Sharabha Upanishad
Die Sharabha Upanishad verherrlicht Shiva als Sharabha und als höchste Wirklichkeit. Der zum Atharvaveda gerechnete Text verbindet einen Mythos über die Überwindung der gewaltigen Narasimha-Gestalt mit Aussagen über Brahman, Atman und Befreiung. Seine theologische Perspektive ist ausdrücklich shaivisch. Der Sanskritname lautet शरभोपनिषत् (śarabhopaniṣat).

Sanskrittext mit Übersetzung und Wort-für-Wort-Erläuterung
Zur Textgestalt: Diese deutsche Studienübersetzung folgt der unten verlinkten Sanskritfassung. Jeder nummerierte Vers wird getrennt übersetzt. Der umfangreiche Prosaschluss erhält eine vollständige eigene Übersetzung; sprachlich unsichere Bezüge sind benannt. Merkverse, Friedensgebete und Kolophone werden als eigene Textbestandteile kenntlich gemacht. In der Worterklärung sind Sandhi-Verbindungen und Zusammensetzungen nach Möglichkeit aufgelöst. Offenkundige Schreib- und Trennfehler sind berichtigt; sinnrelevante Unsicherheiten werden angegeben. Die Devanagari- und IAST-Volltexte geben denselben redaktionellen Sanskritstand wieder.
Vorangestellter Merkvers
sarvaṃ santyajya munayo yadbhajantyātmarūpataḥ |
tacchārabhaṃ tripādbrahma svamātramavaśiṣyate ||
Nachdem die Weisen alles aufgegeben haben, verehren sie dieses Sharabha als ihr eigenes Selbst; das dreifüßige Brahman allein bleibt als das Selbst übrig.
Wort für Wort: sarvam santyajya – alles aufgegeben habend; munayaḥ – die Weisen; yat bhajanti – welches sie verehren; ātma-rūpataḥ – als Selbst; tat śārabham – dieses Sharabha; tripāt-brahma – dreifüßiges Brahman; sva-mātram – nur das Selbst; avaśiṣyate – bleibt.
Shanti-Mantra
oṃ bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devāḥ |
bhadraṃ paśyemākṣabhiryajatrāḥ |
sthirairaṅgaistuṣṭuvām̐sastanūbhiḥ |
vyaśema devahitaṃ yadāyuḥ |
svasti na indro vṛddhaśravāḥ |
svasti naḥ pūṣā viśvadevāḥ |
svasti nastārkṣyo ariṣṭanemiḥ |
svasti no bṛhaspatirdadhātu ||
Om. Ihr Götter, mögen wir mit den Ohren Heilsames hören; ihr Verehrungswürdigen, mögen wir mit den Augen Heilsames sehen. Mit festen Gliedern und Körpern mögen wir euch preisen und die uns von den Göttern zugedachte Lebenszeit verbringen. Möge Indra von großem Ruhm uns Wohlergehen schenken; möge Pushan, der alles kennt, uns Wohlergehen schenken; möge Tarkshya mit unversehrtem Radkranz uns Wohlergehen schenken; möge Brihaspati uns Wohlergehen gewähren.
Wort für Wort: oṃ – Om; bhadram – Heilsames; karṇebhiḥ – mit den Ohren; śṛṇuyāma – mögen wir hören; devāḥ – ihr Götter; paśyema – mögen wir sehen; akṣabhiḥ – mit den Augen; yajatrāḥ – ihr Verehrungswürdigen; sthiraiḥ aṅgaiḥ – mit festen Gliedern; tuṣṭuvāṃsaḥ – preisend; tanūbhiḥ – mit den Körpern; vyaśema – mögen wir verbringen; deva-hitam – von den Göttern bestimmt; yat āyuḥ – die Lebenszeit. svasti – Wohlergehen; naḥ – uns; indraḥ – Indra; vṛddha-śravāḥ – von großem Ruhm; pūṣā – Pushan; viśva-vedāḥ – alles kennend; tārkṣyaḥ – Tarkshya; ariṣṭa-nemiḥ – mit unversehrtem Radkranz, ein Beiname; bṛhaspatiḥ – Brihaspati; dadhātu – möge gewähren.
Friedensruf
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||
Om. Frieden, Frieden, Frieden.
Wort für Wort: oṃ – Om; śāntiḥ – Frieden, dreimal.
1. Die Frage nach der höchsten Gottheit
atha hainaṃ paippalādo brahmāṇamuvāca bho bhagavan brahmaviṣṇurudrāṇāṃ madhye ko vā adhikataro dhyeyaḥ syāttattvameva no brūhīti |
tasmai sa hovāca pitāmahaśca he paippalāda śṛṇu vākyametat |
bahūni puṇyāni kṛtāni yena tenaiva labhyaḥ parameśvaro'sau |
yasyāṅgajo'haṃ haririndramukhyā mohānna jānanti surendramukhyāḥ || 1 ||
Paippalada fragte Brahma: „Wer von Brahma, Vishnu und Rudra ist der Höchste und soll meditiert werden? Sage uns die Wahrheit.“ Der Urvater antwortete: „Paippalada, höre dieses Wort. Nur wer viele Verdienste erworben hat, kann jenen höchsten Herrn erreichen. Ich, Hari, Indra und die anderen sind aus ihm hervorgegangen; selbst die Götterfürsten erkennen ihn aus Verblendung nicht.“
Wort für Wort: paippalādaḥ – Paippalada; brahmāṇam uvāca – sprach zu Brahma; brahma-viṣṇu-rudrāṇām madhye – unter Brahma, Vishnu und Rudra; kaḥ adhikataraḥ – wer ist höher; dhyeyaḥ – zu meditieren; tattvam – Wahrheit; brūhi – sage; pitāmahaḥ – Urvater; śṛṇu – höre; bahūni puṇyāni – viele Verdienste; yena kṛtāni – von wem erworben; tena eva labhyaḥ – nur von ihm erreichbar; parameśvaraḥ – höchster Herr; yasya aṅga-jaḥ aham – aus dessen Glied ich geboren bin; hari-indra-mukhyāḥ – Hari, Indra und die anderen; mohāt – aus Verblendung; na jānanti – erkennen nicht.
2. Der Vater der Götter
prabhuṃ vareṇyaṃ pitaraṃ maheśaṃ yo brahmāṇaṃ vidadhāti tasmai |
vedāṃśca sarvānprahiṇoti cāgryaṃ taṃ vai prabhuṃ pitaraṃ devatānām || 2 ||
Er ist der zu wählende Herr, Vater und große Gebieter, der Brahma hervorbringt und ihm sämtliche Veden übermittelt: jener höchste Herr, Vater der Gottheiten.
Wort für Wort: prabhum – Herr; vareṇyam – zu wählen, verehrungswürdig; pitaram – Vater; maheśam – großen Herrn; yaḥ brahmāṇam vidadhāti – der Brahma hervorbringt; tasmai – für ihn; vedān sarvān prahiṇoti – alle Veden übermittelt; agryam – den Ersten; devatānām pitaram – Vater der Gottheiten.
3. Der Ursprung Brahmas und Vishnus
mamāpi viṣṇorjanakaṃ devamīḍyaṃ yo'ntakāle sarvalokānsaṃjahāra || 3 ||
Er ist der verehrungswürdige Gott, Ursprung von mir, Brahma, und von Vishnu; am Ende der Zeit zieht er alle Welten wieder ein.
Wort für Wort: mama api – auch von mir; viṣṇoḥ – Vishnus; janakam – Erzeuger; devam īḍyam – lobwürdiger Gott; yaḥ – der; anta-kāle – am Ende der Zeit; sarva-lokān – alle Welten; saṃjahāra – zog zusammen, vernichtete.
4. Die Sharabha-Erzählung
sa ekaḥ śreṣṭhaśca sarvaśāstā sa eva variṣṭhaśca |
yo ghoraṃ veṣamāsthāya śarabhākhyaṃ maheśvaraḥ |
nṛsiṃhaṃ lokahantāraṃ saṃjaghāna mahābalaḥ || 4 ||
Er allein ist der Höchste, Lenker aller und Vorzüglichste: Maheshvara nahm die furchtbare Gestalt namens Sharabha an und bezwang in gewaltiger Kraft Narasimha, der die Welt bedrohte.
Wort für Wort: sa ekaḥ – er allein; śreṣṭhaḥ – höchster; sarva-śāstā – Lenker aller; variṣṭhaḥ – vorzüglichster; ghoram veṣam āsthāya – furchtbare Gestalt angenommen; śarabha-ākhyam – Sharabha genannt; maheśvaraḥ – großer Herr; nṛsiṃham – Narasimha; loka-hantāram – Weltvernichter; saṃjaghāna – bezwang, erschlug; mahā-balaḥ – von großer Kraft.
5. Die Bitte der Götter
hariṃ harantaṃ pādābhyāmanuyānti sureśvarāḥ |
māvadhīḥ puruṣaṃ viṣṇuṃ vikramasva mahānasi || 5 ||
Als die Götterfürsten Hari an den Füßen wegführten, baten sie: „Töte Vishnu, den Purusha, nicht; gehe in deiner Größe weiter.“
Wort für Wort: harim – Hari; harantam – forttragend; pādābhyām – an den Füßen; anuyānti – folgen; sura-īśvarāḥ – Götterfürsten; mā avadhīḥ – töte nicht; puruṣam viṣṇum – Vishnu, den Purusha; vikramasva – schreite voran, erweise deine Kraft; mahān asi – du bist groß.
