Samidadhana gemäß Apastamba – täglicher Feuerdienst für Lernkraft und Verlässlichkeit

Aus Yogawiki

Samidadhana gemäß Apastamba – täglicher Feuerdienst für Lernkraft und Verlässlichkeit. Samidadhana nach Apastamba verbindet zwölf tägliche Holzgaben mit zwölf Bitten um Lebenskraft, Einsicht, gutes Lernen und Treue zu den übernommenen Gelübden. Ein vedischer Schüler nährt damit morgens und abends das Feuer Agnis und richtet zugleich seine eigene Ausdauer auf die Lernaufgabe aus. Ein dreizehntes Holz schließt die Darbringung ab; die anschließenden Gebete und Aschezeichen tragen den Segen des Feuers in den beginnenden oder ausklingenden Tag.

Die folgende Anleitung folgt der Apastamba-Überlieferung, wie sie bei Vaidhika Dharma für die tägliche Hauspraxis wiedergegeben wird. Samidadhana unterscheidet sich vom ehelichen Aupasana Homa durch seine Bindung an die Schülerzeit und seine besondere Folge von Holzgaben.

Vorbereitung

Die Anleitung ist für einen Brahmachari bestimmt, der nach der Einführung in das vedische Lernen diese tägliche Feuerpflicht von seinem Lehrer erhalten hat. Er führt sie morgens und abends am häuslichen Feuerplatz aus; eine Priestergruppe ist dafür nicht erforderlich. Die Sandhya geht in der angegebenen Tagesordnung voraus. Bei Minderjährigen begleitet eine im Feuerdienst kundige erwachsene Person die Durchführung. Die vedischen Tonhöhen werden beim Lehrer gelernt; der Text gibt die Lautfolge ohne Tonzeichen.

Bereite einen kleinen standsicheren Homa Kunda auf feuerfester Unterlage, trockenes sauberes Brennholz, die unten genannte Zahl kleiner Opferhölzer, Zündmittel, einen Wasserbecher mit Löffel, eine Auffangschale und einen Sitz westlich des Feuers vor. Ein offener Hof oder ein eigens eingerichteter, gut belüfteter Feuerplatz ist geeignet. Halte Zange und geeignetes Löschmittel griffbereit; Kleidung und Haare bleiben außerhalb des Flammenbereichs. Das eigentliche Opfer besteht aus Holz, nicht aus einer zusätzlichen, hier nicht vorgeschriebenen Reihe von Ghee-Gaben. Für das abschließende Aschezeichen muss eine kleine Menge derselben Ritualasche vollständig kalt und sauber sein; nötigenfalls warte bis zur Abkühlung.

Morgens wird im Vorsatz prātaḥ, abends sāyam gesprochen. Die beiden Zeiten sind Varianten derselben täglichen Pflicht, keine getrennten Rituale.

Lege dreizehn kleine Opferhölzer in ihrer Reihenfolge bereit.

Durchführung

1. Sich sammeln und Wasser nehmen
Setze dich nach dem Waschen in sauberer Kleidung mit dem Gesicht nach Osten. Nimm beim Achamana mit jedem der drei Namen einen kleinen Schluck sauberes Wasser aus der rechten Hand. Wasche anschließend die Hand. Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht trinken kann, berührt die Lippen mit sauberem Wasser; dies ist eine praktische Anpassung.

oṃ acyutāya namaḥ |
oṃ anantāya namaḥ |
oṃ govindāya namaḥ ||

Übersetzung: Verehrung dem Unwandelbaren, dem Unendlichen und Govinda, dem Beschützer der Lebewesen.

Berühre beim folgenden Angavandana mit der rechten Hand die genannten Körperstellen. Sprich jeweils den betreffenden Namen; Augen und Nase werden nur von außen sanft berührt.

keśava |

Übersetzung: Keshava – berühre mit dem Daumen die rechte Wange.

nārāyaṇa |

Übersetzung: Narayana – berühre mit dem Daumen die linke Wange.

mādhava |

Übersetzung: Madhava – berühre mit dem Ringfinger die rechte Augenpartie.

govinda |

Übersetzung: Govinda – berühre mit dem Ringfinger die linke Augenpartie.

viṣṇu |

Übersetzung: Vishnu – berühre mit dem Zeigefinger die rechte Nasenseite.

madhusūdana |

Übersetzung: Madhusudana – berühre mit dem Zeigefinger die linke Nasenseite.

trivikrama |

Übersetzung: Trivikrama – berühre mit dem kleinen Finger das rechte Ohr.

vāmana |

Übersetzung: Vamana – berühre mit dem kleinen Finger das linke Ohr.

