Siddhayogeshvarimata 108 Verse für die spirituelle Praxis

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Siddhayogeshvarimata 108 Verse für die spirituelle Praxis für ernsthafte Yoga Aspiranten und Aspirantinnen. Diese Auswahl enthält genau 108 unterschiedliche, vollständige Originalverse aus elf Kapiteln der hier erschlossenen Kurzfassung. Sie führt von der Frage nach wirksamen Mantras über Göttinnenmeditation und Lautkörper bis zu Yoginī-Begegnung und Bhairavas Lachen. Zusammenhängende Gruppen bewahren den Gedankengang. Die Sprache ist gegenüber der Hauptübersetzung vereinfacht; historische Aussagen und Unsicherheiten bleiben erkennbar. Aussagen über Siddhis geben die Verheißungen des Textes wieder. Ausgeschlossen sind Verse über den Konsum von Alkohol, Fleisch und Rauschmitteln, über schädigende Rituale, Zwang und Selbstverletzung. Einige ausgewählte Bilder entstammen größeren Ritualen; ihr begrenzter Kontext wird jeweils genannt.

Die Auswahl ist eine Lektüre- und Studienhilfe für spirituelle Aspiranten; sie ersetzt weder den Haupttext noch eine überlieferte rituelle Unterweisung.

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Weitere Seiten dieser Ausgabe: Hauptartikel mit Übersetzung · Sanskrit in Devanagari

Die Frage nach der lebendigen Mantrakraft

1. Bhairava, der Ungeborene

Original: Siddhayogeśvarīmata 1.2.[2]

praṇamya śirasā bhīmaṃ bhairavaṃ bhairavīpriyam /
bhairavīsiddhidātāram ajaṃ viśvaṃ svayaṃbhuvam

Übersetzung: Sie neigte ihr Haupt vor dem furchtbaren Bhairava, dem Geliebten Bhairavīs, der die Vollendung Bhairavas schenkt: ungeboren, das All umfassend und aus sich selbst seiend,

Erläuterung: Die Verse 1.2–4 bilden gemeinsam die Eröffnung des Gesprächs zwischen Bhairavī und Bhairava.

Die unterstrichene Lesung ist in der Leitquelle als unsicher gekennzeichnet; die vereinfachte Übersetzung hebt diesen Vorbehalt nicht auf.

2. Der milde und der schreckliche Gott

Original: Siddhayogeśvarīmata 1.3.[2]

mahāvinodanirataṃ devadevaṃ jagadgurum /
svasthānasthaṃ mahāghoram aghoraṃ ghoranāśanam

Übersetzung: vor dem Gott der Götter und Lehrer der Welt, der sich großer Freude hingibt und an seinem eigenen Ort ruht; überaus schrecklich und zugleich mild, vernichtet er das Schreckliche.

3. Die Frage der Göttin

Original: Siddhayogeśvarīmata 1.4.[2]

bhairavaṃ bhairavī devī praṇipatya samāhitam /
jñānaṃ pṛṣṭavatī samyag bhuktimuktiphalapradam

Übersetzung: Nachdem Bhairavī sich vor dem gesammelten Bhairava niedergeworfen hatte, fragte sie gründlich nach jenem Wissen, das sowohl Lebensgenuss als auch Befreiung schenkt.

4. Wenn die Mühe ohne Frucht bleibt

Original: Siddhayogeśvarīmata 1.5.[2]

mantratantrāṇi deveśa tvayā proktāny anekadhā /
kleśenāpi na siddhyante <narā> yogādisādhane

Übersetzung: Herr der Götter, auf vielerlei Weise hast du Mantra-Lehren verkündet. Doch selbst unter großer Mühe finden [die Menschen] durch Yoga und andere Verfahren keine Vollendung.

Erläuterung: Bhairavīs Fragen sind Teil eines religiösen Lehrgesprächs. Die folgenden Verse entfalten Antwort und Voraussetzungen; sie sind keine Zusicherung eines heutigen Erfolgs.

Die unterstrichene Lesung ist in der Leitquelle als unsicher gekennzeichnet; die vereinfachte Übersetzung hebt diesen Vorbehalt nicht auf.

5. Eine offene Herausforderung

Original: Siddhayogeśvarīmata 1.6.[2]

vidhināpi na sidhyante pratyayo naiva jāyate /
bhrāmito ’yaṃ tvayā bhāvo yaṣṭavatāṃ maheśvara

Übersetzung: Auch wenn sie dem vorgeschriebenen Weg folgen, gelingt es ihnen nicht; ein deutliches Zeichen bleibt aus. Großer Herr, du hast die Gesinnung der Opfernden irregeführt,

Die unterstrichene Lesung ist in der Leitquelle als unsicher gekennzeichnet; die vereinfachte Übersetzung hebt diesen Vorbehalt nicht auf.

6. Warum wirken die Mantras nicht?

Original: Siddhayogeśvarīmata 1.7.[2]

japatām api yatnena puruṣāṇāṃ suniścayaḥ /
kim ete <na> prasiddhyanti tvatproktā mantranāyakāḥ

Übersetzung: und ebenso die der Menschen, die sich ernsthaft um Rezitation bemühen. Warum werden diese führenden Mantras, die du selbst gelehrt hast, [nicht] wirksam?

7. Bhairavī fragt weiter

Original: Siddhayogeśvarīmata 1.8.[2]

vyāmohitaṃ tvayā sarvaṃ śiṣyāś cānena śaṅkara /
kiṃ te phalaṃ suraśreṣṭha jagadvyāmohane kṛte

Übersetzung: Śaṅkara, damit hast du alles und auch deine Schüler verwirrt. Was nützt es dir, Bester der Götter, die Welt so in Verwirrung zu bringen?

8. Ein Lächeln vor der Antwort

Original: Siddhayogeśvarīmata 1.9.[2]

ity uktaḥ sa tayā <devyā> bhairavaḥ suranāyakaḥ /
prahasyovāca bhagavān gambhīrārtham idaṃ vacaḥ

Übersetzung: Auf diese Worte der [Göttin] hin lächelte der erhabene Bhairava, der die Götter führt, und gab eine Antwort von tiefem Sinn.

9. Aufmerksam hören

Original: Siddhayogeśvarīmata 1.10.[2]

śṛṇuṣvāvahitā devi pṛṣṭo ’haṃ yat tvayādhunā /
nikhilaṃ taṃ pravakṣyāmi vastutattvaṃ yathā sthitam

Übersetzung: Höre gesammelt, Göttin. Ich werde deine jetzige Frage vollständig beantworten und erklären, wie sich die Sache in Wahrheit verhält.

10. Die verborgene Kraft

Original: Siddhayogeśvarīmata 1.11.[2]

mantrāḥ pūrvaṃ mayā devi ye proktāḥ kāmasiddhidāḥ /
te gopitāḥ punaḥ sarve svaśaktyā caiva suvrate

Übersetzung: Göttin, alle wunscherfüllenden Mantras, die ich einst lehrte, habe ich wieder durch meine eigene Śakti verborgen, du den Gelübden Getreue.

11. Weihe und Verpflichtung

Original: Siddhayogeśvarīmata 1.12.[3]

dṛṣṭvā saṃskārarahitam ajñānānāṃ samantataḥ /
vibhedaṃ samayānāṃ ca kṛtavanto narādhamāḥ

Übersetzung: Denn überall sah ich, dass den Unwissenden die reinigenden Weihen fehlten und niedrig gesinnte Menschen die übernommenen Verpflichtungen brachen.

12. Mehr als bloße Laute

Original: Siddhayogeśvarīmata 1.13.[3]

aśeṣām eva mantrāṇām ato vīryaṃ pragopitam /
tena guptena guptās te śeṣā varṇās tu kevalāḥ

Übersetzung: Darum wurde die Wirkkraft aller Mantras verborgen. Mit ihr sind auch die Mantras verborgen; zurück bleiben nur ihre Sprachlaute.

Die unterstrichene Lesung ist in der Leitquelle als unsicher gekennzeichnet; die vereinfachte Übersetzung hebt diesen Vorbehalt nicht auf.

13. Auch häufige Wiederholung genügt nicht

Original: Siddhayogeśvarīmata 1.14.[3]

guptavīryā mahādevi vidhināpi prayojitāḥ /
tena te na prasiddhyanti japtvā koṭiśatair api

Übersetzung: Große Göttin, bleibt ihre Kraft verborgen, werden sie selbst bei richtiger Anwendung nicht wirksam – auch nicht durch hundert Koṭis Wiederholungen.

Erläuterung: Hundert Koṭis sind eine Milliarde. Gerade die große Zahl unterstreicht hier, dass Wiederholung allein die fehlende Mantrakraft nicht ersetzt.

14. Das Ergreifen der Kraft

Original: Siddhayogeśvarīmata 1.15.[3]

tadgrahaṃ yo ’pi jānāti tathā cātmaparigraham /
guruṃ gurutaraṃ caiva tasya siddhir na dūrataḥ

Übersetzung: Wer das Ergreifen jener [Kraft], die Annahme des Selbst, den Guru und den Gurutara kennt, ist der Vollendung nahe.

Erläuterung: Gurutara heißt wörtlich „der gewichtigere Lehrer“; 2.2 bezeichnet damit den Mantra, während Guru dort den einweihenden Lehrer meint. „Annahme des Selbst“ ist ein technischer Ausdruck des Einweihungszusammenhangs.

15. Der Lehrer und die Śakti

Original: Siddhayogeśvarīmata 1.16.[3]

śaktihīnaṃ guruṃ prāpya kalpoktaphalakāṅkṣiṇaḥ /
abhiyuktā na siddhyanti prayatnenāpi sādhakāḥ

Übersetzung: Wer die Früchte der Rituallehre sucht, aber einen Lehrer ohne diese Kraft findet, erreicht trotz Anstrengung und ernstem Bemühen keine Vollendung.

16. Von Rudras Kraft ergriffen

Original: Siddhayogeśvarīmata 1.17.[3]

tasmāt siddhiṃ samanvicchec chivasaṃskāradīkṣitaḥ /
rudraśaktisamāveśaṃ jñātvā tadgraham ācaret

Übersetzung: Ein durch Śivas Weihe Eingeweihter soll Vollendung suchen. Er soll erkennen, wie Rudras Kraft ihn ergreift, und daraufhin jene [Mantrakraft] ergreifen.