6. Virabhadra
kṛpayā bhagavānviṣṇuṃ vidadāra nakhaiḥ kharaiḥ |
carmāmbaro mahāvīro vīrabhadro babhūva ha || 6 ||
Aus Mitgefühl riss der Herr Vishnu mit scharfen Krallen auf. Der große Held trug dessen Haut als Gewand und wurde Virabhadra. Der Vers formuliert den sektarischen Mythos bewusst drastisch.
Wort für Wort: kṛpayā – aus Mitgefühl; bhagavān – der Herr; viṣṇum – Vishnu; vidadāra – riss auf; nakhaiḥ kharaiḥ – mit scharfen Krallen; carma-ambaraḥ – die Haut als Gewand tragend; mahā-vīraḥ – großer Held; vīrabhadraḥ babhūva – wurde Virabhadra.
7. Rudra als Meditationsziel
sa eko rudro dhyeyaḥ sarveṣāṃ sarvasiddhaye |
yo brahmaṇaḥ pañcavakrahantā tasmai rudrāya namo astu || 7 ||
Rudra allein soll von allen zur Erlangung aller Vollkommenheiten meditiert werden. Er schlug Brahmas fünftes Haupt ab. Diesem Rudra sei Verehrung.
Wort für Wort: sa ekaḥ rudraḥ – dieser eine Rudra; dhyeyaḥ – zu meditieren; sarveṣām – von allen; sarva-siddhaye – zu aller Vollendung; yaḥ – der; brahmaṇaḥ pañca-vakra-hantā – Vernichter von Brahmas fünftem Gesicht; tasmai rudrāya – diesem Rudra; namaḥ astu – sei Verehrung.
8. Schöpfung, Auflösung und Bewahrung
yo visphuliṅgena lalāṭajena sarvaṃ jagadbhasmasātsaṃkaroti |
punaśca sṛṣṭvā punarapyarakṣadevaṃ svatantraṃ prakaṭīkaroti |
tasmai rudrāya namo astu || 8 ||
Mit einem Funken aus seiner Stirn macht er die ganze Welt zu Asche; dann erschafft und beschützt er sie erneut. So offenbart er seine Freiheit. Diesem Rudra sei Verehrung.
Wort für Wort: yaḥ – der; visphuliṅgena – mit einem Funken; lalāṭa-jena – aus der Stirn entstanden; sarvam jagat – ganze Welt; bhasmasāt saṃkaroti – zu Asche macht; punaḥ sṛṣṭvā – wieder erschaffen habend; punaḥ api arakṣat – beschützte erneut; svatantram – frei, unabhängig; prakaṭīkaroti – offenbart.
9. Kala und das Gift
yo vāmapādena jaghāna kālaṃ ghoraṃ pape'tho hālahalaṃ dahantam |
tasmai rudrāya namo astu || 9 ||
Er bezwang Kala mit dem linken Fuß und trank das brennende, furchtbare Halahala-Gift. Diesem Rudra sei Verehrung.
Wort für Wort: vāma-pādena – mit dem linken Fuß; jaghāna – bezwang; kālam – Kala, Tod beziehungsweise Zeit; ghoram – furchtbar; papau – trank; hālahalam – Halahala-Gift; dahantam – brennend.
10. Die Gabe des Diskus
yo vāmapādārcitaviṣṇunetrastasmai dadau cakramatīva hṛṣṭaḥ |
tasmai rudrāya namo astu || 10 ||
Er freute sich über Vishnus Auge, das ihm zu Füßen dargebracht wurde, und gab ihm dafür den Diskus. Diesem Rudra sei Verehrung.
Wort für Wort: vāma-pāda-arcita – am linken Fuß verehrt; viṣṇu-netraḥ – Vishnus Auge, dessen genaue syntaktische Beziehung knapp ist; tasmai – ihm; dadau – gab; cakram – Diskus; atīva hṛṣṭaḥ – sehr erfreut.
11. Dakshas Opfer
yo dakṣayajñe surasaṅghānvijitya viṣṇuṃ babandhoragapāśena vīraḥ |
tasmai rudrāya namo astu || 11 ||
Beim Opfer Dakshas besiegte der Held die Scharen der Götter und band Vishnu mit einer Schlangenschlinge. Diesem Rudra sei Verehrung.
Wort für Wort: dakṣa-yajñe – beim Opfer Dakshas; sura-saṅghān – Götterscharen; vijitya – besiegt habend; viṣṇum babandha – band Vishnu; uraga-pāśena – mit Schlangenschlinge; vīraḥ – Held.
12. Tripura und Pashupati
yo līlayaiva tripuraṃ dadāha viṣṇuṃ kaviṃ somasūryāgninetraḥ |
sarve devāḥ paśutāmavāpuḥ svayaṃ tasmātpaśupatirbabhūva |
tasmai rudrāya namo astu || 12 ||
Spielerisch verbrannte er Tripura. Der Vers nennt Vishnu in knapper, unsicherer Fügung und beschreibt den Herrn mit Mond, Sonne und Feuer als Augen. Alle Götter nahmen den Stand von „Vieh“ an; deshalb wurde er selbst Pashupati, ihr Herr. Diesem Rudra sei Verehrung.
Wort für Wort: līlayā eva – allein im Spiel; tripuram dadāha – verbrannte Tripura; viṣṇum kavim – Vishnu, den Seher, syntaktisch unsicher; soma-sūrya-agni-netraḥ – Mond, Sonne und Feuer als Augen; sarve devāḥ – alle Götter; paśutām avāpuḥ – erlangten den Stand gebundener Wesen; svayam – selbst; tasmāt – deshalb; paśupatiḥ babhūva – wurde Pashupati.
13. Überwindung der begrenzten Formen
yo matsyakūrmādivarāhasiṃhānviṣṇuṃ kramantaṃ vāmanamādiviṣṇum |
viviklavaṃ pīḍyamānaṃ sureśaṃ bhasmīcakāra manmathaṃ yamaṃ ca |
tasmai rudrāya namo astu || 13 ||
Der überlieferte Vers reiht Vishnus Fisch-, Schildkröten-, Eber-, Löwen- und Zwerggestalt aneinander und nennt auch Kamadeva und Yama, die Shiva zu Asche machte. Einzelne Kasus sind gestört; die Pointe ist die Überlegenheit Rudras über alle begrenzten Erscheinungen.
Wort für Wort: matsya-kūrma-ādi – Fisch, Schildkröte und weitere; varāha-siṃhān – Eber- und Löwengestalten; vāmanam – den Zwerg; pīḍyamānam – bedrängt; sura-īśam – Götterherrn; bhasmīcakāra – machte zu Asche; manmatham – Liebesgott; yamam ca – und Yama.
14. Shiva nimmt das Leiden hinweg
evaṃ prakāreṇa bahudhā pratuṣṭvā kṣamāpayāmāsurnīlakaṇṭhaṃ maheśvaram |
tāpatrayasamudbhūtajanmamṛtyujarādibhiḥ |
nāvidhāni duḥkhāni jahāra parameśvaraḥ || 14 ||
Nachdem die Götter den blauhalsigen Maheshvara auf viele Arten gepriesen und um Vergebung gebeten hatten, nahm der höchste Herr die vielfältigen Leiden hinweg, die aus den drei Bedrängnissen, Geburt, Tod, Alter und Ähnlichem entstehen.
Wort für Wort: evam prakāreṇa – auf diese Weise; bahudhā pratuṣṭvā – vielfach gepriesen habend; kṣamāpayāmāsuḥ – baten um Vergebung; nīlakaṇṭham maheśvaram – den blauhalsigen großen Herrn; tāpa-traya – drei Arten des Leidens; samudbhūta – daraus entstanden; janma-mṛtyu-jarā-ādibhiḥ – durch Geburt, Tod, Alter und Weiteres; nānā-vidhāni duḥkhāni – verschiedenartige Leiden; jahāra – nahm hinweg; parameśvaraḥ – höchster Herr.
15. Der Beschützer aller Wesen
evaṃ mantraiḥ prārthyamāna ātmā vai sarvadehinām |
śaṅkaro bhagavānādyo rarakṣa sakalāḥ prajāḥ || 15 ||
Durch solche Mantras angerufen, schützte Shankara, der ursprüngliche Herr und das Selbst aller Verkörperten, sämtliche Geschöpfe.
Wort für Wort: evam mantraiḥ – mit solchen Mantras; prārthyamānaḥ – angerufen; ātmā – Selbst; sarva-dehinām – aller Verkörperten; śaṅkaraḥ – Shankara; bhagavān ādyaḥ – ursprünglicher Herr; rarakṣa – beschützte; sakalāḥ prajāḥ – alle Geschöpfe.
16. Jenseits von Sprache und Geist
yatpādāmbhoruhadvandvaṃ mṛgyate viṣṇunā saha |
stutvā stutyaṃ maheśānamavāṅmanasagocaram || 16 ||
Selbst Vishnu sucht die beiden Lotusfüße dessen, der allen Lobes würdig ist. Die Götter priesen Mahesha, den Sprache und Geist nicht erreichen.
Wort für Wort: yat-pāda-ambhoruha-dvandvam – dessen Paar von Lotusfüßen; mṛgyate – wird gesucht; viṣṇunā saha – auch von Vishnu; stutvā – gepriesen habend; stutyam – den Lobwürdigen; maheśānam – großen Herrn; avāk-manas-gocaram – für Sprache und Geist nicht erreichbar.
