Pramata

Aus Yogawiki
Pramata durch Yoga

Pramata (Sanskrit: pramātā m.) = Wissen, Erkenntnis über sich selber

Pramata ist ein Sanskrit-Begriff, der sich allgemein mit „Wissen“, „Erkenntnis“ oder „Kenntnisquelle“ übersetzen lässt. Im philosophischen und spirituellen Kontext Indiens bezeichnet pramata den erkennenden Subjektaspekt — also das bewusste Ich oder die Instanz, die Erkenntnis erlangt — und steht damit in enger Beziehung zu Fragen von Wahrnehmung, Unterscheidung und Erkenntnistheorie. In klassischen Schulen wie der Vedanta- oder Nyaya-Tradition wird untersucht, wie pramata mit pramana (den Mitteln der Erkenntnis wie Wahrnehmung, Schlussfolgerung, Beweis) zusammenhängt: nur wenn die pramana korrekt sind, kann die pramata zuverlässiges Wissen erlangen.

Für die Yogapraxis ist das Konzept hilfreich, weil es die Unterscheidung zwischen dem fluktuierenden, bedingten Wahrnehmungsapparat und dem zugrunde liegenden erkennenden Bewusstsein betont. Yoga-Techniken — Meditation, Selbstbeobachtung, Vairagya (Nicht-Anhaftung) — zielen darauf ab, die Identifikation mit vorübergehenden Gedanken und Gefühlen zu lösen, damit die wahre Natur des pramata sichtbar wird. In diesem Sinn ist pramata nicht einfach ein intellektuelles Subjekt, sondern die gegenwärtige, direkte Fähigkeit zu erkennen, zu unterscheiden und klar zu gewahren.

„Wenn du still beobachtest, merkst du, dass etwas erkennt — dieses erkenkende Gewahrsein ist das pramata, unverändert hinter den wechselnden Eindrücken.“ Du kannst dich selber beim Beobachten beobachten.

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