Ananta Tritiya Vrata – dreijähriges Blütengelübde für Wohlergehen und beständige Liebe
Ananta Tritiya Vrata – dreijähriges Blütengelübde für Wohlergehen und beständige Liebe: Ananta Tritiya Vrata bittet Gauri um Wohlergehen und eine Liebe, die nicht auseinandergeht. Das Matsya Purana erlaubt Menschen ohne Vermögen ausdrücklich eine dreijährige Ausführung mit Fasten, Blüten und Mantras. Diese Blütenfassung erschließt dasselbe Gelübde ohne goldene Lotusgaben und große Abschlussgeschenke. Die Göttin wird vom Fuß bis zum Kopf verehrt; anschließend entfalten sich ihre Gestalten auf einem zwölfblättrigen Lotus.
Anlass und Vorbereitung
Beginne an einer hellen Tritiya in Bhadrapada, Vaishakha, Pausha oder Margashirsha. Der Sanskrittext nennt anschließend Tritiya in beiden Mondhälften; die folgende Anleitung folgt dieser zweimal monatlichen Wiederholung. Halte sie über drei Jahre. Das Kapitel richtet sich an Männer und Frauen und schließt verheiratete, unverheiratete und verwitwete Frauen ein. Die Hausandacht kann selbst ausgeführt werden; der lehrende Guru und Gäste werden mit Respekt einbezogen.
Bereite ein Gauri-Bild, weiße beziehungsweise saisonale Blüten, ungebrochenen Reis, Sesam, Wasser und etwas Kumkum für einen Lotus vor. In der Blütenfassung bleiben die Gaben einfach. Traditionelle Kleidung ist gelb für Männer, rot für verheiratete Frauen, ockerfarben für Witwen und weiß für unverheiratete Frauen. Die im Kapitel vorgeschriebene Stirnpaste aus Kuhprodukten und Pflanzenstoffen wird hier durch hautverträglichen Sandel ersetzt; dies ist eine moderne Anpassung. Eine kleine vegetarische Speise für Gäste ist willkommen, soweit die Mittel reichen.
Durchführung
1. Sich vorbereiten und den Vorsatz fassen
Wasche dich und richte den Altar ein. Lege die gewählte Kleidung an und bringe ein kleines Sandelzeichen auf der Stirn an. Sprich in eigenen Worten deinen Vorsatz für drei Jahre. Halte an den Tritiya-Tagen den gewählten Fastenrahmen. Das Kapitel erlaubt Schwangeren und Wöchnerinnen ausdrücklich die Abendmahlform; im heutigen Umgang wird die körperlich angemessene Nahrungsversorgung vorrangig bewahrt. Wer nicht selbst handeln kann, darf die Verehrung durch eine andere Person ausführen lassen.
2. Die Göttin willkommen heißen
Die große Fassung nennt Waschungen mit Panchagavya, Milch, Honig und duftendem Wasser. Für die hier gewählte einfache Blütenfassung stelle eine Schale reines Wasser vor das Bild, lege Blüten, Reis und Sesam daneben und widme sie der Göttin. Pflanzenmilch kann als ausdrücklich moderne zusätzliche Gabe verwendet werden; sie ist kein Erfordernis der Blütenfassung.
3. Die Körperverehrung ausführen
Lege bei jeder Anrufung eine Blüte vor das Bild. Richte den Blick auf die genannte Körperstelle der Göttin.