17. Das Geschenk der Gnade
bhaktyā namratanorviṣṇoḥ prasādamakarodvibhuḥ |
yato vāco nivartante aprāpya manasā saha |
ānandaṃ brahmaṇo vidvānna bibheti kadācaneti || 17 ||
Der Allgegenwärtige gewährte Vishnu, der sich hingebungsvoll verneigte, seine Gnade. Wer die Glückseligkeit Brahmans erkennt, von der Worte und Geist unverrichteter Dinge zurückkehren, fürchtet sich niemals.
Wort für Wort: bhaktyā – mit Hingabe; namra-tanoḥ viṣṇoḥ – Vishnus, dessen Körper sich beugt; prasādam akarot – gewährte Gnade; vibhuḥ – Allgegenwärtiger; yataḥ vācaḥ nivartante – von wo Worte zurückkehren; aprāpya – nicht erreicht habend; manasā saha – zusammen mit dem Geist; ānandam brahmaṇaḥ – Glückseligkeit Brahmans; vidvān – Wissender; na bibheti – fürchtet nicht; kadācana – jemals.
18. Das Selbst in der Herzenshöhle
aṇoraṇīyānmahato mahīyānātmāsyajantornihito guhāyām |
tamakratuṃ paśyati vītaśoko dhātuḥprasādānmahimānamīśam || 18 ||
Feiner als das Feinste und größer als das Größte liegt das Selbst in der Höhle dieses Wesens. Der wunschlose Mensch schaut durch die Gnade des Schöpfers die Herrlichkeit des Herrn und wird frei von Trauer.
Wort für Wort: aṇoḥ aṇīyān – feiner als das Feinste; mahataḥ mahīyān – größer als das Größte; ātmā – Selbst; asya jantoḥ – dieses Wesens; nihitaḥ guhāyām – in der Höhle verborgen; akratum – wunschlos; paśyati – schaut; vīta-śokaḥ – frei von Trauer; dhātuḥ prasādāt – durch die Gnade des Schöpfers; mahimānam īśam – Herrlichkeit des Herrn.
19. Von den Weisen verehrt
vasiṣṭhavaiyāsakivāmadevaviriñcimukhyairhṛdi bhāvyamānaḥ |
sanatsujātādisanātanādyairīḍyo maheśo bhagavānādidevaḥ || 19 ||
Vasishtha, Vyasa, Vamadeva, Brahma und andere betrachten ihn im Herzen; Sanatsujata, Sanatana und weitere preisen Mahesha, den ursprünglichen Gott.
Wort für Wort: vasiṣṭha-vaiyāsaki-vāmadeva-viriñci-mukhyaiḥ – durch Vasishtha, Vyasa, Vamadeva, Brahma und andere; hṛdi bhāvyamānaḥ – im Herzen betrachtet; sanatsujāta-ādi – Sanatsujata und weitere; īḍyaḥ – preisenswert; maheśaḥ – großer Herr; ādidevaḥ – ursprünglicher Gott.
20. Der ewige Zeuge
satyo nityaḥ sarvasākṣī maheśo nityānando nirvikalpo nirākhyaḥ |
acintyaśaktirbhagavāngirīśaḥ svāvidyayā kalpitamānabhūmiḥ || 20 ||
Mahesha ist wahr, ewig, Zeuge von allem, ewige Glückseligkeit, frei von Vorstellungen und ohne festlegbaren Namen. Girisha besitzt unvorstellbare Kraft; durch die eigene Unwissenheit erscheint der vorgestellte Bereich von Maß und Begrenzung.
Wort für Wort: satyaḥ – wahr; nityaḥ – ewig; sarva-sākṣī – Zeuge von allem; nitya-ānandaḥ – ewige Glückseligkeit; nirvikalpaḥ – ohne unterscheidende Vorstellung; nirākhyaḥ – unnennbar; acintya-śaktiḥ – von unvorstellbarer Kraft; girīśaḥ – Herr des Berges; sva-avidyayā – durch eigene Unwissenheit; kalpita – vorgestellt; māna-bhūmiḥ – Bereich des Maßes beziehungsweise der Begrenzung.
21. Maya durch Meditation überwinden
atimohakarī māyā mama viṣṇośca suvrata |
tasya pādāmbujadhyānāddustarā sutarā bhavet || 21 ||
„Guter Gelübdetreuer, Maya verwirrt selbst mich und Vishnu überaus. Durch Meditation über seine Lotusfüße wird die schwer zu überquerende Maya leicht überquerbar.“
Wort für Wort: ati-moha-karī – stark verwirrend; māyā – Maya; mama viṣṇoḥ ca – für mich und Vishnu; suvrata – guter Gelübdetreuer; tasya pāda-ambuja-dhyānāt – durch Meditation auf seine Lotusfüße; dustarā – schwer zu überqueren; sutarā bhavet – wird leicht überquerbar.
22. Vishnus kosmische Aufgabe
viṣṇurviśvajagadyoniḥ svāṃśabhūtaiḥ svakaiḥ saha |
mamāṃśasaṃbhavo bhūtvā pālayatyakhilaṃ jagat || 22 ||
Vishnu, Ursprung der Welt, entsteht mit seinen eigenen Teilgestalten als ein Anteil von mir und erhält die gesamte Welt.
Wort für Wort: viṣṇuḥ – Vishnu; viśva-jagat-yoniḥ – Ursprung des Weltalls; sva-aṃśa-bhūtaiḥ svakaiḥ saha – mit seinen eigenen Teilgestalten; mama aṃśa-sambhavaḥ – als aus meinem Anteil entstanden; bhūtvā – geworden; pālayati – erhält; akhilam jagat – ganze Welt.
23. Nur Mahadeva ist unvergänglich
vināśaṃ kālato yāti tato'nyatsakalaṃ mṛṣā |
oṃ tasmai mahāgrāsāya mahādevāya śūline |
maheśvarāya mṛḍāya tasmai rudrāya namo astu || 23 ||
Alles andere geht durch die Zeit dem Untergang entgegen und ist deshalb nicht die letzte Wahrheit. Om. Dem großen Verschlinger, Mahadeva, dem Träger des Speeres, Maheshvara und dem Gnädigen – diesem Rudra sei Verehrung.
Wort für Wort: vināśam – Untergang; kālataḥ – durch die Zeit; yāti – erreicht; tataḥ anyat – das davon Verschiedene; sakalam – alles; mṛṣā – unwahr im Sinne nicht endgültiger Wirklichkeit; mahāgrāsāya – dem großen Verschlinger; mahādevāya – Mahadeva; śūline – Speerträger; mṛḍāya – dem Gnädigen.
24. Vishnu in allen Wesen
eko viṣṇurmahadbhūtaṃ pṛthagbhūtāyanekaśaḥ |
trīṃllokānvyāpya bhūtātmā bhuṅkte viśvabhugavyayaḥ || 24 ||
Vishnu ist der eine große Seinsgrund, der sich vielfach in Einzelwesen entfaltet. Als Selbst der Wesen durchdringt er die drei Welten und genießt als unvergänglicher Genießer des Alls.
Wort für Wort: ekaḥ viṣṇuḥ – ein Vishnu; mahat-bhūtam – großer Seinsgrund; pṛthak-bhūtāya anekaśaḥ – vielfach zu gesonderten Wesen geworden; trīn lokān vyāpya – drei Welten durchdrungen; bhūta-ātmā – Selbst der Wesen; bhuṅkte – genießt; viśva-bhuk – Genießer des Alls; avyayaḥ – unvergänglich.
25. Opferformel an Vishnu
caturbhiśca caturbhiśca dvābhyāṃ pañcamireva ca |
hūyate ca punardvābhyāṃ sa me viṣṇuḥ prasīdatu || 25 ||
Mit Vierergruppen, nochmals Vierergruppen, mit zwei und sodann mit fünf wird geopfert, danach wieder mit zwei. Möge dieser Vishnu mir gnädig sein. Die Zahlen beziehen sich wahrscheinlich auf rituelle Formeln; der Text erklärt sie nicht.
Wort für Wort: caturbhiḥ ca caturbhiḥ ca – mit vier und vier; dvābhyām – mit zwei; pañcamiḥ – mit fünf, unregelmäßige Form; hūyate – wird geopfert; punaḥ dvābhyām – wiederum mit zwei; saḥ me viṣṇuḥ – dieser mein Vishnu; prasīdatu – möge gnädig sein.
26. Alles im Opfer ist Brahman
brahmārpaṇaṃ brahma havirbrahmāgnau brahmaṇā hutam |
brahmaiva tena gantavyaṃ brahmakarmasamādhinā || 26 ||
Brahman ist die Darbringung, Brahman die Opfergabe; von Brahman wird sie in Brahmans Feuer geopfert. Brahman allein ist das Ziel dessen, der im Handeln als Brahman gesammelt ist.
Wort für Wort: brahma-arpaṇam – Darbringung ist Brahman; brahma haviḥ – Opfergabe ist Brahman; brahma-agnau – in Brahmans Feuer; brahmaṇā hutam – durch Brahman geopfert; brahma eva gantavyam – Brahman allein ist zu erreichen; brahma-karma-samādhinā – durch Sammlung auf das Handeln als Brahman.
27. Die Deutung des Namens Sharabha
śarā jīvāstadaṅgeṣu bhāti nityaṃ hariḥ svayam |
brahmaiva śarabhaḥ sākṣānmokṣado'yaṃ mahāmune || 27 ||
Die Jivas sind Pfeile; in ihren Gliedern leuchtet Hari selbst. Sharabha ist unmittelbar Brahman und schenkt Befreiung, großer Weiser.