śrīdhara |

Übersetzung: Shridhara – berühre mit dem Mittelfinger die rechte Schulter.

hṛṣīkeśa |

Übersetzung: Hrishikesha – berühre mit dem Mittelfinger die linke Schulter.

padmanābha |

Übersetzung: Padmanabha – berühre mit vier Fingern die Brust.

dāmodara |

Übersetzung: Damodara – berühre mit allen fünf Fingern den Kopf.

2. Hindernisse beruhigen und den Atem sammeln
Sprich die Ganesha-Betrachtung. Berühre danach mit beiden Händen dreimal leicht die beiden Stirnseiten, wie es die zugehörige Handlungsanweisung vorsieht.

śuklāmbaradharaṃ viṣṇuṃ śaśivarṇaṃ caturbhujam | prasannavadanaṃ dhyāyet sarvavighnopaśāntaye ||

Übersetzung: Man vergegenwärtige den weiß Gekleideten, alles Durchdringenden, Mondfarbenen, Vierarmigen mit freundlichem Gesicht, damit alle Hindernisse zur Ruhe kommen.

Führe den erlernten Pranayama aus: rechts mit dem Daumen verschließen und links einatmen, dann links mit dem Ringfinger verschließen und rechts ausatmen. Die vollständige Atemformel wird im erlernten Rhythmus leise gesprochen oder innerlich mitgeführt; erzwinge kein Atemanhalten.

oṃ bhūḥ oṃ bhuvaḥ oṃ suvaḥ oṃ mahaḥ oṃ janaḥ oṃ tapaḥ oṃ satyam |
oṃ tat savitur vareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi dhiyo yo naḥ pracodayāt |
oṃ āpo jyotī raso 'mṛtaṃ brahma bhūr bhuvaḥ suvar oṃ ||

Übersetzung: Om: Erde, Zwischenraum, Himmel, große Welt, Welt der Erzeugung, Welt der Glut und Welt der Wahrheit. Wir meditieren über den erwählenswerten Glanz des göttlichen Savitar; er möge unseren Verstand anregen. Wasser, Licht, Saft, Unsterblichkeit und Brahman: Erde, Zwischenraum und Himmel, Om.

3. Den täglichen Vorsatz sprechen
Lege beide Hände ruhig auf den rechten Oberschenkel. Morgens sprich die erste, abends die zweite Formel; anschließend berühre sauberes Wasser.

mamopāttasamastaduritakṣayadvārā śrīparameśvaraprītyarthaṃ prātaḥ samidādhānaṃ kariṣye ||

Übersetzung: Zur Läuterung meiner Verfehlungen und zur Freude des höchsten Herrn werde ich die morgendliche Holzgabe vollziehen.

mamopāttasamastaduritakṣayadvārā śrīparameśvaraprītyarthaṃ sāyaṃ samidādhānaṃ kariṣye ||

Übersetzung: Zur Läuterung meiner Verfehlungen und zur Freude des höchsten Herrn werde ich die abendliche Holzgabe vollziehen.

4. Das kleine Feuer vorbereiten
Entzünde das vorbereitete Brennholz im Kunda. Sitze dem Feuer zugewandt. Die eigens bereitgelegten Opferhölzer kommen erst mit den folgenden Mantras hinzu.

