Yogaraum
Yogaraum - der Raum für Praxis. Yoga Vidya bietet in allen vier Ashrams eine Vielzahl von Räumen aller Größen, auch für sehr große Gruppen.
Ein Yogaraum sollte Ruhe, Sicherheit und gute Bedingungen für Körperarbeit sowie Meditation bieten. Er sollte an einer möglichst ruhigen Lage liegen, fern von stark befahrenen Straßen oder lauten Nachbarn, und über eine gute Belüftung verfügen, idealerweise mit Fenstern, die frische Luft zulassen, aber auch die Möglichkeit bieten, Zugluft zu vermeiden. Die Raumgröße und -höhe sollten der Teilnehmendenzahl angemessen sein; pro Person rechnet man grob 2–3 m², die Deckenhöhe sollte mindestens rund 2,5 Meter betragen. Natürliche, blendfreie Beleuchtung ist wünschenswert, ergänzt durch dimmbares, warmes künstliches Licht und Optionen für vollständige Abdunkelung bei Meditation oder Entspannung. Akustisch sollte der Raum möglichst wenig Nachhall haben; Vorhänge, Teppiche oder Akustikpaneele dämpfen Geräusche und sorgen für eine ruhigere Atmosphäre.
Boden
Der Boden ist zentral: eben, rutschfest und leicht federnd — Holzparkett oder Kork sind ideal, alternativ Yogamatten auf einem festen Untergrund; harte Fliesen erfordern zusätzliche Dämpfung. Die Raumtemperatur richtet sich nach der Praxisform: für Hatha- und restorative Klassen sind etwa 20–24 °C angenehm, für spezielle Heißpraktiken wie Hot Yoga sind höhere Temperaturen (26–30 °C) nötig. Zur Ausstattung gehören ausreichend Yogamatten und Hilfsmittel wie Blöcke, Gurte, Decken, Bolster und Augenkissen, sauber und gut gepflegt. Regale oder Ablageflächen für persönliche Gegenstände, Haken für Jacken und möglichst abschließbare Bereiche für Wertsachen erhöhen den Komfort. Eine dezente Musikanlage, ein Timer oder eine sichtbare Uhr, bei Bedarf ein Luftreiniger und Pflanzen für bessere Luftqualität sind nützlich.
Sicherheit
Hygiene und Sicherheit sind unabdingbar: regelmäßige Reinigung von Boden, Matten und Requisiten, leicht zu desinfizierende Materialien, nahegelegene Toiletten und Waschbecken sowie bereitzustellende Hygieneartikel gehören dazu. Nach jeder Stunde sollte gelüftet werden, und unangenehme Gerüche sind zu vermeiden. Sicherheitsaspekte umfassen ausreichend freie Bewegungsflächen ohne Stolperfallen, gut beleuchtete Ein- und Ausgänge, ein Erste-Hilfe-Set sowie ein Notfallplan und klare Rettungswege; außerdem sollten Versicherungsschutz und lokale Vorschriften wie Brandschutz und maximale Personenzahl beachtet werden.
Ausstattung
Für unterschiedliche Praxisformen empfiehlt sich eine angepasste Ausstattung: wer viel meditativ arbeitet oder Atemtechniken unterrichtet, braucht besonders gute Luftqualität und Ruhe; bei dynamischen, fließenden Klassen ist mehr freie Fläche und eine gute Klimatisierung wichtig; für therapeutische oder inversionsbezogene Angebote sind stabile Befestigungen an Wänden oder Decke für Gurte und Trapeze zu prüfen. Die Gestaltung sollte minimalistisch und beruhigend sein: neutrale, warme Wandfarben, dezente Dekoration, natürliche Materialien und eventuell Pflanzen fördern das Wohlbefinden; starke Düfte und aufdringliche Kunstwerke sind zu vermeiden. Regeln für Handys (Stumm-/Ausmodus) und eine Kultur der Rücksicht runden das Konzept ab. Insgesamt soll der Yogaraum eine Atmosphäre schaffen, in der Teilnehmende sich sicher, geborgen und konzentriert fühlen können, damit Körperübungen, Atemarbeit und Meditation effektiv und respektvoll praktiziert werden können.