Akartri

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Akartri und Akarta (Sanskrit: अकर्तृ akartṛ, Nom. Sg. अकर्ता akartā m.) kein Täter (Kartri), kein Handelnder; ein Nicht-Handelnder; der einem keinen Dienst erwiesen hat; die Seele, Purusha.

Akartri ist jemand, der nicht handelt, jemand der kein Karma erzeugt. Akarta ist zum einen ein Ausdruck, der im Zusammenhang mit Karma Yoga wichtig ist: Man will kein neues Karma schaffen sondern altes Karma abarbeiten. Wer das, was er tut, ohne Verhaftung tut, schafft kein neues Karma, ist deshalb Akarta. Akarta ist auch im Vedanta wichtig: Das Selbst, der Atman, tut nichts, ist Akarta.

Daher halte dich nicht für den Handelnden. Gunas handeln unter den Gunas, du bist Akarta. Auch im Bhakti Yoga spielt der Ausdruck Akarta eine Rolle: Du tust nichts, Gott macht alles. Fühle, dass Gott durch dich wirkt, sei nicht verhaftet und identifiziere dich nicht. So vermeidest du alle Bindungen und erfährst die Gottverwirklichung. In einem anderen Sinn bedeutet Akarta auch die Nichtunterscheidung – jemand der kein Karta ist, also keiner, der gute Werke tut, ist dann ein Akarta… So haben Sanskritwörter je nach Kontext ganz unterschiedliche Bedeutungen…

Sukadev über Akarta

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Akarta

Akarta, im Sanskrit auch "Akartri", ist jemand, der nicht handelt, jemand, der kein Karma erzeugt. Akarta ist einer der vielen faszinierenden Sanskrit-Begriffe. Akarta ist ein wichtiger Ausdruck im Vedanta, aber Akarta heißt auch einfach jemand, der nicht handelt. Akarta kann in einem anderen Kontext auch jemand sein, der faul ist, ein Nichtstuer, was nicht nur positiv ist. Wenn aber im Vedanta von Akarta gesprochen wird, dann ist das jemand, der zwar intensiv tätig ist, sich aber nicht identifiziert mit seinen Handlungen.

Wenn du was tust und dich als Instrument Gottes fühlst, oder fühlst, dass du Instrument in den Händen des Schicksals bist, oder dass die Gunas allein tätig sind, dann bist du Akartri oder Akarta. Und Akarta heißt auch jemand, der kein neues Karma erzeugt. Es gilt, auf dieser Welt seine Lektionen zu lernen, sein Karma auszuarbeiten, aber es gilt auch, kein neues Karma zu schaffen. Wenn du Handlungen tust, ohne etwas zu wünschen und ohne dich zu identifizieren, dann bist du in dieser Hinsicht ein Akarta, jemand, der kein neues Karma erzeugt, weil er nicht das Gefühl hat, dass er etwas tut.

Akarta ist also die Einstellung eines Vedantins, aber auch die Einstellung von jedem spirituellen Aspiranten, sich nicht zu identifizieren und so kein neues Karma erzeugen, keine Wünsche haben und daher kein neues Karma erzeugen. Letztlich ist Akarta auch aus dem Jnana Yoga heraus, aus dem Bewusstsein, "ich bin das unsterbliche Selbst", und das unsterbliche Selbst ist Akarta. Brahman ist Akarta und tut nichts. Und diese Erkenntnis von "ich bin Brahman" heißt auch Akarta: "Auf einer relativen Ebene tue ich das, was zu tun ist. Auf einer höchsten Ebene bin ich Akarta, jemand, der nichts tut, und jemand, der kein Karma hat."


Der spirituelle Name Akarta

Akarta ist ein spiritueller Name für Aspiranten, die einen großen Bezug zu Vedanta haben. Akarta ist derjenige, der nicht an seinen Handlungen verhaftet ist. Jemand, der sich nicht mit seinen Handlungen identifiziert. Akarta heißt eigentlich, der Nicht-Handelnde.

Akarta kann man vedantisch interpretieren oder auch bhaktimäßig. Akarta ist auch derjenige, der kein neues Karma schafft. Vom Vedanta her würde man sagen: Du weißt, du bist das unsterbliche Selbst, du tust nichts. Vom Bhakti her würdest du sagen: Gott macht alles, du bist nur ein Instrument. Wenn du also Akarta heißt, dann soll es heißen, du erfüllst dein Karma, du tust, was zu tun ist, aber du identifizierst dich damit nicht. Du lässt Gott durch dich wirken. Oder du weißt, auf der relativen Ebene tut Körper und tun die Sinne etwas, aber du selbst, als unsterbliches Selbst, bist Akarta: nicht der Handelnde.

Siehe auch

Weblinks

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