17. Die äußere Form bleibt bedeutsam

Original: Siddhayogeśvarīmata 1.18.[3]

na kārakapramāṇādisamayenātra dīkṣitaḥ /
na cājyānalasadbhāvavarjitas tu kathaṃcana

Übersetzung: Nicht schon die Einhaltung von Regeln über Geräte, Maße und Ähnliches macht hier die Einweihung aus. Doch auch ohne Opferbutter und Feuer kann sie keinesfalls geschehen.

Erläuterung: Diese beiden Verse bewahren die Spannung zwischen innerer Kraft und äußerem Ritual. Die Schrift erklärt Einweihung hier weder zur bloßen Form noch zu einem ausschließlich inneren Vorgang.

18. Die Eigenart der Bhairava-Lehre

Original: Siddhayogeśvarīmata 1.19.[3]

kāmye karmaṇi śasyante mānasā muktikāṅkṣiṇaḥ /
śaive kecid ihecchanti bhairave na kadācana

Übersetzung: Einige im śivaitischen Bereich meinen: Für gewünschte Ergebnisse sind [äußere] Riten vorgesehen, für Befreiung geistige. In der Bhairava-Lehre gilt diese Trennung jedoch niemals.

Śakti und die Göttinnen der Sprache

Ein Mātṛkā-Cakra als ergänzendes Bild der Verbindung von Laut und Ordnung. Es ist keine Rekonstruktion der Anordnung im Siddhayogeśvarīmata.

19. Die Antwort eröffnet die Lehre

Original: Siddhayogeśvarīmata 2.19.[4]

ity ukto bhairavīdevyā bhairavo vākyam abravīt /
śṛṇu priye pravakṣyāmi sarvakāmaphalapradam

Übersetzung: So von Bhairavī angesprochen, erwiderte Bhairava: Höre, Geliebte, ich werde dir lehren, was die Frucht jedes Wunsches gewährt:

Erläuterung: Die Verse 2.19–20 bilden einen Satz; in 2.19 wechselt die Erzählung zur direkten Rede Bhairavas.

20. Rezitation und Meditation

Original: Siddhayogeśvarīmata 2.20.[4]

siddhayogeśvarīṇāṃ tu mataṃ mantraprasādhanam /
japadhyānasamopetaṃ sadyaḥpratyayakārakam

Übersetzung: die Lehre der Siddhayogeśvarīs, durch die Mantras wirksam werden. Sie verbindet Rezitation und Meditation und lässt ihre Wirkung unmittelbar erkennen.

21. Der Ursprung der Yoginīs

Original: Siddhayogeśvarīmata 2.21.[4]

yāvantyaḥ prathitāḥ kāścid yogeśvaryā mahābalāḥ /
tāsāṃ yoniḥ samākhyātā rudraśaktir varānane

Übersetzung: Wo immer mächtige Yogeśvarīs hervorgetreten sind: Rudras Śakti wird als ihr aller Ursprung bezeichnet, Schöngesichtige.

Die unterstrichene Lesung ist in der Leitquelle als unsicher gekennzeichnet; die vereinfachte Übersetzung hebt diesen Vorbehalt nicht auf.

22. Kraft, die die Welt durchdringt

Original: Siddhayogeśvarīmata 2.22.[4]

tayaivodbalitāḥ sattvāḥ krīḍante te ’viśaṅkitāḥ /
sā parāpararūpeṇa vyāpya sarvam idaṃ sthitā

Übersetzung: Von ihr gestärkt, spielen die Wesen ohne Scheu. In ihrer höheren und niederen Gestalt durchdringt sie die ganze Welt und ist in ihr gegenwärtig.

23. Eine Gegenwart, drei Erscheinungen

Original: Siddhayogeśvarīmata 2.23.[4]

yogeśvarīti vikhyātā tasyā mūrtis tridhā priye /
tāsāṃ bhedaṃ pravakṣyāmi yathā viśve vyavasthitāḥ

Übersetzung: Sie ist als Yogeśvarī bekannt; dreifach ist ihre Erscheinung, Geliebte. Ich werde erklären, wie ihre unterschiedlichen Formen in der Welt bestehen.

Erläuterung: Mit der dreifachen Erscheinung werden unterschiedliche Kräfte und Göttinnenformen entfaltet; die anschließenden Verse 2.24–25 betreffen die milden, befreienden Kräfte.

24. Die milden Kräfte

Original: Siddhayogeśvarīmata 2.24.[5]

pramṛjyājñānatimiraṃ paśudehe vyavasthitam /
yāḥ śaktayo ’nugṛhṇanti aghorās tāḥ śivapradāḥ

Übersetzung: Aghorās heißen jene milden Kräfte, die Gnade schenken, indem sie das Dunkel des Nichtwissens im Leib der gebundenen Seele beseitigen. Sie führen zum Zustand Śivas.

25. Aus den Fesseln gelöst

Original: Siddhayogeśvarīmata 2.25.[5]

rudrās tābhir aghorābhiḥ śaktibhiḥ samadhiṣṭhitāḥ /
sadāśivārpitadhiyo bandhanān mocayanty aṇum

Übersetzung: Diese milden Kräfte bestimmen die Rudras. Sadāśiva hingegeben, befreien die Rudras die einzelne Seele von ihren Fesseln.

26. Durch Śakti gestärkt

Original: Siddhayogeśvarīmata 2.32.[5]

parāparavibhāgena sarvayogeśvarī<gaṇaḥ> /
tayaivodbalitāḥ sarvās tāḥ sidhyanti balotkaṭāḥ

Übersetzung: Die gesamte [Schar] der Yogeśvarīs gliedert sich in höhere und niedere Formen. Von derselben Kraft gestärkt, gelangen sie alle zu machtvoller Vollendung.

Die unterstrichene Lesung ist in der Leitquelle als unsicher gekennzeichnet; die vereinfachte Übersetzung hebt diesen Vorbehalt nicht auf.

27. Die Kraft nimmt Lautgestalt an

Original: Siddhayogeśvarīmata 2.33.[5]

sā yoniḥ sarvaśaktīnāṃ sā ca tantreṣu gīyate /
triṃśad varṇās tathāṣṭau ca sā vidyāmūrtir iṣyate

Übersetzung: Sie ist die Quelle aller Kräfte, von der die Tantras singen. Dreißig und acht weitere Laute bilden ihre Gestalt als Vidyā.

28. Auch halbe Lautglieder zählen

Original: Siddhayogeśvarīmata 2.34.[6]

ardhākṣaradvayaṃ tasyā jñeyam anyaṃ samāsataḥ /
kāraṇaṃ sarvasiddhīnāṃ parāparapadaḥ smṛtaḥ

Übersetzung: Hinzu kommen, kurz gesagt, zwei halbe Lautzeichen. Der Wortlaut der Parāparā gilt als Ursache aller Vollendungen.

Erläuterung: Die zwei halben Lautglieder sind zusätzlich zu den 38 Lauten genannt. Die Edition stellt hier die beiden Halbverse gegenüber den Handschriften um.

29. Aparā und Parā

Original: Siddhayogeśvarīmata 2.37.[6]

aparā tryakṣarā jñeyā ardhākṣarapadānvitā /
parā tv ekākṣarā jñeyā sadyaḥpratyayakārikā

Übersetzung: Aparā ist als dreisilbig mit einem zusätzlichen halben Lautglied zu erkennen. Parā ist einsilbig und lässt ihre Wirkung unmittelbar hervortreten.

Erläuterung: Die Silbenangaben beschreiben die besonderen Vidyās. Sie ersetzen keine vollständige Lautanweisung.

30. Die Göttin aller Laute

Original: Siddhayogeśvarīmata 2.38.[6]

sarvākṣaramayī devī sarvasiddhipradāyikā /
sarveṣām eva mantrāṇāṃ vidyānāṃ ca varānane

Übersetzung: Aus sämtlichen Lautzeichen besteht die Göttin, die jede Vollendung schenkt. In allen Mantras und Vidyās, Schöngesichtige,

31. Wirkkraft und Erscheinungsformen

Original: Siddhayogeśvarīmata 2.39.[6]

tāsām eva vinikṣiptaṃ vīryaṃ yat siddhikāraṇam /
sā mūrtyaṣṭakasaṃyuktā svapadārthena bhāmini

Übersetzung: wirkt die in ihnen niedergelegte Kraft als Ursache der Vollendung. Ihrem eigenen Wortinhalt entsprechend besitzt sie acht Erscheinungsformen, Strahlende.

32. Glieder und Weltrichtungen

Original: Siddhayogeśvarīmata 2.40.[6]

sā pañcāṅgasamāyuktā lokapālair vibhūṣitā /
jñātamātreṇa sā devi sidhyate ca na saṃśayaḥ

Übersetzung: Mit fünf Gliedern versehen und von den Hütern der Weltrichtungen umgeben, gewährt sie Vollendung, sobald sie erkannt ist – so lautet die Gewissheit des Textes, Göttin.

33. Wenn die Kraft den Leib ergreift

Original: Siddhayogeśvarīmata 2.41.[6]

uccāre tu kṛte tasyā mantramudrāgaṇo mahān /

vidyāgaṇaś ca sakalaḥ sarvakāmaphalapradaḥ /

sadyas tanmukhatām eti svadehāveśalakṣaṇam

Übersetzung: Wird ihr Uccāra vollzogen, wenden sich die große Schar der Mantras und Mudrās und alle wunscherfüllenden Vidyās dem Übenden zu. Als Zeichen wird sein eigener Leib von der Kraft ergriffen.

Erläuterung: Uccāra bezeichnet hier das Hervorbringen beziehungsweise Entfalten des Mantra. Āveśa ist das Ergriffenwerden durch die göttliche Kraft; der Text meint mehr als eine bloße Idee.

Geste, Licht und innere Verehrung

34. Die Dreizackgeste

Original: Siddhayogeśvarīmata 6.17.[7]

kaniyāṅguṣṭha śirasi dattvā ṛjvas tathā trayaḥ /
tarjanyānāmimadhyās tu visṛtāḥ śṛṅgarūpiṇīḥ

Übersetzung: Kleiner Finger und Daumen werden auf den Kopf gelegt; die drei anderen bleiben gestreckt. Zeige-, Ring- und Mittelfinger werden gespreizt und bilden die Zacken.

