Agamikarman

Aus Yogawiki
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Gutes Agamikarman erzeugen

Agamikarma(n): (Sanskrit: आगामिकर्मन् āgāmikarman n.) = zuküftiges Karma, beeinflußt durch die Handlungen und Wünsche in der Gegenwart

Der Sanskrit-Ausdruck “Agamikarma” (auch “Agami Karma” genannt) setzt sich aus “Agami” (kommend, zukünftig) und “Karma” (Handlung, Tat) zusammen. Gemeint ist damit jene Art von Karma, die du im gegenwärtigen Moment durch deine eigenen Entscheidungen und Handlungen erschaffst – und die in der Zukunft ihre Früchte tragen wird. Im Hinduismus und im yogischen Verständnis gibt es drei Karma-Arten: Sanchita (angesammeltes Karma aus früheren Leben), Prarabdha (das bereits wirksame Karma, das dein jetziges Leben prägt) und eben Agamikarma, das du jetzt neu produzierst. Agamikarma ist also die Zukunft, die du dir durch dein heutiges Tun backst – es ist der Samen, den du pflanzt, der später aufgehen wird.

In jeder Yogastunde oder Meditation begegnet dir Agamikarma ganz direkt: Jedes Mal, wenn du bewusst eine sanfte, achtsame Haltung einnimmst, statt aus Gewohnheit zu reagieren, erschaffst du positives Agamikarma. Umgekehrt gilt: Wenn du in der Meditation ungeduldig wirst oder andere kritisierst, legst du neues, ungünstiges Karma an.

Ein Beispiel: Du sitzt in der Stille und spürst Wut auf jemanden hochkommen. Statt dem Impuls zu folgen und innerlich weiter zu grollen, atmest du dreimal tief durch und lässt den Gedanken los. Diese bewusste Wahl – Vergebung statt Groll – ist ein Akt, der dein Agamikarma verändert. Du bestimmst also in jedem Moment mit, welche Saat du für morgen legst.

Unser Guru sagte: “Sei achtsam in jeder Handlung. Das Agamikarma, das du heute schaffst, formt dein Schicksal von morgen. Reinige deine Motive, dann wird deine Zukunft hell.”

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