5. Den Feuerplatz besprengen
Führe die Parishechana mit Wasser um den Feuerplatz aus und sprich die folgende Bitte um ein erfülltes Schülerleben.

pari tvāgne parimṛjāmy āyuṣā ca balena ca | suprajāḥ prajayā bhūyāsaṃ suvīro vīraiḥ suvarcā varcasā supoṣaḥ poṣaiḥ sugṛho gṛhaiḥ supatiḥ patyā sumedhā medhayā subrahmā brahmacāribhiḥ ||

Übersetzung: Agni, ich reinige rings um dich, verbunden mit Lebenskraft und Stärke. Möge ich gute Nachkommenschaft haben, tapfere Menschen, Ausstrahlung, Nahrung und gute Häuser; möge ich ein guter Herr meines Lebens sein, reich an Einsicht und im heiligen Lernen verbunden mit Mitschülern.

deva savitaḥ prasuva |

Übersetzung: Göttlicher Savitar, setze die heilige Handlung in Bewegung.

6. Zwölf Opferhölzer darbringen
Lege zu jedem der folgenden zwölf Mantras genau ein Opferholz bei svāhā ins Feuer. Die Nummern geben die Reihenfolge an.

1
agnaye samidham āhārṣaṃ bṛhate jātavedase | yathā tvam agne samidhā samidhyasa evam mām āyuṣā varcasā sanyā medhayā prajayā paśubhir brahmavarcasenānnādyena samedhaya svāhā ||

Übersetzung: Ich habe Agni, dem großen Kenner der Geburten, ein Opferholz gebracht. Wie du durch Holz entflammt wirst, so entzünde mich mit Lebenskraft, Ausstrahlung, Gewinn, Einsicht, Nachkommen, Vieh, dem Glanz heiligen Wissens und Nahrung. Svaha: Die Gabe sei dargebracht.

2
edho 'sy edhiṣīmahi svāhā ||

Übersetzung: Du bist Brennstoff und Wachstum; mögen wir wachsen. Svaha: Die Gabe sei dargebracht.

3
samid asi samedhiṣīmahi svāhā ||

Übersetzung: Du bist das entflammende Holz; mögen wir kraftvoll entflammen. Svaha: Die Gabe sei dargebracht.

4
tejo 'si tejo mayi dhehi svāhā ||

Übersetzung: Du bist Leuchtkraft; lege Leuchtkraft in mich. Svaha: Die Gabe sei dargebracht.

5
apo adyānvacāriṣaṃ rasena samasṛkṣmahi | payasvān agna āgamaṃ taṃ mā saṃsṛja varcasā svāhā ||

Übersetzung: Heute bin ich den Wassern gefolgt; wir wurden mit ihrem Saft verbunden. Reich an nährender Kraft bin ich gekommen, Agni; verbinde mich mit Ausstrahlung. Svaha: Die Gabe sei dargebracht.

6
saṃ māgne varcasā sṛja prajayā ca dhanena ca svāhā ||

Übersetzung: Agni, verbinde mich mit Ausstrahlung, Nachkommenschaft und Vermögen. Svaha: Die Gabe sei dargebracht.

7
vidyun me asya devā indro vidyāt saharṣibhiḥ svāhā ||

Übersetzung: Die Götter mögen von dieser meiner Gabe wissen; Indra möge mit den Sehern davon wissen. Svaha: Die Gabe sei dargebracht.

8
agnaye bṛhate nākāya svāhā ||

Übersetzung: Dem großen, himmlischen Agni sei die Gabe. Svaha: Die Gabe sei dargebracht.

9
dyāvāpṛthivībhyāṃ svāhā ||

Übersetzung: Himmel und Erde sei die Gabe. Svaha: Die Gabe sei dargebracht.

10
eṣā te agne samit tayā vardhasva cāpyāyasva ca | tayāhaṃ vardhamāno bhūyāsam āpyāyamānaś ca svāhā ||

Übersetzung: Agni, dieses Holz ist dein. Wachse daran und werde erfüllt. Durch es möge auch ich wachsen und erfüllt werden. Svaha: Die Gabe sei dargebracht.

11
yo māgne bhāginaṃ santam athābhāgaṃ cikīrṣati | abhāgam agne taṃ kuru mām agne bhāginaṃ kuru svāhā ||

Übersetzung: Wer mich, obwohl ich Anteil habe, meines Anteils berauben will: Den mache ohne Anteil, Agni; mich aber mache zu einem, der Anteil hat. Svaha.

