Cinmayatattva: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Cinmayatattva''': ([[Sanskrit]]: cinmayatattva ''(cit-mayātattva)'' ''n.'')  die aus Bewusstsein bestehende Realität.
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'''Cinmayatattva''': ([[Sanskrit]]: cinmayatattva ''(cit-mayātattva)'' ''n.'') =  die aus Bewusstsein bestehende Realität.
Der Sanskrit-Ausdruck "Cinmayatattva" setzt sich aus zwei Wörtern zusammen: "Chinmaya" (चिन्मय) und "Tattva" (तत्त्व).
* [[Chinmaya]] bedeutet „reines Bewusstsein“ oder „aus Erkenntnis bestehend“ – es verweist auf die höchste, unvergängliche Wirklichkeit, die jenseits von Illusion ([[Maya]]) liegt.
* [[Tattva]] steht für „Prinzip“, „Wahrheit“ oder „essenzielle Natur“.
Zusammengesetzt beschreibt Cinmayatattva also das absolute Prinzip des reinen [[Bewusstsein]]s – die göttliche [[Essenz]], aus der alles entsteht und die alles durchdringt. In der [[indisch]]en Philosophie (besonders im [https://www.yoga-vidya.de/ Advaita Vedanta]) ist es ein Synonym für [[Brahman]], die formlose, unendliche Realität.
=Beispiel aus der Mythologie=
Im [[Yoga]] und der [[Bhagavad Gita]] (Kapitel 7, Vers 24) sagt [[Krishna]]: „Die Unwissenden halten mich für eine begrenzte Erscheinung, doch ich bin die unvergängliche Quelle aller Welten – rein, bewusst, jenseits von Raum und Zeit.“ Hier spiegelt sich Cinmayatattva wider: Das Göttliche als unmanifestiertes Licht des Wissens.
Bei der [[Meditation]] kannst du dich darauf ausrichten, indem du wiederholst: „Ich bin nicht der Körper, nicht der Geist – ich bin Chinmaya, reines Bewusstsein.“
=Siehe auch=
* [[Jnana Yoga]]
* [[Philosophie]]


[[Kategorie:Glossar]]
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[[Kategorie:Sanskrit]]
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Aktuelle Version vom 6. März 2026, 02:12 Uhr

Cinmayatattva

Cinmayatattva: (Sanskrit: cinmayatattva (cit-mayātattva) n.) = die aus Bewusstsein bestehende Realität.

Der Sanskrit-Ausdruck "Cinmayatattva" setzt sich aus zwei Wörtern zusammen: "Chinmaya" (चिन्मय) und "Tattva" (तत्त्व).

  • Chinmaya bedeutet „reines Bewusstsein“ oder „aus Erkenntnis bestehend“ – es verweist auf die höchste, unvergängliche Wirklichkeit, die jenseits von Illusion (Maya) liegt.
  • Tattva steht für „Prinzip“, „Wahrheit“ oder „essenzielle Natur“.

Zusammengesetzt beschreibt Cinmayatattva also das absolute Prinzip des reinen Bewusstseins – die göttliche Essenz, aus der alles entsteht und die alles durchdringt. In der indischen Philosophie (besonders im Advaita Vedanta) ist es ein Synonym für Brahman, die formlose, unendliche Realität.

Beispiel aus der Mythologie

Im Yoga und der Bhagavad Gita (Kapitel 7, Vers 24) sagt Krishna: „Die Unwissenden halten mich für eine begrenzte Erscheinung, doch ich bin die unvergängliche Quelle aller Welten – rein, bewusst, jenseits von Raum und Zeit.“ Hier spiegelt sich Cinmayatattva wider: Das Göttliche als unmanifestiertes Licht des Wissens.

Bei der Meditation kannst du dich darauf ausrichten, indem du wiederholst: „Ich bin nicht der Körper, nicht der Geist – ich bin Chinmaya, reines Bewusstsein.“

Siehe auch