Ganesha Dvarapala Puja mit acht Blütengaben
Ganesha Dvarapala Puja mit acht Blütengaben ehrt acht Ganesha-Gestalten, die der Mantramahodadhi als Dvarapalas, Hüter des Eingangs, nennt. Ein äußerer Schritt über die Schwelle wird dabei mit einer inneren Entscheidung verbunden: aufmerksam und mit Hingabe in den Ritualraum eintreten.

Umfang: Acht benannte Torwächter, acht Blütengaben und ein bewusster Eintritt in den Ritualraum.
Anlass, Voraussetzungen und Material
Geeignet zu Beginn einer Puja, eines Studientages oder einer Meditationszeit. Benötigt werden acht frische Blüten, ein Teller und eine kleine Ablageschale. Plane etwa fünf bis acht Minuten ein.
Zur Vertiefung passen Ganesha Puja, Gananam Tva Ganapatim, Mangalacharana. Alle für die hier beschriebene Sitzung erforderlichen Schritte sind unten ausgeschrieben.
1. Den Eingang vorbereiten
Reinige den Bereich am Eingang deines Puja- oder Meditationsraums. Stelle dort eine kleine Schale für die Blüten so auf, dass der Durchgang frei bleibt. Nimm die acht Blüten auf einem Teller mit. Vergegenwärtige Ganesha als Hüter des Übergangs vom Alltag zur bewussten Verehrung.
2. Ganesha grüßen
Stehe oder sitze ruhig vor der vorbereiteten Stelle, falte die Hände und sprich dreimal:
oṃ gaṇeśāya namaḥ
Om. Verehrung Ganesha.
3. Die acht Torwächter verehren
Nimm für jede Tabellenzeile eine Blüte. Sprich die zugehörige Formel einmal vollständig und lege die Blüte in die Schale am Eingang. Halte die Reihenfolge ein. Die acht Gestalten werden hier gemeinsam am Eingang verehrt; eine Verteilung auf acht Himmelsrichtungen ist für diese Kurzform nicht vorausgesetzt.
| Gabe | Vollständige Anrufung | Bedeutung |
|---|---|---|
| 1. Blüte | oṃ vakratuṇḍāya namaḥ | Om. Verehrung dem mit dem gekrümmten Rüssel. |
| 2. Blüte | oṃ ekadaṃṣṭrāya namaḥ | Om. Verehrung dem mit dem einen Stoßzahn. |
| 3. Blüte | oṃ mahodarāya namaḥ | Om. Verehrung dem mit dem großen Bauch. |
| 4. Blüte | oṃ gajānanāya namaḥ | Om. Verehrung dem Elefantengesichtigen. |
| 5. Blüte | oṃ lambodarāya namaḥ | Om. Verehrung dem mit dem herabhängenden Bauch. |
| 6. Blüte | oṃ vikaṭāya namaḥ | Om. Verehrung dem Gewaltigen, Vikata. |
| 7. Blüte | oṃ vighnarājāya namaḥ | Om. Verehrung dem Herrn der Hindernisse. |
| 8. Blüte | oṃ dhūmarājāya namaḥ | Om. Verehrung dem rauchfarbenen König, Dhumaraja. |
4. Den Übergang bewusst vollziehen
Falte die Hände und sprich einmal:
oṃ gaṇeśāya namaḥ
Om. Verehrung Ganesha.
Neige den Kopf. Überschreite anschließend bewusst die Schwelle und nimm deinen Meditationssitz ein. Verweile eine Minute still. Die Torverehrung ist damit abgeschlossen; eine anschließende Puja bildet eine eigene Praxis.
Vertiefung
Sukadev spricht über Ganesha als Gott des Anfangs. Das Video ist eine thematische Ergänzung; der konkrete Ablauf richtet sich nach dieser Anleitung.
Siehe auch
- Ganesha Puja
- Gananam Tva Ganapatim
- Mangalacharana
- Große Yoga Vidya Puja
- Puja
- Japa
- Mantra
- Dhyana
- Bhakti
- Tantra
Seminare
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18:45-19:45 Uhr- Aleah Gandarvika
Quellen und redaktionelle Hinweise
Mantramahodadhi von Mahīdhara, Sanskrit-IAST-Projektfassung mit gesonderten Erläuterungen aus der Naukā. Maßgeblich sind 21.64–65 für die acht Namen. Die Namen werden nach dem üblichen Muster Om – Dativ – Namah als Verehrungsformeln ausgeschrieben. Das allgemeine Ganesha-Namaskara ist auch im Brihat Tantrasara, allgemeine Puja-Paddhati, Vers 43, belegt. Blütenzahl, gemeinsame Schale und bewusstes Überschreiten der Schwelle sind die praktische Ausgestaltung dieser eigenständigen Kurzform; sie stellt keine vollständige Dvara-Puja mit allen Vorritualen dar.