| Stelle | Anrufung | Bedeutung |
|---|---|---|
| Füße | varadāyai namaḥ |
Verehrung der Segengeberin. |
| Knöchel | śriyai namaḥ |
Verehrung Shri. |
| Unterschenkel | aśokāyai namaḥ |
Verehrung der Leidfreien. |
| Knie | pārvatyai namaḥ |
Verehrung Parvati. |
| Oberschenkel | maṅgalakāriṇyai namaḥ |
Verehrung der Glückbewirkenden. |
| Hüfte | vāmadevyai namaḥ |
Verehrung Vamadevi. |
| Bauch | padmodarāyai namaḥ |
Verehrung der mit dem Lotus im Inneren. |
| Brust | kāmaśriyai namaḥ |
Verehrung der Schönheit der Liebe. |
| Hände | saubhāgyadāyinyai namaḥ |
Verehrung der Geberin glücklichen Gedeihens. |
| Arme, Bauch und Gesicht | śriyai namaḥ |
Verehrung Shri. |
| Zähne | darpaṇavāsinyai namaḥ |
Verehrung der im Spiegel Wohnenden. |
| Lächeln | smaradāyai namaḥ |
Verehrung der Liebesgeberin. |
| Nase | gauryai namaḥ |
Verehrung Gauri. |
| Augen | utpalāyai namaḥ |
Verehrung der Lotusblüte. |
| Stirn | tuṣṭyai namaḥ |
Verehrung der Zufriedenheit. |
| Kopf und Haar | kātyāyanyai namaḥ |
Verehrung Katyayani. |
Verneige dich danach mit:
namo gauryai namo dhiṣṇyai namaḥ kāntyai namaḥ śriyai |
rambhāyai lalitāyai ca vāsudevyai namo namaḥ ||
„Verehrung Gauri, der göttlichen Stätte, der Schönheit, Shri, Rambha, Lalita und Vasudevi – wieder und wieder Verehrung.“
4. Den zwölfblättrigen Lotus anlegen
Zeichne vor dem Bild einen Lotus mit zwölf Blättern und einer Mitte. Lege Blüten als Zeichen der folgenden Gegenwart aus: im Osten Gauri, im anschließenden südöstlichen Bereich Aparna, im Süden Bhavani, im Südwesten Rudrani, im Westen die sanfte Madanavasini, im Nordwesten Patala und im Norden Uma. In den inneren Bereich lege je eine Blüte für Lakshmi, Svaha, Svadha, Tushti, Mangala, Kumuda und Sati. In der Mitte verehre Rudra und auf der Lotusmitte Lalita. Der Text verteilt nicht jedes Blatt auf eine eigene Gestalt; die genannten Orte genügen.
5. Mit Blüten und Namen ehren
Verehre die ausgelegten Gestalten mit Blüten, Reis und etwas Wasser. Nenne dabei die gerade verehrte Gestalt und verneige dich. Hierfür schreibt das Kapitel kein zusätzliches festes Mantra vor. Lade zu einem freudigen Lied ein; ein bestimmtes Lied ist nicht vorgeschrieben. Ehre anwesende verheiratete Frauen freundlich mit einer roten Blüte und, soweit möglich, einem roten Tuch. Die traditionelle Sindur-Gabe erfolgt nur, wenn sie von den Frauen selbst gewünscht und in ihrer Tradition getragen wird.
6. Lehrer und Gemeinschaft achten
Danke dem Menschen, von dem du die Praxis gelernt hast. Empfange nach Möglichkeit ein Ehepaar in der inneren Haltung, Shiva und Gauri zu bewirten. In der ausdrücklich vermögensarmen Blütenfassung treten ehrliche Blütengaben und respektvolle Zuwendung an die Stelle der Gold- und Kleidergeschenke der großen Form.
7. Die Bitte um beständige Liebe und das Monatsgebet sprechen
Das überlieferte eheliche Gebet lautet:
yathā na devi deveśastvāṃ parityajya gacchati |
tathā māṃ samparityajya patirnānyatra gacchatu ||
„Göttin, wie der Herr der Götter dich nicht verlässt und fortgeht, so möge auch mein Ehemann mich nicht verlassen und anderswohin gehen.“
Der Wortlaut bewahrt die Perspektive einer Ehefrau. Andere Teilnehmende können anschließend in eigenen Worten um beständige, freie und gegenseitige Liebe bitten. Sprich dann das Monatsgebet aus der Tabelle; jedes bedeutet: „Möge die genannte Göttin gewogen sein.“ Die Blütenliste zeigt die überlieferte Jahresfolge. Nicht verfügbare Arten werden in einer heutigen Anpassung durch lokale weiße Blüten vertreten.
