Mrigendra Tantra 108 Verse für die spirituelle Praxis

Aus Yogawiki

Diese Auswahl aus dem Mrigendra Tantra lädt dazu ein, Erkenntnis, Hingabe und Sammlung gemeinsam zu betrachten. Die deutschen Übertragungen bewahren den Sinn vollständiger Originalstrophen und erläutern unvermeidliche Fachbegriffe sparsam. Zusammengehörige Gedanken können sich über mehrere aufeinanderfolgende Texte erstrecken. Die Auswahl richtet sich an Menschen, die ihren Yoga durch genaues Verstehen und Meditation vertiefen möchten. Sie folgt der Lehre des Shaiva Siddhanta; heutige Begleitmedien werden gesondert gekennzeichnet.

Die 108 Einträge sind vollständige Originalstrophen, keine neu verfassten Lehrsätze. Drei länger gebaute Originalpositionen enthalten je drei Halbverse; sie werden jeweils nur einmal gezählt. Die Aussagen über besondere Kräfte und rituelle Wirkungen gehören zur historischen Lehre. Die Voraussetzungen zusammenhängender Unterweisungen bleiben erhalten.

Mrigendra Tantra · Mrigendra Tantra Sanskrit Devanagari

Shiva als meditierender Herr; allgemeines Andachtsbild zur Hinführung an die Schrift.

108 Verse für die spirituelle Praxis

1. Shiva ist seit jeher ohne Makel. Er weiß alles und wirkt in allem. Von der einzelnen Seele, deren Zustand diesen Eigenschaften entgegengesetzt ist, nimmt er das Netz der Fesseln hinweg.

2. In diesem einen Lehrsatz fasste der Herr der Welt das große Tantra mit seinen drei Grundgegenständen und vier Abteilungen zusammen. Anschließend entfaltete er es wieder ausführlich.

3. Die Welt hervorbringen, erhalten und auflösen, verhüllen und befreien: Das sind seine Tätigkeiten. Man soll sie zusammen mit ihren Wirkfaktoren und Ergebnissen verstehen.

4. Der Weltenschöpfer muss die Vollkommenheit aus sich selbst besitzen. Hätte er sie erst erworben, müsste man immer weitere Ursachen annehmen – oder die Befreiung könnte ohne Ursache eintreten.

5. Bewusstsein ist Erkennen und Handeln. Beides ist dem Selbst jederzeit und in jeder Hinsicht eigen. Denn von seiner Freiheit wird gelehrt, dass sich sein Bewusstsein nach allen Seiten öffnet.

6. Dass dieses Bewusstsein trotz seines Vorhandenseins nicht hervorleuchtet, lässt seine Hemmung erkennen. Weil die Seele sich nicht selbst aus ihr löst, steht sie unter dem Herrn, dessen Kraft unverhüllt ist.

7. Verhüllung, die Macht des Herrn, Karma und die Weltgrundlage Maya mit ihren Hervorbringungen: So lässt sich das vierfache Fesselnetz zusammenfassen. Mit diesen Namen sind seine Wirkweisen zunächst nur bezeichnet.

8. Die drei Wirklichkeiten werden im Erkenntnisteil bestimmt. Wie dieses Wissen anzuwenden ist, erläutern die Abteilungen über Lebensführung, Yoga und rituelles Handeln.

9. Die Frucht seiner Anwendung ist Befreiung. Als begleitende Frucht kann auch Erfahrung und Genuss hinzukommen. Beide Früchte haben vielfältige höhere und niedere Formen.

10. Wir erkennen am Körper und an den anderen Dingen, dass sie Wirkungen sind. Daraus erschließen wir einen Schöpfer, dessen besondere Fähigkeiten ihnen entsprechen.

11. Auch im gewöhnlichen Leben zeigt sich: Eine besondere Wirkung setzt eine entsprechende Besonderheit ihrer Ursache voraus. Wie etwas entsteht, wie es beschaffen ist und wie weit es reicht, so muss seine Ursache sein. Die Ursache des Alls ist ewig, weil keine Zeit sie begrenzt, und allumfassend, weil sie auf keinen einzelnen Ort beschränkt ist.

12. Manches entsteht nacheinander, anderes zugleich. Die Ursache besitzt daher die Kraft zu beidem. Dem Schöpfer kommt auch ein Werkzeug zu; eine Tätigkeit ohne Werkzeug beobachten wir nicht.

13. Dieses Werkzeug erwirbt er nicht erst irgendwann: Die Folge seiner Wirkungen besteht ohne Anfang. Es ist nichts anderes als seine Kraft. Die Kraft eines bewussten Wesens ist selbst bewusst.

14. Für sein Erkennen gibt es keine Einschränkung der Gegenstände; darum ist sein Werkzeug eines. Dasselbe gilt für sein Wirken. Hervorbringen, Erhalten und die weiteren Weltvorgänge sind weder das Werk eines Samens noch der Urnatur oder der begrenzten Einzelseele.

15. Wenn diese anderen Möglichkeiten ausscheiden, bleibt der von Bindung freie große Herr als Ursache: Er ist Shiva. Dagegen wird eingewandt: Ein Schluss verliert doch seine Grundlage, wenn die Verbindung von Ursache und Wirkung zuvor nicht wahrgenommen wurde.

16. Diese Schwierigkeit hätte auch der Einwender: Der Rauch auf einem Berg ist nicht derselbe Rauch, den man in einer Küche gesehen hat. Ein weiterer Einwand lautet: Wir kennen Tätigkeit nur von verkörperten Wesen. Müsste der Herr dann nicht einen Körper wie wir besitzen?

17. Die Voraussetzungen eines solchen materiellen Körpers bestehen bei ihm nicht. Der Leib des Herrn besteht aus Kraft. Fünf Mantras, die seinen fünf Tätigkeiten dienen, bringen diesen Leib zum Ausdruck.

18. Isha, Tatpurusha, Aghora, Vama und Aja bezeichnen dabei sein Haupt und die weiteren Körperbereiche. Die höchste Eigenschaft, durch die er die ganze Welt regiert …

19. … heißt sein Haupt, weil sie die oberste Stellung einnimmt; sie ist kein körperliches Organ. Der Leib eines jeden Wesens ist eine Stadt, in der der Herr durch seine Kraft wohnt.

20. Weil er diese Stadt schützt und Erkenntnis in ihr aufleuchten lässt, wird sein Gesicht Tatpurusha genannt. Herz ist hier ein Name für Erkenntnis. Diese heißt bei ihm Aghora, die Nichtschreckliche, weil sie heilvoll ist.

21. Da der von ihm beauftragte Rudra schrecklich ist, nennt man auch den Herrn im übertragenen Sinn schrecklich. Vama heißt seine Kraft, weil sie die Seelen durch die drei weltlichen Ziele hinabstößt; ihrem Wesen nach ist sie verborgen. Diese höchste verborgene Kraft ist Vama. Deshalb sagt man, Vama sei sein Schamglied.

22. Auf seinen Willen hin entstehen die Körper der Seelen sogleich: Darum heißt er Sadyo, der Sogleich-Wirkende. Oder er gibt den Yogins sogleich ihre Körper. Wenn man Sadyo seine Gestalt nennt, ist die Schnelligkeit seines Wirkens gemeint; seine eigene Gestalt entsteht nicht erst plötzlich.

