morgen. Stelle ein Surya-Bild oder einen gezeichneten Sonnenkreis vor deinen Sitz. Bereite ein kleines Gefäß mit frischem Wasser und eine Auffangschale vor. Richte den Blick auf das Bild; schaue nicht direkt in die Sonne.
2. Surya betrachten
Falte die Hände und sprich den Dhyana einmal.
raktābjayugmābhayadānahastaṃ keyūrahārāṅgadakuṇḍalāḍhyam |
māṇikyamauliṃ dinanātham īḍe bandhūkakāntiṃ vilasattrinetram ||
Ich preise den Herrn des Tages: In seinen Händen hält er zwei rote Lotusblüten und zeigt Furchtlosigkeit und Segen. Er ist mit Oberarmreifen, Kette, Armreifen und Ohrringen geschmückt, trägt eine Rubinkrone, leuchtet wie die rote Bandhuka-Blüte und hat drei strahlende Augen.
3. Den Mantra im Wasser vergegenwärtigen
Halte das Wassergefäß mit beiden Händen auf Brusthöhe. Rezitiere dreimal:
oṃ ghṛṇi sūrya āditya
Om. Ghrini, der Glühende; Surya, die Sonne; Aditya, der Sonnengott. Die überlieferte Namenfolge wird als Mantra gesprochen, nicht als gewöhnlicher grammatischer Satz.
Vergegenwärtige das Wasser als einfache Gabe an Surya. Halte das Gefäß ruhig und lass das Gebet nachklingen.
Yoga-Vidya-Vortrag „Japa – der Weg zu Gott“. Das Video vertieft die Haltung der Praxis; die konkrete Ritualfolge steht in dieser Anleitung.
4. Die Arghya-Gabe darbringen
Halte das Gefäß über die Auffangschale. Sprich die Formel einmal vollständig und gieße das Wasser unmittelbar danach langsam in die Schale.
oṃ ghṛṇi sūrya āditya
Om. Ghrini, der Glühende; Surya, die Sonne; Aditya, der Sonnengott. Die überlieferte Namenfolge wird als Mantra gesprochen, nicht als gewöhnlicher grammatischer Satz.
Stelle das leere Gefäß ab und falte die Hände. Diese eine Wassergabe ist die hier gewählte Kurzform des Arghya.
5. Mit Japa abschließen
Sprich die folgende Formel 27-mal leise oder im Geist. Eine vollständig rezitierte Formel zählt als eine Wiederholung. Verwende eine Mala oder eine andere Zählhilfe; eine Meru-Perle wird nicht mitgezählt.
oṃ ghṛṇi sūrya āditya
Om. Ghrini, der Glühende; Surya, die Sonne; Aditya, der Sonnengott. Die überlieferte Namenfolge wird als Mantra gesprochen, nicht als gewöhnlicher grammatischer Satz.
Atme natürlich. Wenn Gedanken abschweifen, kehre freundlich zum Klang zurück. Halte zwischen zwei Wiederholungen nur so viel Abstand, dass die einzelnen Laute klar bleiben. Nach der letzten Rezitation ruhe einige Atemzüge in der Stille.
Neige den Kopf. Gib das aufgefangene Wasser nach dem Ritual einer geeigneten Pflanze und reinige die Gefäße.
Siehe auch
- Panchayatana Puja
- Mangalacharana
- Archanam
- Pushpanjali
- Mantramahodadhi
- Brihat Tantrasara
- Puja
- Mantra
- Japa
- Dhyana
- Bhakti
Quellen und redaktionelle Hinweise
Brihat Tantrasara von Krishnananda Agamavagisha, Sanskrit-IAST-Projektfassung nach dem elektronischen Text M00013 auf Grundlage des Drucks Calcutta 1896. Die Verszählung beginnt in den einzelnen Abschnitten neu. Teil 1, allgemeine Puja-Paddhati, Sandhya-Abschnitt, Vers 9, sowie Surya-Abschnitt, Verse 33 und 39–40. Der Silben-Nyasa in 39 bestätigt die achtgliedrige Folge oṃ ghṛṇi sūrya āditya. Der Dhyana ist Vers 40; vandhūka der elektronischen Fassung wird zur üblichen Pflanzenschreibung bandhūka normalisiert. Dreifache Wasserrezitation, eine Arghya-Gabe und 27 anschließende Wiederholungen sind die redaktionell begrenzte Ausführung. Sie wird nicht mit dem umfangreichen Arghya samt Stoffliste in Mantramahodadhi 15.32–43 gleichgesetzt.
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