Narasimha Kavacha Dharana

Aus Yogawiki

Narasimha Kavacha Dharana – ein Schutzgebet schreiben und am Handgelenk tragen: Das Narasimha Kavacha Dharana verbindet die Meditation über Narasimha mit einem greifbaren Zeichen der Zuflucht: Der vollständige Kavacha wird auf Birkenrinde oder Palmblatt geschrieben und am Handgelenk getragen. Das Prahlada zugeschriebene Gebet übergibt jeden Körperbereich und jede Himmelsrichtung dem göttlichen Schutz. Sein Sinn ist, sich auch außerhalb der Andacht an die schützende Gegenwart des Menschenlöwen zu erinnern.

Die Schreib- und Tragehandlung ist in Vers 24 des Narasimha Kavacha ausdrücklich beschrieben. Das Gebet wird in Vaishnava- und Gaudiya Vaishnava-Gemeinschaften rezitiert; ISKCON Bangalore veröffentlicht die hier gewählte geschlossene Folge von 31 Versen. Der Text empfiehlt für die anschließende regelmäßige Rezitation einen oder drei Tagesübergänge, schreibt für das Anlegen aber kein bestimmtes Fest vor. Die persönliche Andacht ist zu Hause möglich; ein Priester wird für die im Vers beschriebene Tragehandlung nicht genannt.

Vorbereitung

Beschaffe ausreichend dünne, beschreibbare Birkenrinde oder ein vorbereitetes Palmblatt, ein passendes Schreibmittel und eine weiche Befestigung für das Handgelenk. Der vollständige Text umfasst 31 Verse: Plane die Schriftgröße und die Fläche so, dass der Text lesbar bleibt. Mehrere zusammengefasste Blattabschnitte können das Schreiben erleichtern. Papier ist eine heutige Materialanpassung und wird im Vers nicht als Alternative genannt.

Richte einen sauberen, ruhigen Platz ein. Ein Bild von Lakshmi Narasimha kann die Vorstellung unterstützen. Weitere äußere Opfergaben gehören nicht zu dieser ausdrücklich beschriebenen Anwendung des Kavacha.

Durchführung

1. Den vollständigen Kavacha schreiben
Schreibe die 31 folgenden Verse sorgfältig auf das vorbereitete Material. Verwende die vollständige Devanagari-Fassung am Ende des Artikels oder die Umschrift der Durchführung; eine bestimmte Schriftart wird in Vers 24 nicht vorgeschrieben. Vergleiche anschließend deine Abschrift mit der Vorlage.

2. Narasimha im Herzen vergegenwärtigen und rezitieren
Lege die Abschrift vor dich. Stelle dir Narasimha auf dem goldenen Thron vor, mit Lakshmi an seiner linken Seite. Die Verse 2–6 entfalten diese Gestalt; mit Vers 7 lass ihn im eigenen Herzlotus gegenwärtig sein. Lies das ganze Gebet einmal. Eine bestimmte Zahl von Wiederholungen als Voraussetzung des Anlegens nennt Vers 24 nicht.

1
nṛsiṃhakavacaṃ vakṣye prahlādenoditaṃ purā |
sarvarakṣākaraṃ puṇyaṃ sarvopadravanāśanam || 1||

Ich werde den heiligen Narasimha-Kavacha verkünden, den Prahlada einst ausgesprochen hat: Er schafft Schutz und beseitigt Bedrängnis.

2
sarva sampatkaraṃ caiva svargamokṣapradāyakam |
dhyātvā nṛsiṃhaṃ deveśaṃ hemasiṃhāsanasthitam || 2||

Er schenkt Wohlergehen, Himmel und Befreiung. Man vergegenwärtige sich Narasimha, den Herrn der Götter, auf einem goldenen Löwenthron.

3
vivṛtāsyaṃ trinayanaṃ śaradindusamaprabham |
lakṣmyāliṅgitavāmāṅgaṃ vibhūtibhirupāśritam || 3||

Sein Mund ist geöffnet, er hat drei Augen und leuchtet wie der Herbstmond. Lakshmi umarmt seine linke Seite, und Herrlichkeiten umgeben ihn.