Wort für Wort: śarāḥ – Pfeile; jīvāḥ – Jivas; tat-aṅgeṣu – in dessen Gliedern; bhāti – leuchtet; nityam – ewig; hariḥ svayam – Hari selbst; brahma eva – gerade Brahman; śarabhaḥ sākṣāt – unmittelbar Sharabha; mokṣa-daḥ – Befreiung gebend; mahā-mune – großer Weiser.
28. Die Macht der Maya
māyāvaśādeva devā mohitā mamatādibhiḥ |
tasya māhātmyaleśāṃśaṃ vaktuṃ kenāpya śakyate || 28 ||
Durch die Macht der Maya sind selbst die Götter von Besitzdenken und Ähnlichem verwirrt. Nicht einmal ein kleinster Teil seiner Größe kann von irgendjemandem in Worte gefasst werden.
Wort für Wort: māyā-vaśāt – unter Mayas Macht; devāḥ – Götter; mohitāḥ – verwirrt; mamatā-ādibhiḥ – durch Besitzgefühl und Weiteres; tasya māhātmya – seine Größe; leśa-aṃśam – kleinster Anteil; vaktum – auszusprechen; kena api na śakyate – kann von niemandem.
29. Sektarische Rangordnung
parātparataraṃ brahma yatparātparato hariḥ |
parātparataro hīśastasmāttulyo'dhiko na hi || 29 ||
Der Text erklärt: Brahman steht über dem Höchsten, Hari noch über diesem und der Herr wiederum über Hari; deshalb komme ihm niemand gleich und niemand übertreffe ihn. Diese Rangordnung gibt die shaivistische Position des Textes wieder.
Wort für Wort: parāt-parataram – höher als das Höchste; brahma – Brahman; yat – welches; parāt-parataḥ hariḥ – Hari noch über dem Höchsten; parāt-parataraḥ īśaḥ – der Herr höher als das Höchste; tasmāt – deshalb; tulyaḥ – gleich; adhikaḥ – höher; na hi – gewiss nicht.
30. Shiva allein ist ewig
eka eva śivo nityastato'nyatsakalaṃ mṛṣā |
tasmātsarvānparityajya dhyeyānviṣṇvādikānsurān || 30 ||
Shiva allein ist ewig; alles andere besitzt keine endgültige Wirklichkeit. Deshalb soll man alle anderen Meditationsgottheiten, Vishnu und die übrigen Götter, loslassen.
Wort für Wort: ekaḥ eva śivaḥ – Shiva allein; nityaḥ – ewig; tataḥ anyat – alles von ihm Verschiedene; sakalam – alles; mṛṣā – nicht letzte Wirklichkeit; tasmāt – deshalb; sarvān parityajya – alle aufgegeben habend; dhyeyān – Meditationsobjekte; viṣṇu-ādikān surān – Vishnu und andere Götter.
31. Shiva als Befreier
śiva eva sadā dhyeyaḥ sarvasaṃsāramocakaḥ |
tasmai mahāgrāsāya maheśvarāya namaḥ || 31 ||
Shiva allein soll stets meditiert werden; er befreit vom ganzen Kreislauf des Samsara. Verehrung sei dem großen Verschlinger und großen Herrn.
Wort für Wort: śivaḥ eva – Shiva allein; sadā – stets; dhyeyaḥ – zu meditieren; sarva-saṃsāra-mocakaḥ – vom ganzen Samsara befreiend; mahāgrāsāya – dem großen Verschlinger; maheśvarāya – dem großen Herrn; namaḥ – Verehrung.
32. Begrenzung der Weitergabe
paippalādaṃ mahāśāstraṃ na deyaṃ yasya kasyacit |
nāstikāya kṛtaghnāya durvṛttāya durātmane || 32 ||
Diese große Paippalada-Lehre soll nicht beliebig weitergegeben werden: nicht einem Gottesleugner, Undankbaren, Menschen von schlechtem Wandel oder Übelgesinnten.
Wort für Wort: paippalādam mahā-śāstram – große Paippalada-Lehre; na deyam – nicht zu geben; yasya kasyacit – jedem Beliebigen; nāstikāya – einem Leugner; kṛtaghnāya – Undankbaren; durvṛttāya – von schlechtem Wandel; durātmane – Übelgesinnten.
33. Ungeeignete und geeignete Empfänger
dāṃbhikāya nṛśaṃsāya śaṭhāyānṛtabhāṣiṇe |
suvratāya subhaktāya suvṛttāya suśīline || 33 ||
Nicht dem Heuchler, Grausamen, Hinterlistigen oder Lügner; die folgende zweite Vershälfte beginnt die positive Liste: einem Menschen mit gutem Gelübde, guter Hingabe, gutem Wandel und edlem Charakter.
Wort für Wort: dāmbhikāya – Heuchler; nṛśaṃsāya – Grausamer; śaṭhāya – Hinterlistiger; anṛta-bhāṣiṇe – Lügner; suvratāya – gut Gelübdetreuem; subhaktāya – gut Hingebungsvollem; suvṛttāya – von gutem Wandel; suśīline – von edlem Charakter.
34. Der würdige Schüler
gurubhaktāya dāntāya śāntāya ṛjucetase |
śivabhaktāya dātavyaṃ brahmakarmoktadhīmate || 34 ||
Weiterzugeben ist sie dem Guru-Ergebenen, Selbstbeherrschten, Friedvollen, Aufrichtigen, Shiva-Ergebenen und dem Weisen, der die Lehre vom Handeln als Brahman versteht.
Wort für Wort: guru-bhaktāya – dem Guru-Ergebenen; dāntāya – Selbstbeherrschten; śāntāya – Friedvollen; ṛju-cetase – Aufrichtiggesinnten; śiva-bhaktāya – Shiva-Ergebenen; dātavyam – weiterzugeben; brahma-karma-ukta-dhīmate – dem Weisen, der das als Brahman bezeichnete Handeln versteht.
35. Sorgfältige Bewahrung
svabhaktāyaiva dātavyamakṛtaghnāya suvratam |
na dātavyaṃ sadā gopyaṃ yatnenaiva dvijottama || 35 ||
Nur dem eigenen hingebungsvollen, dankbaren und gelübdetreuen Schüler soll sie gegeben werden. Sonst ist sie nicht weiterzugeben, sondern sorgfältig zu bewahren, bester der Zweimalgeborenen.
Wort für Wort: sva-bhaktāya eva – nur dem eigenen Hingebungsvollen; dātavyam – zu geben; akṛtaghnāya – dem nicht Undankbaren; suvratam – Gelübdetreuen; na dātavyam – nicht zu geben; sadā gopyam – stets zu hüten; yatnena eva – mit Sorgfalt; dvija-uttama – bester Zweimalgeborener.
Traditionelle Fruchtverheißung
etatpaippalādaṃ mahāśāstraṃ yo'dhīte śrāvayeddvijaḥ sa janmamaraṇebhyo mukto bhavati |
yo jānīte so'mṛtatvaṃ ca gacchati |
garbhavāsādvimukto bhavati |
surāpānātpūto bhavati |
svarṇasteyātpūto bhavati |
brahmahatyātpūto bhavati |
gurutalpagamanātpūto bhavati |
sa sarvānvedānadhīto bhavati |
sa sarvāndevāndhyāto bhavati |
sa samastamahāpātakopapātakātpūto bhavati |
tasmādavimuktamāśrito bhavati |
sa satataṃ śivapriyo bhavati |
sa śivasāyujyameti |
na sa punarāvartate na sa punarāvartate |
brahmaiva bhavati |
ityāha bhagavānbrahmetyupaniṣat ||
Der Zweimalgeborene, der diese große, mit Pippalada verbundene Lehre studiert und hören lässt, wird von Geburt und Tod frei. Wer sie erkennt, gelangt zur Unsterblichkeit und wird vom Aufenthalt im Mutterleib befreit. Er wird vom Trinken berauschenden Getränks, vom Golddiebstahl, vom Töten eines Brahmanen und vom Verkehr mit der Frau des Lehrers gereinigt. Er gilt als einer, der alle Veden studiert und über alle Götter meditiert hat. Er wird von allen großen und kleineren Vergehen gereinigt. Deshalb findet er im Avimukta Zuflucht. Er wird Shiva stets lieb und erreicht die Vereinigung mit Shiva. Er kehrt nicht wieder, er kehrt nicht wieder. Er wird Brahman selbst. So sprach der erhabene Brahma; so lautet die Upanishad. Dies sind traditionelle Fruchtverheißungen des Textes.
Wort für Wort: etat paippalādam mahāśāstram – diese große Pippalada-Lehre; yaḥ adhīte śrāvayet dvijaḥ – der Zweimalgeborene, der studiert und hören lässt; janma-maraṇebhyaḥ muktaḥ – von Geburt und Tod befreit; yaḥ jānīte – wer erkennt; amṛtatvam gacchati – erlangt Unsterblichkeit; garbha-vāsāt vimuktaḥ – vom Aufenthalt im Mutterleib befreit; surāpānāt pūtaḥ – von berauschendem Trinken gereinigt; svarṇa-steyāt – vom Golddiebstahl; brahma-hatyāyāḥ – vom Töten eines Brahmanen; guru-talpa-gamanāt – vom Verkehr mit der Frau des Lehrers; sarvān vedān adhītaḥ – alle Veden studiert habend; sarvān devān dhyātaḥ – über alle Götter meditiert habend; samasta-mahāpātaka-upapātakāt – von sämtlichen großen und kleineren Vergehen; tasmāt – deshalb; avimuktam āśritaḥ – im Avimukta Zuflucht nehmend; satatam śiva-priyaḥ – Shiva stets lieb; śiva-sāyujyam eti – erreicht Vereinigung mit Shiva; na saḥ punarāvartate – er kehrt nicht wieder, zweimal; brahma eva bhavati – wird Brahman selbst; iti āha bhagavān brahmā – so sprach der erhabene Brahma; iti upaniṣat – so die Upanishad.
