Pranou

Aus Yogawiki
Version vom 5. September 2026, 13:53 Uhr von Yoga Vidya (Diskussion | Beiträge) (Der Seiteninhalt wurde durch einen anderen Text ersetzt: „'''Pranou''' (auch: '''Pranou Upanishad''') ist der persische Name der '''Pranava Upanishad''' in der von Anquetil-Duperron ins Lateinische übertragenen Oupnek'hat-Sammlung, wo sie als 48. von fünfzig Upanishaden aufgeführt wird. Im Sanskrit-Original trägt der Text den Titel ''Praṇavopaniṣat''; er stammt aus dem Gopatha Brāhmaṇa des Atharvaveda…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Pranou (auch: Pranou Upanishad) ist der persische Name der Pranava Upanishad in der von Anquetil-Duperron ins Lateinische übertragenen Oupnek'hat-Sammlung, wo sie als 48. von fünfzig Upanishaden aufgeführt wird. Im Sanskrit-Original trägt der Text den Titel Praṇavopaniṣat; er stammt aus dem Gopatha Brāhmaṇa des Atharvaveda (Abschnitte 1.1.16–1.1.30) und ist die zusammenhängende Lehre über die heilige Silbe Om.

Herkunft des Namens

Im Jahr 1656 ließ Dara Shikoh in Delhi eine Sammlung von fünfzig Upanishaden aus dem Sanskrit ins Persische übersetzen; diese Sammlung erhielt den Titel Oupnek'hat. Aus dieser persischen Fassung übertrug Anquetil-Duperron den Text Wort für Wort ins Lateinische (1801/1802) und übernahm dabei die persische Lautform der Sanskrit-Titel. So wurde aus Praṇava die im Oupnek'hat verwendete Form Pranou. Paul Deussen zählt Pranou zu den Stücken der Sammlung, die ihm als sehr späte und sekundäre Produkte erschienen.

Inhalt

Die Upanishad entfaltet in Frageform sechsunddreißig Fragen zur heiligen Silbe Om: nach ihrer Wurzel, ihrer grammatischen Form, ihrem Metrum, ihrer Farbe, ihrer Gottheit und ihrer Wirkung. Eingerahmt werden diese Fragen von einer Kosmogonie, in der Brahma durch Brahmacharya die Silbe Om schaut, sowie von einem Mythos vom Kampf der Götter gegen die Asuras, der erklärt, warum Om vor jeder heiligen Rezitation ausgesprochen wird.

Der vollständige Text – die Übersetzung von Paul Deussen ebenso wie eine am Sanskrit orientierte Fassung in Devanagari und IAST mit Wort-für-Wort-Erläuterung – steht im Artikel Pranava Upanishad.

Einordnung

Das Gopatha Brāhmaṇa ist das einzige erhaltene Brāhmaṇa des Atharvaveda. Die Pranava Upanishad bildet darin einen klar begrenzten Lehrabschnitt und keinen eigenständigen Text der Muktika-Liste. In der Oupnek'hat-Sammlung erscheint sie dennoch als eigenständiges Stück unter dem persischen Namen Pranou, gleich neben anderen späten Zusätzen der Sammlung wie Ark'hi und Schavank.

Siehe auch

Literatur

  • Paul Deussen: Upanishaden. Die Geheimlehre des Veda, herausgegeben von Peter Michel, Marix Verlag, 2. Auflage, 2007, Wiesbaden.