4
caturbhujaṃ komalāṅgaṃ svarṇakuṇḍalaśobhitam |
sarojaśobhitoraskaṃ ratnakeyūramudritam || 4||

Er besitzt vier Arme und zarte Glieder; goldene Ohrringe schmücken ihn. Ein Lotus ziert seine Brust, kostbare Oberarmreifen zeichnen ihn aus.

5
taptakāñcanasaṃkāśaṃ pītanirmalavāsasam |
indrādisuramaulisthasphuranmāṇikyadīptibhiḥ || 5||

Er strahlt wie erhitztes Gold und trägt ein reines gelbes Gewand; die Edelsteine in den Kronen Indras und der anderen Götter funkeln –

6
virājitapadadvandvaṃ śaṅkhacakrādi hetibhiḥ |
garutmatā ca vinayāt stūyamānaṃ mudānvitam || 6||

und beleuchten seine beiden Füße. Er trägt Muschelhorn, Rad und weitere Waffen. Garuda preist ihn voller Demut; er selbst ist von Freude erfüllt.

Den Herzlotus zum Ort der Zuflucht machen
Lass die zuvor betrachtete Gestalt im Herzraum gegenwärtig werden. Die folgenden Bitten wandern vom Kopf über den Körper zu den Richtungen. Körperberührungen werden in dieser Textfassung dafür nicht gefordert.

7
svahṛtkamalasaṃvāsaṃ kṛtvā tu kavacaṃ paṭhet |
nṛsiṃho me śiraḥ pātu lokarakṣārthasambhavaḥ || 7||

Nachdem man ihn im Lotus des eigenen Herzens wohnen lässt, spreche man den Kavacha. Narasimha, der zum Schutz der Welt erschienen ist, behüte meinen Kopf.

8
sarvago'pi stambhavāsaḥ bhālaṃ me rakṣatu dhvanim |
nṛsiṃho me dṛśau pātu somasūryāgnilocanaḥ || 8||

Obwohl er allgegenwärtig ist, wohnt er in der Säule: Er schütze meine Stirn und meine Stimme. Narasimha, dessen Augen Mond, Sonne und Feuer sind, behüte meine Augen.

9
smṛtiṃ me pātu nṛharirmunivaryastutipriyaḥ |
nāsaṃ me siṃhanāsastu mukhaṃ lakṣmīmukhapriyaḥ || 9||

Nrihari, dem das Lob der vortrefflichen Weisen lieb ist, behüte mein Gedächtnis. Der Löwennasige schütze meine Nase; der Lakshmis Antlitz liebt, meinen Mund.

10
sarvavidyādhipaḥ pātu nṛsiṃho rasanāṃ mama |
vaktraṃ pātvinduvadanaṃ sadā prahlādavanditaḥ || 10||

Narasimha, der Herr aller Wissenschaften, schütze meine Zunge; der Mondgesichtige, den Prahlada beständig verehrt, behüte mein Gesicht.

11
nṛsiṃhaḥ pātu me kaṇṭhaṃ skandhau bhūbharāntakṛt |
divyāstraśobhitabhujo nṛsiṃhaḥ pātu me bhujau || 11||

Narasimha schütze meinen Hals; der die Last der Erde beendet, meine Schultern. Narasimha, dessen Arme von göttlichen Waffen geschmückt sind, behüte meine Arme.

12
karau me devavarado nṛsiṃhaḥ pātu sarvataḥ |
hṛdayaṃ yogisādhyaśca nivāsaṃ pātu me hariḥ || 12||

Narasimha, der den Göttern Segen gewährt, schütze meine Hände von allen Seiten. Den durch Yoga Erreichbaren bitte ich um Schutz für mein Herz und Hari um Schutz für meine Wohnung.

