Jnana Marga

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Jnana Marga ist der Weg der Erkenntnis, der Weg des Wissens. Jnana heißt Wissen, Erkenntnis, Weisheit.

Ramanuja - er verehrte nur einen einzigen Gott

Es gibt verschiedene Arten von Jnana. Natürlich ist das spirituelle Wissen, das Wissen um die wahre Natur des Selbst, die direkte Erkenntnis Gottes, das wahre Jnana. Marga bedeutet Weg. Es gibt viele Margas, viele Wege, zur Gottverwirklichung. Jnana Marga gilt als ein besonders direkter Weg. Andere Margas sind zum Beispiel Bhakti Marga und Karma Marga. Jnana Marga ist eine andere Bezeichnung für Jnana Yoga.

Sukadev über Jnana Marga

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Jnana Marga

Jnana Marga ist der Weg der Erkenntnis. Marga heißt Weg, Jnana heißt Erkenntnis. Jnana Marga, der Weg der Erkenntnis. Man spricht im Yoga von verschiedenen Yoga-Arten, da spricht man zum Beispiel von Jnana Yoga, Raja Yoga, Karma Yoga, Bhakti Yoga. Aber diese Yoga-Arten sind aber auch Yogawege, Marga heißt Weg. Und so gibt es Jnana Marga, den Weg der Erkenntnis, es gibt Bhakti Marga, den Weg der Hingabe. Und klassischerweise sind das die beiden Hauptwege. In der Bhagavad Gita spricht Krishna immer wieder davon. In der Bhagavad Gita sind ja mehrere Pole des spirituellen Lebens erklärt. Dort gibt es zum Beispiel den Weg der Entsagung, Tyaga und Sannyasa, der auch als Sankhya Yoga bezeichnet wird. Und es gibt den Weg des Yoga, wie es Krishna nennt, das heißt, den Weg des verhaftungslosen Ausführens von Werken. So ist also ein zurückgezogenes Leben und ein aktives Leben eine der Polaritäten im Yoga.

Als zweites gibt es dort auch die Polarität zwischen Jnana Marga und Bhakti Marga. Jnana Marga, der Weg der Erkenntnis, und Bhakti Marga, der Weg der Liebe und der Hingabe. Jemand, der den Jnana Marga geht, bemüht sich selbst um Erkenntnis. Er muss ein Jijnasu sein, einer, der nach Erkenntnis strebt, jemand, der Vichara übt, Jijnasa übt, also Erforschung übt, selbst muss er sich aus allen Verhaftungen herausholen und ziehen. Ein Bhakta, jemand, der Bhakti Marga geht, der übt den Weg der Hingabe und sagt: "Oh Gott, alleine kriege ich es nicht hin. Oh Gott, bitte hilf mir. Oh Gott, dein Wille geschehe." Und so ist also Bhakti Marga jemand, der den Weg der Hingabe geht. Und wiederum, eine dritte Polarität der Bhagavad Gita ist persönliche und überpersönliche Gottesvorstellung, das ist aber ein anderes Thema.

Hier also, Jnana Marga – der Weg der Erkenntnis. Und Jnana Marga wurde natürlich besonders propagiert von Shankaracharya, dem großen Yogameister, der Vedanta systematisiert hat. Vedanta ist die Philosophie der Einheit und er hat gesagt, Jnana ist der direkte Weg zu Moksha, zur Befreiung. Und Shankara hat so den Jnana Marga besonders gelobt und gepriesen. Durch die Erkenntnis kommst du zu Moksha, zur Befreiung. Wenn du erkennst: "Ich bin das Selbst. Ich bin eins mit Brahman. Aham Brahmasmi. Ich bin dieses unendliche Brahman. Ayam Atma Brahman. Mein Selbst ist Brahman."

Wenn du darüber Jnana hast, hast du Moksha, Befreiung. Und diese systematische Selbstbefragung und den Weg des Jnana Yogas zu gehen, nennt sich eben Jnana Marga. Es ist ein Weg, es gibt etwas zu tun, es gibt Aufgaben, es gibt Wegmarken usw. All das ist im Bild des Marga dabei. Marga – ein Weg. Jnana Marga – ein faszinierender Weg, ein herausfordernder Weg, ein Weg, wo du dich auch vielleicht immer wieder verirren magst, aber indem du ein beständiges Bestreben hast nach Jnana, wirst du beim Jnana Marga schließlich beim Jnana ankommen, höchste Erkenntnis bekommen und Moksha, Befreiung.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

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