23. Obwohl der Herr keinen solchen Körper besitzt, erfüllt seine Kraft dessen Aufgaben. Darum spricht man von ihr mit Körperbezeichnungen. Auch Namen wie Vama kennzeichnen nach den Weisen Unterschiede ihres Wirkens.

24. Wenn die Verunreinigung und die hemmende Kraft ihre Herrschaft verlieren und von der Seele weichen, lässt Shiva, der Freund der Welt, ihr unbegrenztes Erkennen und Wirken offenbar werden.

25. Wen er während der Weltenruhe befreit, der wird unmittelbar zu einem Shiva. Auch beim Auflösen oder Entstehen der Welt ist dies möglich; doch können die Seelen dabei auch als Einzelseelen oder als Herren eingesetzt werden.

26. Kommt seine Kraft auf verkörperte Wesen herab, um sie aus der Bindung zurückzuführen, so zeigt sich dies in einem lebhaften Verlangen nach Freiheit und in der Abkehr vom Verbleiben im Daseinskreislauf …

27. … ebenso in Hingabe an Shivas Verehrer und in Vertrauen zur Ordnung seiner Lehre. Daran können auch Menschen mit wenig feinem Verständnis erkennen, dass noch eine Ursache ihrer Bindung verblieben ist.

28. Weil der Herr alles wirkt, weiß er alles, einschließlich der Mittel, ihrer Bestandteile und ihrer Früchte. Denn wer etwas hervorbringt, bringt das hervor, was er kennt.

29. Sein Wissen ist von keiner Hülle verdeckt und braucht kein Mittel, das es erst zum Vorschein bringt. Deshalb ist es frei von Zweifel und wird niemals verkehrt.

30. Anders ist es bei Erkenntnissen, die von den Kräften der Verunreinigung verhüllt sind: Sie brauchen ein Mittel, um hervorzutreten. Weil sie davon abhängen, können sie auch beeinträchtigt werden.

31. Shivas Wissen entsteht weder durch die Sinne noch durch Schlussfolgerung oder Worte. Es leuchtet aus sich, rein und zu jeder Zeit, über alle Dinge.

32. Dieses Wissen ist eines. Weil seine Gegenstände unendlich sind, entfaltet es dennoch unendlich viele Unterscheidungen. Sein Handeln ist von seinem Wissen nicht verschieden; deshalb lässt sich im übertragenen Sinn dieselbe Vielheit auch von seinem Handeln aussagen.

33. Nun ist das Selbst zu bestimmen, um dessentwillen die Welt besteht. Vieles davon wurde bereits bei der Darlegung des Herrn gesagt; dennoch wird es hier nochmals ausdrücklich zusammengefasst.

34. Die Erde und die übrigen Weltbestandteile sind Wirkungen des Herrn. Sie dienen nicht dem Nutzen ihres Schöpfers, und weil sie unbewusst sind, bestehen sie auch nicht um ihrer selbst willen. Angesichts der Erhabenheit ihres Schöpfers können sie ebenso wenig zwecklos sein.

35. Es bleibt also: Die Welt besteht für einen anderen. Dieser von Schöpfer und Wirkung verschiedene Andere ist das Selbst, der Kenner des Feldes. Einwand: Könnte mit diesem anderen nicht einfach der Körper gemeint sein, dem Erde und die übrigen Dinge dienen?

36. Antwort: Gerade der Körper besteht ebenfalls für einen anderen, weil er unbewusst ist. Einwand: Wenn er aber selbst bewusst wäre? Antwort: Das kann er nicht sein, denn er verändert sich und wird erfahren.

37. An Tüchern und ähnlichen Dingen sehen wir: Was sich verändert und erfahren wird, ist ohne Bewusstsein. Einwand: Gehört Bewusstsein nicht zum Körper, weil es mit ihm vorhanden ist? Antwort: Nein; auch ein Leichnam ist als Körper vorhanden, ohne dass Bewusstsein in ihm erscheint.

38. Einwand: Vielleicht entsteht Bewusstsein aus einer besonderen Umwandlung des Körpers. Antwort: Dann gäbe es keine Erinnerung. Erinnerung aber ist sicher bezeugt. Also gibt es einen Erinnernden, der vom Körper verschieden ist.

39. Das Selbst ist allgegenwärtig, dauerhaft und bewusst; es ist nicht ein einziges Selbst in allen Wesen. Es kann handeln, und sein Bewusstsein ist kein fremder Zusatz. Denn die Überlieferung lehrt sein Shiva-Sein, sobald seine Fesseln enden.

40. Nun werden die Fesseln, angefangen beim Nichtwissen, knapp erklärt. Wenn sie weichen, werden die Einzelseelen zu Herren der Welt.

41. Gäbe es keine Fesseln, wodurch wäre dann die Abhängigkeit der Seele bedingt? Wäre Abhängigkeit ihre eigene Natur, könnte man von den Befreiten nicht mehr sinnvoll sagen, sie seien befreit.

42. Wir sehen: Wer ungebunden ist, bestimmt selbst; wer gebunden ist, wird bestimmt. Darin besteht der Unterschied zwischen Gebundenheit und Freiheit.

43. Gebundensein bedeutet diese Abhängigkeit. Wäre sie so ewig wie das Bewusstsein und die anderen Wesenseigenschaften, wären alle Mittel zur Befreiung vergeblich. Diese Auffassung ist deshalb aufzugeben.

44. Die Seele ist ein unvergänglicher, allgegenwärtiger Schatz an Bewusstseinskraft. Dass sie dennoch zur Erfüllung ihrer Ziele nach einer Kraft des gebundenen Zustands oder Shivas sucht, wäre ohne eine Verhüllung nicht zu erklären.

45. Diese Verhüllung bleibt den gebundenen Seelen verborgen. In Shivas fünfströmiger Lehre trägt sie viele Namen:

46. Gebundensein, Nebel der Seele, Tod, Betäubung, Befleckung, dunkler Überzug, Nichtwissen, Hülle, Krankheit, Ermattung, Wurzel des Übels und Nacht – und weitere.

47. Für alle Wesen ist die Verhüllung eine einzige: anfangslos, dicht und ausgedehnt. Ihre Kräfte aber sind viele. Sie wirken in den einzelnen Seelen und weichen jeweils, wenn ihre eigene Wirkungszeit endet.

48. Die Verhüllung ist ohne Anfang. Wäre sie später entstanden, müsste es eine Ursache dafür geben. Könnte sie ursachlos entstehen, könnte sie auch die schon Befreiten wieder hemmen. Dann wäre jedes Bemühen um Befreiung vergeblich.

49. Die Verunreinigung selbst ist eine, denn eine Vielheit dieser Art hätte einen Ursprung. Ihre Kräfte hingegen sind zahlreich: Wir sehen, dass nicht alle Seelen gleichzeitig frei werden.

50. Die heilvolle Kraft des großen Herrn schenkt allen Gnade. Nur weil sie auch die hemmende Tätigkeit jener Kräfte trägt, spricht man im übertragenen Sinn von ihr als einer Fessel.

51. Sie verwandelt diese Kräfte, bis deren Hemmung endet. Wenn sie die Seele durch den Erkenntnisglanz der Sonne des Hauptes sich öffnen lässt, wird sie die Gnade schenkende Kraft genannt.

52. Weil der große Herr überall gegenwärtig ist, kann sein Lenken durch nichts gehemmt werden. Wo etwas zu tun ist, bleibt er nicht untätig.