13
madhyaṃ pātu hiraṇyākṣavakṣaḥkukṣividāraṇaḥ |
nābhiṃ me pātu nṛhariḥ svanābhi brahmasaṃstutaḥ || 13||

Der Hiranyakshas Brust und Leib aufriss, behüte meine Körpermitte. Nrihari, den Brahma aus seinem Nabel preist, schütze meinen Nabel.

14
brahmāṇḍakoṭayaḥ kaṭyāṃ yasyāsau pātu me kaṭim |
guhyaṃ me pātu guhyānāṃ mantrāṇāṃ guhyarūpadṛk || 14||

Er, an dessen Hüfte Millionen Welten ruhen, schütze meine Hüfte. Der die geheime Gestalt der geheimen Mantras schaut, behüte meinen verborgenen Körperbereich.

15
ūrū manobhavaḥ pātu jānunī nararūpadhṛk |
jaṅghe pātu dharābhārahartā yo'sau nṛkesarī || 15||

Der aus dem Geist Hervorgehende schütze meine Oberschenkel, der Menschengestalt Tragende meine Knie. Der Menschenlöwe, der die Last der Erde nimmt, behüte meine Unterschenkel.

16
surarājyapradaḥ pātu pādau me nṛharīśvaraḥ |
sahasraśīrṣā puruṣaḥ pātu me sarvaśastanum || 16||

Nrihari, der den Göttern ihre Herrschaft gewährt, schütze meine Füße. Der tausendhäuptige Purusha behüte meinen Leib in jeder Hinsicht.

17
mahograḥ pūrvataḥ pātu mahāvīrāgrajo'gnitaḥ |
mahāviṣṇurdakṣiṇe tu mahājvālastu nairṛtau || 17||

Der überaus Gewaltige schütze mich im Osten; der den großen Helden vorangeht, im Südosten. Mahavishnu schütze mich im Süden, der mächtig Flammende im Südwesten.

18
paścime pātu sarveśo diśi me sarvatomukhaḥ |
nṛsiṃhaḥ pātu vāyavyāṃ saumyāṃ bhūṣaṇavigrahaḥ || 18||

Der Herr aller behüte mich im Westen, er, dessen Gesicht überallhin gewandt ist. Narasimha schütze mich im Nordwesten; der von geschmückter Gestalt im Norden.

19
īśānyāṃ pātu bhadro me sarvamaṅgaladāyakaḥ |
saṃsārabhayataḥ pātu mṛtyormṛtyurnṛkesarī || 19||

Der Segensreiche, der alles Gute gibt, behüte mich im Nordosten. Der Menschenlöwe, der Tod des Todes, schütze mich vor der Furcht des Daseinskreislaufs.

Die Verheißung und ihre verschiedenen Anwendungen hören
Die nun folgende Phalashruti enthält auch die konkrete Schreib- und Trageanweisung. Sie nennt außerdem eigene Rezitations-, Asche- und Wasseranwendungen. Diese sind im Text erhalten, gehören aber nicht zu den Voraussetzungen des hier beschriebenen Tragerituals.

20
idaṃ nṛsiṃhakavacaṃ prahlādamukhamaṇḍitam |
bhaktimān yaḥ paṭhennityaṃ sarvapāpaiḥ pramucyate || 20||

Wer hingebungsvoll täglich diesen Narasimha-Kavacha spricht, der durch Prahladas Mund verherrlicht wurde, wird nach seiner Verheißung von allen Verfehlungen frei.

21
putravān dhanavān loke dīrghāyurupajāyate |
yaṃ yaṃ kāmayate kāmaṃ taṃ taṃ prāpnotyasaṃśayam || 21||

Er wird mit Kindern, Wohlstand und langem Leben gesegnet; was immer er sich wünscht, wird ihm nach der Verheißung zweifellos zuteil.

22
sarvatra jayamāpnoti sarvatra vijayī bhavet |
bhūmyantarīkṣadivyānāṃ grahāṇāṃ vinivāraṇam || 22||

Er erlangt überall Sieg und überwindet die bedrängenden Mächte der Erde, des Zwischenraums und des Himmels.

