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'''Ardhangi''': ([[Sanskrit]]: अर्धाङ्गी ardhāṅgī ''f.'') wörtl.: "die Hälfte des Körpers"; Partner/in | '''Ardhangi''': ([[Sanskrit]]: अर्धाङ्गी ardhāṅgī ''f.'') = wörtl.: "die eine Hälfte des Körpers"; Partner/in | ||
Ardhangi kommt aus zwei Sanskrit-Elementen: [[ardha]], „Hälfte“, und [[angi]], abgeleitet von anga, „Teil“, „Glied“ oder „Körperteil“. Wörtlich heißt Ardhangi also „die zur Hälfte Gehörige“ oder „die eine Hälfte“. | Ardhangi kommt aus zwei Sanskrit-Elementen: [[ardha]], „Hälfte“, und [[angi]], abgeleitet von anga, „Teil“, „Glied“ oder „Körperteil“. Wörtlich heißt Ardhangi also „die zur Hälfte Gehörige“ oder „die eine Hälfte“. | ||
Im klassischen Gebrauch bezeichnet der Begriff vor allem die weibliche Hälfte in einer Partnerbeziehung — also die Partnerin, die zur anderen Hälfte gehört. In kulturellen und [[spirituell]]en Kontexten wird Ardhangi oft im Zusammenhang mit der Vorstellung von geteilten, komplementären Prinzipien gebraucht: zwei Hälften, die zusammen ein Ganzen bilden, etwa das | Im klassischen Gebrauch bezeichnet der Begriff vor allem die weibliche Hälfte in einer Partnerbeziehung — also die Partnerin, die zur anderen Hälfte gehört. In kulturellen und [[spirituell]]en Kontexten wird Ardhangi oft im Zusammenhang mit der Vorstellung von geteilten, komplementären Prinzipien gebraucht: zwei Hälften, die zusammen ein Ganzen bilden, etwa das [[männlich]]e und das [[weiblich]]e Prinzip, die sich ergänzen und zusammen Vollständigkeit erreichen. | ||
In [https://www.yoga-vidya.de/ hinduistischen] Erzählungen und | In [https://www.yoga-vidya.de/ hinduistischen] Erzählungen und [[philosophisch]]en Texten taucht die Idee, dass Geliebte, [[Ehe]]partner oder göttliche Paare jeweils Ardhangi des anderen sind, häufig auf. Das Betonen der Gegenseitigkeit meint nicht nur rechtliche oder soziale [[Partner]]schaft, sondern auch eine metaphysische Ergänzung — etwa wenn die göttliche Gefährtin als notwendiger Anteil der göttlichen Gestalt verstanden wird, der ihre [[Vollkommenheit]] erst ermöglicht. Auch bei [[Platon]], dem bekannten Philosophen aus Griechenland, wird der ganze Mensch als aus zwei Hälften bestehend gedacht. Der Single sucht seine andere Hälfte. | ||
„Behandle deine Ardhangi mit Respekt; sie ist nicht nur Gefährtin, sondern die (bessere) Hälfte, ohne die dein ganzes Leben nicht vollständig ist.“ | „Behandle deine Ardhangi mit Respekt; sie ist nicht nur Gefährtin, sondern die (bessere) Hälfte, ohne die dein ganzes Leben nicht vollständig ist.“ | ||
Aktuelle Version vom 14. Februar 2026, 03:00 Uhr
Ardhangi: (Sanskrit: अर्धाङ्गी ardhāṅgī f.) = wörtl.: "die eine Hälfte des Körpers"; Partner/in
Ardhangi kommt aus zwei Sanskrit-Elementen: ardha, „Hälfte“, und angi, abgeleitet von anga, „Teil“, „Glied“ oder „Körperteil“. Wörtlich heißt Ardhangi also „die zur Hälfte Gehörige“ oder „die eine Hälfte“.
Im klassischen Gebrauch bezeichnet der Begriff vor allem die weibliche Hälfte in einer Partnerbeziehung — also die Partnerin, die zur anderen Hälfte gehört. In kulturellen und spirituellen Kontexten wird Ardhangi oft im Zusammenhang mit der Vorstellung von geteilten, komplementären Prinzipien gebraucht: zwei Hälften, die zusammen ein Ganzen bilden, etwa das männliche und das weibliche Prinzip, die sich ergänzen und zusammen Vollständigkeit erreichen.
In hinduistischen Erzählungen und philosophischen Texten taucht die Idee, dass Geliebte, Ehepartner oder göttliche Paare jeweils Ardhangi des anderen sind, häufig auf. Das Betonen der Gegenseitigkeit meint nicht nur rechtliche oder soziale Partnerschaft, sondern auch eine metaphysische Ergänzung — etwa wenn die göttliche Gefährtin als notwendiger Anteil der göttlichen Gestalt verstanden wird, der ihre Vollkommenheit erst ermöglicht. Auch bei Platon, dem bekannten Philosophen aus Griechenland, wird der ganze Mensch als aus zwei Hälften bestehend gedacht. Der Single sucht seine andere Hälfte.
„Behandle deine Ardhangi mit Respekt; sie ist nicht nur Gefährtin, sondern die (bessere) Hälfte, ohne die dein ganzes Leben nicht vollständig ist.“