53. Einem Wesen Gnade zu erweisen bedeutet, seine jeweilige Eigenschaft zu tragen. Es gibt bei niemandem und nichts eine Eigenschaft, deren Wirken nicht vom Herrn getragen wird.

54. Die Seele empfängt Gnade, wenn ihr verhüllender Nebel seine Macht verloren hat. Auch die Fesseln werden gefördert, denn ihre Tätigkeit ist auf dieses Ziel ausgerichtet.

55. Wenn die Herrschaft der Verunreinigung endet und die Hemmung weicht, werden beide Eigenschaften unterstützt: das Erkennen der Seele und die Fähigkeit der Fesseln, sich zu wandeln.

56. So lässt sich die gleichzeitige Förderung durch die Abfolge ihrer Vorgänge verstehen. Damit ist auch die Förderung von Maya und Karma erklärt, solange sie noch wirksam sind.

57. Für die Verbindung des Bewusstseins mit den Sinnen, dem Körper und den Erfahrungsgegenständen lässt sich eine Ursache erschließen. Diese Verbindung tritt erst hinzu; was neu hinzutritt, entsteht nicht ohne Ursache.

58. Die Verbindung ist örtlich begrenzt, verschiedenartig und vergänglich. Sie ist jeder Seele eigens zugeordnet und setzt sich in einer Folge fort. Entsprechend müssen auch die Eigenschaften ihrer Ursache sein.

59. Diese Ursache hängt vom Herrn, vom Nichtwissen und weiteren Bedingungen ab; deshalb ist sie eine mitwirkende Ursache. Sie entsteht durch Tätigkeit und heißt darum Karma, das Getane. Wegen ihrer Feinheit nennt man sie das Ungesehene.

60. Karma bringt hervor und erhält; seine Früchte werden erfahren. Es entsteht durch drei Mittel: Denken, Sprechen und körperliches Handeln. Weil wahrhaftiges oder unwahrhaftiges Handeln seine Quelle ist, erscheint es als Verdienst oder Verfehlung.

61. Während der Weltenruhe reift das Karma. Bei der Schöpfung wird es wirksam, und am Ende bleibt es in Maya bestehen. Solange seine Früchte nicht erfahren wurden, vergeht es nicht.

62. Dieses anfangslose Karma setzt die Bereiche von Maya bis zur Zeit in Bewegung. Auch wenn es Gutes zur Entfaltung bringt, hemmt es: Selbst gutes Karma bewirkt noch keine Befreiung.

63. Hinter jeder Tätigkeit jedes Menschen steht zu jeder Zeit eine Vorstellung von Glück. Aus der Tätigkeit selbst können dann Glück, Leid oder Verwirrung hervorgehen.

64. Damit ist dir die unvergleichliche Verehrung des Herrn in Kürze erklärt, auf dem die Erhaltungsmacht vom Auflösungsfeuer bis hinauf zu Ananta beruht. Lassen wir ihre anderen Früchte vorerst beiseite: Der Verehrer erlangt schon unmittelbar Gleichheit mit dem Herrn, indem er der zu verwirklichenden Gottheit gleich wird.

65. Solange die Wurzel des Karmas lebendig bleibt, wird es nur bis zur nächsten Schöpfung gehemmt. Was aus einer Wurzel lebt, endet erst dann vollständig, wenn diese Wurzel zerstört ist.

66. Der Lehrer vollzieht die Reinigung, durch die das Fesselgeflecht im Bewusstsein seine Macht verliert. Durch das Durchtrennen der Fesseln soll er das eigene Licht des Bewusstseins zum Leuchten bringen.

67. Diese höchste Reinigung macht die Kraft der Seele vollständig offenbar. Zuvor muss die Ablösung geschehen: Sie bereitet die Seele für das Durchtrennen ihrer Fesseln vor.

68. Eine Schnur lässt sich gezielt durchschneiden, wenn sie von dem, was sie bindet, abgehoben wurde. Bleibt sie damit ungetrennt verbunden, ist das nicht möglich. Darum ist die vorausgehende Ablösung sinnvoll.

69. Die Ablösung gehört zu dieser umfassenden Reinigung als eines ihrer Glieder. Wenn die Schrift vom Durchtrennen der Fesseln spricht, kann sie damit nicht zugleich die Aufhebung ihrer gesamten Wirksamkeit meinen.

70. Einweihung, höchste Ablösung, Durchtrennen der Fesseln, Hemmung, höchste Reinigung, Kraft, Offenbarwerden, Befreiung und höchste Läuterung …

71. … sind in den von Shiva verkündeten Tantras gleichbedeutende Benennungen, o Weiser. Bleibt diese Reinigung innerhalb der Einweihung unvollständig, bringt sie dem Bewusstsein keine Frucht.

72. Wie beim Kochen und anderen Vorgängen kann etwas unvollständig bleiben, weil es eine Handlung ist. Doch auch das geschieht nicht ohne Ursache. Diese Ursache ist Shivas Wille; bei einer dafür reifen Seele aber wird dieser Wille nicht beeinträchtigt.

73. Der Lehrer und alle anderen, die höhere Stufen erreichen wollen, sollen sich bewusst machen: Ohne Selbstbeherrschung ist die eigene Aufgabe nur schwer zu erfüllen. Deshalb sollen sie daran arbeiten, ihrer selbst mächtig zu werden.

74. Solche Selbstbeherrschung macht den Yogin aus. Sie wird möglich, wenn die Sinne gemeistert sind. Durch Atemlenkung und die weiteren Übungen geschieht dies allmählich, Schritt für Schritt.

75. Atemlenkung, Rücknahme der Sinne, Konzentration, Meditation, prüfende Einsicht, Mantrawiederholung und Versenkung sind die sieben Glieder. Yoga selbst ist als das Ganze, das diese Glieder trägt, das achte.

76. Der Lebensatem ist der bereits beschriebene Lebenswind. Ihn zu lenken bedeutet, ihn durch Ausströmen, Einziehen und Anhalten zu beanspruchen. Das beseitigt die Fehler der Sinne und des Wollens.

77. Danach soll das Denken, das den kleinen Freuden der Sinne nachgeht, zurückgenommen werden. Rücknahme bedeutet, es von allen Seiten vollständig abzuwenden.

78. So löst sich das Bewusstsein von der Verbindung mit den Sinnesgegenständen. Das Denken wird fähig, an einem selbst gewählten Ort gesammelt zu bleiben.

79. Bei diesem Gegenstand zu verweilen und über ihn nachzusinnen heißt Meditation. Dies wurde schon mehrfach gelehrt. Wird daraus ein einziger ununterbrochener Strom, heißt es Versenkung.

80. Den Mantra auszusprechen heißt Wiederholung: Dadurch, o Weiser, wird das Gegenüber der Meditation gegenwärtig. Prüfende Einsicht ist das genaue Betrachten, das unmittelbar auf die gedankliche Unterscheidung des Gegenstandes folgt.

81. Durch diese Einsicht versteht der Übende, welche Stufe er verlassen und welche er annehmen soll, was sie unterstützt, was ihr entgegenwirkt und was wiederum dieses Entgegenwirkende stärkt …

82. … dann werden die Kräfte des Yogin, der sich um die Glieder einzeln oder gemeinsam bemüht hat, strahlend wie Sonnenlicht und durchdringen das All.

