Asuri sampatti: Unterschied zwischen den Versionen
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Asuri sampatti bedeutet wörtlich etwa „dämonische“ oder „unheilvolle Ausrichtung“ und beschreibt im spirituellen Sprachgebrauch Eigenschaften, die den Menschen von innerer [[Klarheit]], [[Mitgefühl]] und [[Wahrheit]] wegführen. Im Gegensatz zu einer göttlichen, lichtvollen Haltung steht hier nicht die äußere „Bosheit“ im Vordergrund, sondern eine innere Verfassung, die von [[Ego]], [[Gier]], [[Stolz]], [[Härte]], [[Täuschung]] und Unruhe geprägt ist. In der indischen [[Spiritualität]], besonders im Hinduismus und in der | '''Asuri sampatti''': ([[Sanskrit]]: आसुरी सम्पत्तिः āsurī sampattiḥ ''f.'') = wörtl.: "Fülle (sampatti) an negativer, [[dämon]]ischer Eigenschaften" | ||
Asuri sampatti bedeutet wörtlich etwa „dämonische“ oder „unheilvolle Ausrichtung“ und beschreibt im spirituellen Sprachgebrauch Eigenschaften, die den Menschen von innerer [[Klarheit]], [[Mitgefühl]] und [[Wahrheit]] wegführen. Im Gegensatz zu einer göttlichen, lichtvollen Haltung steht hier nicht die äußere „Bosheit“ im Vordergrund, sondern eine innere Verfassung, die von [[Ego]], [[Gier]], [[Stolz]], [[Härte]], [[Täuschung]] und Unruhe geprägt ist. In der indischen [[Spiritualität]], besonders im [[Hinduismus]] und in der Yogatradition, gilt so eine Tendenz als Hindernis auf dem Weg zur [[Befreiung]], weil sie die Sicht verengt und den Menschen stärker an Wünsche, Abgrenzung und Verstrickung bindet. | |||
Im Kontext von [[Yoga]] geht es dabei nicht nur um ein moralisches Urteil, sondern um [[Selbsterkenntnis]]. Yoga will den Geist beruhigen und reinigen, damit du die Dinge klarer siehst. Asuri sampatti steht dann für genau die Kräfte im Inneren, die diesen Prozess stören: etwa Rechthaberei, Neid, Aggression, Selbsttäuschung oder das ständige „Ich zuerst“. Spirituell betrachtet ist das ein Zustand, in dem das Bewusstsein mehr von Trennung als von Verbundenheit geprägt ist. | Im Kontext von [[Yoga]] geht es dabei nicht nur um ein moralisches Urteil, sondern um [[Selbsterkenntnis]]. Yoga will den Geist beruhigen und reinigen, damit du die Dinge klarer siehst. Asuri sampatti steht dann für genau die Kräfte im Inneren, die diesen Prozess stören: etwa Rechthaberei, Neid, Aggression, Selbsttäuschung oder das ständige „Ich zuerst“. Spirituell betrachtet ist das ein Zustand, in dem das Bewusstsein mehr von Trennung als von Verbundenheit geprägt ist. | ||
Ein praktisches [[Beispiel]]: Jemand wird im Alltag schnell gereizt, will immer recht haben und kann anderen kaum zuhören. In einer | Ein praktisches [[Beispiel]]: Jemand wird im Alltag schnell gereizt, will immer recht haben und kann anderen kaum zuhören. In einer [[yogisch]]en Sichtweise wäre das ein Ausdruck solcher unheilvollen Eigenschaften. Die Praxis dahinter wäre nicht Selbstverurteilung, sondern bewusstes Gegensteuern: innehalten, ruhig atmen, die eigene Reaktion beobachten, einen Moment [[Stille]] halten und dann mit mehr Freundlichkeit antworten. So verwandelt sich eine destruktive Tendenz Schritt für Schritt in Einsicht und Gelassenheit. | ||
Ein Wort von [https://www.yoga-vidya.de/ Swami Sivananda] dazu lautet: „Zerreiße die Schleier der Unwissenheit durch Wissen, Hingabe und Meditation.“ | Ein Wort von [https://www.yoga-vidya.de/ Swami Sivananda] dazu lautet: „Zerreiße die Schleier der Unwissenheit durch Wissen, Hingabe und [[Meditation]].“ | ||
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Aktuelle Version vom 30. Juli 2026, 07:54 Uhr

Asuri sampatti: (Sanskrit: आसुरी सम्पत्तिः āsurī sampattiḥ f.) = wörtl.: "Fülle (sampatti) an negativer, dämonischer Eigenschaften"
Asuri sampatti bedeutet wörtlich etwa „dämonische“ oder „unheilvolle Ausrichtung“ und beschreibt im spirituellen Sprachgebrauch Eigenschaften, die den Menschen von innerer Klarheit, Mitgefühl und Wahrheit wegführen. Im Gegensatz zu einer göttlichen, lichtvollen Haltung steht hier nicht die äußere „Bosheit“ im Vordergrund, sondern eine innere Verfassung, die von Ego, Gier, Stolz, Härte, Täuschung und Unruhe geprägt ist. In der indischen Spiritualität, besonders im Hinduismus und in der Yogatradition, gilt so eine Tendenz als Hindernis auf dem Weg zur Befreiung, weil sie die Sicht verengt und den Menschen stärker an Wünsche, Abgrenzung und Verstrickung bindet.
Im Kontext von Yoga geht es dabei nicht nur um ein moralisches Urteil, sondern um Selbsterkenntnis. Yoga will den Geist beruhigen und reinigen, damit du die Dinge klarer siehst. Asuri sampatti steht dann für genau die Kräfte im Inneren, die diesen Prozess stören: etwa Rechthaberei, Neid, Aggression, Selbsttäuschung oder das ständige „Ich zuerst“. Spirituell betrachtet ist das ein Zustand, in dem das Bewusstsein mehr von Trennung als von Verbundenheit geprägt ist.
Ein praktisches Beispiel: Jemand wird im Alltag schnell gereizt, will immer recht haben und kann anderen kaum zuhören. In einer yogischen Sichtweise wäre das ein Ausdruck solcher unheilvollen Eigenschaften. Die Praxis dahinter wäre nicht Selbstverurteilung, sondern bewusstes Gegensteuern: innehalten, ruhig atmen, die eigene Reaktion beobachten, einen Moment Stille halten und dann mit mehr Freundlichkeit antworten. So verwandelt sich eine destruktive Tendenz Schritt für Schritt in Einsicht und Gelassenheit.
Ein Wort von Swami Sivananda dazu lautet: „Zerreiße die Schleier der Unwissenheit durch Wissen, Hingabe und Meditation.“