Saptah samudrah: Unterschied zwischen den Versionen
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„[[Saptah]]“ bedeutet „sieben“, und „[[Samudrah]]“ heißt „Ozean“ oder „Meer“. Gemeint sind die sieben mythischen Weltmeere der hinduistischen Kosmologie, die die verschiedenen Ebenen der Erde oder des Universums umgeben sollen. | |||
In den alten Puranas und im [[Mahabharata]] wird beschrieben, dass unsere Welt – der Kontinent [[Jambudvipa]] – von sieben konzentrischen Ozeanen umgeben ist. Und jeder dieser Ozeane besteht aus einer anderen Substanz: einem Meer aus [[Milch]], einem aus Joghurt, aus geklärter [[Butter]] ([[Ghee]]), aus Zuckerrohrsaft, aus [[Wein]], aus Süßwasser und schließlich aus Salzwasser. Klingt erstmal wie eine fantastische Landkarte, oder? Aber für dich als Suchende auf dem [[Yogaweg]] steckt viel mehr dahinter. | |||
Diese sieben Meere sind nämlich nicht nur geografische Vorstellungen. Sie symbolisieren die sieben Bewusstseinsebenen oder die sieben Chakren, die du in deiner Yogapraxis durchreist. Das Milchmeer steht zum Beispiel für Reinheit und Nahrung – ähnlich wie das Wurzelchakra ([[Muladhara]]), das dir Stabilität und Urvertrauen schenkt. Der Ozean aus Ghee, dem geklärten Butterfett, erinnert an das Sonnengeflecht ([[Manipura]]-Chakra), wo deine innere Verdauungskraft und dein Selbstbewusstsein brennen. Und das Süßwasser-Meer? Das könnte das Herzchakra ([[Anahata]]) sein, in dem die Liebe so klar und erfrischend fließt wie eine ungetrübte Quelle. | |||
In der Yogapraxis kannst du diese Vorstellung wunderbar nutzen. Wenn du in der Tiefenentspannung ([https://www.yoga-vidya.de/ Yoga Nidra]) liegst, kannst du dich durch diese sieben Meere hindurchführen lassen: Stell dir vor, du tauchst in ein milchiges, sanftes Licht ein – das ist deine Geborgenheit. Dann schwimmst du durch einen goldenen Ozean aus Klarheit – deine Willenskraft. Und schließlich landest du im stillen, süßen Wasser der bedingungslosen Liebe. Jeder Ozean wäscht eine alte Schicht von dir rein. | |||
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Version vom 19. Mai 2026, 01:54 Uhr
saptah samudrah (Sanskrit: saptāh samudrāh adj. und m.) = die sieben Ozeane, die nach Vorstellung der Puranas die Erde ringförmig umgeben.
„Saptah“ bedeutet „sieben“, und „Samudrah“ heißt „Ozean“ oder „Meer“. Gemeint sind die sieben mythischen Weltmeere der hinduistischen Kosmologie, die die verschiedenen Ebenen der Erde oder des Universums umgeben sollen.
In den alten Puranas und im Mahabharata wird beschrieben, dass unsere Welt – der Kontinent Jambudvipa – von sieben konzentrischen Ozeanen umgeben ist. Und jeder dieser Ozeane besteht aus einer anderen Substanz: einem Meer aus Milch, einem aus Joghurt, aus geklärter Butter (Ghee), aus Zuckerrohrsaft, aus Wein, aus Süßwasser und schließlich aus Salzwasser. Klingt erstmal wie eine fantastische Landkarte, oder? Aber für dich als Suchende auf dem Yogaweg steckt viel mehr dahinter.
Diese sieben Meere sind nämlich nicht nur geografische Vorstellungen. Sie symbolisieren die sieben Bewusstseinsebenen oder die sieben Chakren, die du in deiner Yogapraxis durchreist. Das Milchmeer steht zum Beispiel für Reinheit und Nahrung – ähnlich wie das Wurzelchakra (Muladhara), das dir Stabilität und Urvertrauen schenkt. Der Ozean aus Ghee, dem geklärten Butterfett, erinnert an das Sonnengeflecht (Manipura-Chakra), wo deine innere Verdauungskraft und dein Selbstbewusstsein brennen. Und das Süßwasser-Meer? Das könnte das Herzchakra (Anahata) sein, in dem die Liebe so klar und erfrischend fließt wie eine ungetrübte Quelle.
In der Yogapraxis kannst du diese Vorstellung wunderbar nutzen. Wenn du in der Tiefenentspannung (Yoga Nidra) liegst, kannst du dich durch diese sieben Meere hindurchführen lassen: Stell dir vor, du tauchst in ein milchiges, sanftes Licht ein – das ist deine Geborgenheit. Dann schwimmst du durch einen goldenen Ozean aus Klarheit – deine Willenskraft. Und schließlich landest du im stillen, süßen Wasser der bedingungslosen Liebe. Jeder Ozean wäscht eine alte Schicht von dir rein.
Siehe auch
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