83. Ein Zeitmaß entspricht zwölf kreisenden Bewegungen um das Knie. Atemlenkung, die mit Meditation und Mantrawiederholung verbunden ist, heißt Atemlenkung mit innerem Gehalt. Bei der anderen fehlen diese beiden.

84. Die Atemlenkung mit innerem Gehalt festigt das Denken auf eine Weise, die die andere nicht erreicht. Morgens tilgt sie die Verfehlungen der Nacht, am Tagesende die Verfehlungen des Tages.

85. Auch ohne inneren Gehalt besänftigt sie die Unruhe der davoneilenden Sinnesgötter. Als hätte er an allen heiligen Badeorten gebadet und die Weihe zu allen Opfern empfangen, gilt derjenige …

86. … der diese Atemlenkung mit innerem Gehalt beständig übt; seinen Ahnen wird er zum rettenden Boot. Er soll über den Gott jenseits des gesamten Weltweges meditieren und immer wieder den Mantra sprechen, der ihn bezeichnet …

87. … oder über die Weltprinzipien, angefangen bei der Erde, beziehungsweise über sie als von seiner Gestalt durchwaltet. Denn ein unbewusstes Prinzip hilft nicht, selbst wenn es gemeistert wurde.

88. Was immer er anstrebt, soll er deshalb als Shivas Leib betrachten. Um die Konzentration, die weiteren Glieder und die Tätigkeiten des Lebenswindes zu vollenden …

89. … soll der Kundige mit unermüdlichem Geist Atemanhalten mit innerem Gehalt üben. Wird dabei das Denken für die zwölffache Zeit beständig festgehalten …

90. … so heißt dies Konzentration, weil es deren Vollendung ermöglicht. Die Bezeichnung meint das Verweilen; in übertragener Bedeutung kann sie auch den Ort dieses Verweilens nennen.

91. Shiva hat dieses Mittel nicht für Seelen gelehrt, die noch an ihrem Begehren hängen. Selbst die ganze Welt lässt sich nach und nach zum Gegenstand gesammelter Erkenntnis machen …

92. … wie viel eher eine vielfältige Gestalt, wenn man Selbstbeherrschung, Loslösung und Übung besitzt! Und wie könnte der Herr, der allem gegenwärtig ist, auf eine bestimmte Gestalt begrenzt sein …

93. … er, der immer und in jeder Weise allen Wesen hilfreich ist? Man bestimmt im eigenen Denken Ort, Gestalt und Ausmaß …

94. … und meditiert immer wieder über das, worin der Geist Ruhe findet. So wächst nach und nach eine Beständigkeit des Denkens, die besondere Fähigkeiten mit sich bringt …

95. … wenn die prägenden Kräfte der Übung sich öffnen und die Hindernisse beseitigt sind. Wer auf diese Weise richtig verweilt, ohne sich eine Gestalt vorzustellen …

96. … und ohne an irgendetwas zu denken, dem offenbart sich sein eigenes Wesen: unvergängliche Glückseligkeit, Erkennen und Wirken in Bezug auf alle Dinge.

97. Wer dies erreicht hat, gerät nicht erneut in die unheilvolle Verbindung mit Leiden. Es ist das Geheimnis unter allen Geheimnissen, von Vollendeten und Göttern gepriesen …

98. … das unmittelbare Schauen Shivas, von höchster läuternder Kraft. Anvertraut werden darf es weder jemandem, der erst kurz beim Lehrer gelebt hat, noch einem sehr Nachlässigen, einem Einsichtslosen, einem ohne asketische Disziplin oder einem, der Shiva nicht verehrt.

99. Durch diese Übung leuchtet er im Strahlennetz göttlicher Kräfte und durchwandert die gewünschten Welten. Zur rechten Zeit verlässt er den Körper, dessen nach außen gerichtete Sinnesströme still geworden sind. Als Wohnstatt wunderbaren Wirkens ruht er allein im eigenen Selbst.

100. Ist ein Anhänger Shivas von der Reise erschöpft, in Feindesgewalt geraten, krank oder von Hunger gequält, soll man alle eigenen Kräfte einsetzen, um ihm aus seiner Not zu helfen.

101. Ohne Neid soll der Lehrer den Sinn des Tantra angemessen erklären: für Shiva-Hingegebene, die auf rechte Weise leben. Dabei soll er die Überlieferung seiner Lehrer bewahren.

102. Auf gereinigtem Boden, außerhalb der Hörweite Uneingeweihter, nimmt er Platz. Er verehrt Shiva innerhalb der heiligen Umgrenzung, den Herrn, dessen Gestalt der Urlaut ist …

103. … ebenso den Herrn der Scharen, seinen Lehrer und die zur Handlung gehörenden Geräte. Das Buch mit seiner sorgfältig gesicherten Bindeschnur legt er auf eine passende Unterlage …

104. … und spricht zum vorbereiteten Schüler: „Mein Lieber, lies!“ Nach Osten oder Norden blickend beginnt der Lehrer die Erklärung. Zuerst legt er den Überlieferungszusammenhang, das Thema und den Zweck dar.

105. Er nennt den Lehrstrom, seine Nebenströme, deren Unterteilungen und Zahl. Auch seinen eigenen Lehrer nennt er, damit Vertrauen in die Lehre entsteht. Verschweigt er ihn, gilt er als Dieb.

106. Ein Lehrer soll sich kein schlechtes Verhalten aneignen. Denn die Missachtung, die er dadurch auf sich zieht, trifft auch seine Mantrapraktizierenden und die anderen Schüler.

107. Die Schüler der Einweihungsstufen Putraka und Samayin stehen morgens auf und erfüllen ihre täglichen Pflichten. Sie verneigen sich vor dem Lehrer und führen mit seiner Erlaubnis die anstehenden Aufgaben aus.

108. Nach dem eigenen Studium hören sie die Erläuterung der Schrift. Beim Lehrer lebend vertrauen sie sich seiner Führung an und lassen Selbstüberhebung, Neid, Heuchelei und die Kette leidvoller Verstrickungen los.


Mantras aus dem Mrigendra Tantra

Es folgen zwölf eigenständige Rezitationseinträge: acht Mantras beziehungsweise Bījas und vier Gebete. Ihre Fundstellen stehen gesammelt im anschließenden Nachweisabschnitt.

Die Texte stehen in ihrem historischen Verehrungs- und Einweihungszusammenhang. Svāhā ist eine Opferbekräftigung; Bījas werden nicht als gewöhnliche Wörter übersetzt. Wo die Quelle nur einen Mantranamen oder unvollständige Bestandteile liefert, entsteht daraus hier keine freie Ergänzung. In den Formeln bleiben Sandhi und Lautzeichen erhalten; nur der äußere Zitat-Sandhi wird zur selbständigen Rezitation gelöst. Auflösungen des Praṇava und des ausdrücklich beschriebenen kṣa-Bīja sind ausgewiesen. Gebete erhalten keine unbelegte technische Mantraeigenschaft.

Shiva und Parvati. Das Andachtsbild begleitet die Lehre von Shakti als göttlicher Erkenntnis- und Wirkkraft.

Praṇava – Oṃ

oṃ

Bedeutung: Der heilige Urlaut; hier ein bezeichnender Mantra im Śiva-Ritual.

Bezug und Funktion: Shiva und die Bestandteile seines Verehrungssitzes. Bezeichnet unter anderem Trägerkräfte und Sitzbestandteile; beim Füllen eines gereinigten Gefäßes wird er gesprochen.

