Viragi

Viragi/Viragini (Sanskrit: Virāgī/Virāgiṅī m./f.) = Der/Die Leidenschaftslose
Der Ausdruck "Viragi" kommt aus dem Sanskrit und bedeutet wörtlich so viel wie "der Leidenschaftslose" oder "der Leidenschaft Befreite". Es beschreibt jemanden, der frei von weltlichen Begierden und Anhaftungen ist – ein Zustand, den viele spirituelle Wege wie der Yoga anstreben.
Im Yoga und in der indischen Philosophie ist ein Viragi jemand, der durch Erkenntnis und Meditation die Illusionen (Maya) durchschaut hat und nicht mehr von Sinnesfreuden oder materiellen Dingen abhängig ist. Es ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Befreiung (Moksha).
Ein schönes Beispiel aus der indischen Mythologie ist die Geschichte von König Janaka, der als "Videha" (der Körperlose) bezeichnet wurde. Obwohl er als Herrscher lebte, war er innerlich vollkommen losgelöst – ein wahrer Viragi. Die Bhagavad Gita sagt dazu: "Wer inmitten der Welt handelt, aber nicht an den Früchten seines Tuns hängt, der ist ein Weiser, der wahre Ruhe gefunden hat."