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Der Sanskrit-Ausdruck "Acit" bedeutet wörtlich übersetzt "das Nicht-Bewusste" oder "das Unbewusste". Es ist ein Begriff, der oft in der indischen [[Philosophie]], insbesondere im [[Vedanta]], verwendet wird. Acit steht im Gegensatz zu "Cit", was "das Bewusste" oder "das Bewusstsein" bezeichnet. Acit umfasst alles, was nicht bewusst ist, also die materielle Welt, die Objekte und die Natur, die als unbewusst oder leblos angesehen werden. | |||
Im Vedanta wird die Welt oft in drei Kategorien eingeteilt: [[Ishvara]] (Gott), [[Cit]] (das Bewusste) und Acit (das Unbewusste). Acit ist alles, was nicht mit Bewusstsein ausgestattet ist, wie [[Stein]]e, [[Pflanze]]n oder auch der physische [[Körper]]. Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass Acit nicht völlig getrennt von Cit ist, sondern vielmehr als dessen Manifestation oder Ausdruck betrachtet wird. | |||
Ein Beispiel aus der indischen [[Mythologie]], das diesen Begriff illustriert, findest du in der Geschichte von [[Prahlada]] aus dem [https://www.yoga-vidya.de/ Vishnu Purana]. Prahlada, ein großer Verehrer von [[Vishnu]], wird von seinem Vater, dem Dämonenkönig [[Hiranyakashipu]], gefragt, warum er Vishnu verehrt, der doch in allem gegenwärtig ist, sogar in einem Stein. Prahlada antwortet, dass Vishnu tatsächlich in allem gegenwärtig ist, auch in einem Stein, der als Acit gilt. Dies zeigt, dass selbst das Unbewusste eine Verbindung zum Göttlichen hat und Teil des größeren Ganzen ist. | |||
In der [[Yoga Philosophie]] wird oft betont, dass wir durch Meditation und Selbstreflexion das Bewusstsein (Cit) in uns erkennen und uns von der Identifikation mit dem Unbewussten (Acit) lösen können. Dies hilft uns, unsere wahre Natur zu verstehen und uns mit dem höheren Selbst zu verbinden. | |||
=Siehe auch= | |||
* [[Meditation]] | |||
* [[Selbstreflexion]] | |||
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Aktuelle Version vom 19. März 2026, 06:56 Uhr

Acit: (Sanskrit: अचित् acit f. und adj.) = materiell, ohne Bewusstsein, Materie
Der Sanskrit-Ausdruck "Acit" bedeutet wörtlich übersetzt "das Nicht-Bewusste" oder "das Unbewusste". Es ist ein Begriff, der oft in der indischen Philosophie, insbesondere im Vedanta, verwendet wird. Acit steht im Gegensatz zu "Cit", was "das Bewusste" oder "das Bewusstsein" bezeichnet. Acit umfasst alles, was nicht bewusst ist, also die materielle Welt, die Objekte und die Natur, die als unbewusst oder leblos angesehen werden.
Im Vedanta wird die Welt oft in drei Kategorien eingeteilt: Ishvara (Gott), Cit (das Bewusste) und Acit (das Unbewusste). Acit ist alles, was nicht mit Bewusstsein ausgestattet ist, wie Steine, Pflanzen oder auch der physische Körper. Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass Acit nicht völlig getrennt von Cit ist, sondern vielmehr als dessen Manifestation oder Ausdruck betrachtet wird.
Ein Beispiel aus der indischen Mythologie, das diesen Begriff illustriert, findest du in der Geschichte von Prahlada aus dem Vishnu Purana. Prahlada, ein großer Verehrer von Vishnu, wird von seinem Vater, dem Dämonenkönig Hiranyakashipu, gefragt, warum er Vishnu verehrt, der doch in allem gegenwärtig ist, sogar in einem Stein. Prahlada antwortet, dass Vishnu tatsächlich in allem gegenwärtig ist, auch in einem Stein, der als Acit gilt. Dies zeigt, dass selbst das Unbewusste eine Verbindung zum Göttlichen hat und Teil des größeren Ganzen ist.
In der Yoga Philosophie wird oft betont, dass wir durch Meditation und Selbstreflexion das Bewusstsein (Cit) in uns erkennen und uns von der Identifikation mit dem Unbewussten (Acit) lösen können. Dies hilft uns, unsere wahre Natur zu verstehen und uns mit dem höheren Selbst zu verbinden.