Karmabhrashta

Aus Yogawiki
karmabhrashta oder Dienst?

Karmabhrashta (Sanskrit: karmabhrashta adj.) = vom richtigen, moralischen Weg abgewichen

Der Sanskrit-Ausdruck "Karmabhrashta" setzt sich aus zwei Wörtern zusammen: "Karma" und "Bhrashta".

  • "Karma" bedeutet Handlung, Tat oder das Gesetz von Ursache und Wirkung, das im Hinduismus, Buddhismus und in der indischen Spiritualität eine zentrale Rolle spielt.
  • "Bhrashta" hingegen bedeutet so viel wie "gefallen", "verloren" oder "abgewichen". Zusammengenommen beschreibt "Karmabhrashta" jemanden, der von seinem Dharma, seiner Pflicht oder seinem richtigen Weg abgewichen ist und dadurch in eine Art spirituelle oder moralische Krise geraten ist.

In der indischen Philosophie und im Yoga geht es oft darum, sein Dharma zu erkennen und ihm treu zu bleiben. Wenn du dein Dharma vernachlässigst oder davon abweichst, kann das zu innerer Unruhe oder einem Gefühl der Entfremdung führen. Ein Karmabhrashta ist also jemand, der sich von seinem wahren Weg entfernt hat und möglicherweise die Konsequenzen seines Handelns zu spüren bekommt.

Ein Beispiel aus der Bhagavad Gita könnte hier hilfreich sein: Arjuna, der Held des Mahabharata-Epos, steht im Krieg gegen seine eigenen Verwandten und zweifelt an seinem Dharma als Krieger. Krishna, sein spiritueller Führer, erklärt ihm, dass es seine Pflicht ist, zu kämpfen, selbst wenn es schmerzhaft ist. Hier zeigt sich, wie wichtig es ist, seinem Dharma treu zu bleiben, um nicht in den Zustand des Karmabhrashta zu geraten.

Wenn du dich also manchmal fragst, ob du auf dem richtigen Weg bist, könnte es hilfreich sein, innezuhalten und zu reflektieren, ob deine Handlungen mit deinem inneren Dharma übereinstimmen. Yoga und Meditation können dir dabei helfen, wieder in Einklang mit dir selbst zu kommen und deinen Weg klar zu erkennen.

Siehe auch