Ayomukha

Ayomukha (Sanskrit) = nach oben gerichtet, war einer der Söhne von Kashyapa und Danu. Daher wird er als "Danava" bezeichnet.
Ayomukha ist ein Sanskrit-Ausdruck, der sinngemäß „mit dem Gesicht nach oben“ oder „nach oben gerichtet“ bedeutet. In der Yoga Tradition kann das ganz konkret die Körperhaltung beschreiben: Das Gesicht, der Blick oder der ganze Körper wenden sich dem Himmel, dem Licht und dem Weiten zu. Spirituell steht das für Öffnung, Empfangsbereitschaft und Ausrichtung auf das Höhere. In Indien und im Hinduismus ist dieses „Nach-oben-Gewandtsein“ mehr als nur eine Haltung des Körpers: Es erinnert an die Verbindung zwischen dem Menschlichen und dem Göttlichen, zwischen Alltag und Befreiung, zwischen Atem, Bewusstsein und innerer Sammlung. Im Yoga kann so ein Begriff auf Asanas, auf den Blick, auf die innere Ausrichtung im Gebet oder in der Meditation verweisen. Er meint nicht nur eine äußere Form, sondern auch eine innere Haltung: nicht abgesenkt, nicht verschlossen, sondern wach, offen und empfangend.
Für die Praxis könnte das so aussehen: Wenn du in einer Rückbeuge oder in einer ruhigen Liegehaltung bist, richte dein Gesicht sanft nach oben, löse die Spannung im Hals und nimm ein paar bewusste Atemzüge. Dabei kannst du dir innerlich vorstellen, dass du dich nicht nur körperlich öffnest, sondern auch für Klarheit, Vertrauen und Stille. So wird aus einer einfachen Position eine kleine spirituelle Übung.
Passend dazu ein Satz von Swami Sivananda: Beherrsche deine Gedanken und du wirst die Welt beherrschen.