Erläuterung: Die beiden Verse beschreiben die Dreizack-Mudrā innerhalb eines größeren Maṇḍala-Rituals. Sie sind als Geste verständlich; diese Auswahl bildet nicht dessen vollständige Durchführung ab.

35. Die Gestalt des Dreizacks

Original: Siddhayogeśvarīmata 6.18.[7]

mayoktā śūlamudreyaṃ sarvakarmakarī śubhā /
trikūṭādri -m- iva jyeṣṭhā śūlamudrā mahābalā

Übersetzung: Diese glückverheißende Dreizack-Mudrā habe ich gelehrt. Der Text nennt sie bei allen Ritualhandlungen wirksam, herausragend wie der Berg Trikūṭa und von großer Kraft.

36. Licht aus allen Lauten

Original: Siddhayogeśvarīmata 6.25.[8]

<madhya>me vinyased devīṃ sarvākṣaramayīṃ śubhām /
sphuratsūryāyutaprakhyāṃ dyotayantīm idaṃ jagat

Übersetzung: An der [mittleren] Spitze vergegenwärtige man die schöne Göttin aus allen Lauten. Wie zehntausend leuchtende Sonnen erhellt sie die Welt.

Erläuterung: Die Verse 6.25–29 geben einen abgegrenzten Abschnitt der meditativen Anordnung wieder: die zentrale Göttin und Parā sowie das Herbeirufen und Entlassen der Gottheitenschar. Das vollständige Kapitel enthält weitere Gottheiten und ausgeschlossene Opfergaben. Der Ausschnitt ist keine Ersatzfassung des ganzen Rituals.

37. Parā auf dem Lotus

Original: Siddhayogeśvarīmata 6.26.[8]

nyaset tasyāḥ śikhāgre tu aṣṭapatraṃ sakarṇikām /
karṇikāyāṃ nyased devīṃ parām ekākṣarāṃ śubhām

Übersetzung: Auf die Spitze ihres Haarknotens setze man einen achtblättrigen [Lotus] mit Fruchtboden. Auf dessen Mitte vergegenwärtige man die schöne, einsilbige Göttin Parā,

38. Nektar aus kristallener Klarheit

Original: Siddhayogeśvarīmata 6.27.[8]

utkṛṣṭasphaṭikaprakhyāṃ samantād amṛtasravām /
āpyāyanakarīṃ devīṃ parāṃ siddhipradāyikām

Übersetzung: gleich reinstem Bergkristall, nach allen Seiten Nektar ausströmend: Parā, die Göttin, die stärkt und Vollendung schenkt.

39. Rufen und Bewahren

Original: Siddhayogeśvarīmata 6.28.[8]

pūrvapatrādike nyasya tato ’ghoryādikaṃ gaṇam /
āvāhayed recakena kumbhakena nirodhayet

Übersetzung: Auf dem östlichen und den folgenden Blättern vergegenwärtige man die mit Aghorī beginnende Schar. Ausatmend rufe man sie herbei; durch Anhalten des Atems halte man sie fest.

Erläuterung: Die Reihenfolge lautet ausdrücklich: ausatmen und herbeirufen, anhalten und festhalten, einatmen und entlassen. Der Text nennt hier keine Atemlängen. Eine heutige Atemübung wird daraus nicht ergänzt.

40. Verehrung und Rückkehr

Original: Siddhayogeśvarīmata 6.29.[8]

pūjayitvā śive sūkṣme niṣkale dhāmavigrahe /
parabrahmaniveśena pūrakeṇa visarjayet

Übersetzung: Man verehre sie im feinen, ungeteilten Śiva, dessen Gestalt Leuchten ist. Mit dem Einatmen entlasse man sie und lasse sie in das höchste Brahman eingehen.

41. Gegenwart trotz räumlicher Ferne

Original: Siddhayogeśvarīmata 6.49.[9]

traihkālaṃ cintayec chaktiṃ sakalīkṛtavigrahaḥ /
vanded ācāryam āsannaṃ dūrasthaṃ dhyānayogataḥ

Übersetzung: Mit allen [Mantra-]Gliedern am eigenen Körper vergegenwärtige man dreimal täglich die Śakti. Den nahen Lehrer grüße man ehrerbietig; ist er fern, verehre man ihn in meditativer Sammlung.

Erläuterung: Die Verpflichtung verbindet körperliche Mantra-Einsetzung, dreimalige tägliche Vergegenwärtigung und Achtung vor dem Lehrer. Die Nachbarverse enthalten weitere historische Regeln und gehören nicht zu dieser Auswahl.

Die unterstrichene Lesung ist in der Leitquelle als unsicher gekennzeichnet; die vereinfachte Übersetzung hebt diesen Vorbehalt nicht auf.

Parā, Nektar und die Herzhöhle

Heutiges Meditationsmotiv zum Herzraum. Die konkrete Parā-Meditation wird durch den Sanskrittext beschrieben.

42. Die Frage nach dem Tod

Original: Siddhayogeśvarīmata 11.1.[10]

mṛtyuṃjayaṃ mahādeva jarāmṛtyuharaṃ nṛṇām /
sūcitaṃ tu tvayā deva tan me brūhi samāsataḥ

Übersetzung: Großer Gott, du hast einen Sieg über den Tod angedeutet, der den Menschen Alter und Tod nimmt. Erkläre ihn mir nun kurz.

Erläuterung: Kapitel 11 wird vollständig aufgenommen. Seine Aussagen über den Sieg über Alter und Tod sind religiöse Verheißungen des Werkes, keine medizinischen Wirkungszusagen.

43. Eine Frage der Götter

Original: Siddhayogeśvarīmata 11.2.[10]

sādhu sādhu mahādevi yat tvayā codito hy aham /
pṛṣṭo caivāsurair devair brahmaśukraiḥ sadānavaiḥ

Übersetzung: Gut, große Göttin, dass du mich dazu aufforderst! Auch Götter und Asuras, Brahmā, Śukra und die Dānavas haben mich danach gefragt.

44. Zum Wohl aller Welten

Original: Siddhayogeśvarīmata 11.3.[10]

sarvalokahitārthāya jarāmṛtyuharaṃ param /
mṛtyuṃjayaṃ samāsena kathyamānaṃ śṛṇu priye

Übersetzung: Höre, Geliebte: Zum Wohl aller Welten werde ich kurz den höchsten Sieg über den Tod darlegen, der Alter und Tod aufhebt.

45. Der weiße Lotus im Raum

Original: Siddhayogeśvarīmata 11.4.[10]

ākāśaṃ bhūtanilayaṃ tatra padmākṛtiṃ smaret /
dalāṣṭakasamopetaṃ karṇikādhiṣṭhitaṃ sitam

Übersetzung: Vergegenwärtige den Raum als Wohnstätte der Elemente. Schaue darin einen weißen Lotus mit acht Blättern und einem Fruchtboden.

46. Ein Lotus aus Nektar

Original: Siddhayogeśvarīmata 11.5.[10]

svacchasphaṭikasaṃkāśaṃ prāleyāvanisaṃnibham /
sarvāmṛtamayaṃ divyaṃ candrakalpitakarṇikam

Übersetzung: Klar wie Bergkristall und hell wie das Schneeland ist dieser göttliche Lotus ganz aus Nektar gebildet. Sein Fruchtboden ist der Mond.

47. Der entsprechende Lotus auf der Erde

Original: Siddhayogeśvarīmata 11.6.[10]

tādṛśenaiva rūpeṇa bhūpadmaṃ tu manoramam /
tasmiṃś caivopaviṣṭas tu samyaṅ nyāsakṛtas tataḥ

Übersetzung: Ebenso schaue einen schönen Lotus auf der Erde, von derselben Gestalt. Auf ihm sitzend vollziehe man die Einsetzung richtig.

Erläuterung: Nyāsa, die „Einsetzung“, gehört zum vorausgesetzten Mantraritual. Der Vers erläutert sie nicht erneut.

48. Der eigene Körper wird klar

Original: Siddhayogeśvarīmata 11.7.[10]

prāleyābhaṃ tato ’tmānaṃ śuddhasphaṭikasaprabham /
evaṃ vicintya -m- ātmānaṃ paścād dhyānaṃ vicintayet

Übersetzung: Schaue dich selbst schneehell und leuchtend wie reiner Bergkristall. Nach dieser Vergegenwärtigung wende dich der folgenden Meditation zu.

49. Parā als Surabhī

Original: Siddhayogeśvarīmata 11.8.[10]

vyomapadme tu yaś candraḥ karṇikāyāṃ vyavasthitaḥ /
tatsthaṃ vicintayed devīṃ parāṃ surabhirūpiṇīm

Übersetzung: Auf dem Mond in der Mitte des Raumlotus schaue die Göttin Parā in der Gestalt der Surabhi,

Erläuterung: Surabhi beziehungsweise Surabhī ist die göttliche Kuh. Die folgenden Bilder von Milch und Nektar beschreiben die Meditation; sie sind keine Anweisung zum Verzehr einer Substanz.

50. Nektar und Mantranachklang

Original: Siddhayogeśvarīmata 11.9.[10]

svacchasphaṭikasaprakhyāṃ samantād amṛtasravām /
sravantīṃ amṛtaṃ divyaṃ mantranādāntasarpiṇam

Übersetzung: klar wie Bergkristall, ringsum göttlichen Nektar ausströmend, der vom Ende des Mantranachklangs her fließt.

Die unterstrichene Lesung ist in der Leitquelle als unsicher gekennzeichnet; die vereinfachte Übersetzung hebt diesen Vorbehalt nicht auf.

51. Die nährende Kraft

Original: Siddhayogeśvarīmata 11.10.[10]

sā śaktir devadevasya parā hy amṛtavāhinī /
sā sravantī paraṃ kṣīraṃ yat tat satyaṃ sunirmalam

Übersetzung: Sie ist Parā, die Kraft des Gottes der Götter, die Nektar führt. Sie lässt die höchste Milch fließen, wahr und vollkommen rein.

Die unterstrichene Lesung ist in der Leitquelle als unsicher gekennzeichnet; die vereinfachte Übersetzung hebt diesen Vorbehalt nicht auf.