Shanti-Mantra
oṃ bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devāḥ |
bhadraṃ paśyemākṣabhiryajatrāḥ |
sthirairaṅgaistuṣṭuvām̐sastanūbhiḥ |
vyaśema devahitaṃ yadāyuḥ |
svasti na indro vṛddhaśravāḥ |
svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ |
svasti nastārkṣyo ariṣṭanemiḥ |
svasti no bṛhaspatirdadhātu |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||
Om. Ihr Götter, mögen wir mit den Ohren Heilsames hören; ihr Verehrungswürdigen, mögen wir mit den Augen Heilsames sehen. Mit festen Gliedern und Körpern mögen wir euch preisen und die uns von den Göttern zugedachte Lebenszeit verbringen. Möge Indra von großem Ruhm uns Wohlergehen schenken; möge Pushan, der alles kennt, uns Wohlergehen schenken; möge Tarkshya mit unversehrtem Radkranz uns Wohlergehen schenken; möge Brihaspati uns Wohlergehen gewähren. Om. Frieden, Frieden, Frieden.
Wort für Wort: oṃ – Om; bhadram – Heilsames; karṇebhiḥ – mit den Ohren; śṛṇuyāma – mögen wir hören; devāḥ – ihr Götter; paśyema – mögen wir sehen; akṣabhiḥ – mit den Augen; yajatrāḥ – ihr Verehrungswürdigen; sthiraiḥ aṅgaiḥ – mit festen Gliedern; tuṣṭuvāṃsaḥ – preisend; tanūbhiḥ – mit den Körpern; vyaśema – mögen wir verbringen; deva-hitam – von den Göttern bestimmt; yat āyuḥ – die Lebenszeit. svasti – Wohlergehen; naḥ – uns; indraḥ – Indra; vṛddha-śravāḥ – von großem Ruhm; pūṣā – Pushan; viśva-vedāḥ – alles kennend; tārkṣyaḥ – Tarkshya; ariṣṭa-nemiḥ – mit unversehrtem Radkranz, ein Beiname; bṛhaspatiḥ – Brihaspati; dadhātu – möge gewähren. śāntiḥ – Frieden, dreimal.
Schlussvermerk
iti śarabhopaniṣatsamāptā ||
Hier endet die Sharabha Upanishad.
Wort für Wort: iti – so, hiermit; śarabhopaniṣat – Sharabha Upanishad; samāptā – beendet.
Datierung, Inhalt und Bedeutung
Überlieferung und Datierung
Die Sharabha Upanishad gehört zu den kleineren shaivischen Upanishaden. Sie stellt ihre Lehre in einen mit Pippalada verbundenen Überlieferungsrahmen. Ein solcher Rahmen bezeugt den Autoritätsanspruch des Textes, nicht automatisch sein historisches Alter. Eine genaue Datierung wird hier nicht angegeben, weil die herangezogene Textgrundlage keine gesicherte Entstehungszeit ausweist.
Mythos und Lobpreis
Der Text erzählt von Shivas Gestalt Sharabha und ihrem Verhältnis zu Narasimha. Die Erzählung ordnet verschiedene göttliche Gestalten aus einer bestimmten religiösen Sicht. Darauf folgt ein Lob Rudras anhand weiterer mythischer Taten. Die wiederkehrende Verneigung bildet den Zusammenhang zwischen diesen Bildern. Die Aussagen sind als Stimme dieser Überlieferung wiedergegeben; andere hinduistische Traditionen können dieselben Gestalten anders einordnen.
Neben den Erzählbildern stehen Aussagen über die Grenzen von Rede und Geist und über den höchsten Herrn als inneren Zeugen. Die Größe des Göttlichen wird zugleich als feiner als das Feine und größer als das Große beschrieben. Damit wird der Mythos in eine Lehre eingebettet, die über einzelne räumliche Gestalten hinausweist.
Brahman-Erkenntnis und Bedeutung heute
Spätere Verse verbinden Shiva und die höchste Wirklichkeit mit Erkenntnis, Freiheit von Vorstellungen und dem Ende bindender Täuschung. Der Prosaschluss preist Studium und Weitergabe der Lehre. Seine Aussagen über Reinigung von Vergehen und Wiedergeburt sind traditionelle Fruchtverheißungen. Auch die ausdrücklich genannten Vergehen werden übersetzt, damit der historische Text vollständig sichtbar bleibt.
Eine heutige Lektüre kann mythologische, theologische und kontemplative Ebenen unterscheiden. Die Erzählung vom überwundenen Zorn lässt sich als Anstoß zur Selbstprüfung lesen; diese Anwendung ist eine heutige Auslegung. Sie ersetzt weder die konkrete Erzählung noch rechtfertigt sie Geringschätzung anderer Glaubensrichtungen. Für spirituelle Praxis sind Hingabe, Demut und das Erforschen des inneren Zeugen besonders fruchtbare Ansatzpunkte.
Vollständiger Text in Devanagari
सर्वं सन्त्यज्य मुनयो यद्भजन्त्यात्मरूपतः ।
तच्छारभं त्रिपाद्ब्रह्म स्वमात्रमवशिष्यते ॥
ॐ भद्रं कर्णेभिः शृणुयाम देवाः ।
भद्रं पश्येमाक्षभिर्यजत्राः ।
स्थिरैरङ्गैस्तुष्टुवाँसस्तनूभिः ।
व्यशेम देवहितं यदायुः ।
स्वस्ति न इन्द्रो वृद्धश्रवाः ।
स्वस्ति नः पूषा विश्वदेवाः ।
स्वस्ति नस्तार्क्ष्यो अरिष्टनेमिः ।
स्वस्ति नो बृहस्पतिर्दधातु ॥
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥
अथ हैनं पैप्पलादो ब्रह्माणमुवाच भो भगवन् ब्रह्मविष्णुरुद्राणां मध्ये को वा अधिकतरो ध्येयः स्यात्तत्त्वमेव नो ब्रूहीति ।
तस्मै स होवाच पितामहश्च हे पैप्पलाद शृणु वाक्यमेतत् ।
बहूनि पुण्यानि कृतानि येन तेनैव लभ्यः परमेश्वरोऽसौ ।
यस्याङ्गजोऽहं हरिरिन्द्रमुख्या मोहान्न जानन्ति सुरेन्द्रमुख्याः ॥ १ ॥
प्रभुं वरेण्यं पितरं महेशं यो ब्रह्माणं विदधाति तस्मै ।
वेदांश्च सर्वान्प्रहिणोति चाग्र्यं तं वै प्रभुं पितरं देवतानाम् ॥ २ ॥
ममापि विष्णोर्जनकं देवमीड्यं योऽन्तकाले सर्वलोकान्संजहार ॥ ३ ॥
स एकः श्रेष्ठश्च सर्वशास्ता स एव वरिष्ठश्च ।
यो घोरं वेषमास्थाय शरभाख्यं महेश्वरः ।
नृसिंहं लोकहन्तारं संजघान महाबलः ॥ ४ ॥
हरिं हरन्तं पादाभ्यामनुयान्ति सुरेश्वराः ।
मावधीः पुरुषं विष्णुं विक्रमस्व महानसि ॥ ५ ॥
कृपया भगवान्विष्णुं विददार नखैः खरैः ।
चर्माम्बरो महावीरो वीरभद्रो बभूव ह ॥ ६ ॥
स एको रुद्रो ध्येयः सर्वेषां सर्वसिद्धये ।
यो ब्रह्मणः पञ्चवक्रहन्ता तस्मै रुद्राय नमो अस्तु ॥ ७ ॥
यो विस्फुलिङ्गेन ललाटजेन सर्वं जगद्भस्मसात्संकरोति ।
पुनश्च सृष्ट्वा पुनरप्यरक्षदेवं स्वतन्त्रं प्रकटीकरोति ।
तस्मै रुद्राय नमो अस्तु ॥ ८ ॥
यो वामपादेन जघान कालं घोरं पपेऽथो हालहलं दहन्तम् ।
तस्मै रुद्राय नमो अस्तु ॥ ९ ॥
यो वामपादार्चितविष्णुनेत्रस्तस्मै ददौ चक्रमतीव हृष्टः ।
तस्मै रुद्राय नमो अस्तु ॥ १० ॥
यो दक्षयज्ञे सुरसङ्घान्विजित्य विष्णुं बबन्धोरगपाशेन वीरः ।
तस्मै रुद्राय नमो अस्तु ॥ ११ ॥
यो लीलयैव त्रिपुरं ददाह विष्णुं कविं सोमसूर्याग्निनेत्रः ।
सर्वे देवाः पशुतामवापुः स्वयं तस्मात्पशुपतिर्बभूव ।
तस्मै रुद्राय नमो अस्तु ॥ १२ ॥