23
vṛścikoragasambhūta viṣāpaharaṇaṃ param |
brahmarākṣasayakṣāṇāṃ dūrotsāraṇakāraṇam || 23||

Der Text preist den Kavacha als Mittel gegen Skorpion- und Schlangengift und zur Vertreibung von Brahmarakshasas und Yakshas.

24
bhūrje vā tālapatre vā kavacaṃ likhitaṃ śubham |
karamūle dhṛtaṃ yena sidhyeyuḥ karmasiddhayaḥ || 24||

Wer diesen segensreichen Kavacha auf Birkenrinde oder Palmblatt geschrieben am Handgelenk trägt, dessen Vorhaben mögen gelingen.

25
devāsuramanuṣyeṣu svaṃ svameva jayaṃ labhet |
ekasandhyaṃ trisandhyaṃ vā yaḥ paṭhenniyato naraḥ || 25||

Unter Göttern, Dämonen und Menschen wird ihm sein eigener Sieg zuteil. Wer ihn beherrscht und gesammelt zu einer oder zu drei Tagesübergangszeiten liest –

26
sarvamaṅgalamāṅgalyaṃ bhuktiṃ muktiṃ ca vindati |
dvātriṃśatisahasrāṇi yaḥ paṭhet śuddhamānasaḥ || 26||

erlangt höchstes Heil, Lebensfreude und Befreiung. Wer ihn mit reinem Geist zweiunddreißigtausendmal liest –

27
kavacasyāsya mantrasya mantrasiddhiḥ prajāyate |
anena mantrarājena kṛtvā bhasmābhimantraṇam || 27||

erlangt die Wirksamkeit dieses Kavacha-Mantras. Nachdem man mit diesem König der Mantras heilige Asche besprochen hat –

28
tilakaṃ vinyasedyastu tasya grahabhayaṃ haret |
trivāraṃ japamānastu dattaṃ vāryabhimantrya ca || 28||

und damit ein Stirnzeichen setzt, soll die Furcht vor bedrängenden Mächten weichen. Wer dreimal rezitiert, Wasser bespricht und reicht –

29
prāśayedyo naro mantraṃ nṛsiṃhadhyānamācaret |
tasya rogāḥ praṇaśyanti ye ca syuḥ kukṣisambhavāḥ || 29||

und Narasimha dabei vergegenwärtigt, dessen Krankheiten, auch die im Leib entstandenen, sollen nach der Verheißung vergehen.

30
kimatra bahunoktena nṛsiṃhasadṛśo bhavet |
manasā cintitaṃ yattu sa taccāpnotyasaṃśayam || 30||

Was wäre noch viel zu sagen? Er wird Narasimha ähnlich; was er im Herzen erwägt, erlangt er nach der Verheißung gewiss.

31
garjantaṃ garjayantaṃ nijabhujapaṭalaṃ sphoṭayantaṃ haṭhantaṃ
dīpyantaṃ tāpayantaṃ divi bhuvi ditijaṃ kṣepayantaṃ kṣipantam |
krandantaṃ roṣayantaṃ diśi diśi satataṃ saṃharantaṃ bharantaṃ
vīkṣantaṃ ghūrṇayantaṃ śaranikaraśatairdivyasiṃhaṃ namāmi || 31||

Ich verneige mich vor dem göttlichen Löwen: Er brüllt und lässt brüllen, lässt die Schar seiner Arme krachen und drängt unwiderstehlich vor; er leuchtet, erhitzt, schleudert die Dämonen im Himmel und auf Erden fort; er ruft laut, entfacht Zorn, vernichtet und erhält beständig in jeder Richtung; er schaut und wirbelt mit Hunderten von Pfeilscharen.