12
samidham ādhāyāgne sarvavrato bhūyāsaṃ svāhā ||

Übersetzung: Nachdem ich das Opferholz eingelegt habe, Agni, möge ich alle meine Gelübde erfüllen. Svaha.

Der elfte Vers spricht den Schutz des eigenen rechtmäßigen Anteils in der kämpferischen Sprache der Überlieferung aus. Die persönliche Ausrichtung bleibt, das eigene Lernen zu schützen und fair mit anderen umzugehen; konkrete Menschen werden hier nicht mit Namen eingesetzt.

7. Die Gabenfolge vollenden
Besprenge den Rand des Kunda und lege danach das dreizehnte Opferholz mit dem kurzen Darbringungsruf ein.

deva savitaḥ prāsāvīḥ |

Übersetzung: Göttlicher Savitar, du hast die Handlung in Bewegung gesetzt.

svāhā |

Übersetzung: Die Gabe sei dargebracht.

8. Agnis Gegenwart verehren
Stehe zum Upasthana mit gefalteten Händen auf.

agneḥ upasthānaṃ kariṣye |

Übersetzung: Ich werde vor Agni hinzutreten und ihn verehren.

yat te agne tejas tenāhaṃ tejasvī bhūyāsam |

Übersetzung: Agni, durch deinen Glanz möge auch ich mit Glanz erfüllt sein.

yat te agne varcas tenāhaṃ varcasvī bhūyāsam |

Übersetzung: Agni, durch deine Ausstrahlung möge auch ich mit Ausstrahlung erfüllt sein.

yat te agne haras tenāhaṃ harasvī bhūyāsam |

Übersetzung: Agni, durch deine Macht zur Abwehr möge auch ich mit Macht zur Abwehr erfüllt sein.

mayi medhāṃ mayi prajāṃ mayy agnis tejo dadhātu |

Übersetzung: Agni lege Leuchtkraft, Einsicht und Nachkommenschaft in mich.

mayi medhāṃ mayi prajāṃ mayīndra indriyaṃ dadhātu |

Übersetzung: Indra lege Stärke, Einsicht und Nachkommenschaft in mich.

mayi medhāṃ mayi prajāṃ mayi sūryo bhrājo dadhātu |

Übersetzung: Surya lege Strahlen, Einsicht und Nachkommenschaft in mich.

agnaye namaḥ |

Übersetzung: Verehrung Agni.

mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ hutāśana | yad dhutaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||

Übersetzung: Feuer, das die Opfergaben empfängt: Was ich an Mantra, Handlung und Hingabe unvollkommen dargebracht habe, das möge vor dir vollständig sein.

prāyaścittāny aśeṣāṇi tapaḥkarmātmakāni vai | yāni teṣām aśeṣāṇāṃ kṛṣṇānusmaraṇaṃ param ||

Übersetzung: Unter allen bereinigenden Handlungen in Gestalt von Askese und heiligen Werken ist das Gedenken an Krishna das Höchste.

Sprich die dreifache Krishna-Anrufung viermal.

kṛṣṇa kṛṣṇa kṛṣṇa |

Übersetzung: Krishna, Krishna, Krishna.

kṛṣṇa kṛṣṇa kṛṣṇa |

Übersetzung: Krishna, Krishna, Krishna.

kṛṣṇa kṛṣṇa kṛṣṇa |

Übersetzung: Krishna, Krishna, Krishna.

kṛṣṇa kṛṣṇa kṛṣṇa |

Übersetzung: Krishna, Krishna, Krishna.