52. Die Herzhöhle wird erfüllt

Original: Siddhayogeśvarīmata 11.11.[10]

tat patad dhy ātmano mūrtau samantāc ca vicintayet /
viśad brahmabilenāntaḥ plavayad dhṛdguhāśrayam

Übersetzung: Schaue, wie diese Milch von allen Seiten auf deinen Körper fällt, durch die Brahma-Öffnung nach innen gelangt und die Herzhöhle überflutet.

Erläuterung: Brahmabila ist die Brahma-Öffnung am oberen Ende des Körpers. Die Herzhöhle bezeichnet den inneren Herzraum der Vergegenwärtigung.

Die unterstrichene Lesung ist in der Leitquelle als unsicher gekennzeichnet; die vereinfachte Übersetzung hebt diesen Vorbehalt nicht auf.

53. Beständigkeit der Meditation

Original: Siddhayogeśvarīmata 11.12.[10]

evaṃ pratidinaṃ dhyāyej japen mantrottamottamam /
ṣaṇmāsāj jinate mṛtyum iti śāstrasya niścayaḥ

Übersetzung: So soll man täglich meditieren und den allerhöchsten Mantra rezitieren. Die Lehre erklärt mit Gewissheit: Nach sechs Monaten wird der Tod besiegt.

Die Göttin und die Gabe der Rede

54. Woher kommt die dichterische Gabe?

Original: Siddhayogeśvarīmata 12.1.[11]

bhagavan devadeveśa yat tvayoktaṃ purānagha /
kavitvaṃ tat kathaṃ deva jāyate sādhakottame

Übersetzung: Erhabener, makelloser Herr des Gottes der Götter: Wie entsteht bei einem vorzüglichen Praktizierenden jene Dichtergabe, von der du gesprochen hast?

Erläuterung: Die Verse 12.1–12 bilden die erste zusammenhängende Meditation dieses Kapitels. Spätere Verfahren und Aussagen über Herrschaft werden nicht mit ausgewählt.

55. Ungeteilt lauschen

Original: Siddhayogeśvarīmata 12.2.[11]

śṛṇu devi paraṃ guhyaṃ gūhanīyaṃ prayatnataḥ /
kavitvaṃ jāyate yena taṃ śṛṇuṣvaikamānasī

Übersetzung: Höre, Göttin, das höchste, sorgsam zu bewahrende Geheimnis. Lausche mit ungeteilter Aufmerksamkeit auf das, wodurch dichterische Begabung entsteht.

56. Die Vorbereitung der Meditation

Original: Siddhayogeśvarīmata 12.3.[11]

arcayitvā prayatnena devyāḥ samyak svarūpataḥ /
hutvāgniṃ ca yathānyāyaṃ dhyānaṃ paścāt prayojayet

Übersetzung: Zuerst verehre man die Göttinnen sorgfältig in ihren eigenen Gestalten und bringe das vorgeschriebene Feueropfer dar. Danach beginne man die Meditation.

57. Die Göttin im Raum

Original: Siddhayogeśvarīmata 12.4.[11]

dhyātvā parāṃ svarūpeṇa vyomapadmāsane sthitām /
vāmahastaniviṣṭena sarvajñānamayena tu

Übersetzung: Schaue Parā in ihrer eigenen Gestalt auf einem Lotus im Raum. In ihrer linken Hand hält sie das aus allem Wissen bestehende

58. Buch und kristallene Gebetskette

Original: Siddhayogeśvarīmata 12.5.[11]

pustakena varārohe dakṣiṇena tataḥ punaḥ /
sphāṭikenākṣasūtreṇa divyena pravareṇa tu

Übersetzung: Buch, Wohlgestaltete; in ihrer rechten Hand eine kostbare göttliche Gebetskette aus Bergkristall.

59. Eine Girlande wie Kadamba-Blütenkugeln

Original: Siddhayogeśvarīmata 12.6.[11]

kadambagolakākāraiḥ sphurajjvālāvalīdharaiḥ /
granthitāṃ divyarūpāṃ tu mālāṃ hi galasaṃsthitām

Übersetzung: An ihrem Hals schaue eine göttlich schöne Girlande. Ihre gereihten Glieder gleichen Kadamba-Kugeln und tragen Reihen aufleuchtender Flammen.

Erläuterung: Kadamba trägt kugelige Blütenstände. Der Text beschreibt keine Lotusgirlande.

60. Im Kadamba-Hain

Original: Siddhayogeśvarīmata 12.7.[11]

āpādalambanī cāsau sphaṭikābhā samantataḥ /
sravantīm amṛtaṃ divyaṃ kadambavanamadhyagām

Übersetzung: Die Girlande reicht bis zu ihren Füßen und strahlt ringsum wie Bergkristall. Schaue die Göttin im Kadamba-Hain, wie sie göttlichen Nektar ausströmt.

61. Wissen als Nektarstrom

Original: Siddhayogeśvarīmata 12.8.[11]

udgirantīṃ mahā-oghaiḥ sarvajñānamayaṃ tataḥ /
mukhe svake viśad dhyāyet tadrūpaṃ caiva -m- ātmanaḥ

Übersetzung: Schaue, wie sie in mächtigen Fluten Nektar aus allem Wissen hervorbringt. Er tritt in den eigenen Mund ein; auch die eigene Gestalt gleicht ihm.

62. Aus dem eigenen Mund

Original: Siddhayogeśvarīmata 12.9.[11]

evaṃ kṛtvā tataḥ paścāt svavaktrāc cāmṛtaṃ mahān /
oghaś caiva tu śāstrāṇāṃ cintayet sādhakottamaḥ

Übersetzung: Danach vergegenwärtige der vorzügliche Praktizierende, wie aus seinem eigenen Mund Nektar und ein gewaltiger Strom von Lehrschriften hervorgehen.

63. Die verheißene Dichtergabe

Original: Siddhayogeśvarīmata 12.10.[11]

evaṃ dhyānaṃ prayuñjīta tatas tasya prajāyate /
kavitvaṃ māsamātreṇa sālaṅkāramanoharam

Übersetzung: So soll man meditieren. Nach einem Monat entsteht dem Text zufolge eine ansprechende Dichtergabe mit kunstvollem sprachlichem Schmuck.

64. Die Schriften liegen offen

Original: Siddhayogeśvarīmata 12.11.[11]

jāyate niścitaṃ devi sarvārthapratipādakaḥ /

ṣaḍbhir māsaiḥ svayaṃ kartā śāstrāṇāṃ jāyate tu saḥ /

karāmalakavad vettā śāstrāṇāṃ caiva sarvataḥ

Übersetzung: Gewiss vermag er alle Gegenstände darzulegen, Göttin. Nach sechs Monaten verfasst er selbst Lehrschriften und kennt sie so deutlich wie eine Āmalaka-Frucht in seiner Hand.

Erläuterung: Eine Āmalaka-Frucht auf der Hand ist das Bild eines klar und unmittelbar überschaubaren Gegenstands. Die genannten Zeiten und Fähigkeiten bleiben Aussagen des historischen Textes.

Die unterstrichene Lesung ist in der Leitquelle als unsicher gekennzeichnet; die vereinfachte Übersetzung hebt diesen Vorbehalt nicht auf.

65. Wortlaut und Sinn

Original: Siddhayogeśvarīmata 12.12.[11]

yat kiṃcid vāṅmayaṃ loke vettavyaṃ yat prakīrtitam /
tat sarvaṃ tasya deveśi granthataś cārthato ’pi vā

Übersetzung: Alles Sprachliche in der Welt und alles, was als wissenswert gilt, wird ihm zugänglich, Herrin der Götter: sowohl der Wortlaut als auch sein Sinn.

Die unterstrichene Lesung ist in der Leitquelle als unsicher gekennzeichnet; die vereinfachte Übersetzung hebt diesen Vorbehalt nicht auf.

Bhairavas Körper aus Lauten

66. Mātṛkā als Wunschstein

Original: Siddhayogeśvarīmata 16.9.[12]

cintāmaṇir yathā loke cintitārthapradāyikā /
tathaiva mātṛkā loke vāñchitārthaprasādhikā

Übersetzung: Wie ein Wunschstein das gedanklich Ersehnte schenkt, so lässt Mātṛkā in der Welt das Gewünschte Wirklichkeit werden.

Erläuterung: Die Verse 16.9–26 entfalten Mātṛkā als den Lautkörper Bhairavas. Das folgende, gesonderte Ritual mit Blutgaben wird nicht aufgenommen. Die Körperzuordnung kann als Gegenstand der Meditation studiert werden, ohne eine vollständige Durchführung jenes Rituals zu behaupten.

67. Von der Kraft zur Gestalt Bhairavas

Original: Siddhayogeśvarīmata 16.10.[12]

yathāśakti varārohe sā tathā kathitā purā /
idānīm uttare tantre khyāpyate bhairavaṃ yathā

Übersetzung: Zuvor wurde sie als Śakti gelehrt, Wohlgestaltete. Im anschließenden Tantra wird nun erklärt, wie sie als Bhairava

68. Die Ursache der Vollendung

Original: Siddhayogeśvarīmata 16.11.[12]

vyavasthitaṃ pureśāni sarvasiddhyarthakāraṇam /
śiro yat tasya deveśi salalāṭaṃ japed yutam

Übersetzung: gegenwärtig ist, Herrin der Stadt, als Ursache aller Vollendungen. Sein Haupt, mit der Stirn verbunden, soll man rezitieren, Herrin der Götter.

69. Punkt, Nachklang und Stirn

Original: Siddhayogeśvarīmata 16.12.[12]

bindunādaṃ śiroddeśe lalāṭe aṃ punas tathā /
sānusvāraṃ tathaivaṃ ca bhairavaṃ yoginīmate

Übersetzung: Am Kopf vergegenwärtige man Bindu und Nāda, an der Stirn aṃ. So schaue man nach der Lehre der Yoginīs Bhairava mit dem Anusvāra.

Erläuterung: Bindu bedeutet Punkt beziehungsweise Nasalierung, Nāda Nachklang; Anusvāra ist das Zeichen ṃ. Hier steht ausdrücklich aṃ, nicht oṃ.