Abschluss und Vertiefung

3. Die Abschrift am Handgelenk anlegen

Falte oder rolle die abgeschlossene Schrift vorsichtig und schütze sie nach Bedarf durch eine weiche Hülle. Befestige sie bequem am Handgelenk. Die Quelle legt weder eine Körperseite noch eine Knotenanzahl oder eine zusätzliche Bindungsformel fest. Verneige dich vor Narasimha und verweile einen Moment im Vertrauen auf seine Gegenwart.

Zur Vertiefung kannst du den Kavacha täglich an einem Tagesübergang oder an allen drei Tagesübergängen rezitieren. Die im Text genannte große Wiederholungszahl gehört zur gesonderten Mantra Siddhi und ist keine Anlegebedingung. Bewahre die Schrift respektvoll auf, wenn du sie ablegst.

Die Heil- und Schutzverheißungen sind Aussagen der religiösen Überlieferung. Das Tragen des Gebets ersetzt weder die Behandlung einer Krankheit noch medizinische Hilfe bei einem giftigen Biss oder Stich. Der Sanskrittext nennt in Vers 13 Hiranyaksha; bekannter ist die Erzählung von Narasimhas Sieg über Hiranyakashipu. Der Name der vorliegenden Gebetsfassung bleibt erhalten.

Devanagari-Rezitation

Die folgende Fassung enthält sämtliche Sanskrittexte der Durchführung.

नृसिंहकवचं वक्ष्ये प्रह्लादेनोदितं पुरा ।
सर्वरक्षाकरं पुण्यं सर्वोपद्रवनाशनम् ॥ १॥

सर्व सम्पत्करं चैव स्वर्गमोक्षप्रदायकम् ।
ध्यात्वा नृसिंहं देवेशं हेमसिंहासनस्थितम् ॥ २॥

विवृतास्यं त्रिनयनं शरदिन्दुसमप्रभम् ।
लक्ष्म्यालिङ्गितवामाङ्गं विभूतिभिरुपाश्रितम् ॥ ३॥

चतुर्भुजं कोमलाङ्गं स्वर्णकुण्डलशोभितम् ।
सरोजशोभितोरस्कं रत्नकेयूरमुद्रितम् ॥ ४॥

तप्तकाञ्चनसंकाशं पीतनिर्मलवाससम् ।
इन्द्रादिसुरमौलिस्थस्फुरन्माणिक्यदीप्तिभिः ॥ ५॥

विराजितपदद्वन्द्वं शङ्खचक्रादि हेतिभिः ।
गरुत्मता च विनयात् स्तूयमानं मुदान्वितम् ॥ ६॥

स्वहृत्कमलसंवासं कृत्वा तु कवचं पठेत् ।
नृसिंहो मे शिरः पातु लोकरक्षार्थसम्भवः ॥ ७॥

सर्वगोऽपि स्तम्भवासः भालं मे रक्षतु ध्वनिम् ।
नृसिंहो मे दृशौ पातु सोमसूर्याग्निलोचनः ॥ ८॥

स्मृतिं मे पातु नृहरिर्मुनिवर्यस्तुतिप्रियः ।
नासं मे सिंहनासस्तु मुखं लक्ष्मीमुखप्रियः ॥ ९॥

सर्वविद्याधिपः पातु नृसिंहो रसनां मम ।
वक्त्रं पात्विन्दुवदनं सदा प्रह्लादवन्दितः ॥ १०॥

नृसिंहः पातु मे कण्ठं स्कन्धौ भूभरान्तकृत् ।
दिव्यास्त्रशोभितभुजो नृसिंहः पातु मे भुजौ ॥ ११॥

करौ मे देववरदो नृसिंहः पातु सर्वतः ।
हृदयं योगिसाध्यश्च निवासं पातु मे हरिः ॥ १२॥

मध्यं पातु हिरण्याक्षवक्षःकुक्षिविदारणः ।
नाभिं मे पातु नृहरिः स्वनाभि ब्रह्मसंस्तुतः ॥ १३॥

ब्रह्माण्डकोटयः कट्यां यस्यासौ पातु मे कटिम् ।
गुह्यं मे पातु गुह्यानां मन्त्राणां गुह्यरूपदृक् ॥ १४॥