9. Lehrer und Überlieferung grüßen
Verneige dich vor dem Lehrer oder einem anwesenden Älteren. Das persönliche Abhivadana nennt die eigene Seherlinie, Gotra, Sutraschule und den Namen. Diese individuellen Angaben werden mit dem Lehrer vorbereitet; es wird keine fremde Abstammungsformel übernommen. Als ausdrücklich heutige sprachliche Anpassung kann die persönliche Vorstellung vollständig auf Deutsch erfolgen: „Ich grüße ehrerbietig. Mein Name ist …; ich lerne in der Überlieferung … und verneige mich vor euch.“

10. Die kalte Ritualasche anlegen
Nimm etwas vollständig erkaltete, saubere Ritualasche auf die linke Handfläche, füge einen Tropfen Wasser hinzu und verrühre sie mit dem rechten Ringfinger. Berühre anschließend mit einer kleinen Menge die genannten Stellen. Während des Wartens auf die Abkühlung bleibt das Feuer beaufsichtigt.

mā nas toke tanaye mā na āyuṣi mā no goṣu mā no aśveṣu rīriṣaḥ | vīrān mā no rudra bhāmito vadhīr haviṣmanto namasā vidhema te ||

Übersetzung: Schädige uns nicht an Kindern und Nachkommen, nicht an Lebenszeit, Kühen und Pferden. Töte unsere tapferen Menschen nicht im Zorn, Rudra. Mit Opfergaben und Verneigung wollen wir dich verehren.

medhāvī bhūyāsam |

Übersetzung: Möge ich einsichtig sein. An die Stirn.

tejasvī bhūyāsam |

Übersetzung: Möge ich leuchtkräftig sein. An die Brust.

varcasvī bhūyāsam |

Übersetzung: Möge ich ausstrahlend sein. An die rechte Schulter.

brahmavarcasī bhūyāsam |

Übersetzung: Möge ich strahlend durch heiliges Wissen sein. An die linke Schulter.

āyuṣmān bhūyāsam |

Übersetzung: Möge ich mit langem Leben gesegnet sein. An den Hals.

annādaḥ bhūyāsam |

Übersetzung: Möge ich gut genährt sein. An den Nacken.

svasti bhūyāsam |

Übersetzung: Möge ich wohlbehalten sein. Auf den Kopf.

11. Wissen, Kraft und Beständigkeit erbitten
Sprich mit gefalteten Händen das Gebet. Es verbindet den Feuerdienst mit der Aufgabe des Lernenden, aufmerksam und verlässlich zu leben.

śraddhāṃ medhāṃ yaśaḥ prajñāṃ vidyāṃ buddhiṃ śriyaṃ balam |
āyuṣyaṃ teja ārogyaṃ dehi me havyavāhana | śriyaṃ dehi me havyavāhana oṃ nama iti ||

Übersetzung: Opferträger, schenke mir Vertrauen, Merkfähigkeit, guten Ruf, Einsicht, Wissen, Verstand, Gedeihen, Kraft, langes Leben, Glanz und Gesundheit. Schenke mir Gedeihen, Träger der Opfergaben. Om, Verehrung.

Nimm einen Löffel Wasser in die rechte Hand und lasse es bei der Widmung auf sauberen Boden oder in die Auffangschale fließen.

kāyena vācā manasendriyair vā buddhyātmanā vā prakṛteḥ svabhāvāt |
karomi yad yat sakalaṃ parasmai nārāyaṇāyeti samarpayāmi ||

Übersetzung: Was immer ich mit Körper, Sprache, Geist, Sinnen, Verstand oder aus meiner eigenen Natur heraus tue, all das bringe ich dem höchsten Narayana dar.

12. Sich sammeln und Wasser nehmen
Vollziehe erneut Achamana: Nimm mit jedem der drei Namen einen kleinen Schluck sauberes Wasser aus der rechten Hand und wasche anschließend die Hand. Wenn du die oben erläuterte Anpassung verwendest, berühre wieder nur die Lippen.

oṃ acyutāya namaḥ |
oṃ anantāya namaḥ |
oṃ govindāya namaḥ ||

Übersetzung: Verehrung dem Unwandelbaren, dem Unendlichen und Govinda, dem Beschützer der Lebewesen.