70. Nase, Mund und Zunge

Original: Siddhayogeśvarīmata 16.13.[12]

akārasaṃsthitā nāsā ā vaktraṃ sarvataḥ śubham /
visargaḥ kīrtitā jihvā paramāmṛtalolupā

Übersetzung: Im Laut a ist die Nase gegenwärtig; ā bildet den schönen Mund. Die nach höchstem Nektar verlangende Zunge heißt Visarga.

Erläuterung: Visarga ist der nachgestellte Hauchlaut ḥ. Die Buchstaben sind hier Bestandteile des göttlichen Lautkörpers, nicht jeweils frei verwendbare Einzelmantras.

71. Die Augen als Laute

Original: Siddhayogeśvarīmata 16.14.[12]

i ī netrayugaṃ tasya krameṇaiva varānane /
u ū nāsāpuṭas te ca devadevasya suvrate

Übersetzung: I und ī bilden der Reihe nach die beiden Augen, Schöngesichtige; u und ū die Nasenöffnungen des Gottes der Götter, du den guten Gelübden Getreue.

72. Ein Gesicht aus Vokalen

Original: Siddhayogeśvarīmata 16.15.[13]

ṛ ṝ gaṇḍadvayaṃ tasya ḷ ḹ śrotrayugaṃ kramāt /
o au oṣṭhau tu devasya e ai daśanapaṅktayaḥ

Übersetzung: Ṛ und ṝ bilden seine Wangen, ḷ und ḹ seine Ohren. O und au sind die Lippen, e und ai die Zahnreihen des Gottes.

73. Der Körper aus Göttinnen

Original: Siddhayogeśvarīmata 16.16.[13]

mukham evaṃvidhaṃ kāryaṃ bhairavasyātmaśaktibhiḥ /
tato devīmayaṃ paścāc charīraṃ bhairavasya tu

Übersetzung: So bilde man Bhairavas Gesicht aus seinen eigenen Kräften. Darauf folgt sein Körper, der aus Göttinnen besteht.

74. Die acht Mütter der Welt

Original: Siddhayogeśvarīmata 16.17.[13]

kādyavarge sthitāś cāṣṭau mātaro lokamātaraḥ /
brahmāṇīm ādikāṃ kṛtvā aghoreśyantataḥ priye

Übersetzung: In den Lautgruppen von ka an stehen acht Mütter der Welt: von Brahmāṇī bis Aghoreśī, Geliebte,

75. Von der Schulter bis zum Zorn

Original: Siddhayogeśvarīmata 16.18.[13]

dakṣaskandhaṃ samārabhya yāvat kopaṃ prabhoḥ smṛtam /
dakṣagrīvā ca saṃyuktaṃ kavarṇaṃ parikīrtitam

Übersetzung: beginnend an der rechten Schulter bis zu dem, was als Zorn des Herrn bezeichnet wird. Ka gehört zur rechten Halsseite samt der Schulter.

Erläuterung: „Bis zum Zorn“ greift auf den späteren Abschluss der Lautkörperbeschreibung voraus; 16.29 ordnet kṣa dem Zorn zu. Dieser beschädigte Vers wird nicht in die Auswahl aufgenommen.

76. Die rechte Hand

Original: Siddhayogeśvarīmata 16.19.[13]

khavarṇaṃ bāhudaṇḍaṃ ca gakāraṃ dakṣiṇaṃ karam /
ghakāro ’ṅgulayaḥ sarvā ṅakāras tu nakhāḥ smṛtāḥ

Übersetzung: Kha bildet den Arm, ga die rechte Hand. Gha sind ihre Finger, ṅa ihre Nägel.

77. Die linke Seite beginnt

Original: Siddhayogeśvarīmata 16.20.[13]

kavargaṃ kīrtito devi krameṇaiva suśobhane /
grīvā ca skandhanihitā cakāraṃ vāmasaṃjñitam

Übersetzung: Damit ist die ka-Gruppe in ihrer Folge beschrieben, schöne Göttin. Ca bezeichnet links die mit der Schulter verbundene Halsseite.

Die unterstrichene Lesung ist in der Leitquelle als unsicher gekennzeichnet; die vereinfachte Übersetzung hebt diesen Vorbehalt nicht auf.

78. Die linke Hand

Original: Siddhayogeśvarīmata 16.21.[13]

chakāro bāhudaṇḍaṃ syāj jakāro hasta ucyate /
jhakāro ’ṅgulayaḥ sarvā ñakāras tu nakhāḥ smṛtāḥ

Übersetzung: Cha ist der [linke] Arm, ja die Hand. Jha bildet alle Finger, ña die Nägel.

79. Der rechte Fuß

Original: Siddhayogeśvarīmata 16.22.[13]

nitambaṃ ca ṭakāraṃ tu ṭheti jaṅgham udāhṛtāḥ /
ḍakāraṃ dakṣiṇaṃ pādaṃ ḍhakāro ’ṅgulyas tathā

Übersetzung: Ṭa bildet das Gesäß und ṭha den Unterschenkel. Ḍa ist der rechte Fuß; ḍha sind seine Zehen.

Erläuterung: Die rechte Zuordnung wird aus der Folge bis 16.23 deutlich. Im Vers steht „Unterschenkel“; daraus wird kein Oberschenkel gemacht.

80. Der Übergang nach links

Original: Siddhayogeśvarīmata 16.23.[13]

ṇakāreṇa nakhāḥ sarve dakṣapāde vyavasthitāḥ /
vāmaṃ nitambabhāgaṃ tu jaṅghā pādas tathaiva ca

Übersetzung: Ṇa bildet alle Nägel des rechten Fußes. Den linken Gesäßbereich, Unterschenkel und Fuß,

81. Die Folge der ta-Gruppe

Original: Siddhayogeśvarīmata 16.24.[13]

aṅgulyaś ca nakhāś caiva tavargeṇa kramāt kuru /
vāmaṃ nitambaṃ ca gataṃ takāraṃ parikīrtitam

Übersetzung: die Zehen und die Nägel bilde man der Reihe nach mit der ta-Gruppe. Ta wird dem linken Gesäß zugeordnet.

82. Der linke Fuß

Original: Siddhayogeśvarīmata 16.25.[13]

tha jaṅghā tasya deveśi da padaṃ vāmam ucyate /
dhakāro ’ṅgulakāḥ sarvā na nakhāḥ parikīrtitāḥ

Übersetzung: Tha ist sein Unterschenkel, Herrin der Götter; da der linke Fuß. Dha bildet die Zehen, na die Nägel.

83. Seiten, Rücken und Bauch

Original: Siddhayogeśvarīmata 16.26.[13]

pakāraṃ dakṣiṇaṃ pārśvaṃ pha vāmaṃ prakīrtitam /
bakāraṃ pṛṣṭham ity uktaṃ bhakāraṃ jaṭharaṃ smṛtam

Übersetzung: Pa bildet die rechte, pha die linke Körperseite. Ba ist der Rücken und bha der Bauch.

84. Schöpfung und Auflösung

Original: Siddhayogeśvarīmata 16.30.[14]

evam etāḥ samāsena mātṛkāḥ sarvadehagāḥ /
bhairavasya sthitā devi sṛṣṭisaṃhārakārikāḥ

Übersetzung: So sind die Mātṛkās kurz beschrieben: Im ganzen Leib Bhairavas gegenwärtig, bewirken sie Schöpfung und Auflösung, Göttin.

Erläuterung: Die Verse 16.30–31 schließen die gesamte Lautkörperbeschreibung ab. Dazwischenliegende Körperstoff-Zuordnungen und die beschädigte Stelle 16.29 bleiben im Hauptartikel zugänglich.

85. Die Glieder werden göttlich

Original: Siddhayogeśvarīmata 16.31.[14]

siddhayogeśvarītantre tvatprītyarthaṃ varānane /
sakalīkaraṇaṃ devi kathitaṃ sarvasiddhidam

Übersetzung: Zu deiner Freude, schöne Göttin, lehrt das Siddhayogeśvarītantra diese Ausstattung mit sämtlichen Gliedern, die alle Vollendungen schenkt.

Menschliche und göttliche Yoginīs

86. Menschliche und göttliche Yoginīs

Original: Siddhayogeśvarīmata 22.5.[15]

dvividhā yoginīḥ proktāḥ kulajā devatās tathā /

mānuṣyāḥ kulajāḥ proktās teṣāṃ śṛṇu kulodgatim /

dvijakṣatriyaviṭśūdrakulotpannās tu nāyikāḥ

Übersetzung: Zwei Arten von Yoginīs werden unterschieden: die aus einer Zugehörigkeitslinie und die Gottheiten. Die ersteren sind menschlich. Höre ihre Herkunft: Diese Anführerinnen können aus Brahmanen-, Kṣatriya-, Vaiśya- oder Śūdra-Familien stammen.

Erläuterung: Der Vers unterscheidet menschliche und göttliche Yoginīs und nennt die vier Varṇas. Das ist eine Aussage des Textes über Zugehörigkeit, kein Nachweis für die tatsächliche Sozialordnung aller historischen Gemeinschaften.

Staunen, Sādhana und Verwirklichung

87. Staunen vor Śiva

Original: Siddhayogeśvarīmata 29.1.[16]

ato hṛṣṭamanā devī romāñcitaśarīriṇī /
paraṃ vismayam āpannā śivasya purataḥ sthitā

Übersetzung: Freudig stand die Göttin vor Śiva. Vor Ergriffenheit waren ihre Körperhärchen aufgerichtet, und sie war voller Staunen.

Erläuterung: Die Verse 29.1–8 eröffnen eine neue Frage nach Praxis und Verwirklichung. Die später aufgezählten Formen von Beherrschung gehören nicht zur Auswahl.

88. Mit vereinten Händen

Original: Siddhayogeśvarīmata 29.2.[16]

kṛtāñjalipuṭaṃ devī praṇipatya muhur muhuḥ /
trividhā hi tvayā deva siddhiḥ saṃsūcitā kramāt

Übersetzung: Immer wieder verneigte sie sich und legte die Hände zusammen. Dann sagte sie: Gott, der Reihe nach hast du drei Arten der Verwirklichung angedeutet.