ऊरू मनोभवः पातु जानुनी नररूपधृक् ।
जङ्घे पातु धराभारहर्ता योऽसौ नृकेसरी ॥ १५॥

सुरराज्यप्रदः पातु पादौ मे नृहरीश्वरः ।
सहस्रशीर्षा पुरुषः पातु मे सर्वशस्तनुम् ॥ १६॥

महोग्रः पूर्वतः पातु महावीराग्रजोऽग्नितः ।
महाविष्णुर्दक्षिणे तु महाज्वालस्तु नैरृतौ ॥ १७॥

पश्चिमे पातु सर्वेशो दिशि मे सर्वतोमुखः ।
नृसिंहः पातु वायव्यां सौम्यां भूषणविग्रहः ॥ १८॥

ईशान्यां पातु भद्रो मे सर्वमङ्गलदायकः ।
संसारभयतः पातु मृत्योर्मृत्युर्नृकेसरी ॥ १९॥

इदं नृसिंहकवचं प्रह्लादमुखमण्डितम् ।
भक्तिमान् यः पठेन्नित्यं सर्वपापैः प्रमुच्यते ॥ २०॥

पुत्रवान् धनवान् लोके दीर्घायुरुपजायते ।
यं यं कामयते कामं तं तं प्राप्नोत्यसंशयम् ॥ २१॥

सर्वत्र जयमाप्नोति सर्वत्र विजयी भवेत् ।
भूम्यन्तरीक्षदिव्यानां ग्रहाणां विनिवारणम् ॥ २२॥

वृश्चिकोरगसम्भूत विषापहरणं परम् ।
ब्रह्मराक्षसयक्षाणां दूरोत्सारणकारणम् ॥ २३॥

भूर्जे वा तालपत्रे वा कवचं लिखितं शुभम् ।
करमूले धृतं येन सिध्येयुः कर्मसिद्धयः ॥ २४॥

देवासुरमनुष्येषु स्वं स्वमेव जयं लभेत् ।
एकसन्ध्यं त्रिसन्ध्यं वा यः पठेन्नियतो नरः ॥ २५॥

सर्वमङ्गलमाङ्गल्यं भुक्तिं मुक्तिं च विन्दति ।
द्वात्रिंशतिसहस्राणि यः पठेत् शुद्धमानसः ॥ २६॥

कवचस्यास्य मन्त्रस्य मन्त्रसिद्धिः प्रजायते ।
अनेन मन्त्रराजेन कृत्वा भस्माभिमन्त्रणम् ॥ २७॥

तिलकं विन्यसेद्यस्तु तस्य ग्रहभयं हरेत् ।
त्रिवारं जपमानस्तु दत्तं वार्यभिमन्त्र्य च ॥ २८॥

प्राशयेद्यो नरो मन्त्रं नृसिंहध्यानमाचरेत् ।
तस्य रोगाः प्रणश्यन्ति ये च स्युः कुक्षिसम्भवाः ॥ २९॥

किमत्र बहुनोक्तेन नृसिंहसदृशो भवेत् ।
मनसा चिन्तितं यत्तु स तच्चाप्नोत्यसंशयम् ॥ ३०॥

गर्जन्तं गर्जयन्तं निजभुजपटलं स्फोटयन्तं हठन्तं
दीप्यन्तं तापयन्तं दिवि भुवि दितिजं क्षेपयन्तं क्षिपन्तम् ।
क्रन्दन्तं रोषयन्तं दिशि दिशि सततं संहरन्तं भरन्तं
वीक्षन्तं घूर्णयन्तं शरनिकरशतैर्दिव्यसिंहं नमामि ॥ ३१॥

Quellen und verwandte Artikel

Der Kolophon schreibt das Gebet dem Brahmanda Purana zu; die genaue Stelle in erhaltenen Purana-Ausgaben ist nicht gesichert.

Siehe auch: Narasimha, Prahlada, Kavacha, Dharana, Schutzritual.

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