Damaji

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Damaji war ein Heiliger mit großen Bhakti Qualität aus Mangalvedha.

Swami Sivananda über Damaji

aus dem Buch “Lives of Saints” der Divine Life Society

Damaji war ein großer Verehrer des Meisters Panduranga of Pandharpur. Er lebte im 13. Jahrhundert. Er war der Diwan (höchster Staatbeamter) von Mangalvedha, im Königreich von ‘Bedar, Golkonda. Einst wurden die Menschen von einer schweren Hungersnot bedroht. Damaji öffnete die königlichen Vorräte und gab das Getreide den Armen, ohne des Nawabs (Vizekönig) Erlaubnis, wodurch er Millionen von Menschenleben vor dem Hungerstod rettete.

Die eifersüchtigen Verwalter berichteten dem Nawab, dass Damaji das gesamte Getreide ohne Erlaubnis an die Armen verteilte. Der Nawab erzürnte und befahl seinen Soldaten Damaji zu inhaftieren und ihm vorzuführen. Während Damaji zu der Burg des Nawab gebracht wurde, bat er Soldaten des Newabs ihn durch Dandharpur zu führen, sodass er die letzte Darshan (Segnung durch das Göttliche) von Vittala erleben könnte. Die Soldaten des Nawabs gestatten ihn seine Bitte. Um seinen Schüler zu retten nahm der Gott nun die Form eines Mahar (untereste Kaste) an. Er erschien an des Nawabs Durbar in eine schwarzen Decke gehüllt mit einem Stock in seiner Hand. Der Nawab fragte den Eindringling: „Wer bist du?“ Worauf er antwortete: „ Mein Name ist Vittu. I bin ein Mahar. Ich bin ein Diener des Diwan Damaji. Mein Herr verteilte alles Korn von eurer Majestät Lagerhallen an die armen Leute, die unter Unterernährung während der schweren Hungersnot litten. Aber er sandte mich mit dem Geld, dass er durch das Korn erlangte, zu dir. Bitte empfange das Geld von mir und gib mir ein Quittung dafür.“ Der Nawab sagte: „Bringe das Geld zur Schatzkammer und ich werde die Quittung unterzeichnen.“


Der Nawab war sehr angezogen von der Ausstrahlung Vittus. Vittu ging zur Schatzkammer. Der Schatzmeister leerte die Geldtaschen Vittus in die Schatztruhe. Die Tasche füllte sich danach erneut mit Geld. Dies geschah verschiedene Male, bis der gesamte Betrag, den Damaji achuldete, der Schatzkammer zugeführt war. Der Schatzmeister war überwältig von Verwunderung. Vittu erhielt die Quittung und ging zurück zum Nawab. Der Nawab unterzeichnete es und gab es Vittu zurück. Es stand auf der Quittung geschrieben: „Der gesamte Betrag für das Getreide in meinen Hallen in Mangalvedha wurde bezahlt.“ Der Diener von Damaji hatte eine solch freudvolle und attraktive Aura, dass der Nawab dachte, er müsse ein göttliches Wesen sein. Der Nawab fühlte sich ruhelos. Ihm verlangte danach, den Vittu wieder zu sehen. Er rief: „ Vittu, Vittu, wo bist du Vittu?“ Er befahl seinen Soldaten Vittu zu finden, aber er konnte nirgends gefunden werden.

Der Gott machte noch weitere Späße. Er nahm die Quittung und legte sie in die Gita, die Damaji gehörte. Damaji nahm sein Bad im Fluss Chadrabhags und wollte die Slokas (Hindu Gebete) durchgehen. Zu seiner großen Verwunderung fand er die Quittung des Nawab. Er wusste, dass sie alles durch die Gnade Vittala geschehen war.


In der Zwischenzeit begab sich Nawab selbst auf die Suche von Vittu. Er traf Damaji auf dem Weg und sagte zu ihm: „ Oh verehrungswürdiger Heiliger! Vergebe mir. Sei nachsichtig. Ich beging eine sehr verabscheuungswürdige Sünde. Doch zeige mir deinen Diener Vittu jetzt.“ Damaji war ziemlich überrascht und sprach zu dem Nawab: „Oh verehrter Meister! Ich habe keinen Diener mit dem Namen Vittu. Ich weiß nicht wer dieser Vittu ist. Wenn ihre Majestät mir ein paar Identifikationsmerkmale nennen, könnte ich ihn herausfinden.“ Der Nawab erwiderte: „ Er ist der Mahar Vittu dein Diener, der mir das Geld für das Getreide brachte. Er trug eine schwarze Decke und hatte einen Stock in seiner Hand. Er ist von dunkler Hautfarbe, hat leuchtende Augen und angenehme Gesichtszüge.

Damaji dachte an die Quittung, die er in seiner Gita fand und tanzte vor Freude. Er vergoß reichlich Tränen und sagte: „Oh Gott Vittala! Oh Panduranga! Du spieltest die Rolle eines Mahar um meinetwillen. Gesegnet ist der Nawab! Er war beschenkt mit deinem Darshana. Du bist der höchste Gott des Universums. Warum hast du all die Mühen auf dich genommen? Der Nawab konnte nichts Schlimmeres tun als mir das Leben zu nehmen. Ich war auf das schlimmste gefasst.“

Damaji begann zu weinen: „Oh Panduranga! Oh Panduranga!” Der Gott erschien ein weiteres Mal, um seine Verehrer zu segnen, Damaji und Nawab, und segnete sie beide. Wie barmherzig ist Gott! Ehre Bhagavan Krishna! Radhavallabha, der geliebte Radhas! Damaji legte sofort das Amt des Diwan nieder und verbrachte die wenigen verbleibenden Jahre seines Lebens in Pandharpur in Verehrung seines Gottes Vittala, bis er eins mit ihm wurde.

Literatur

  • Lives of Saints by the Divine Life Society, Yoga-Vedanta Forest Academy Press, Himalayas, India, 2009