Rezitation im Textzusammenhang: Der Text nennt den Praṇava beziehungsweise Udgītha. Für das Gefäßfüllen belegt er ausdrücklich das Aussprechen; eine besondere Wiederholungszahl wird an dieser Stelle nicht genannt.

Aufgelöste Benennung Praṇava/Udgītha = Oṃ, durch den eingesehenen Kommentar bestätigt; keine Auflösung eines nur vermuteten Mantras.

Bīja der Ortshüter – Kṣaṃ

क्षं
kṣaṃ

Bedeutung: Ein Keimlaut für die Hüter der heiligen Bezirke; er besitzt hier keine gewöhnliche Satzübersetzung.

Bezug und Funktion: Kṣetrapālas, die Hüter des heiligen Ortes. Der Laut kṣa mit darüber gesetztem Bindu wird ausdrücklich als ihre Lautform genannt.

Rezitation im Textzusammenhang: Als Einzelbīja in der Mantraerschließung belegt. Der Grundtext gibt hier keine bestimmte Wiederholungszahl und fügt ihm kein Oṃ oder Namaḥ hinzu.

Explizite Lautanweisung aufgelöst: kṣa + Bindu = kṣaṃ; keine Ergänzung einer freien Mantraformel.

Anrufung des Feuers

अग्नये स्वाहा
agnaye svāhā

Bedeutung: Dem Feuer: Svāhā!

Bezug und Funktion: Agni, das rituell verehrte Feuer. Opferformel bei der Darstellung der beiden Augen des Feuers.

Rezitation im Textzusammenhang: Im Feuerweiheritual vom Lehrer gesprochen. Svāhā bezeichnet die Darbringung. Die anschließende Nennung Somas ist im Grundtext verkürzt und wird hier nicht zu einer zusätzlichen Formel ergänzt.

Direkt ausgeschriebene Formel; äußeren Zitat-Sandhi gelöst, keine zusätzlichen Bestandteile.

Bali-Mantra für Annahme und Schutz

स्कन्दोऽर्यमा जृम्भकश्च बलिपिच्छो ग्रहोत्तमाः ।
ये रुद्रा रौद्रकर्माणो रुद्रस्थाननिवासिनः ।
सौम्याश्चैव तु ये केचित्सौम्यस्थाननिवासिनः ।
मातरो रुद्ररूपाश्च गणानामधिपाश्च ये ।
विघ्नभूतास्तथा चान्ये दिविविदिक्षु समाश्रिताः ।
सर्वे सुप्रीतमनसः प्रतिगृह्णन्त्विमं बलिम् ।
सिद्धिं जुषन्तु नः क्षिप्रं भयेभ्यः पान्तु नित्यशः ॥
skando 'ryamā jṛmbhakaśca balipiccho grahottamāḥ /
ye rudrā raudrakarmāṇo rudrasthānanivāsinaḥ /
saumyāścaiva tu ye kecitsaumyasthānanivāsinaḥ /
mātaro rudrarūpāśca gaṇānāmadhipāśca ye /
vighnabhūtāstathā cānye divividikṣu samāśritāḥ /
sarve suprītamanasaḥ pratigṛhṇantvimaṃ balim /
siddhiṃ juṣantu naḥ kṣipraṃ bhayebhyaḥ pāntu nityaśaḥ //

Bedeutung: Skanda, Aryaman, Jṛmbhaka und Balipiccha, die vorzüglichsten ergreifenden Mächte; die Rudras mit wildem Wirken an Rudras Stätten; alle friedlichen Wesen an friedlichen Orten; die Mütter in Rudra-Gestalt, die Herren der Scharen und die übrigen Wesen, die Hindernisse hervorrufen und im Himmel und in den Zwischenrichtungen wohnen: Mögen sie alle diese Gabe mit erfreutem Herzen annehmen, uns rasch Gelingen gewähren und uns jederzeit vor Gefahren schützen!

Bezug und Funktion: Genannte göttliche und übermenschliche Wesen innerhalb des śivaitischen Rituals. Bittet um Annahme einer Bali-Gabe, Gelingen und Schutz.

Rezitation im Textzusammenhang: Der Grundtext bezeichnet die vollständige, hier bewahrte Folge ausdrücklich als Mantra. Ihr Kontext ist die vorbereitende Einweihungsverehrung mit Räucherwerk, Duftstoffen und Kränzen; sie ist kein Auftrag zur Schädigung. Eine zusätzliche Wiederholungszahl steht nicht bei dieser Formel.

Direkte Übernahme aller sieben Formelhalbverse; ohne den vorausgehenden Ritualsatz7.32a.

Darbringung für die Suṣumnā

सुषुम्नायै स्वाहा
suṣumnāyai svāhā

Bedeutung: Der Suṣumnā: Svāhā!

Bezug und Funktion: Suṣumnā, der mittlere innere Kanal. Begleitet drei Opfergaben nach Verehrung und ritueller Umhüllung der in die Initiationsschnur übertragenen Suṣumnā.

Rezitation im Textzusammenhang: Der Lehrer rezitiert gesammelt und leise. Die Nachbarstelle erklärt leise als einen schwachen, selbst hörbaren Laut. Die drei Opfergaben sind eine Vorschrift dieses Initiationszusammenhangs.

Direkte Grundtextformel. Ein Oṃ aus dem ausführlicheren Kommentarbeispiel wird nicht übernommen.

Darbringung für die gebundene Seele

स्वाहा पश्वात्मने
svāhā paśvātmane

Bedeutung: Svāhā für die gebundene Seele!

Bezug und Funktion: Die Seele des Initianden. Begleitet das rituelle Festhalten und Schützen der in der Schnur vergegenwärtigten Seele und ihres Weltkörpers.

Rezitation im Textzusammenhang: Formel des einweihenden Lehrers innerhalb der vorbereitenden Weihe. Eine eigene zusätzliche Zahl von Wiederholungen wird für diese Wortfolge nicht genannt.

Die Wortfolge Svāhā vor paśvātmane bleibt erhalten; kein zusätzliches Oṃ und keine Umstellung nach dem Kommentarbeispiel.

Verehrung der Schöpfungstätigkeit

ॐ सृष्टये नमः
oṃ sṛṣṭaye namaḥ

Bedeutung: Oṃ. Verehrung der Schöpfung!

Bezug und Funktion: Shivas Tätigkeit des Hervorbringens. Eröffnungsformel bei der Einsetzung der fünf göttlichen Tätigkeiten während der Lehrerweihe.

Rezitation im Textzusammenhang: Die ausgeschriebene erste Formel ist vollständig. Die übrigen Glieder des Zyklus stehen im Grundtext nur verkürzt; dieser Eintrag gibt deshalb keine vollständige Fünferfolge vor.

nama iti als im Zitat-Sandhi stehendes namaḥ iti aufgelöst; der Visarga ist die selbständige Wortform, kein zusätzliches Mantrawort.

Bali-Formel für den Ortshüter

ॐ क्षेत्रपालाय स्वाहा
oṃ kṣetrapālāya svāhā

Bedeutung: Oṃ. Dem Hüter des Ortes: Svāhā!

Bezug und Funktion: Kṣetrapāla, der Hüter des Ortes. Begleitet eine Bali-Gabe nach der abendlichen Rezitationszeit.