Berühre beim folgenden Angavandana mit der rechten Hand die genannten Körperstellen. Sprich jeweils den betreffenden Namen; Augen und Nase werden nur von außen sanft berührt.

keśava |

Übersetzung: Keshava – berühre mit dem Daumen die rechte Wange.

nārāyaṇa |

Übersetzung: Narayana – berühre mit dem Daumen die linke Wange.

mādhava |

Übersetzung: Madhava – berühre mit dem Ringfinger die rechte Augenpartie.

govinda |

Übersetzung: Govinda – berühre mit dem Ringfinger die linke Augenpartie.

viṣṇu |

Übersetzung: Vishnu – berühre mit dem Zeigefinger die rechte Nasenseite.

madhusūdana |

Übersetzung: Madhusudana – berühre mit dem Zeigefinger die linke Nasenseite.

trivikrama |

Übersetzung: Trivikrama – berühre mit dem kleinen Finger das rechte Ohr.

vāmana |

Übersetzung: Vamana – berühre mit dem kleinen Finger das linke Ohr.

śrīdhara |

Übersetzung: Shridhara – berühre mit dem Mittelfinger die rechte Schulter.

hṛṣīkeśa |

Übersetzung: Hrishikesha – berühre mit dem Mittelfinger die linke Schulter.

padmanābha |

Übersetzung: Padmanabha – berühre mit vier Fingern die Brust.

dāmodara |

Übersetzung: Damodara – berühre mit allen fünf Fingern den Kopf.

oṃ tat sat brahmārpaṇam astu ||

Übersetzung: Om, das ist die Wirklichkeit. Es sei dem Brahman dargebracht.

Abschluss und Bedeutung

Lass das Feuer unter Aufsicht ausbrennen und räume den Platz nach vollständigem Erkalten auf. Samidadhana erinnert den Lernenden daran, dass geistige Kraft täglich genährt wird. Als persönliche Fortführung bietet sich an, unmittelbar danach einen klar begrenzten Abschnitt der eigenen Lernaufgabe aufmerksam zu bearbeiten und dem Lehrer zu gegebener Zeit davon zu berichten.

Sanskrit in Devanagari

Die Reihenfolge entspricht der Durchführung. Die Lautfolge ist ohne vedische Tonhöhenzeichen wiedergegeben; die mündlich erlernte Rezitationsweise bleibt maßgeblich.

ॐ अच्युताय नमः ।
ॐ अनन्ताय नमः ।
ॐ गोविन्दाय नमः ॥

केशव ।

नारायण ।

माधव ।

गोविन्द ।

विष्णु ।

मधुसूदन ।

त्रिविक्रम ।

वामन ।

श्रीधर ।

हृषीकेश ।

पद्मनाभ ।

दामोदर ।

शुक्लाम्बरधरं विष्णुं शशिवर्णं चतुर्भुजम् । प्रसन्नवदनं ध्यायेत् सर्वविघ्नोपशान्तये ॥

ॐ भूः ॐ भुवः ॐ सुवः ॐ महः ॐ जनः ॐ तपः ॐ सत्यम् ।
ॐ तत् सवितुर् वरेण्यं भर्गो देवस्य धीमहि धियो यो नः प्रचोदयात् ।
ॐ आपो ज्योती रसो ऽमृतं ब्रह्म भूर् भुवः सुवर् ॐ ॥

ममोपात्तसमस्तदुरितक्षयद्वारा श्रीपरमेश्वरप्रीत्यर्थं प्रातः समिदाधानं करिष्ये ॥

ममोपात्तसमस्तदुरितक्षयद्वारा श्रीपरमेश्वरप्रीत्यर्थं सायं समिदाधानं करिष्ये ॥

परि त्वाग्ने परिमृजाम्य् आयुषा च बलेन च । सुप्रजाः प्रजया भूयासं सुवीरो वीरैः सुवर्चा वर्चसा सुपोषः पोषैः सुगृहो गृहैः सुपतिः पत्या सुमेधा मेधया सुब्रह्मा ब्रह्मचारिभिः ॥

देव सवितः प्रसुव ।

1
अग्नये समिधम् आहार्षं बृहते जातवेदसे । यथा त्वम् अग्ने समिधा समिध्यस एवम् माम् आयुषा वर्चसा सन्या मेधया प्रजया पशुभिर् ब्रह्मवर्चसेनान्नाद्येन समेधय स्वाहा ॥