यो मत्स्यकूर्मादिवराहसिंहान्विष्णुं क्रमन्तं वामनमादिविष्णुम् ।
विविक्लवं पीड्यमानं सुरेशं भस्मीचकार मन्मथं यमं च ।
तस्मै रुद्राय नमो अस्तु ॥ १३ ॥
एवं प्रकारेण बहुधा प्रतुष्ट्वा क्षमापयामासुर्नीलकण्ठं महेश्वरम् ।
तापत्रयसमुद्भूतजन्ममृत्युजरादिभिः ।
नाविधानि दुःखानि जहार परमेश्वरः ॥ १४ ॥
एवं मन्त्रैः प्रार्थ्यमान आत्मा वै सर्वदेहिनाम् ।
शङ्करो भगवानाद्यो ररक्ष सकलाः प्रजाः ॥ १५ ॥
यत्पादाम्भोरुहद्वन्द्वं मृग्यते विष्णुना सह ।
स्तुत्वा स्तुत्यं महेशानमवाङ्मनसगोचरम् ॥ १६ ॥
भक्त्या नम्रतनोर्विष्णोः प्रसादमकरोद्विभुः ।
यतो वाचो निवर्तन्ते अप्राप्य मनसा सह ।
आनन्दं ब्रह्मणो विद्वान्न बिभेति कदाचनेति ॥ १७ ॥
अणोरणीयान्महतो महीयानात्मास्यजन्तोर्निहितो गुहायाम् ।
तमक्रतुं पश्यति वीतशोको धातुःप्रसादान्महिमानमीशम् ॥ १८ ॥
वसिष्ठवैयासकिवामदेवविरिञ्चिमुख्यैर्हृदि भाव्यमानः ।
सनत्सुजातादिसनातनाद्यैरीड्यो महेशो भगवानादिदेवः ॥ १९ ॥
सत्यो नित्यः सर्वसाक्षी महेशो नित्यानन्दो निर्विकल्पो निराख्यः ।
अचिन्त्यशक्तिर्भगवान्गिरीशः स्वाविद्यया कल्पितमानभूमिः ॥ २० ॥
अतिमोहकरी माया मम विष्णोश्च सुव्रत ।
तस्य पादाम्बुजध्यानाद्दुस्तरा सुतरा भवेत् ॥ २१ ॥
विष्णुर्विश्वजगद्योनिः स्वांशभूतैः स्वकैः सह ।
ममांशसंभवो भूत्वा पालयत्यखिलं जगत् ॥ २२ ॥
विनाशं कालतो याति ततोऽन्यत्सकलं मृषा ।
ॐ तस्मै महाग्रासाय महादेवाय शूलिने ।
महेश्वराय मृडाय तस्मै रुद्राय नमो अस्तु ॥ २३ ॥
एको विष्णुर्महद्भूतं पृथग्भूतायनेकशः ।
त्रींल्लोकान्व्याप्य भूतात्मा भुङ्क्ते विश्वभुगव्ययः ॥ २४ ॥
चतुर्भिश्च चतुर्भिश्च द्वाभ्यां पञ्चमिरेव च ।
हूयते च पुनर्द्वाभ्यां स मे विष्णुः प्रसीदतु ॥ २५ ॥
ब्रह्मार्पणं ब्रह्म हविर्ब्रह्माग्नौ ब्रह्मणा हुतम् ।
ब्रह्मैव तेन गन्तव्यं ब्रह्मकर्मसमाधिना ॥ २६ ॥
शरा जीवास्तदङ्गेषु भाति नित्यं हरिः स्वयम् ।
ब्रह्मैव शरभः साक्षान्मोक्षदोऽयं महामुने ॥ २७ ॥
मायावशादेव देवा मोहिता ममतादिभिः ।
तस्य माहात्म्यलेशांशं वक्तुं केनाप्य शक्यते ॥ २८ ॥
परात्परतरं ब्रह्म यत्परात्परतो हरिः ।
परात्परतरो हीशस्तस्मात्तुल्योऽधिको न हि ॥ २९ ॥
एक एव शिवो नित्यस्ततोऽन्यत्सकलं मृषा ।
तस्मात्सर्वान्परित्यज्य ध्येयान्विष्ण्वादिकान्सुरान् ॥ ३० ॥
शिव एव सदा ध्येयः सर्वसंसारमोचकः ।
तस्मै महाग्रासाय महेश्वराय नमः ॥ ३१ ॥
पैप्पलादं महाशास्त्रं न देयं यस्य कस्यचित् ।
नास्तिकाय कृतघ्नाय दुर्वृत्ताय दुरात्मने ॥ ३२ ॥
दांभिकाय नृशंसाय शठायानृतभाषिणे ।
सुव्रताय सुभक्ताय सुवृत्ताय सुशीलिने ॥ ३३ ॥
गुरुभक्ताय दान्ताय शान्ताय ऋजुचेतसे ।
शिवभक्ताय दातव्यं ब्रह्मकर्मोक्तधीमते ॥ ३४ ॥
स्वभक्तायैव दातव्यमकृतघ्नाय सुव्रतम् ।
न दातव्यं सदा गोप्यं यत्नेनैव द्विजोत्तम ॥ ३५ ॥
एतत्पैप्पलादं महाशास्त्रं योऽधीते श्रावयेद्द्विजः स जन्ममरणेभ्यो मुक्तो भवति ।
यो जानीते सोऽमृतत्वं च गच्छति ।
गर्भवासाद्विमुक्तो भवति ।
सुरापानात्पूतो भवति ।
स्वर्णस्तेयात्पूतो भवति ।
ब्रह्महत्यात्पूतो भवति ।
गुरुतल्पगमनात्पूतो भवति ।
स सर्वान्वेदानधीतो भवति ।
स सर्वान्देवान्ध्यातो भवति ।
स समस्तमहापातकोपपातकात्पूतो भवति ।
तस्मादविमुक्तमाश्रितो भवति ।
स सततं शिवप्रियो भवति ।
स शिवसायुज्यमेति ।
न स पुनरावर्तते न स पुनरावर्तते ।
ब्रह्मैव भवति ।
इत्याह भगवान्ब्रह्मेत्युपनिषत् ॥
ॐ भद्रं कर्णेभिः शृणुयाम देवाः ।
भद्रं पश्येमाक्षभिर्यजत्राः ।
स्थिरैरङ्गैस्तुष्टुवाँसस्तनूभिः ।
व्यशेम देवहितं यदायुः ।
स्वस्ति न इन्द्रो वृद्धश्रवाः ।
स्वस्ति नः पूषा विश्ववेदाः ।
स्वस्ति नस्तार्क्ष्यो अरिष्टनेमिः ।
स्वस्ति नो बृहस्पतिर्दधातु ।
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥
इति शरभोपनिषत्समाप्ता ॥
Vollständiger Text in IAST
sarvaṃ santyajya munayo yadbhajantyātmarūpataḥ |
tacchārabhaṃ tripādbrahma svamātramavaśiṣyate ||
oṃ bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devāḥ |
bhadraṃ paśyemākṣabhiryajatrāḥ |
sthirairaṅgaistuṣṭuvām̐sastanūbhiḥ |
vyaśema devahitaṃ yadāyuḥ |
svasti na indro vṛddhaśravāḥ |
svasti naḥ pūṣā viśvadevāḥ |
svasti nastārkṣyo ariṣṭanemiḥ |
svasti no bṛhaspatirdadhātu ||
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||
atha hainaṃ paippalādo brahmāṇamuvāca bho bhagavan brahmaviṣṇurudrāṇāṃ madhye ko vā adhikataro dhyeyaḥ syāttattvameva no brūhīti |
tasmai sa hovāca pitāmahaśca he paippalāda śṛṇu vākyametat |
bahūni puṇyāni kṛtāni yena tenaiva labhyaḥ parameśvaro'sau |
yasyāṅgajo'haṃ haririndramukhyā mohānna jānanti surendramukhyāḥ || 1 ||
prabhuṃ vareṇyaṃ pitaraṃ maheśaṃ yo brahmāṇaṃ vidadhāti tasmai |
vedāṃśca sarvānprahiṇoti cāgryaṃ taṃ vai prabhuṃ pitaraṃ devatānām || 2 ||
mamāpi viṣṇorjanakaṃ devamīḍyaṃ yo'ntakāle sarvalokānsaṃjahāra || 3 ||
sa ekaḥ śreṣṭhaśca sarvaśāstā sa eva variṣṭhaśca |
yo ghoraṃ veṣamāsthāya śarabhākhyaṃ maheśvaraḥ |
nṛsiṃhaṃ lokahantāraṃ saṃjaghāna mahābalaḥ || 4 ||
hariṃ harantaṃ pādābhyāmanuyānti sureśvarāḥ |
māvadhīḥ puruṣaṃ viṣṇuṃ vikramasva mahānasi || 5 ||
kṛpayā bhagavānviṣṇuṃ vidadāra nakhaiḥ kharaiḥ |
carmāmbaro mahāvīro vīrabhadro babhūva ha || 6 ||
sa eko rudro dhyeyaḥ sarveṣāṃ sarvasiddhaye |
yo brahmaṇaḥ pañcavakrahantā tasmai rudrāya namo astu || 7 ||
yo visphuliṅgena lalāṭajena sarvaṃ jagadbhasmasātsaṃkaroti |
punaśca sṛṣṭvā punarapyarakṣadevaṃ svatantraṃ prakaṭīkaroti |
tasmai rudrāya namo astu || 8 ||
yo vāmapādena jaghāna kālaṃ ghoraṃ pape'tho hālahalaṃ dahantam |
tasmai rudrāya namo astu || 9 ||
yo vāmapādārcitaviṣṇunetrastasmai dadau cakramatīva hṛṣṭaḥ |
tasmai rudrāya namo astu || 10 ||
yo dakṣayajñe surasaṅghānvijitya viṣṇuṃ babandhoragapāśena vīraḥ |
tasmai rudrāya namo astu || 11 ||
yo līlayaiva tripuraṃ dadāha viṣṇuṃ kaviṃ somasūryāgninetraḥ |
sarve devāḥ paśutāmavāpuḥ svayaṃ tasmātpaśupatirbabhūva |
tasmai rudrāya namo astu || 12 ||
yo matsyakūrmādivarāhasiṃhānviṣṇuṃ kramantaṃ vāmanamādiviṣṇum |
viviklavaṃ pīḍyamānaṃ sureśaṃ bhasmīcakāra manmathaṃ yamaṃ ca |
tasmai rudrāya namo astu || 13 ||
evaṃ prakāreṇa bahudhā pratuṣṭvā kṣamāpayāmāsurnīlakaṇṭhaṃ maheśvaram |
tāpatrayasamudbhūtajanmamṛtyujarādibhiḥ |
nāvidhāni duḥkhāni jahāra parameśvaraḥ || 14 ||
evaṃ mantraiḥ prārthyamāna ātmā vai sarvadehinām |
śaṅkaro bhagavānādyo rarakṣa sakalāḥ prajāḥ || 15 ||
yatpādāmbhoruhadvandvaṃ mṛgyate viṣṇunā saha |
stutvā stutyaṃ maheśānamavāṅmanasagocaram || 16 ||