Rezitation im Textzusammenhang: Der Text nennt die Richtung Südwesten und zuvor dargebotenen Duftstoff und Räucherwerk. Es ist eine tägliche Observanz des Sādhaka; eine Wiederholungszahl wird hier nicht festgelegt.

Die Anweisung verlangt Oṃ ausdrücklich als Vorsatz; die Zusammensetzung ist vollständig durch den Grundtext belegt. Kein zusätzliches Bīja.

Bitte um Verzeihung

क्षमस्व
kṣamasva

Bedeutung: Verzeih!

Bezug und Funktion: Shiva beziehungsweise Caṇḍanātha im jeweiligen Abschlussritual. Gebetswort beim Entlassen der verehrten Gottheit.

Rezitation im Textzusammenhang: Der Lehrer verneigt sich beziehungsweise hat zuvor die Verehrung beendet. Die Bitte ist als kurzes Gebetswort belegt; eine besondere technische Mantraeigenschaft oder Wiederholungszahl wird ihr nicht zugeschrieben.

Direkt ausgeschriebene Formel; äußeren Zitat-Sandhi gelöst, keine zusätzlichen Bestandteile.

Bitte des neu geweihten Lehrers

अविघ्नमिदमस्तु मे
avighnamidamastu me

Bedeutung: Möge dies für mich ohne Hindernisse gelingen.

Bezug und Funktion: Die neu übernommene Aufgabe des Lehrers. Der neu Geweihte spricht die Bitte nach Opfer und Verneigung.

Rezitation im Textzusammenhang: Dies bezeichnet im Zusammenhang das anvertraute Amt. Es handelt sich um ein Gebet; eine technische Bīja-Bedeutung oder feste Wiederholungszahl ist nicht angegeben.

Direkt ausgeschriebene Formel; äußeren Zitat-Sandhi gelöst, keine zusätzlichen Bestandteile.

Bitte für den Sādhaka

अस्त्वयमिष्टार्थसिद्धिभाक् साधकः प्रभो
astvayamiṣṭārthasiddhibhāk sādhakaḥ prabho

Bedeutung: Herr, möge dieser Sādhaka sein erstrebtes Ziel erreichen.

Bezug und Funktion: Der zur besonderen Mantrapraxis eingesetzte Sādhaka. Der Guru stellt den Übenden dem Herrn vor und erbittet sein Gelingen.

Rezitation im Textzusammenhang: Gebet des Gurus im Weiheverfahren. Sein Wortlaut enthält keine schädigende Zielhandlung und keine eigene Wiederholungszahl.

Direkt ausgeschriebene Formel; äußeren Zitat-Sandhi gelöst, keine zusätzlichen Bestandteile.

Bitte um Gelingen durch Gnade

सिद्धिर्ममाविघ्ना प्रसादादस्तु ते हर
siddhirmamāvighnā prasādādastu te hara

Bedeutung: Hara, möge mein Gelingen durch deine Gnade ohne Hindernisse sein.

Bezug und Funktion: Shiva als Hara, dessen Gnade erbeten wird. Antwortgebet des Sādhaka nach der Bitte des Gurus.

Rezitation im Textzusammenhang: Der Übende hat sich mit dem Haupt auf dem Boden verneigt. Der Text gibt für diese Bitte keine besondere Wiederholungszahl an.

Direkt ausgeschriebene Formel; äußeren Zitat-Sandhi gelöst, keine zusätzlichen Bestandteile.

Nachweise und Konkordanz

Die 108 Originalstrophen

VP, KP, YP und CP bezeichnen die vier Abteilungen Vidyā, Kriyā, Yoga und Caryā. Jede Auswahlzeile entspricht genau einer vollständigen Originalposition; auch drei Halbverse unter einer Nummer bleiben eine Strophe. Die Quellenangaben führen zu denselben Grundausgaben wie im Hauptartikel.