89. Das Verlangen zu verstehen

Original: Siddhayogeśvarīmata 29.3.[16]

kathayasva mahādeva paraṃ kautūhalaṃ hi me /
sādhanaṃ kīdṛśaṃ tasmin siddhayogeśvarīmate

Übersetzung: Erkläre es mir, großer Gott! Mein Wunsch zu verstehen ist groß: Wie sieht die Sādhana in diesem Siddhayogeśvarīmata aus?

90. Die Schwestern erkennen

Original: Siddhayogeśvarīmata 29.4.[16]

bhedanaṃ kīdṛśaṃ tāsāṃ yoginīnāṃ maheśvara /
sādhakā yena jānanti bhaginyo vīramātaraḥ

Übersetzung: Wie lassen sich jene Yoginīs unterscheiden, großer Herr? Woran erkennen die Praktizierenden die Schwestern, die Mütter der Vīras?

91. Namen und Erscheinungsweisen

Original: Siddhayogeśvarīmata 29.5.[16]

yogeśvarīṇāṃ nāmāni prakāśāni ca yāni ca /
tāni sarvāṇi deveśa kathayasva pināki me

Übersetzung: Verkünde mir alle Namen der Yoginī-Herrscherinnen und ihre erkennbaren Erscheinungen, Herr der Götter, Träger des Pināka.

92. Fünf Seiten der Sādhana

Original: Siddhayogeśvarīmata 29.6.[16]

dhyānaṃ pūjā japo homaṃ śaktipūrvā hy anukramāt /
sādhanaṃ sarvatantreṣu siddhidaṃ pañcadhā priye

Übersetzung: Śakti steht am Anfang; dann folgen Meditation, Verehrung, Rezitation und Feueropfer. So ist die Verwirklichung schenkende Sādhana in allen Tantras fünffach, Geliebte.

Erläuterung: Der Wortlaut nennt vier Praxisformen und Śakti an ihrem Anfang; daraus ergibt sich die Fünfzahl. Er enthält keine zusätzlichen fünf Atemstufen.

Die unterstrichene Lesung ist in der Leitquelle als unsicher gekennzeichnet; die vereinfachte Übersetzung hebt diesen Vorbehalt nicht auf.

93. Praxis in einer überlieferten Ordnung

Original: Siddhayogeśvarīmata 29.7.[16]

sādhanārādhito mantro vidyā vāpi yaśasvini /
icchāphalaṃ pradāyanti tantrācārāvirodhataḥ

Übersetzung: Durch Sādhana verehrt, schenken Mantra und Vidyā die gewünschte Frucht, Ruhmreiche, wenn die Praxis der tantrischen Ordnung nicht widerspricht.

94. Die höchste Verwirklichung

Original: Siddhayogeśvarīmata 29.8.[16]

siddhis tu trividhā jñeyā uttamādhamamadhyamā /
aṇimādiguṇāvāptir mokṣaś caivottamāḥ smṛtāḥ

Übersetzung: Verwirklichung ist dreifach: hoch, niedrig und mittel. Als höchste gelten die Befreiung und Fähigkeiten wie das Winzigwerden.

Erläuterung: Der Text führt danach mittlere und niedrigere Siddhis auf. Die höchste Klasse verbindet hier ausdrücklich außergewöhnliche Fähigkeiten mit Mokṣa, Befreiung.

95. Die Quelle der Vidyās

Original: Siddhayogeśvarīmata 29.14.[17]

vidyānāṃ paramā yoniḥ siddhayogeśvarīmate /
rudraśaktiḥ samākhyātā mātṛkā sakalākṣikā

Übersetzung: Als höchste Quelle der Vidyās nennt das Siddhayogeśvarīmata Rudras Śakti: Mātṛkā, die sämtliche Buchstaben umfasst.

Eine Begegnung mit der Yoginī

96. Eine ungewöhnliche Erscheinung

Original: Siddhayogeśvarīmata 30.1.[18]

viśeṣāṃ tu pravakṣyāmi yoginīṃ siddhidāyinīm /
uttānavivalākṣī ca piṅgalogrordhvakeśinī

Übersetzung: Nun beschreibe ich eine besondere Yoginī, die Verwirklichung schenkt: Ihre weit geöffneten Augen rollen; ihr gelbbraunes Haar steht furchterregend empor.

Erläuterung: Die Verse 30.1–4 beschreiben eine besondere Begegnung. Sie sind keine heutige Methode, reale Frauen anhand ihrer äußeren Merkmale einzuordnen.

97. Das Lächeln der Yoginī

Original: Siddhayogeśvarīmata 30.2.[18]

daśanaiś candrajyotsnābhaiḥ surūpā cāruhāsinī /
īdṛśaṃ yasya rūpaṃ ca sā jñeyā tridaśādhipā

Übersetzung: Ihre Zähne leuchten wie Mondlicht; schön ist ihre Gestalt und lieblich ihr Lächeln. Wer so erscheint, ist als Herrin der Götter zu erkennen.

98. Die Geste der Verehrung

Original: Siddhayogeśvarīmata 30.3.[18]

tāṃ dṛṣṭvā sahasā prājño mudrāṃ tasya pradarśayet /
dvābhyāṃ caiva karābhyāṃ ca agrapādau tu saṃspṛśet

Übersetzung: Sieht der Kundige sie, zeige er sogleich die Geste: Mit beiden Händen berühre er ihre Fußspitzen.

99. Die Antwort der Yoginī

Original: Siddhayogeśvarīmata 30.4.[18]

sā caiṣā spṛśate mūrdhni mahāyogiṃ vinirdiśet /
sā tu saṃbhāṣaṇād devi siddhadravyaṃ prayacchati

Übersetzung: Sie berührt [ihn] am Kopf und nennt [ihn] einen großen Yogin. In der Begegnung im Gespräch schenkt sie, Göttin, die vollkommene Substanz.

Erläuterung: Saṃbhāṣaṇa heißt Gespräch oder Begegnung. Törzsök deutet den Zusammenhang körperlich sexuell und siddhadravya als vereinigte Sexualflüssigkeiten. Diese Deutung bleibt ausdrücklich eine Auslegung; die Substanz wird nicht zu einer bloßen Segensmetapher gemacht. Der Vers enthält keine Verzehranweisung.

Bhairavas Lachen und das Rad der Laute

Śiva in einer ergänzenden Darstellung. Das Kapitel verbindet Bhairavas Lachen mit der Offenbarung der Mantrakraft.

100. Die sechzehn Kalās

Original: Siddhayogeśvarīmata 31.1.[19]

kalāṣoḍaśavinyāsaṃ nābhyāṃ cakrasya īśvara /
nādyāpi mama deveśa sadbhāvenādhigacchati

Übersetzung: Herr der Götter, noch verstehe ich nicht wahrhaft, wie die sechzehn Kalās in die Nabe des Rades eingesetzt werden.

Erläuterung: Die Verse 31.1–7 bilden eine zusammenhängende Frage und Antwort über das Rad. Die nichtmetrische Lautliste 31.8 wird nicht als zusätzlicher Vers gezählt; sie steht im Hauptartikel.

101. Ein Lachen erschüttert die Welten

Original: Siddhayogeśvarīmata 31.2.[19]

aṭṭahāsaṃ tato muktaṃ devadevena śūlinā /
trailokyaṃ kṣobhitaṃ tena kampitā ca vasuṃdharā

Übersetzung: Da ließ der dreizacktragende Gott der Götter ein mächtiges Gelächter hören. Die drei Welten wurden erschüttert, und die Erde bebte.

102. Das Herz wird erfüllt

Original: Siddhayogeśvarīmata 31.3.[19]

kiṃ tvayā hasitaṃ deva śaśāṅkāṅkitaśekhara /
pūritaṃ hṛdayaṃ deva hāsenānena śaṅkara

Übersetzung: Warum hast du gelacht, Gott mit dem mondgezeichneten Hauptschmuck? Śaṅkara, dein Lachen hat mein Herz erfüllt.

103. Die Erinnerung Bhairavas

Original: Siddhayogeśvarīmata 31.4.[19]

sādhu sādhu maheśāni yat tvayā sārito hy aham /
hasitaṃ tena kāryena bhairavaṃ bhairavapriye

Übersetzung: Gut, große Herrin, dass du mich daran erinnert hast! Deshalb habe ich dieses furchterregende Lachen ausgestoßen, Geliebte Bhairavas.

104. Mit ganzem Herzen hören

Original: Siddhayogeśvarīmata 31.5.[19]

śṛṇuṣvaikamanā bhadre yad vakṣyāmi samāsataḥ /

yena pūryanti kāryāṇi kalābhir bhairavasya tu /

srotasya tu samagrasya lakṣapādayutasya ca

Übersetzung: Höre mit ungeteilter Aufmerksamkeit, Gute. Ich werde kurz erklären, wie Bhairavas Kalās die Aufgaben der gesamten Überlieferungsströmung erfüllen, die hunderttausend Versfüße umfasst.

Erläuterung: Lakṣapāda bezeichnet hunderttausend Versfüße. Diese mythische Umfangsangabe ist nicht die Verszahl der erhaltenen Kurzfassung.

105. Das Spiel der Kalās

Original: Siddhayogeśvarīmata 31.6.[19]

ahaṃ sarvatra deveśi kalābhiḥ krīḍitā bhuvi /
ṣoḍaśasvarasaṃyuktaṃ praṇavādinamontakam

Übersetzung: Herrin der Götter, überall auf der Erde spiele ich mit den Kalās. [Der Mantra] enthält sechzehn Vokale, beginnt mit Praṇava und endet mit namas.

Erläuterung: Praṇava bezeichnet hier den Eingangslaut; die gesamte Formel wird in diesem Vers nicht vollständig ausgeschrieben. Es wird kein modernes Haṃsa-Atemmantra ergänzt.

106. Haṃsa in der Mitte des Rades

Original: Siddhayogeśvarīmata 31.7.[19]

cakre tu vinyased devi haṃsaṃ nābhigataṃ prabhum /
kalāṣoḍaśakaṃ devi kesareṣu niyojayet

Übersetzung: Setze Haṃsa, den Herrn, in die Nabe des Rades, Göttin. Die sechzehn Kalās ordne auf seinen Staubfäden an.

Erläuterung: Kesara sind die Staubfäden des Lotus, nicht seine Blütenblätter. Haṃsa bezeichnet den Herrn in der Mitte.