bhaktyā namratanorviṣṇoḥ prasādamakarodvibhuḥ |
yato vāco nivartante aprāpya manasā saha |
ānandaṃ brahmaṇo vidvānna bibheti kadācaneti || 17 ||
aṇoraṇīyānmahato mahīyānātmāsyajantornihito guhāyām |
tamakratuṃ paśyati vītaśoko dhātuḥprasādānmahimānamīśam || 18 ||
vasiṣṭhavaiyāsakivāmadevaviriñcimukhyairhṛdi bhāvyamānaḥ |
sanatsujātādisanātanādyairīḍyo maheśo bhagavānādidevaḥ || 19 ||
satyo nityaḥ sarvasākṣī maheśo nityānando nirvikalpo nirākhyaḥ |
acintyaśaktirbhagavāngirīśaḥ svāvidyayā kalpitamānabhūmiḥ || 20 ||
atimohakarī māyā mama viṣṇośca suvrata |
tasya pādāmbujadhyānāddustarā sutarā bhavet || 21 ||
viṣṇurviśvajagadyoniḥ svāṃśabhūtaiḥ svakaiḥ saha |
mamāṃśasaṃbhavo bhūtvā pālayatyakhilaṃ jagat || 22 ||
vināśaṃ kālato yāti tato'nyatsakalaṃ mṛṣā |
oṃ tasmai mahāgrāsāya mahādevāya śūline |
maheśvarāya mṛḍāya tasmai rudrāya namo astu || 23 ||
eko viṣṇurmahadbhūtaṃ pṛthagbhūtāyanekaśaḥ |
trīṃllokānvyāpya bhūtātmā bhuṅkte viśvabhugavyayaḥ || 24 ||
caturbhiśca caturbhiśca dvābhyāṃ pañcamireva ca |
hūyate ca punardvābhyāṃ sa me viṣṇuḥ prasīdatu || 25 ||
brahmārpaṇaṃ brahma havirbrahmāgnau brahmaṇā hutam |
brahmaiva tena gantavyaṃ brahmakarmasamādhinā || 26 ||
śarā jīvāstadaṅgeṣu bhāti nityaṃ hariḥ svayam |
brahmaiva śarabhaḥ sākṣānmokṣado'yaṃ mahāmune || 27 ||
māyāvaśādeva devā mohitā mamatādibhiḥ |
tasya māhātmyaleśāṃśaṃ vaktuṃ kenāpya śakyate || 28 ||
parātparataraṃ brahma yatparātparato hariḥ |
parātparataro hīśastasmāttulyo'dhiko na hi || 29 ||
eka eva śivo nityastato'nyatsakalaṃ mṛṣā |
tasmātsarvānparityajya dhyeyānviṣṇvādikānsurān || 30 ||
śiva eva sadā dhyeyaḥ sarvasaṃsāramocakaḥ |
tasmai mahāgrāsāya maheśvarāya namaḥ || 31 ||
paippalādaṃ mahāśāstraṃ na deyaṃ yasya kasyacit |
nāstikāya kṛtaghnāya durvṛttāya durātmane || 32 ||
dāṃbhikāya nṛśaṃsāya śaṭhāyānṛtabhāṣiṇe |
suvratāya subhaktāya suvṛttāya suśīline || 33 ||
gurubhaktāya dāntāya śāntāya ṛjucetase |
śivabhaktāya dātavyaṃ brahmakarmoktadhīmate || 34 ||
svabhaktāyaiva dātavyamakṛtaghnāya suvratam |
na dātavyaṃ sadā gopyaṃ yatnenaiva dvijottama || 35 ||
etatpaippalādaṃ mahāśāstraṃ yo'dhīte śrāvayeddvijaḥ sa janmamaraṇebhyo mukto bhavati |
yo jānīte so'mṛtatvaṃ ca gacchati |
garbhavāsādvimukto bhavati |
surāpānātpūto bhavati |
svarṇasteyātpūto bhavati |
brahmahatyātpūto bhavati |
gurutalpagamanātpūto bhavati |
sa sarvānvedānadhīto bhavati |
sa sarvāndevāndhyāto bhavati |
sa samastamahāpātakopapātakātpūto bhavati |
tasmādavimuktamāśrito bhavati |
sa satataṃ śivapriyo bhavati |
sa śivasāyujyameti |
na sa punarāvartate na sa punarāvartate |
brahmaiva bhavati |
ityāha bhagavānbrahmetyupaniṣat ||
oṃ bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devāḥ |
bhadraṃ paśyemākṣabhiryajatrāḥ |
sthirairaṅgaistuṣṭuvām̐sastanūbhiḥ |
vyaśema devahitaṃ yadāyuḥ |
svasti na indro vṛddhaśravāḥ |
svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ |
svasti nastārkṣyo ariṣṭanemiḥ |
svasti no bṛhaspatirdadhātu |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||
iti śarabhopaniṣatsamāptā ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Vorangestellter Merkvers
Nachdem die Weisen alles aufgegeben haben, verehren sie dieses Sharabha als ihr eigenes Selbst; das dreifüßige Brahman allein bleibt als das Selbst übrig.
Shanti-Mantra
Om. Ihr Götter, mögen wir mit den Ohren Heilsames hören; ihr Verehrungswürdigen, mögen wir mit den Augen Heilsames sehen. Mit festen Gliedern und Körpern mögen wir euch preisen und die uns von den Göttern zugedachte Lebenszeit verbringen. Möge Indra von großem Ruhm uns Wohlergehen schenken; möge Pushan, der alles kennt, uns Wohlergehen schenken; möge Tarkshya mit unversehrtem Radkranz uns Wohlergehen schenken; möge Brihaspati uns Wohlergehen gewähren.
Friedensruf
Om. Frieden, Frieden, Frieden.
1. Die Frage nach der höchsten Gottheit
Paippalada fragte Brahma: „Wer von Brahma, Vishnu und Rudra ist der Höchste und soll meditiert werden? Sage uns die Wahrheit.“ Der Urvater antwortete: „Paippalada, höre dieses Wort. Nur wer viele Verdienste erworben hat, kann jenen höchsten Herrn erreichen. Ich, Hari, Indra und die anderen sind aus ihm hervorgegangen; selbst die Götterfürsten erkennen ihn aus Verblendung nicht.“
2. Der Vater der Götter
Er ist der zu wählende Herr, Vater und große Gebieter, der Brahma hervorbringt und ihm sämtliche Veden übermittelt: jener höchste Herr, Vater der Gottheiten.
3. Der Ursprung Brahmas und Vishnus
Er ist der verehrungswürdige Gott, Ursprung von mir, Brahma, und von Vishnu; am Ende der Zeit zieht er alle Welten wieder ein.
4. Die Sharabha-Erzählung
Er allein ist der Höchste, Lenker aller und Vorzüglichste: Maheshvara nahm die furchtbare Gestalt namens Sharabha an und bezwang in gewaltiger Kraft Narasimha, der die Welt bedrohte.
5. Die Bitte der Götter
Als die Götterfürsten Hari an den Füßen wegführten, baten sie: „Töte Vishnu, den Purusha, nicht; gehe in deiner Größe weiter.“
6. Virabhadra
Aus Mitgefühl riss der Herr Vishnu mit scharfen Krallen auf. Der große Held trug dessen Haut als Gewand und wurde Virabhadra. Der Vers formuliert den sektarischen Mythos bewusst drastisch.
7. Rudra als Meditationsziel
Rudra allein soll von allen zur Erlangung aller Vollkommenheiten meditiert werden. Er schlug Brahmas fünftes Haupt ab. Diesem Rudra sei Verehrung.
8. Schöpfung, Auflösung und Bewahrung
Mit einem Funken aus seiner Stirn macht er die ganze Welt zu Asche; dann erschafft und beschützt er sie erneut. So offenbart er seine Freiheit. Diesem Rudra sei Verehrung.
9. Kala und das Gift
Er bezwang Kala mit dem linken Fuß und trank das brennende, furchtbare Halahala-Gift. Diesem Rudra sei Verehrung.
10. Die Gabe des Diskus
Er freute sich über Vishnus Auge, das ihm zu Füßen dargebracht wurde, und gab ihm dafür den Diskus. Diesem Rudra sei Verehrung.