Auswahl Originalstelle und Hauptausgabe Quelle
1 VP 2.1 KSTS 50 (1930); Druck S. 48; PDF S. 77
2 VP 2.2 KSTS 50 (1930); Druck S. 52; PDF S. 81
3 VP 2.3 KSTS 50 (1930); Druck S. 53; PDF S. 82
4 VP 2.4 KSTS 50 (1930); Druck S. 53; PDF S. 82
5 VP 2.5 KSTS 50 (1930); Druck S. 55; PDF S. 84
6 VP 2.6 KSTS 50 (1930); Druck S. 55; PDF S. 84
7 VP 2.7 KSTS 50 (1930); Druck S. 57; PDF S. 86
8 VP 2.8 KSTS 50 (1930); Druck S. 58; PDF S. 87
9 VP 2.9 KSTS 50 (1930); Druck S. 59; PDF S. 88
10 VP 3.1 KSTS 50 (1930); Druck S. 98; PDF S. 127
11 VP 3.2 KSTS 50 (1930); Druck S. 104, 105; PDF S. 133, 134
12 VP 3.3 KSTS 50 (1930); Druck S. 105, 106; PDF S. 134, 135
13 VP 3.4 KSTS 50 (1930); Druck S. 106; PDF S. 135
14 VP 3.5 KSTS 50 (1930); Druck S. 107; PDF S. 136
15 VP 3.6 KSTS 50 (1930); Druck S. 107, 110; PDF S. 136, 139
16 VP 3.7 KSTS 50 (1930); Druck S. 111, 112, 113; PDF S. 140, 141, 142
17 VP 3.8 KSTS 50 (1930); Druck S. 113, 114; PDF S. 142, 143
18 VP 3.9 KSTS 50 (1930); Druck S. 114, 115; PDF S. 143, 144
19 VP 3.10 KSTS 50 (1930); Druck S. 115; PDF S. 144
20 VP 3.11 KSTS 50 (1930); Druck S. 115, 116; PDF S. 144, 145
21 VP 3.12 KSTS 50 (1930); Druck S. 116, 117; PDF S. 145, 146
22 VP 3.13 KSTS 50 (1930); Druck S. 118; PDF S. 147
23 VP 3.14 KSTS 50 (1930); Druck S. 118, 119; PDF S. 147, 148
24 VP 5.1 KSTS 50 (1930); Druck S. 132; PDF S. 161
25 VP 5.2 KSTS 50 (1930); Druck S. 133; PDF S. 162
26 VP 5.4 KSTS 50 (1930); Druck S. 135; PDF S. 164
27 VP 5.5 KSTS 50 (1930); Druck S. 135, 136; PDF S. 164, 165
28 VP 5.13 KSTS 50 (1930); Druck S. 142, 143; PDF S. 171, 172
29 VP 5.14 KSTS 50 (1930); Druck S. 143; PDF S. 172
30 VP 5.15 KSTS 50 (1930); Druck S. 144; PDF S. 173
31 VP 5.16 KSTS 50 (1930); Druck S. 144; PDF S. 173
32 VP 5.17 KSTS 50 (1930); Druck S. 146; PDF S. 175
33 VP 6.1 KSTS 50 (1930); Druck S. 149; PDF S. 178
34 VP 6.2 KSTS 50 (1930); Druck S. 150; PDF S. 179
35 VP 6.3 KSTS 50 (1930); Druck S. 151; PDF S. 180
36 VP 6.4 KSTS 50 (1930); Druck S. 152, 153, 154; PDF S. 181, 182, 183
37 VP 6.5 KSTS 50 (1930); Druck S. 154, 155; PDF S. 183, 184
38 VP 6.6 KSTS 50 (1930); Druck S. 156, 157; PDF S. 185, 186
39 VP 6.7 KSTS 50 (1930); Druck S. 160; PDF S. 189
40 VP 7.1 KSTS 50 (1930); Druck S. 162; PDF S. 191
41 VP 7.2 KSTS 50 (1930); Druck S. 163; PDF S. 192
42 VP 7.3 KSTS 50 (1930); Druck S. 164; PDF S. 193
43 VP 7.4 KSTS 50 (1930); Druck S. 164, 165; PDF S. 193, 194
44 VP 7.5 KSTS 50 (1930); Druck S. 165; PDF S. 194
45 VP 7.6 KSTS 50 (1930); Druck S. 166; PDF S. 195
46 VP 7.7 KSTS 50 (1930); Druck S. 166, 167; PDF S. 195, 196
47 VP 7.8 KSTS 50 (1930); Druck S. 167; PDF S. 196
48 VP 7.9 KSTS 50 (1930); Druck S. 168; PDF S. 197
49 VP 7.10 KSTS 50 (1930); Druck S. 169, 170; PDF S. 198, 199
50 VP 7.11 KSTS 50 (1930); Druck S. 170; PDF S. 199
51 VP 7.12 KSTS 50 (1930); Druck S. 171; PDF S. 200
52 VP 7.19 KSTS 50 (1930); Druck S. 175; PDF S. 204
53 VP 7.20 KSTS 50 (1930); Druck S. 176; PDF S. 205
54 VP 7.21 KSTS 50 (1930); Druck S. 176, 177; PDF S. 205, 206
55 VP 7.22 KSTS 50 (1930); Druck S. 177; PDF S. 206
56 VP 7.23 KSTS 50 (1930); Druck S. 178; PDF S. 207
57 VP 8.1 KSTS 50 (1930); Druck S. 179; PDF S. 208
58 VP 8.2 KSTS 50 (1930); Druck S. 180; PDF S. 209
59 VP 8.3 KSTS 50 (1930); Druck S. 181; PDF S. 210
60 VP 8.4 KSTS 50 (1930); Druck S. 182, 183; PDF S. 211, 212
61 VP 8.5 KSTS 50 (1930); Druck S. 183; PDF S. 212
62 VP 8.6 KSTS 50 (1930); Druck S. 184; PDF S. 213
63 VP 11.18 KSTS 50 (1930); Druck S. 239; PDF S. 268
64 KP 3.59 Bhatt (1962); Druck S. 38; PDF S. 62
65 KP 8.96 Bhatt (1962); Druck S. 153; PDF S. 193
66 KP 8.97 Bhatt (1962); Druck S. 153; PDF S. 193
67 KP 8.98 Bhatt (1962); Druck S. 153, 154; PDF S. 193, 194
68 KP 8.99 Bhatt (1962); Druck S. 154; PDF S. 194
69 KP 8.100 Bhatt (1962); Druck S. 154, 155; PDF S. 194, 195
70 KP 8.101 Bhatt (1962); Druck S. 155; PDF S. 195
71 KP 8.102 Bhatt (1962); Druck S. 155; PDF S. 195
72 KP 8.103 Bhatt (1962); Druck S. 155; PDF S. 195
73 YP 1.1 KSTS 50 (1930); Druck S. 3; PDF S. 395
74 YP 1.2 KSTS 50 (1930); Druck S. 3, 4; PDF S. 395, 396
75 YP 1.3 KSTS 50 (1930); Druck S. 5; PDF S. 397
76 YP 1.4 KSTS 50 (1930); Druck S. 5; PDF S. 397
77 YP 1.5 KSTS 50 (1930); Druck S. 6; PDF S. 398
78 YP 1.6 KSTS 50 (1930); Druck S. 7; PDF S. 399
79 YP 1.7 KSTS 50 (1930); Druck S. 7, 8; PDF S. 399, 400
80 YP 1.8 KSTS 50 (1930); Druck S. 8, 9; PDF S. 400, 401
81 YP 1.9 KSTS 50 (1930); Druck S. 9; PDF S. 401
82 YP 1.10 KSTS 50 (1930); Druck S. 10; PDF S. 402
83 YP 1.28 KSTS 50 (1930); Druck S. 19, 20; PDF S. 411, 412
84 YP 1.29 KSTS 50 (1930); Druck S. 20, 21; PDF S. 412, 413
85 YP 1.30 KSTS 50 (1930); Druck S. 21; PDF S. 413
86 YP 1.31 KSTS 50 (1930); Druck S. 22; PDF S. 414
87 YP 1.32 KSTS 50 (1930); Druck S. 22, 23; PDF S. 414, 415
88 YP 1.33 KSTS 50 (1930); Druck S. 23; PDF S. 415
89 YP 1.34 KSTS 50 (1930); Druck S. 23, 24; PDF S. 415, 416
90 YP 1.35 KSTS 50 (1930); Druck S. 24; PDF S. 416
91 YP 1.57 KSTS 50 (1930); Druck S. 38, 39; PDF S. 430, 431
92 YP 1.58 KSTS 50 (1930); Druck S. 39, 40; PDF S. 431, 432
93 YP 1.59 KSTS 50 (1930); Druck S. 40; PDF S. 432
94 YP 1.60 KSTS 50 (1930); Druck S. 40, 41; PDF S. 432, 433
95 YP 1.61 KSTS 50 (1930); Druck S. 41, 42; PDF S. 433, 434
96 YP 1.62 KSTS 50 (1930); Druck S. 42; PDF S. 434
97 YP 1.63 KSTS 50 (1930); Druck S. 42, 44; PDF S. 434, 436
98 YP 1.64 KSTS 50 (1930); Druck S. 44; PDF S. 436
99 YP 1.65 KSTS 50 (1930); Druck S. 45; PDF S. 437
100 CP 1.17 Bhatt (1962); Druck S. 213; PDF S. 253
101 CP 1.29 Bhatt (1962); Druck S. 217; PDF S. 257
102 CP 1.31 Bhatt (1962); Druck S. 218; PDF S. 258
103 CP 1.32 Bhatt (1962); Druck S. 218; PDF S. 258
104 CP 1.33 Bhatt (1962); Druck S. 218; PDF S. 258
105 CP 1.34 Bhatt (1962); Druck S. 218; PDF S. 258
106 CP 1.65 Bhatt (1962); Druck S. 229; PDF S. 269
107 CP 1.66 Bhatt (1962); Druck S. 229; PDF S. 269
108 CP 1.67 Bhatt (1962); Druck S. 229; PDF S. 269

Erläuterungen zur Auswahl

11 – Die Originalposition VP3.2 hat drei Halbverse. Der erste ist in der Grundtexterfassung über das in GRETIL dokumentierte Parallelzeugnis zugeordnet; dieser Teil steht nicht als selbständiger zusätzlicher Vers.

21, 98 – Diese vollständigen Originalstrophen bestehen aus je drei Halbversen und bleiben jeweils eine Auswahlnummer.

18, 19, 20, 21, 22, 23 – Die Körperbezeichnungen erklären göttliche Kräfte; die Namen werden in gebräuchlicher lateinischer Schreibweise wiedergegeben. Die drei weltlichen Ziele in 21 sind Pflicht, Wohlstand und Genuss.

51 – Die Sonne des Hauptes ist das Erkenntnislicht des höchsten göttlichen Hauptes, im Kommentar auf Īśāna bezogen.