107. Lautlos und aus Lauten

Original: Siddhayogeśvarīmata 31.11.[19]

na jānanti punar devi varṇarājā maheśvari /
yathā carati sarvatra avarṇo varṇavigrahaḥ

Übersetzung: Doch sie wissen nicht, Göttin, wie der König der Laute überall wirkt: ohne Laut und dennoch mit einem Leib aus Lauten, große Herrin.

Erläuterung: Der Wortlaut ist als eigenständiger Satz verständlich. Die vorausgehende, teilweise beschädigte Erklärung des „Erwachens der Mantras“ bleibt im Hauptartikel sichtbar.

Die Lehre als Gnadengabe

108. Die Lehre als Gnadengabe

Original: Siddhayogeśvarīmata 32.4.[20]

siddhayogeśvarītantraṃ sarvānugrahakārakam /
tena tantram idaṃ devi rudraśaktyābhipūjitam

Übersetzung: Das Siddhayogeśvarītantra bringt allen Gnade. Deshalb, Göttin, wird diese Lehre von Rudras Śakti hoch verehrt.

Mantras aus dem Siddhayogeśvarīmata

Die folgende Sammlung umfasst zehn geeignete, vollständig lesbare Rezitationseinträge innerhalb der genau ausgewiesenen Teilausgabe: zwei Eingangsverehrungen, den ausdrücklich zur Rezitation genannten Praṇava, zwei Vidyās, vier sichere Gliedmantras und eine Gruppe von drei Lobpreisversen. Verschlüsselte Lautangaben werden nur mit angegebenem Schlüssel aufgelöst. Diese Darstellung ist keine neue Initiationsüberlieferung. Einige Formeln gehören zu einem mehrgliedrigen Ritualrahmen; die betreffenden Voraussetzungen werden beim Eintrag genannt.

IAST ṃ bezeichnet Anusvāra (ं), ḥ Visarga (ः). Lange Vokale bleiben erhalten. Oṃ wird in Devanagari durch ॐ wiedergegeben. Für diese zehn Einträge ist kein Chandrabindu anstelle von Anusvāra belegt. Ein vertrauter Bīja wird nicht an die Stelle der tatsächlich gedruckten Lautfolge gesetzt.

1. Eingangsverehrung für Gaṇeśa

Verehrungssatz

श्री गणेशाय नमः
śrī gaṇeśāya namaḥ

Bedeutung: Verehrung dem erhabenen Gaṇeśa.

Bezug: Gaṇeśa

Funktion im Text: Verehrung am Eingang der Handschrift D; der Satz nennt keine besondere Wirkung.

Rezitation und Kontext: Der überlieferte Wortlaut beginnt mit śrī. Ein zusätzliches oṃ wird nicht eingesetzt. Es ist keine Wiederholungszahl angegeben.

Fundstelle: Eingangsverehrung – vor 1.1, Handschrift D. T1999 S.1, Apparat0: ausdrücklich unnummerierter Eingang von D; PDF92 erneut bildgeprüft.[2]

2. Eingangsverehrung für Mahābhairava

Verehrungssatz

ॐ नमो महाभैरवाय
oṃ namo mahābhairavāya

Bedeutung: Oṃ, Verehrung dem großen Bhairava.

Bezug: Mahābhairava

Funktion im Text: Zweiter Verehrungssatz am Eingang von D; keine gesonderte Wirkung behauptet.

Rezitation und Kontext: Der Satz enthält oṃ und namo. Er ist vollständig; weitere Endsilben oder Wiederholungszahlen sind nicht überliefert.

Fundstelle: Eingangsverehrung – vor 1.1, Handschrift D. T1999 S.1, Apparat0; PDF92. Nicht mit einer modernen Standardformel ergänzt.[2]

3. Praṇava

Mantra; aufgelöster Name

oṃ

Bedeutung: Der heilige Laut Praṇava; keine erfundene wörtliche Übersetzung der Silbe.

Bezug: Die geheime Mantralehre und ihre Verehrung

Funktion im Text: 32.1 nennt die Rezitation des Praṇava im Zusammenhang mit der Reinigung von Verfehlungen; 32.1–3 entfalten diese Verheißung.

Rezitation und Kontext: Die Lautgestalt ist durch das ausdrücklich genannte om in4.3 und den mit Praṇava bezeichneten Eingang der folgenden Formeln begründet. Keine besondere Wiederholungszahl ist an32.1 genannt. Die Wirkungsaussage ist diejenige des Textes.

Fundstelle: 32.1; 4.3. Auflösung des Namens anhand4.3–8; selbstständige Rezitation in32.1, nicht lediglich Herauslösen aus einer längeren Formel.[21]

4. Parā-Vidyā

Einsilbige Vidyā; entschlüsselte Lautangabe

सौः
sauḥ

Bedeutung: Keimlaut der Göttin Parā. Der Laut besitzt keine gewöhnliche Satzbedeutung.

Bezug: Parā, die höchste Śakti

Funktion im Text: 3.47–50 verbinden diese Vidyā mit Verwirklichung, erkennbarer göttlicher Gegenwart und dem Ergriffenwerden durch Mutterkräfte.

Rezitation und Kontext: Die Quelle setzt ausdrücklich Einweihung, Schülerschaft und Übergabe durch einen zufriedengestellten Guru voraus (3.44–46). Der Laut endet auf Visarga ḥ, nicht auf Anusvāra ṃ. Die in3.47 genannte Siebentagesfrist ist eine Textverheißung, keine hier empfohlene Übungsdauer.

Fundstelle: 3.15; 3.17; 3.46; 3.47; 3.48; 3.50. 3.15: „Selbst“=saḥ;3.17: linker Unterschenkel=au;3.46 verbindet beide zu sauḥ. T1999 S.116 Anm.20/PDF213 bestätigt die Auflösung ausdrücklich; Seitenbilder99,102,213 kontrolliert.[22]

5. Aparā-Vidyā

Vidyā; entschlüsselte Lautangabe

ह्रीः हूं फट्
hrīḥ hūṃ phaṭ

Bedeutung: Lautgestalt Aparās; keine künstliche Wortübersetzung der Keim- und Abschlusssilben.

Bezug: Aparā, die machtvolle Kraft Rudras

Funktion im Text: 3.40–43 bezeichnen sie als wunscherfüllende Vidyā und schreiben beständige, sorgfältige Rezitation vor.

Rezitation und Kontext: Im überlieferten Mantrasystem für Eingeweihte steht diese Vidyā neben Parā und Parāparā. Hrīḥ endet mit Visarga; hūṃ enthält langes ū und Anusvāra. Die Formel hat kein vorangestelltes oṃ. Es werden keine Atemzahlen ergänzt.

Fundstelle: 3.40; 3.41; 3.42; 3.43. 3.40–42 mit Lautschlüssel3.7–18; T1999 S.116 Anm.17/PDF213 bestätigt exakt hrīḥ hūṃ phaṭ. Die selbstständige Rezitationsanweisung3.43 ist von späteren besonderen Aparā-Ritualen zu unterscheiden.[23]

6. Herzmantra der Kräfte

Gliedmantra: Hṛdaya

ॐ ॐ ॐ ॐ ॐ हृदयाय नमः
oṃ oṃ oṃ oṃ oṃ hṛdayāya namaḥ

Bedeutung: Fünfmal Oṃ; Verehrung dem Herzen.

Bezug: Das Herz der Śaktis

Funktion im Text: 4.3 nennt ihn das höchste Herz der Kräfte;4.1 ordnet die Gliedmantras dem Schutz des Mantrakundigen zu.

Rezitation und Kontext: Die fünf oṃ gehören zur vollständigen Formel. Das ist keine Empfehlung, eine verkürzte Formel fünfmal zu wiederholen. Der Herzmantra ist ein Glied des überlieferten Ritualsystems.

Fundstelle: 4.2; 4.3. 4.2cd: rechter Unterschenkel(o)+Bindu(ṃ), fünfmal;4.3ab fügt hṛdayāya und namaḥ hinzu. Die Crux4.2ab betrifft die Einleitungszeile, nicht diese Lautanweisung. T1999 S.12/PDF103; Kontrolle S.118/PDF215.[24]

7. Hauptmantra

Gliedmantra: Śiras

ॐ अमृते तेजोमालिनि स्वाहा
oṃ amṛte tejomālini svāhā

Bedeutung: Oṃ, Unsterbliche, du mit der Girlande aus Licht: Svāhā!

Bezug: Die Śakti als Unsterbliche und Trägerin einer Lichtgirlande

Funktion im Text: Der Text nennt ihn den elf Silben umfassenden Hauptmantra innerhalb der schützenden Gliedmantras.

Rezitation und Kontext: Svāhā ist die überlieferte rituelle Schlussformel. Der Wortlaut wird aus4.3cd–4.4 zusammengefügt; ihm wird kein weiteres namaḥ angehängt.

Fundstelle: 4.3; 4.4. Wörter in4.3cd–4.4 ausdrücklich in Reihenfolge genannt;11Silben. PDF103 erneut bildgeprüft.[24]

8. Panzermantra

Gliedmantra: Varman

ॐ वज्रिणे वज्रधराय स्वाहा
oṃ vajriṇe vajradharāya svāhā

Bedeutung: Oṃ, dem Vajra-Träger, dem Halter des Vajra: Svāhā!

Bezug: Die schützende Mantragestalt des Vajra-Trägers

Funktion im Text: 4.6–7ab nennen den Panzer und seine elf Silben. Die besondere Wirkungsformulierung in4.7ab ist unsicher; daraus wird kein gesondertes Versprechen abgeleitet.

Rezitation und Kontext: Praṇava am Anfang und svāhā am Ende sind ausdrücklich vorgeschrieben. Varman bedeutet Panzer beziehungsweise Schutzgewand; die Formel gehört zum Gliedmantra-Ritual.

Fundstelle: 4.6; 4.7. 4.6 nennt vajriṇe und vajradharāya mit Anfang und Ende;4.7ab bestätigt11Silben. PDF103.[24]

9. Waffenmantra zum Schutz des Körpers

Gliedmantra: Astra

ॐ श्ली पशु हूं फट्
oṃ ślī paśu hūṃ phaṭ

Bedeutung: Eine rituelle Lautformel. Paśu bedeutet „gebundenes Wesen“; ślī, hūṃ und phaṭ werden nicht zu einem erfundenen deutschen Satz ergänzt.