2
एधो ऽस्य् एधिषीमहि स्वाहा ॥

3
समिद् असि समेधिषीमहि स्वाहा ॥

4
तेजो ऽसि तेजो मयि धेहि स्वाहा ॥

5
अपो अद्यान्वचारिषं रसेन समसृक्ष्महि । पयस्वान् अग्न आगमं तं मा संसृज वर्चसा स्वाहा ॥

6
सं माग्ने वर्चसा सृज प्रजया च धनेन च स्वाहा ॥

7
विद्युन् मे अस्य देवा इन्द्रो विद्यात् सहर्षिभिः स्वाहा ॥

8
अग्नये बृहते नाकाय स्वाहा ॥

9
द्यावापृथिवीभ्यां स्वाहा ॥

10
एषा ते अग्ने समित् तया वर्धस्व चाप्यायस्व च । तयाहं वर्धमानो भूयासम् आप्यायमानश् च स्वाहा ॥

11
यो माग्ने भागिनं सन्तम् अथाभागं चिकीर्षति । अभागम् अग्ने तं कुरु माम् अग्ने भागिनं कुरु स्वाहा ॥

12
समिधम् आधायाग्ने सर्वव्रतो भूयासं स्वाहा ॥

देव सवितः प्रासावीः ।

स्वाहा ।

अग्नेः उपस्थानं करिष्ये ।

यत् ते अग्ने तेजस् तेनाहं तेजस्वी भूयासम् ।

यत् ते अग्ने वर्चस् तेनाहं वर्चस्वी भूयासम् ।

यत् ते अग्ने हरस् तेनाहं हरस्वी भूयासम् ।

मयि मेधां मयि प्रजां मय्य् अग्निस् तेजो दधातु ।

मयि मेधां मयि प्रजां मयीन्द्र इन्द्रियं दधातु ।

मयि मेधां मयि प्रजां मयि सूर्यो भ्राजो दधातु ।

अग्नये नमः ।

मन्त्रहीनं क्रियाहीनं भक्तिहीनं हुताशन । यद् धुतं तु मया देव परिपूर्णं तद् अस्तु ते ॥

प्रायश्चित्तान्य् अशेषाणि तपःकर्मात्मकानि वै । यानि तेषाम् अशेषाणां कृष्णानुस्मरणं परम् ॥

कृष्ण कृष्ण कृष्ण ।

कृष्ण कृष्ण कृष्ण ।

कृष्ण कृष्ण कृष्ण ।

कृष्ण कृष्ण कृष्ण ।

मा नस् तोके तनये मा न आयुषि मा नो गोषु मा नो अश्वेषु रीरिषः । वीरान् मा नो रुद्र भामितो वधीर् हविष्मन्तो नमसा विधेम ते ॥

मेधावी भूयासम् ।

तेजस्वी भूयासम् ।

वर्चस्वी भूयासम् ।

ब्रह्मवर्चसी भूयासम् ।

आयुष्मान् भूयासम् ।

अन्नादः भूयासम् ।

स्वस्ति भूयासम् ।

श्रद्धां मेधां यशः प्रज्ञां विद्यां बुद्धिं श्रियं बलम् ।
आयुष्यं तेज आरोग्यं देहि मे हव्यवाहन । श्रियं देहि मे हव्यवाहन ॐ नम इति ॥

कायेन वाचा मनसेन्द्रियैर् वा बुद्ध्यात्मना वा प्रकृतेः स्वभावात् ।
करोमि यद् यत् सकलं परस्मै नारायणायेति समर्पयामि ॥

ॐ अच्युताय नमः ।
ॐ अनन्ताय नमः ।
ॐ गोविन्दाय नमः ॥

केशव ।

नारायण ।

माधव ।

गोविन्द ।

विष्णु ।

मधुसूदन ।

त्रिविक्रम ।

वामन ।

श्रीधर ।

हृषीकेश ।

पद्मनाभ ।

दामोदर ।

ॐ तत् सत् ब्रह्मार्पणम् अस्तु ॥

Quellen

Das persönliche Abhivadana wird als solches erläutert und in einer gekennzeichneten deutschen Ausführung ermöglicht. Die übrigen Rezitationen bleiben ausgeschrieben. Die Körperberührungen und die Aschezeichen gehören zu diesem vollständigen Schülerfeuerdienst.

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