11. Dakshas Opfer
Beim Opfer Dakshas besiegte der Held die Scharen der Götter und band Vishnu mit einer Schlangenschlinge. Diesem Rudra sei Verehrung.
12. Tripura und Pashupati
Spielerisch verbrannte er Tripura. Der Vers nennt Vishnu in knapper, unsicherer Fügung und beschreibt den Herrn mit Mond, Sonne und Feuer als Augen. Alle Götter nahmen den Stand von „Vieh“ an; deshalb wurde er selbst Pashupati, ihr Herr. Diesem Rudra sei Verehrung.
13. Überwindung der begrenzten Formen
Der überlieferte Vers reiht Vishnus Fisch-, Schildkröten-, Eber-, Löwen- und Zwerggestalt aneinander und nennt auch Kamadeva und Yama, die Shiva zu Asche machte. Einzelne Kasus sind gestört; die Pointe ist die Überlegenheit Rudras über alle begrenzten Erscheinungen.
14. Shiva nimmt das Leiden hinweg
Nachdem die Götter den blauhalsigen Maheshvara auf viele Arten gepriesen und um Vergebung gebeten hatten, nahm der höchste Herr die vielfältigen Leiden hinweg, die aus den drei Bedrängnissen, Geburt, Tod, Alter und Ähnlichem entstehen.
15. Der Beschützer aller Wesen
Durch solche Mantras angerufen, schützte Shankara, der ursprüngliche Herr und das Selbst aller Verkörperten, sämtliche Geschöpfe.
16. Jenseits von Sprache und Geist
Selbst Vishnu sucht die beiden Lotusfüße dessen, der allen Lobes würdig ist. Die Götter priesen Mahesha, den Sprache und Geist nicht erreichen.
17. Das Geschenk der Gnade
Der Allgegenwärtige gewährte Vishnu, der sich hingebungsvoll verneigte, seine Gnade. Wer die Glückseligkeit Brahmans erkennt, von der Worte und Geist unverrichteter Dinge zurückkehren, fürchtet sich niemals.
18. Das Selbst in der Herzenshöhle
Feiner als das Feinste und größer als das Größte liegt das Selbst in der Höhle dieses Wesens. Der wunschlose Mensch schaut durch die Gnade des Schöpfers die Herrlichkeit des Herrn und wird frei von Trauer.
19. Von den Weisen verehrt
Vasishtha, Vyasa, Vamadeva, Brahma und andere betrachten ihn im Herzen; Sanatsujata, Sanatana und weitere preisen Mahesha, den ursprünglichen Gott.
20. Der ewige Zeuge
Mahesha ist wahr, ewig, Zeuge von allem, ewige Glückseligkeit, frei von Vorstellungen und ohne festlegbaren Namen. Girisha besitzt unvorstellbare Kraft; durch die eigene Unwissenheit erscheint der vorgestellte Bereich von Maß und Begrenzung.
21. Maya durch Meditation überwinden
„Guter Gelübdetreuer, Maya verwirrt selbst mich und Vishnu überaus. Durch Meditation über seine Lotusfüße wird die schwer zu überquerende Maya leicht überquerbar.“
22. Vishnus kosmische Aufgabe
Vishnu, Ursprung der Welt, entsteht mit seinen eigenen Teilgestalten als ein Anteil von mir und erhält die gesamte Welt.
23. Nur Mahadeva ist unvergänglich
Alles andere geht durch die Zeit dem Untergang entgegen und ist deshalb nicht die letzte Wahrheit. Om. Dem großen Verschlinger, Mahadeva, dem Träger des Speeres, Maheshvara und dem Gnädigen – diesem Rudra sei Verehrung.
24. Vishnu in allen Wesen
Vishnu ist der eine große Seinsgrund, der sich vielfach in Einzelwesen entfaltet. Als Selbst der Wesen durchdringt er die drei Welten und genießt als unvergänglicher Genießer des Alls.
25. Opferformel an Vishnu
Mit Vierergruppen, nochmals Vierergruppen, mit zwei und sodann mit fünf wird geopfert, danach wieder mit zwei. Möge dieser Vishnu mir gnädig sein. Die Zahlen beziehen sich wahrscheinlich auf rituelle Formeln; der Text erklärt sie nicht.
26. Alles im Opfer ist Brahman
Brahman ist die Darbringung, Brahman die Opfergabe; von Brahman wird sie in Brahmans Feuer geopfert. Brahman allein ist das Ziel dessen, der im Handeln als Brahman gesammelt ist.
27. Die Deutung des Namens Sharabha
Die Jivas sind Pfeile; in ihren Gliedern leuchtet Hari selbst. Sharabha ist unmittelbar Brahman und schenkt Befreiung, großer Weiser.
28. Die Macht der Maya
Durch die Macht der Maya sind selbst die Götter von Besitzdenken und Ähnlichem verwirrt. Nicht einmal ein kleinster Teil seiner Größe kann von irgendjemandem in Worte gefasst werden.
29. Sektarische Rangordnung
Der Text erklärt: Brahman steht über dem Höchsten, Hari noch über diesem und der Herr wiederum über Hari; deshalb komme ihm niemand gleich und niemand übertreffe ihn. Diese Rangordnung gibt die shaivistische Position des Textes wieder.
30. Shiva allein ist ewig
Shiva allein ist ewig; alles andere besitzt keine endgültige Wirklichkeit. Deshalb soll man alle anderen Meditationsgottheiten, Vishnu und die übrigen Götter, loslassen.
31. Shiva als Befreier
Shiva allein soll stets meditiert werden; er befreit vom ganzen Kreislauf des Samsara. Verehrung sei dem großen Verschlinger und großen Herrn.
32. Begrenzung der Weitergabe
Diese große Paippalada-Lehre soll nicht beliebig weitergegeben werden: nicht einem Gottesleugner, Undankbaren, Menschen von schlechtem Wandel oder Übelgesinnten.
33. Ungeeignete und geeignete Empfänger
Nicht dem Heuchler, Grausamen, Hinterlistigen oder Lügner; die folgende zweite Vershälfte beginnt die positive Liste: einem Menschen mit gutem Gelübde, guter Hingabe, gutem Wandel und edlem Charakter.
34. Der würdige Schüler
Weiterzugeben ist sie dem Guru-Ergebenen, Selbstbeherrschten, Friedvollen, Aufrichtigen, Shiva-Ergebenen und dem Weisen, der die Lehre vom Handeln als Brahman versteht.
35. Sorgfältige Bewahrung
Nur dem eigenen hingebungsvollen, dankbaren und gelübdetreuen Schüler soll sie gegeben werden. Sonst ist sie nicht weiterzugeben, sondern sorgfältig zu bewahren, bester der Zweimalgeborenen.
Traditionelle Fruchtverheißung
Der Zweimalgeborene, der diese große, mit Pippalada verbundene Lehre studiert und hören lässt, wird von Geburt und Tod frei. Wer sie erkennt, gelangt zur Unsterblichkeit und wird vom Aufenthalt im Mutterleib befreit. Er wird vom Trinken berauschenden Getränks, vom Golddiebstahl, vom Töten eines Brahmanen und vom Verkehr mit der Frau des Lehrers gereinigt. Er gilt als einer, der alle Veden studiert und über alle Götter meditiert hat. Er wird von allen großen und kleineren Vergehen gereinigt. Deshalb findet er im Avimukta Zuflucht. Er wird Shiva stets lieb und erreicht die Vereinigung mit Shiva. Er kehrt nicht wieder, er kehrt nicht wieder. Er wird Brahman selbst. So sprach der erhabene Brahma; so lautet die Upanishad. Dies sind traditionelle Fruchtverheißungen des Textes.
Shanti-Mantra
Om. Ihr Götter, mögen wir mit den Ohren Heilsames hören; ihr Verehrungswürdigen, mögen wir mit den Augen Heilsames sehen. Mit festen Gliedern und Körpern mögen wir euch preisen und die uns von den Göttern zugedachte Lebenszeit verbringen. Möge Indra von großem Ruhm uns Wohlergehen schenken; möge Pushan, der alles kennt, uns Wohlergehen schenken; möge Tarkshya mit unversehrtem Radkranz uns Wohlergehen schenken; möge Brihaspati uns Wohlergehen gewähren. Om. Frieden, Frieden, Frieden.
Schlussvermerk
Hier endet die Sharabha Upanishad.
Anregungen für die spirituelle Praxis
- Verbinde Shiva-Verehrung mit Demut und Achtung vor anderen Traditionen.
- Betrachte, wie Zorn entsteht und wie Sammlung seine Wirkung verändern kann.
- Unterscheide mythische Erzählung, theologischen Anspruch und Selbsterkenntnis.
- Meditiere über das Selbst als Zeugen wechselnder Gedanken und Gefühle.
Quellen und Textgrundlage
- Sanskrit Documents: Sharabha Upanishad, Sanskrittext; abgerufen am 1. September 2026.
- Sarabha Upanishat, englische Vergleichsfassung bei Shaivam
- Die deutsche Studienübersetzung und die Worterklärungen dieser Fassung wurden neu für diesen Artikel ausgearbeitet. Es handelt sich nicht um die Übernahme einer bestehenden deutschen Übersetzung und nicht um eine kritische Handschriftenedition.
Siehe auch
- Dakshinamurti Upanishad, Skanda Upanishad, Kalagni Rudra Upanishad, Brihajjabala Upanishad, Atharvashikha Upanishad, Atharvashiras Upanishad, Kaivalya Upanishad
- Upanishaden
- Vedanta
- Jnana Yoga
- Meditation
- Moksha
- Guru
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