Yasaswi

Aus Yogawiki
Yasaswi

Yasaswi: (Sanskrit: = die Glorreiche. Der 80ste der 108 Namen von Lakshmi

Yasaswi bedeutet sinngemäß „ruhmreich“, „glanzvoll“ oder „von Ehre erfüllt“. Der Ausdruck beschreibt jemanden, der nicht nur äußerlich Erfolg hat, sondern dessen Leben von einer besonderen Ausstrahlung getragen ist — von Ansehen, Würde und einer Art innerem Leuchten. Im indischen Sprach- und Denkhorizont geht es dabei oft weniger um bloßen Applaus oder gesellschaftliches Prestige, sondern um einen Ruf, der aus Charakter, Tugend und geistiger Reife entsteht.

Im Zusammenhang mit Yoga und Hinduismus lässt sich Yasaswi als Hinweis darauf verstehen, dass wahre Größe nicht im Ego liegt, sondern in einer Lebenshaltung, die mit Wahrheit, Disziplin und Hingabe verbunden ist. Spirituell kann der Begriff daran erinnern, dass echte Würde aus innerer Klarheit kommt. In Indien wird Erfolg traditionell oft dann als wirklich wertvoll angesehen, wenn er mit Dharma, also mit rechtem Handeln und Ordnung, verbunden ist. Yasaswi ist deshalb nicht einfach „berühmt“, sondern eher jemand, dessen Leben Gewicht hat und der etwas Strahlendes, Vorbildhaftes ausstrahlt.

Für die Praxis im Yoga könnte das heißen: Du übst nicht, um dich besser zu fühlen als andere, sondern um dich zu klären, zu disziplinieren und deinem Leben eine aufrichtige Richtung zu geben. Ein Beispiel wäre, vor jeder Übungspraxis einen Moment still zu sitzen und innerlich zu fragen: „Dient das, was ich heute tue, meinem höchsten Selbst oder nur meinem Ego?“ So wird Yoga zu einer Schulung von Charakter und Bewusstsein, nicht nur von Beweglichkeit.

„Wandle jeden Tag ein wenig näher zum Licht.“ — Swami Sivananda

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