64 – Die unmittelbare Gleichheit mit dem Herrn bezieht sich nach dem Kommentar auf die rituelle Gottesgestalt des Verehrers. Sie wird nicht mit der endgültigen Befreiung gleichgesetzt.

68 – Die Druckform baddhyena ist orthographisch auffällig; das Bild der vom Gebundenen abgehobenen Schnur ist durch den Kommentar eindeutig.

69 – Das Durchtrennen beendet die Bindung der jeweiligen Seele. Es hebt nicht zugleich die Fesselwirkung für sämtliche anderen Seelen auf.

75 – Sieben Glieder, Yoga als achtes Ganzes: eigene Zählung des Textes.

83, 89, 90 – Das Zeitmaß heißt im Sanskrit Tāla. Die Ausgabe setzt es nicht in Sekunden um. Die zwölffache Dauer bleibt das originale Verhältnis. Der mit Konzentration wiedergegebene Ausdruck Dhāraṇā wird im Text als Verweilen beziehungsweise übertragen als dessen Ort erklärt.

91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99 – Die zusammenhängende Antwort setzt Leidenschaftslosigkeit und Übung voraus. Ihre Bedingungen bleiben bis zum Schluss erhalten. Die einleitende Frage nach der Sammlung eines von Genusserfahrungen fortgerissenen Geistes steht in YP56.

100 – Śivayogin wird im Kommentar hier weit als Angehöriger der Śiva-Lehre erklärt. Die Aussage nennt ausdrücklich Hilfe in konkreter Not.

102, 103, 104, 105 – Diese Folge bewahrt die historische rituelle Vorbereitung des Unterrichts. Die Hörerbeschränkung wird nicht ausgelassen.

107, 108 – Putraka und Samayin sind Initiationsstände dieser Tradition. Die Aussagen stehen im Kontext des verbindlichen Zusammenlebens beim Lehrer.

Fundstellen der Mantras und Gebete

Eintrag Wortlautgrenze und Quelle
Praṇava – Oṃ KP1.4–5 Sitzbestandteile; KP3.32 Schlusswort udgīthamuccaran. KP 1.5 (Bhatt (1962); Druck S. 3; PDF S. 25); KP 3.32 (Bhatt (1962); Druck S. 29; PDF S. 53)
Bīja der Ortshüter – Kṣaṃ Erster Halbvers: kṣavarṇaḥ ... ūrdhvabinduvibhūṣitaḥ. KP 1.8 (Bhatt (1962); Druck S. 5; PDF S. 27)
Anrufung des Feuers Wortgruppe agnaye svāheti; nur die vollständige Agni-Formel. KP 6.24 (Bhatt (1962); Druck S. 61; PDF S. 91)
Bali-Mantra für Annahme und Schutz Beginn KP7.32b skando; Ende KP7.35 nityaśaḥ. Sieben Halbverse, ein vollständiger Rezitationseintrag. KP 7.32 (Bhatt (1962); Druck S. 95; PDF S. 133); KP 7.33 (Bhatt (1962); Druck S. 96; PDF S. 134); KP 7.34 (Bhatt (1962); Druck S. 96; PDF S. 134); KP 7.35 (Bhatt (1962); Druck S. 96; PDF S. 134)
Darbringung für die Suṣumnā KP7.76: suṣumnāyai svāheti. KP 7.76 (Bhatt (1962); Druck S. 108; PDF S. 146)
Darbringung für die gebundene Seele KP7.80: svāhā paśvātmane bruvan. KP 7.80 (Bhatt (1962); Druck S. 109; PDF S. 147)
Verehrung der Schöpfungstätigkeit KP8.203: oṃ sṛṣṭaye nama iti. KP 8.203 (Bhatt (1962); Druck S. 192; PDF S. 232)
Bali-Formel für den Ortshüter CP86: kṣetrapālāya svāheti + oṃkārapūrvakam. CP 1.86 (Bhatt (1962); Druck S. 235, 236; PDF S. 275, 276)
Bitte um Verzeihung In beiden Stellen: kṣamasveti; kṣamasva + iti. Identische Formel zusammengeführt. KP 8.165 (Bhatt (1962); Druck S. 180; PDF S. 220); KP 8.175 (Bhatt (1962); Druck S. 183; PDF S. 223)
Bitte des neu geweihten Lehrers Letzte Worte nach brūyāt: avighnamidamastu me. KP 8.210 (Bhatt (1962); Druck S. 194; PDF S. 234)
Bitte für den Sādhaka Erster Halbvers nach brūyād bis prabho; die folgende Verneigung des Sādhaka gehört zur Handlung, nicht zur Formel. KP 8.232 (Bhatt (1962); Druck S. 200, 201; PDF S. 240, 241)
Bitte um Gelingen durch Gnade Erster Halbvers nach brūyāt bis hara. KP 8.233 (Bhatt (1962); Druck S. 201; PDF S. 241)

Literatur

Grundausgabe VP und YP

Madhusudan Kaul Shastri (Hg.): The Śrī Mṛgendra Tantram (Vidyāpāda and Yogapāda), with the commentary of Nārāyaṇakaṇṭha. Kashmir Series of Texts and Studies 50, Bombay 1930. Vollständiger Scan: 441 PDF-Seiten. VP: Druck 4–362, Abschluss 363, PDF 33–392; YP: Druck 3–45, Abschluss 46, PDF 395–438. Quelle

Grundausgabe KP und CP sowie Anhänge

N. R. Bhatt (Hg.): Mṛgendrāgama (Kriyāpāda et Caryāpāda), avec le commentaire de Bhaṭṭa-Nārāyaṇakaṇṭha. Édition critique. Publications de l’Institut Français d’Indologie 23, Pondichéry 1962. Vollständiger Scan: 386 PDF-Seiten. KP: Druck 1–205, PDF 23–245; CP: Druck 206–250, PDF 246–290; Anhänge I–II: Druck 251–256, PDF 291–296. Quelle

Elektronische Ausgangstranskription

Dominic Goodall, GRETIL: Mṛgendratantra, Vidyā-, Yoga- und Caryāpāda; ausdrücklich als nicht korrekturgelesen bezeichnet. Die übernommenen Stellen wurden am Druckbild geprüft und gegebenenfalls berichtigt. Keine Kriyā-Quelle. Quelle

Kontrollausgabe Vidyā

S. P. Sabharathnam: Mṛgendra Āgama, Vidyāpāda, bereitgestellt von Himalayan Academy. 112 PDF-Seiten. Sanskrit vollständig als Kontrolltext eingesehen; die englische Übersetzung wurde nicht übernommen. Abweichende Schlussnummern und Kapitelkolophone bleiben Zeugnisse dieser Ausgabe. Quelle

Grundtextabschrift

Institut Français de Pondichéry, T0022: Grundtextabschrift von T. Ramanujan, Abschlussdatum 29. Juli 1960; 177 PDF-Seiten. Ausgewählte Kriyā-Stellen und Abschlussformeln kontrolliert; keine vollständige Handschriftenkollation. Quelle

Die vollständige Ausgabe kennzeichnet ihre beschädigten und nicht sicher übersetzbaren Stellen. Diese Auswahl enthält keine Fragmente und keine nur vermuteten Mantravervollständigungen. Das gemeinsame Studium von Mantra, Bhakti und Viveka kann helfen, Wortlaut, Verehrung und unterscheidendes Verstehen miteinander zu verbinden.

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