Govardhan Puja mit Annakut – Nahrung ehren und Krishnas Schutz danken
Govardhan Puja mit Annakut – Nahrung ehren und Krishnas Schutz danken ist eine häusliche Festverehrung für Krishna und den Berg Govardhan. Eine Familie errichtet einen Berg aus gekochtem Getreide, den Annakut, und erinnert sich an Krishna, der Gokula unter dem angehobenen Berg vor dem Regen schützte. Die Govardhan Puja wird an Kartika-Shukla Paksha-Pratipada im Diwali-Festkreis gefeiert. Die Hauptfolge folgt der kurzen Annakut-Beschreibung von Drik Panchang; das besondere Gebet ist bei V. D. N. Rao und im Puja Samuccaya belegt.
Eine Person reicht die Gaben am häuslichen Verehrungsplatz, weitere Angehörige helfen beim Kochen und Teilen. Die Achtung vor Nahrung wird hier durch eine tatsächlich geteilte Mahlzeit sichtbar.

Vorbereitung
Kläre den örtlichen Festtag mit dem Panchanga. Die Feierzeit folgt dem Familienbrauch; für die hier beschriebene häusliche Ausführung kann nach der Morgenpflege ein gemeinsames Mahl vorbereitet werden. Koche vegetarischen Reis und richte ihn auf einer sauberen Platte als kleinen Berg an. Halte davon getrennt eine Speiseportion zur Darbringung bereit. Stelle Wasser, Auffangschale, Sandelpaste, frische Blüten, Räucherwerk mit Halter, Lampe mit Docht und Ghee (bzw. Pflanzenöl), Zündmittel, ein Betelblatt als Tambula sowie eine Geldgabe bereit. Pflanzenöl ist eine heutige Alternative. Für das Ölbad benötigst du außerdem ein geeignetes Körperöl und Badewasser; halte für Sandelpaste und Blüten ein separates Schälchen bereit.
Stimme eine gesonderte Futtergabe an eine Kuh vorher mit deren Halter ab. Verwende nur geeignetes Futter und keine mit Gewürzen zubereiteten Reste. Diese praktische Rücksicht gilt auch dort, wo keine Kuh unmittelbar beim Haus lebt.
Durchführung
1. Morgenpflege und Fürsorge
Beginne mit einem Ölbad. Gib einer Kuh die zuvor abgestimmte erste Futterportion. Die Kurzquelle nennt auch das Schmücken von Rindern; für eine heutige Ausführung wird auf Farbe am Tier verzichtet und die Fürsorge durch Füttern verwirklicht.
2. Govardhan verehren
Stelle den Speiseberg an den vorbereiteten Platz. Richte dich innerlich auf Krishna und Govardhan aus. Reiche in der folgenden Reihenfolge: Fußwasser, Ehrenwasser, Sandelpaste, Blüten, Räucherduft, Licht, die getrennte Speiseportion, Wasser zum Mundspülen, Betelblatt und Geldgabe.
Praktische Ausführung: Zeige jede Gabe vor dem Berg. Gieße die kleinen Wassergaben in die Auffangschale, damit die Speise trocken und essbar bleibt. Lege Sandelpaste und Blüten auf ein separates Schälchen. Entzünde das Räucherwerk. Fülle die Lampe mit Ghee (bzw. Pflanzenöl), lege den Docht ein und lass ihn Brennstoff aufnehmen. Entzünde ihn dann und bewege die Lampe ruhig vor dem Verehrungsplatz. Stelle die Speise vor den Berg, danach das Spülwasser, das Betelblatt und die Geldgabe. Die Kurzquelle schreibt für diese zehn Gaben keine einzelnen Sanskritformeln aus.
3. Krishnas Schutz danken
Falte die Hände und sprich das traditionelle Govardhan-Gebet:
gopālamūrte viśveśa śakrotsavavibhedaka |
govardhanakṛtacchatra pūjāṃ me hara gopate ||
govardhanadharādhāra gokulatrāṇakāraka |
viṣṇubāhukṛtacchāya gavāṃ koṭiprado bhava ||
Du in der Gestalt Gopalas, Herr der Welt, der du das Fest für Indra unterbrachst und Govardhan zum Schirm machtest: Nimm meine Verehrung an, Hüter der Kühe. Govardhan, tragender Berg, der Gokula rettete und durch Vishnus Arm zum schützenden Dach wurde: Schenke reichen Segen an Kühen.
4. Das Mahl teilen
Verneige dich. Verteile die Speisen als Prasad an Familie und Gäste; übergib die Geldgabe einem zuvor bestimmten Empfänger. Praktische Nachbereitung: Wasser ohne Zusätze kann zum Gießen verwendet werden, Räucherreste kommen nach dem Erkalten in den Abfall. Lass Lampen nie unbeaufsichtigt.
Als persönliche Festanregung vereinbart gemeinsam, wie in der nächsten Woche weniger Essen verloren geht. Den Berg als göttlichen Schutz zu verehren und sorgfältig mit Nahrung umzugehen, können einander vertiefen.
Rezitationen in IAST, Devanagari und deutscher Übersetzung
Govardhan-Gebet
gopālamūrte viśveśa śakrotsavavibhedaka |
govardhanakṛtacchatra pūjāṃ me hara gopate ||
govardhanadharādhāra gokulatrāṇakāraka |
viṣṇubāhukṛtacchāya gavāṃ koṭiprado bhava ||
गोपालमूर्ते विश्वेश शक्रोत्सवविभेदक ।
गोवर्धनकृतच्छत्र पूजां मे हर गोपते ॥
गोवर्धनधराधार गोकुलत्राणकारक ।
विष्णुबाहुकृतच्छाय गवां कोटिप्रदो भव ॥
Du in der Gestalt Gopalas, Herr der Welt, der du das Fest für Indra unterbrachst und Govardhan zum Schirm machtest: Nimm meine Verehrung an, Hüter der Kühe. Govardhan, tragender Berg, der Gokula rettete und durch Vishnus Arm zum schützenden Dach wurde: Schenke reichen Segen an Kühen.
Quellen und Vertiefung
- Drik Panchang: Govardhan Puja Vidhi, Annakut-Hauptbeschreibung
- V. D. N. Rao: Essence of Hindu Festivals and Austerities, S. 90: Govardhan-Gebet
- Puja Samuccaya, Abschnitt 66: Gopala- und Govardhan-Gebet
Hauptfassung ist der aus Speise bereitete Annakut mit zehn genannten Gaben. Die Webseite beschreibt daneben eine regionale Kuhdungfigur mit sieben Umrundungen als gesonderte Gestalt. Das überlieferte Govardhan-Gebet ergänzt die Kurzbeschreibung; sein Wortlaut ist im Puja Samuccaya gegengelesen. Umgang mit Speisen, Verzicht auf Tierbemalung und heutige Lampenalternative sind kenntlich gemachte praktische Anpassungen.
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