Bezug: Astra, das schützende Waffenglied des Mantrasystems

Funktion im Text: 4.8 nennt sechs Silben und die Stärkung des eigenen Körpers;4.1 stellt den Schutz vor Hindernissen voran.

Rezitation und Kontext: Ślī hat langes ī und kein Nasalierungszeichen. Hūṃ hat langes ū. Die Aufnahme betrifft die im Text benannte Schutzfunktion; eine schädigende Anwendung wird nicht angeleitet.

Fundstelle: 4.7; 4.8. 4.7cd nennt ślī, paśu, hūṃ und phaṭ;4.8 nennt die Verbindung mit Praṇava und6Silben. Keine Übernahme abweichender Formen aus Paralleltexten. PDF103.[24]

10. Drei Verse zum Preis der Lehre

Lobpreisverse, kein technischer Bīja-Mantra

सिद्धयोगेश्वरीतन्त्रं सर्वानुग्रहकारकम् ।

तेन तन्त्रम् इदं देवि रुद्रशक्त्याभिपूजितम् ॥
सिद्धयोगेश्वरं तन्त्रं विद्यापीठं यशस्विनि ।
सारभूतं समाख्यातम् एतत् ते वीरवन्दितम् ॥
नानेन सदृशं ज्ञानं नानेन सदृशं फलम् ।

भैरवाद् भैरवीप्राप्तं तन्त्रं स्वच्छन्दभैरवम्
siddhayogeśvarītantraṃ sarvānugrahakārakam /

tena tantram idaṃ devi rudraśaktyābhipūjitam //
siddhayogeśvaraṃ tantraṃ vidyāpīṭhaṃ yaśasvini /
sārabhūtaṃ samākhyātam etat te vīravanditam //
nānena sadṛśaṃ jñānaṃ nānena sadṛśaṃ phalam /

bhairavād bhairavīprāptaṃ tantraṃ svacchandabhairavam

Bedeutung: Das Siddhayogeśvarītantra wirkt die Begnadung aller. Deshalb wird dieses Tantra, Göttin, von Rudras Śakti hoch verehrt.

Das Siddhayogeśvara-Tantra, Ruhmreiche, der Sitz der Vidyās, ist dir als das Wesenhafte gelehrt worden und wird von den Vīras verehrt.

Kein Wissen gleicht diesem, keine Frucht gleicht dieser. Von Bhairava wurde das Tantra des selbstbestimmten Bhairava durch Bhairavī empfangen.

Bezug: Siddhayogeśvarītantra, Rudras Śakti, Bhairava und Bhairavī

Funktion im Text: Die Verse preisen die Lehre als Gnadengabe, als Sitz der Vidyās und als von Bhairavī empfangene Offenbarung.

Rezitation und Kontext: Es sind drei ungekürzte, syntaktisch verständliche Strophen aus Kapitel32, kein als vollständig behaupteter Lobpreiszyklus. Die Angabe als Lobpreis begründet keine besondere technische Mantrawirkung und keine feste Wiederholungszahl.

Fundstelle: 32.4; 32.5; 32.6. Sanskrit und Hauptübersetzungen unverändert aus32.4–6;T1999 S.61/PDF154; keine Zusatzsilbe.[20]

Ergänzendes Yoga-Vidya-Video: Anahata-Chakra-Meditation mit Sukadev. Das Video zeigt einen heutigen Zugang und ist keine Rekonstruktion des Siddhayogeśvarīmata.

Ergänzendes Yoga-Vidya-Video: Licht-Meditation mit Sukadev. Das Video zeigt einen heutigen Zugang und ist keine Rekonstruktion des Siddhayogeśvarīmata.

Siehe auch

Weitere Seiten dieser Ausgabe: Hauptartikel mit Übersetzung · Sanskrit in Devanagari

Literatur

Einzelnachweise

  1. Judit Törzsök: The Doctrine of Magic Female Spirits. A Critical Edition of Selected Chapters of the Siddhayogeśvarīmata(tantra) with Annotated Translation and Analysis, DPhil-Dissertation, University of Oxford, 1999. Benutztes vollständiges Digitalisat: 353 PDF-Seiten; Edition S. 1–61, zusätzliche Textanhänge S. 186–236.
  2. 2,00 2,01 2,02 2,03 2,04 2,05 2,06 2,07 2,08 2,09 2,10 2,11 Judit Törzsök 1999, S. 1 (PDF 92). Bibliografische Angaben im Literaturverzeichnis.
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 3,6 3,7 Judit Törzsök 1999, S. 2 (PDF 93). Bibliografische Angaben im Literaturverzeichnis.
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 4,4 Judit Törzsök 1999, S. 4 (PDF 95). Bibliografische Angaben im Literaturverzeichnis.
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 Judit Törzsök 1999, S. 5 (PDF 96). Bibliografische Angaben im Literaturverzeichnis.
  6. 6,0 6,1 6,2 6,3 6,4 6,5 Judit Törzsök 1999, S. 6 (PDF 97). Bibliografische Angaben im Literaturverzeichnis.
  7. 7,0 7,1 Judit Törzsök 1999, S. 15 (PDF 106). Bibliografische Angaben im Literaturverzeichnis.
  8. 8,0 8,1 8,2 8,3 8,4 Judit Törzsök 1999, S. 16 (PDF 107). Bibliografische Angaben im Literaturverzeichnis.
  9. Judit Törzsök 1999, S. 18 (PDF 109). Bibliografische Angaben im Literaturverzeichnis.
  10. 10,00 10,01 10,02 10,03 10,04 10,05 10,06 10,07 10,08 10,09 10,10 10,11 Judit Törzsök 1999, S. 30 (PDF 121). Bibliografische Angaben im Literaturverzeichnis.
  11. 11,00 11,01 11,02 11,03 11,04 11,05 11,06 11,07 11,08 11,09 11,10 11,11 Judit Törzsök 1999, S. 31 (PDF 122, 123). Bibliografische Angaben im Literaturverzeichnis.
  12. 12,0 12,1 12,2 12,3 12,4 12,5 Judit Törzsök 1999, S. 37 (PDF 129). Bibliografische Angaben im Literaturverzeichnis.
  13. 13,00 13,01 13,02 13,03 13,04 13,05 13,06 13,07 13,08 13,09 13,10 13,11 Judit Törzsök 1999, S. 38 (PDF 130). Bibliografische Angaben im Literaturverzeichnis.
  14. 14,0 14,1 Judit Törzsök 1999, S. 39 (PDF 131). Bibliografische Angaben im Literaturverzeichnis.
  15. Judit Törzsök 1999, S. 50 (PDF 142). Bibliografische Angaben im Literaturverzeichnis.
  16. 16,0 16,1 16,2 16,3 16,4 16,5 16,6 16,7 Judit Törzsök 1999, S. 54 (PDF 147). Bibliografische Angaben im Literaturverzeichnis.
  17. Judit Törzsök 1999, S. 54, 55 (PDF 147, 148). Bibliografische Angaben im Literaturverzeichnis.
  18. 18,0 18,1 18,2 18,3 Judit Törzsök 1999, S. 59 (PDF 152). Bibliografische Angaben im Literaturverzeichnis.
  19. 19,0 19,1 19,2 19,3 19,4 19,5 19,6 19,7 Judit Törzsök 1999, S. 60 (PDF 153). Bibliografische Angaben im Literaturverzeichnis.
  20. 20,0 20,1 Judit Törzsök 1999, S. 61 (PDF 154). Bibliografische Angaben im Literaturverzeichnis.
  21. Judit Törzsök 1999, S. 12, 61 (PDF 103, 154). Bibliografische Angaben im Literaturverzeichnis.
  22. Judit Törzsök 1999, S. 8, 11 (PDF 99, 102). Bibliografische Angaben im Literaturverzeichnis.
  23. Judit Törzsök 1999, S. 10 (PDF 101). Bibliografische Angaben im Literaturverzeichnis.
  24. 24,0 24,1 24,2 24,3 Judit Törzsök 1999, S. 12 (PDF 103). Bibliografische Angaben im Literaturverzeichnis.

Seminare zum vertieften Studium

Das Studium des Siddhayogeśvarīmata kann durch heutige Angebote zu Meditation, Mantra und Sanskrit begleitet werden. Die folgenden Seminare vermitteln allgemeine Zugänge; sie sind keine nachgewiesene Fortsetzung der historischen Ritualüberlieferung dieses Werkes.

Meditation

18.10.2026 - 23.10.2026 Yoga und Meditation Intensiv-Praxis

Die Kernpraktiken des Yoga werden intensiv geübt: längere Meditation, ausgedehntes Mantra-Singen, Pranayama intensiv und meditative Yoga Asanas beflü…
Dana Oerding, Chamundi Wollweber
18.10.2026 - 23.10.2026 Shivalaya Meditationsretreat

Stille – Schweigen – Sein. In der Abgeschiedenheit des Shivalaya Retreatzentrums fühlst du dich dem Himmel ganz nah. Mit intensiver Meditations- un…
Swami Nirgunananda, Rukmini Keilbar

Mantras und Musik

16.10.2026 - 18.10.2026 Drumming Hands

Erlerne die Basics für das Spielen einer Djembe, für die Kirtan Begleitung oder das Solo spielen. Auf einfache Weise lernst du verschiedene Rhythmen u…
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Eine Mantra Yoga Ferienwoche im schönen Allgäu zum Aufladen, Regenerieren und Verwöhnen mit der Gruppe Mudita. Das sind Menschen, die es ganz besonde…
Gruppe Mudita

Sanskrit und Devanagari

06.01.2027 - 15.12.2027 Jahresgruppe Sanskrit - Lektüre der AMRITA SIDDHI 2 - online

Termine: 16x mittwochs: 06.01., 27.01., 17.02., 10.03., 31.03., 21.04., 12.05., 02.06., 23.06., 14.07., 08.09., 29.09., 20.10., 10.11., 01.12., 15.12.20…
Dr phil Oliver Hahn
09.04.2027 - 11.04.2027 Sanskrit Intensivwochenende

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Dr phil Oliver Hahn