| Monat | überlieferte Blüten | Gebet |
|---|---|---|
| Bhadrapada | blauer Lotus | kumudā prīyatām | |
| Ashvina | Bandhujiva-Blüten | vimalā prīyatām | |
| Kartika | Shatapatraka-Lotus | anantā prīyatām | |
| Margashirsha | Jati-Jasmin | bhavānī prīyatām | |
| Pausha | gelbe Kurantaka-Blüten | sudhā prīyatām | |
| Magha | Kunda- und Kumkuma-Blüten | śivā prīyatām | |
| Phalguna | Sindhuvara oder Jati | lalitā prīyatām | |
| Chaitra | Mallika-Jasmin und Ashoka | kamalā prīyatām | |
| Vaishakha | duftende Patala-Blüten | gaurī prīyatām | |
| Jyeshtha | Lotus und Mandara | satī prīyatām | |
| Ashadha | Champaka und Lotus | rambhā prīyatām | |
| Shravana | Kadamba und Malati | pārvatī prīyatām | |
8. Den Tag und die dreijährige Folge abschließen
Die traditionelle monatliche Einnahmefolge enthält unter anderem Kuhprodukte, Bilva, Arka-Blüten und Kusha-Wasser. In dieser heutigen Blütenfassung wird ein Schluck reines Trinkwasser verwendet. Verteile vorhandene Speisen an Gäste und löse das Fasten im gewählten Rahmen. Nach drei Jahren vollziehe dieselbe Verehrung ein letztes Mal, danke dem Guru und den Mitwirkenden und erkläre das Gelübde für beendet. Die großen Bett- und Goldgaben der vermögenden Fassung werden nicht zusätzlich verlangt.
Sinn und Abschluss
Die ausdrücklich zugelassene Blütenfassung macht Beharrlichkeit zum entscheidenden Einsatz. Die Bitte um ungebrochene Liebe bleibt dabei mit der Verehrung einer Göttin verbunden, die ebenso als Zufriedenheit, Schönheit, Fülle und Befreiung von Leid angerufen wird.
Rezitationen in Devanagari
Die Reihenfolge entspricht den Gebeten und Anrufungen im Ablauf.
Anrufungen
वरदायै नमः
श्रियै नमः
अशोकायै नमः
पार्वत्यै नमः
मङ्गलकारिण्यै नमः
वामदेव्यै नमः
पद्मोदरायै नमः
कामश्रियै नमः
सौभाग्यदायिन्यै नमः
श्रियै नमः
दर्पणवासिन्यै नमः
स्मरदायै नमः
गौर्यै नमः
उत्पलायै नमः
तुष्ट्यै नमः
कात्यायन्यै नमः
Siebenfache Verehrung
नमो गौर्यै नमो धिष्ण्यै नमः कान्त्यै नमः श्रियै ।
रम्भायै ललितायै च वासुदेव्यै नमो नमः ॥
Überliefertes Ehegebet
यथा न देवि देवेशस्त्वां परित्यज्य गच्छति ।
तथा मां सम्परित्यज्य पतिर्नान्यत्र गच्छतु ॥
Zwölf Monatsgebete
कुमुदा प्रीयताम् ।
विमला प्रीयताम् ।
अनन्ता प्रीयताम् ।
भवानी प्रीयताम् ।
सुधा प्रीयताम् ।
शिवा प्रीयताम् ।
ललिता प्रीयताम् ।
कमला प्रीयताम् ।
गौरी प्रीयताम् ।
सती प्रीयताम् ।
रम्भा प्रीयताम् ।
पार्वती प्रीयताम् ।
Quellen und Weiteres
- Matsya Purana, Kapitel beziehungsweise Verse 62.4–40: Sanskritfassung bei Wikisource.
Die dreijährige Ausführung mit Blüten und Mantras steht in der Sanskrit-Hindi-Fassung bei VedicPeople, Kapitel 62, Vers 38. Diese Fassung belegt auch die Lotuspositionen und den ehelichen Gebetstext. Beide Mondhälften folgen dem Sanskritwort „pratipakṣam“. Sandel, Wasser, örtliche Ersatzblüten und gegebenenfalls Pflanzenmilch sind heutige Anpassungen.
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